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Naturpark Hohe Wand Rundwanderweg 3

Auf Wildenauers Spuren

Im Naturpark Hohe Wand gibt es zahlreiche Wanderwege mit wunderschönen Aussichtspunkten. Diese Wanderung führt durch das Lieblingsgebiet von Pfarrer Alois Wildenauer, dem Pionier der Erschließung der Hohen Wand. Vom Streichelzoo geht es zu sechs Gasthäusern, zwei Kreuzen, einem Aussichtsturm und zum höchsten Gipfel der Hohen Wand auf 1.132 m.

Zahlen & Fakten

  • mittlere Wanderung
  • Stationen: Naturpark Eingang (Naturpark Shop) – Hochkogelhaus – Gasthaus Luf – Neue Welt Blick – Hubertushaus – Naglkreuz – Wildenauer Kreuz – Wilhelm-Eichert-Hütte – Plackles – Wanddörfl – Gasthof Kleine Kanzel – Naturpark Eingang – Naturparkstüberl – Aussichtsturm – Naturpark Eingang
  • Gesamtdauer der Tour: ca. 4 Stunden und 20 Minuten (ohne Pause)
  • Distanz: 12,2 km
  • Höhenmeter: 380
  • Einkehrmöglichkeiten am Weg: Hochkogelhaus, Gasthaus Luf, Hubertushaus, Wilhelm-Eichert-Hütte, Gasthof Kleine Kanzel, Naturparkstüberl

Für einen ersten Eindruck sieh‘ dir doch das Wandervideo an:

Ausgangspunkt

Parkplatz beim Naturpark Eingang (Naturpark Shop)
Kleine Kanzelstraße 241
2724 Hohe Wand – Maiersdorf

Eintritt & Mautgebühr

Der Eintritt in den Naturpark kostet für Erwachsene 1,80 Euro. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen wird eine Mautgebühr von 2,00 Euro pro PKW eingehoben. Nähere Details findest du hier.

Hinweis: Ich bezeichne diese Wanderung als „mittel“ und nicht als „einfach“, weil der Leitergraben zwischen Gasthaus Luf und Hubertushaus sehr steinig und steil verläuft. Gutes Schuhwerk und Trittsicherheit sind erforderlich. Beim Leitergraben geht es zuerst sehr steinig und steil bergab und danach in kurzer Zeit wieder sehr weit hinauf. Bis auf dieses Stück ist die Wanderung einfach.

Erste Etappe: Vom Streichelzoo zum Hochkogelhaus und zum Gasthaus Luf

Unsere heutige Wanderung beginnt beim Eingang des Naturparks. Im Streichelzoo gibt es auf der linken Seite vor dem Spielplatz eine Übersichtskarte und einige Schilder. Wir folgen den Schildern Richtung „Gasthauf Luf Rundwanderweg 2 50 Min.“ und „Hochkogelhaus Rundwanderweg 2+3 45 Min.“ und gehen rechts durch den Streichelzoo.

Nach den Tiergehegen biegen wir rechts ab und kommen am Parkplatz vorbei. Wir halten uns an die Schilder sowie an die rote Markierung. Der abwechslungsreiche Weg durch den Wald verläuft bergauf und bergab und nach knapp 45 Minuten erreichen wir das Hochkogelhaus.

Hochkogelhaus und Gasthaus Luf

Von der Terrasse hat man eine wunderschöne Weitsicht auf die Landschaft und mehrere kleine Ortschaften. In der Ferne sehen wir sogar den Neusiedler See.

Beim Hochkogelhaus gibt es ein Schild Richtung “Gasthaus Luf 2 Min.”. Wir gehen die Straße am Hochkogelhaus geradeaus weiter und erreichen nach wenigen Metern das Gasthaus Luf. Beim Gasthaus Luf gibt es keine Aussicht, aber das Essen schmeckt sehr gut.

Zweite Etappe: Neue Welt Blick und Hubertushaus

Wir gehen zurück zur Übersichtskarte beim Hochkogelhaus. Dort folgen wir den Schildern Richtung “Neue Welt Blick 10 Min.” und “Leitergrabenweg 45 Min.” und gehen geradeaus weiter. Nach wenigen Metern gehen wir rechts in den Wald hinein, hier gibt es ein Schild Richtung “Hubertushaus 1 Stunde” (rote Markierung) und “Leitergraben” (grüne und gelbe Markierung).

Nach zehn Minuten Gehzeit erreichen wir eine Weggabelung, bei der es links zum Neue Welt Blick geht. Die Aussicht ist auch hier fantastisch und Holzliegen laden zu einer Pause ein.

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Der Neue Welt Blick

Vom Neue Welt Blick kommend gehen wir nun im Wald links weiter, rot-weiß-rote und gelbe Markierungen begleiten uns. Schon bald verläuft der Weg entlang der Felskante und bietet eine herrliche Aussicht auf die Hohe Wand und die Umgebung.

Das nächste gelbe Schild warnt uns: 200 m Höhenunterschied, Trittsicherheit erforderlich. Von hier aus sind es noch 50 Minuten zum Hubertushaus. Wir gehen den steinigen und steilen Leitergraben hinunter.

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Der Leitergraben

Für die steinige Passage haben wir ungefähr 13 Minuten gebraucht. Danach folgen wir dem Schild Richtung “RWW 3”, der rot-weiß-roten und gelben Markierung und gehen links weiter. Der schmale Weg verläuft weiterhin bergab, ist aber nicht mehr so steinig und steil.

Bei einer Kreuzung mit einer Übersichtstafel beginnt der Aufstieg. Wir folgen dem Schild Richtung “Hubertushaus 40 Min., RWW 3” und gehen geradeaus den steinigen Weg hinauf. Auch hier werden wir von rot-weiß-roten und gelben Markierungen begleitet.

Nach ungefähr 20 Minuten haben wir den anspruchvollsten Teil hinter uns und erreichen schon bald wieder die Felskante der Hohen Wand mit fantastischer Aussicht.

Der Weg ist nun breiter und die Markierungen bringen uns zum Hubertushaus auf 1.010 m Seehöhe.

Gut zu wissen: Vom Gasthauf Luf bis zum Hubertushaus sind wir ungefähr eine Stunde und 15 Minuten gegangen.

Vom Hubertushaus haben wir eine herrliche, weitläufige Aussicht auf die Orte, Hügel und Berge.

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Die Aussicht vom Hubertushaus

Dritte Etappe: Naglkreuz und Wilhelm-Eichert-Hütte

Wir folgen den Schildern Richtung “Naglkreuz 30 Min.”, “Eicherthütte 40 Min.” und “Plackles 1.132 m 1 1/4 Std.” und gehen geradeaus weiter. Der Waldweg wird steiniger und über einige Wurzeln geht es weiter bergauf.

An einer Stelle zeigen die gelben und roten Pfeile nach rechts, wir gehen aber links weiter, weil wir dort die nächsten Markierungen sehen.

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Hier geht es trotz der Pfeile links weiter

Bei den nächsten Schildern biegen wir links ab zum Naglkreuz und genießen die Aussicht. Auf der rechten Seite durch die Bäume sehen wir nun auch den Schneeberg.

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Beim Naglkreuz

Wieder am Weg folgen wir den Schildern und gehen links weiter Richtung “Eicherthütte 15 Min.” und “Plackles 40 Min.”. Der Weg führt am Ferdinand Nagl Haus und an einem Gedenkkreuz vorbei und bald darauf erreichen wir eine Bergrettungshütte. Wir gehen geradeaus weiter und folgen den rot-weiß-roten, gelben und blauen Markierungen. Wenige Meter nach der Bergrettungshütte entdecken wir das Wildenauer Kreuz und sind kurz darauf bei der Wilhelm-Eichert-Hütte.

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Herrliche Aussicht auf die Berge vom Wildenauer Kreuz aus

Gut zu wissen: Direkt hinter dem Kreuz ist der tiefe Abgrund!

Die Wilhelm-Eichert-Hütte und das Wildenauer Kreuz befinden sich auf der Großen Kanzel auf 1.065 m Seehöhe. Beim Kreuz gibt es eine Übersichtstafel, auf der alle sichtbaren Berge und Orte eingezeichnet sind. Die Aussicht ist wunderschön und weitläufig.

Gut zu wissen: Vom Hubertushaus bis zur Wilhelm-Eichert-Hütte sind wir ungefähr 37 Minuten gegangen.

Vierte Etappe: Plackles auf 1.132 m

Unser nächstes Ziel heißt Plackles. Vor der Wanderung habe ich gelesen, dass der Plackles aufgrund der fehlenden Aussicht nicht sehenswert ist, ich möchte aber trotzdem auf den höchsten Gipfel der Hohen Wand gehen.

Gut zu wissen: Von 1965 bis 1994 gab es hier die erste niederösterreichische Doppelsesselbahn. Sie führte von Grünbach in 19 Minuten auf den Placklesgipfel.

Vorbei an der Eicherthütte, folgen wir dem Schild Richtung “Plackles 30 Min. 1.132 m”. Anfangs verläuft der Weg durch eine Wiese leicht bergauf und bald sind wir wieder im Wald. Bei einer Kreuzung gehen wir geradeaus weiter und folgen den rot-weiß-roten und gelben Markierungen.

Als wir am Naturfreundehaus vorbeikommen, sehen wir vor uns den Sendemasten auf dem Plackles.
Bei einer Kreuzung erreichen wir das Bergrettungshaus mit Übersichtskarte und einigen Schildern.

Wir gehen den Schotterweg geradeaus hinauf und sind kurz darauf beim Sendemasten. Hinter dem Sendemasten ist das Berghaus auf 1.135 m. Das Berghaus hat eine Terrasse mit Aussicht, ist aber in Privatbesitz. Rund um den Sendemasten gibt es private Wohnhäuser und ein Wildgehege.

Gut zu wissen: Von der Eicherthütte bis zum Placklesgipfel sind wir ungefähr 23 Minuten gegangen.

Fünfte Etappe: Durch das Wanddörfl zum Gasthof Kleine Kanzel

Wir gehen zurück bis zur Kreuzung mit der Bergrettungshütte und beschließen spontan, uns die Hütte ein bisschen genauer anzusehen.

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Hier sieht man die Bergrettungshütte

Am Ende der gepflegten Wiese hängt ein Bilderrahmen mit malerischer Aussicht und daneben gibt es ein herrliches kleines Platzerl, den Schneebergblick.

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Der Schneebergblick beim Bergrettungshaus

Tipp: Wenn du diese Wanderung machst, dann sieh’ dir auf jeden Fall auch diesen Platz an, die Aussicht ist wirklich wunderschön!

Von der Bergrettungshütte aus gesehen gehen wir nun geradeaus weiter Richtung “Gasthaus Kleine Kanzel 2,5 km” und “Wanddörfl 0,7 km”. Wir sind schon bald wieder im Wald, ein breiter Schotterweg führt uns zum Wanddörfl. Rote und rot-weiß-rote Markierungen begleiten uns.

Früher gab es hier Unterkünfte für Wanderer, heute sind es private Wochenendhäuser. Wir gehen auf dem Schotterweg durch das Wanddörfl und haben nach einiger Zeit eine wunderschöne Aussicht bis zum Neusiedler See. Die Forststraße führt uns nach einiger Zeit direkt zum Gasthof Kleine Kanzel.

Gut zu wissen: Vom Plackles bis zum Gasthof Kleine Kanzel sind wir ungefähr 50 Minuten gegangen.

Beim Gasthof Kleine Kanzel haben wir eine sehr schöne Aussicht auf den Schneeberg und zahlreiche andere Berge.

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Die Aussicht vom Gasthof Kleine Kanzel

Zurück zum Parkplatz

Gegenüber des Gasthauses führt ein schmaler Waldweg entlang des Wildgeheges hinunter, links davon ist der Parkplatz des Gasthauses.

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Gegenüber vom Gasthaus führt dieser Weg wieder zum Eingang des Naturparks

Bei einer Weggabelung nehmen wir den linken breiten Weg am Zaun entlang. Bei der nächsten Weggabelung folgen wir den Schilder Richtung “Naturpark Shop 10 Min.” und “Streichelzoo” und gehen links weiter. Nach dem Gehege gehen wir den breiten Weg geradeaus weiter und sind kurz darauf wieder beim Naturpark Eingang und beim Parkplatz.

Gut zu wissen: Vom Gasthof Kleine Kanzel bis zum Parkplatz sind wir 15 Minuten gegangen.

Eigentlich wäre die Wanderung nun zu Ende. Bei dieser Wanderung hatten wir mehrmals eine wirklich schöne Aussicht. Aber weil der Aussichtsturm gleich in der Nähe ist, möchte ich ihn in diese Wanderung noch miteinbeziehen.

Ein letzter Abstecher zum Aussichtsturm

Wir überqueren die Straße und gehen zum Naturparkstüberl und dem Alpin- und Heimatmuseum Richtung Spiel- und Spaßberg. Rechts neben dem Naturparkstüberl befindet sich auch schon der Spiel- und Spaßberg mit einem Tiergehege.

Beim Tiergehege zeigt ein Schild geradeaus Richtung “Aussichtsturm 20 Min.”. Da es aber schon recht spät ist, nehmen wir den kürzeren Weg zum Aussischtsturm und gehen den Spaßberg zwischen Rutsche und Tiergehege hinauf. Oben angekommen, gehen wir den Schotterweg rechts weiter und erreichen nach wenigen Minuten die Aussichtswarte.

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Die Aussichtswarte auf der Hohen Wand

Gut zu wissen: Vom Parkplatz bis zur Aussichtswarte sind wir ungefähr 10 Minuten gegangen.

Mittlerweile ist es ziemlich bewölkt, wir haben aber trotzdem in alle Richtungen eine schöne Aussicht.

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Das Gasthaus Kleine Kanzel und der Schneeberg

Bei Sonnenschein sieht es übrigens so aus wie auf dem Titelbild einer früheren Wanderung im Naturpark Hohe Wand. Wir nehmen den selben Weg zurück zum Parkplatz.

Fazit

Mir hat diese Rundwanderung auf der Hohen Wand sehr gut gefallen. Durch die zahlreichen Gasthäuser mit Aussicht kann man immer wieder eine Pause machen, dadurch ist diese längere Wanderung auch nicht so anstrengend.

Karte und Höhenprofil

Fotogalerie

Und wenn du noch mehr Fotos von dieser Wanderung sehen möchtest, dann klicke auf den Link:

Fotogalerie Hohe Wand Rundwanderweg 3

Wie findest du diese Wanderung? Warst du schon einmal auf diesem Rundwanderweg? Wenn nicht, könntest du dir vorstellen, diese Wanderung zu machen? Ich freue mich immer über Feedback!

Jasmin

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3 Gedanken zu “Naturpark Hohe Wand Rundwanderweg 3

    • Hi Flo!
      Hab‘ mir grad deinen Bericht durchgelesen. Ja, klingt anstrengend! Der Rundwanderweg 3 verläuft mehr links, ihr wart mehr rechts unterwegs. Aber ich werd‘ sicher noch weitere Wanderungen auf der Hohen Wand machen! Ich hab‘ dir grad ein Kommentar auf deinem Blog hinterlassen, das Gasthaus Luf kann ich euch für’s nächste Mal echt empfehlen! Und die Aussicht vom Gasthaus Kleine Kanzel auf den Schneeberg in Verbindung mit einem Abstecher zum Aussichtsturm (ist eh in diesem Artikel beschrieben) sind auch sehr sehenswert!
      Liebe Grüße,
      Jasmin

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