Wer sind die Jesiden?

Zuletzt aktualisiert am 21. April 2026

Jesiden – eine ethno-religiöse Volksgruppe? Jeside wird man nur, wenn man als Kind einer jesidischen Mutter und eines jesidischen Vaters zur Welt kommt. In der wissenschaftlichen Literatur werden die Jesiden aufgrund ihrer Sprache und Kultur überwiegend den Kurden zugeordnet.

Was ist der Glaube der Jesiden?

Die Religion der Jesiden ist monotheistisch: Der allmächtige Gott erschuf die Welt aus einer Perle. Nach einiger Zeit formten sieben heilige Engel aus dieser Perle die Welt mit allen Himmelskörpern.

Können Christen Jesiden heiraten?

“ Doch noch immer gilt: Jesiden dürfen nur innerhalb ihrer Gemeinschaft heiraten und sogar nur innerhalb der drei Kasten des Jesidentums: der Scheichs, der Pirs und der Murids.

Was beten die Jesiden an?

Sie glaubt an die Einheit Gottes und es gibt keinen Propheten oder Boten. Es gibt vier heilige und wichtige Elemente in der jesidischen Religion, nämlich Sonne, Luft, Erde und Wasser. Die Jesiden beten bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang stehend mit den Händen zum Himmel erhoben.

Was ist der Gott der Jesiden?

Die Yeziden haben keinen Propheten und kein heiliges Buch. Sie glauben an einen allmächtigen Schöpfer, den sie mit den Namen Ezda oder Hoda rufen. Die wörtliche Übersetzung aus dem Kurdischen wäre: „Der, der mich, sich und die Zeit erschaffen hat. “

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Was ist das wichtigste Fest der Jesiden?

Neujahr ist für Jesiden der wichtigste Feiertag. Rund 50.000 von ihnen feiern in NRW.

Was Glauben Jesiden nach dem Tod?

Welche Vorstellung gibt es im Yezidentum vom Leben nach dem Tod? Der Tod ist eng verbunden mit dem ewigen Leben bei den Yeziden. Die yezidische Religion vertritt die Meinung, dass der Geist, die Seele, unsterblich ist. Beim Tod trennt sich die Seele vom Körper.

Wie heißen die sieben Erzengel der Jesiden?

Die sieben Engel werden im jesidischen Abendgebet aufgezählt und heißen: Ezazil, Izrafil, Shifqail, Derdail, Mikail, Jibrail und Izrail. Die Namen der Engel enden alle mit der Silbe -il, womit verdeutlicht wird, dass sie zu Gott gehören und ohne Gott nicht denkbar sind.

Was ist besonders an Jesiden?

Der jesidische Glauben kennt nur einen allmächtigen Gott, der auch die Welt erschuf. Er hat den Menschen die Sinne und den Verstand gegeben, so dass sie sich für den richtigen Weg im Leben entscheiden können.

Was ist das Symbol der Jesiden?

Der Pfau ist das Symbol der Jesiden, wie das Kreuz für die Christen. Man kann nicht zum Jesidentum konvertieren. Die jesidische Religion wird mündlich übertragen. Die Jesiden haben keinen Propheten, wie Jesus.

Wie viele Frauen darf man im Jesidentum haben?

Jesiden sind grundsätzlich monogam. Die Vielehe gilt als Ausnahme und wird nicht geschätzt, obwohl sie nicht verboten ist. Die Anzahl der Frauen, die Männer theoretisch heiraten dürfen, beschränkt sich auf drei bis fünf.

Wann dürfen Jesiden sich nicht duschen?

„Glaubensgebundene Yeziden halten sich auch an ganz viele Regeln, die am Mittwoch stattfinden. Das geht so weit, dass sie sich am Mittwoch nicht waschen, also keine Schere bedienen, also eigentlich keine Arbeiten tätigen sollen.

Wo werden Jesiden beerdigt?

Das größte Feld mit rund 200 Gräbern liegt in Hannover-Lahe. Weitere jesidische Gräberfelder befinden sich auf: dem Kommunalfriedhof in Emmerich am Rhein (seit 1990) dem Sennefriedhof in Bielefeld (seit 1994)

Welche ist die älteste Religion der Welt?

Die älteste der fünf Weltreligionen ist der Hinduismus.

Er ist vor über 3500 Jahren entstanden. Fast genauso alt ist das Judentum: etwa 3000 Jahre. Das Judentum ist außerdem die älteste Religion der Welt, in der an nur einen Gott geglaubt wird. Das Christentum ist vor rund 2000 Jahren aus dem Judentum entstanden.

Wie feiern Jesiden Weihnachten?

Jedes Jahr im Dezember begehen Jesiden "Cejna Ezi", ein Fest ähnlich unserem Weihnachten. In Königsdorf bei Köln haben das gut 150 Menschen mit traditionellen Tänzen und Speisen gefeiert - obwohl nicht jedem nach Feiern zumute war.

Warum tragen Jesiden Kopftuch?

Orthodoxe Frauen zeigen nach der Hochzeit ihre Haare nicht mehr in der Öffentlichkeit. Durch ein Kopftuch oder eine Perücke, auf Jiddisch Scheitel genannt, signalisieren sie ihrer Umwelt, dass sie verheiratet sind und sich nach den traditionellen Vorstellungen der Schicklichkeit richten.

Was dürfen Jesiden nicht?

Manche Yeziden dürfen keinen Kopfsalat essen, da ein yezidischer Heiliger auf einem Salatfeld ermordet wurde, und es heißt, sein Blut sei auf die Salatköpfe getropft. Ein weiteres Element der religiösen Tradition ist das Verbot, Kleidung in einem bestimmten blauen Farbton zu tragen.

Was passiert mit der Seele nach 40 Tagen?

Nach orthodoxer Auffassung verlässt die Seele nach 40 Tagen - in Anlehnung an Christi Himmelfahrt - endgültig die Erde und geht in den Zwischenzustand über, wo sie auf das jüngste Gericht wartet. Aus diesem Grunde ist die Fürbitte zu diesem Zeitpunkt besonders wichtig.

Was sagen Jesiden zu Gott?

Jesidinnen und Jesiden beten in kurdischer Sprache und zu Beginn werden die Worte gesprochen „Mit der Erlaubnis Gottes“ (Bi destura Xwedê). Beendet wird das Beten mit dem Bekenntnis „Wir sind unvollkommen, Gott ist vollkommen“ (Em kêmin, Xwedê tamam e).

Sind Jesiden Christen?

Die wichtigsten Infos über Jesiden

Die Religion ist noch vor dem Christentum entstanden und wird auf etwa 2.000 vor Christus datiert. Ihre Mitglieder sind meist Kurden. In diesem Glauben gibt es nur einen allmächtigen Gott. Jesiden glauben an Seelenwanderung - ein Leben nach dem Tod.

Wie viel mal beten Jesiden am Tag?

Jesiden beten mindestens zwei Mal am Tag. Manche von uns beten sogar sieben Mal am Tag.

Haben Jesiden Zuckerfest?

In diesem Jahr liegt der Termin auf dem 20. Dezember, dann wird das Zuckerfest „Isa Ezid“ gefeiert. Ezid ist die Bezeichnung der Jesiden für den einen großen Gott aller Völker und Religionen.

Sind Kurden Muslime?

Die meisten Kurd*innen sind sunnitische Muslim*innen, einige aber auch Schiit*innen oder Alevit*innen. Außerdem sind manche Kurd*innen jesidisch, christlich, jüdisch oder konfessionslos. Etwa seit dem 17. Jahrhundert streben die Kurd*innen einen eigenen Staat an.

Warum tragen Jesiden ein Armband?

Rot-weiße Bazinbar, sogenannte „Frühlingsarmbänder“, werden Gläubigen beim jesidischen Neujahrsfest um die Handgelenke angelegt. Fallen die Frühlingsarmbänder von selbst ab, so soll dies den Trägerinnen und Trägern Glück und Segen bringen.

Welche bekannten Jesiden gibt es?

Schriftsteller und Journalisten
  • Celile Celil.
  • Düzen Tekkal.
  • Erebê Şemo.
  • Mirza Dinnayi.
  • Nareen Shammo.
  • Mustafa Alin.