Was ist eine Staffelmiete?

Zuletzt aktualisiert am 11. Januar 2026

Was ist eine Staffelmiete? Bei einer Staffelmiete sind Mieterhöhungen schon im Mietvertrag festgelegt. Sie treten automatisch zu einem bestimmten Zeitpunkt in Kraft. Für Mieter bedeutet das zwar Klarheit über künftige Mietkosten, aber auch eine Bindung an die vertraglich festgelegten Steigerungen.

Ist Staffelmiete gut oder schlecht?

Eine Staffelmiete schafft Sicherheit

Sie schafft für beide Seiten Planungssicherheit und schließt für den Mieter weitere Erhöhungen – auch solche für Modernisierungen – aus. Vorteilhaft für Vermieter ist wiederum, dass sie eine reguläre Mieterhöhung erleichtert.

Wie funktioniert die Staffelmiete?

Die Staffelmiete ist eine Mietform, bei der der Mietzins in vorher vertraglich vereinbarten Intervallen (z.B. einmal pro Jahr) ansteigt. Diese steht im Gegensatz zur klassischen Form der Miete, bei der die Miete während der gesamten Mietdauer unverändert bleibt oder nur unter bestimmten Bedingungen geändert wird.

Wie hoch darf die Staffelmiete sein?

Die Staffeln dürfen entweder gleich hoch sein oder variieren, üblich sind 3 bis 5 Prozent pro Jahr. Es ist jedoch zu beachten, dass eine Erhöhung frühestens ein Jahr nach der letzten erfolgen kann, kürzere Intervalle sind nicht zulässig.

Sind Staffelmieteverträge noch erlaubt?

Kurz gesagt: Die Vereinbarung einer Staffelmiete erlaubt es Ihrem Vermieter, Ihre Miete in regelmäßigen Zeitabständen um einen festgelegten Betrag zu erhöhen, ohne dass er diese Steigerung begründen muss. Allerdings ist dies nur möglich, wenn Sie als Mieter vorher explizit der Staffelmiete zustimmen.

Staffelmiete einfach erklärt | Vor- und Nachteile Mieter und Vermieter + Beispiel Mietstaffel

Was ist besser für Vermieter: Staffelmiete oder Indexmiete?

Staffelmietverträge sind für den Vermieter meistens vorteilhafter als Indexmieten. Vermieter, die an einem möglichst geringen Verwaltungsaufwand rund um Mieterhöhungen interessiert sind, wählen besser eine Staffelmiete, da die Zeitpunkte und die Mieterhöhungsbeträge bereits mietvertraglich vereinbart sind.

Was ist eine akzeptable Mietdauer?

Als Pächter haben Sie das Recht, die Räumlichkeiten gemäß dem Pachtvertrag zu nutzen. In jedem Pachtvertrag ist angegeben, wie lange Sie dieses Recht haben. Die Laufzeit der Pachtverträge variiert, manche betragen bis zu 999 Jahre. Moderne Pachtverträge werden oft ursprünglich für 125 oder 99 Jahre gewährt.

Wie viele Jahre dauert eine Staffelmiete?

Es gibt seit 2001 keine Grenze im Gesetz, wie lange eine Staffelmiete andauern darf. Vermieterinnen und Vermieter können deshalb auch für die nächsten 15 oder 20 Jahre Erhöhungen im Vertrag festhalten.

Welche Folgen hat eine Staffelmietevereinbarung?

Folgen einer wirksamen Staffelmietvereinbarung

Aufgrund einer wirksamen Staffelmietvereinbarung tritt die jeweilige Erhöhung in Kraft, ohne dass der Vermieter hierzu auffordern muss. Vergessen beide Parteien die Fälligkeit einer neuen Staffel, muss nachgezahlt werden. Die Nachforderungsbeträge verjähren in drei Jahren.

Ist eine Mieterhöhung alle 2 Jahre erlaubt?

Zusammengenommen kann die Miete gemäß § 558 BGB innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 20 Prozent erhöht werden. Ist im Mietvertrag eine Staffel- oder Indexmiete vereinbart, dann steigt die Miete üblicherweise jedes Jahr (oder mitunter auch alle zwei Jahre) automatisch zu den vertraglich vereinbarten Konditionen.

Kann man einen Staffelmietvertrag kündigen?

Staffelmietvertrag kündigen

Im Vertrag kann ein Ausschluss des Mieter-Kündigungsrechts vereinbart werden. Wichtig ist, dass das Kündigungsrecht des Mieters für maximal vier Jahre ausgeschlossen werden kann.

Ist ein Staffelmietvertrag unbefristet?

Gesetzlich ist kein maximaler Zeitraum für eine Staffelmiete festgelegt. Bei Formulierungen wie „die Miete erhöht sich um zehn Euro pro Jahr“ endet die Staffelmiete daher theoretisch nie. Dies wird auch als eine unbefristete Staffelmiete bezeichnet.

Wann ist die erste Mieterhöhung erlaubt?

Nach dem Einzug kann der oder die Vermieter:in erstmals nach Ablauf von zwölf Monaten eine Mieterhöhung ankündigen. Ist die Mieterhöhung inhaltlich und formal korrekt, muss ihr der oder die Mieter:in zustimmen.

Warum macht man Staffelmiete?

Staffelmietverträge regeln zukünftige Mietsteigerungen verbindlich und sorgen für Planungssicherheit, binden Mieter jedoch langfristig. Zwischen den Mietsteigerungen muss mindestens ein Jahr liegen, Staffelungen sind schriftlich zu vereinbaren und von beiden Parteien zu unterzeichnen.

Wann ist eine Staffelmiete ungültig?

Eine Staffelmietvereinbarung, in der die jeweilige Miete oder die jeweilige Erhöhung für die ersten zehn Jahre in einem Geldbetrag und erst für die nachfolgenden Jahre in einem Prozentsatz ausgewiesen ist, ist nur hinsichtlich des über zehn Jahre hinausgehenden Zeitraums unwirksam.

Welche Nachteile hat die Indexmiete für Mieter?

Nachteile für Mieter
  • Die Miete steigt in der Regel jährlich.
  • Dies kann zu erheblichen finanziellen Belastungen führen.
  • Besonders problematisch ist dies, wenn die Löhne nicht im gleichen Maße steigen wie die Verbraucherpreise.
  • In Zeiten hoher Inflation können die Mietkosten schnell unerschwinglich werden.

Welche Nachteile hat eine Staffelmiete für Vermieter?

Nachteile eines Staffelmietvertrags

Für Vermieter kann es von Nachteil sein, keine weiteren Mieterhöhungen während der Staffelmiete vorzunehmen. Steht eine Modernisierung an, dürfen die Kosten nicht über eine erhöhte Miete auf die Mietpartei umgelegt werden.

Was muss ich bei einer Staffelmiete beachten?

Dabei müssen Sie aber Folgendes beachten:
  • Die Miete muss für mindestens zwölf Monate unverändert sein.
  • Im Mietvertrag muss die Mieterhöhung für den jeweiligen Termin vermerkt sein. Dabei ist sowohl das Datum der Mietanpassung als auch die Erhöhung in Euro zu vermerken. Eine prozentuale Erhöhung ist nicht zulässig.

Was ist besser für Vermieter: Indexmiete oder Staffelmiete?

Indexmiete im Vergleich mit Staffelmiete

Von 2002 bis 2022 lag die Teuerungsrate bei insgesamt knapp 40 Prozent. Demzufolge wäre eine vor 20 Jahren angemietete Wohnung mit Indexmiete 40 Prozent teurer. Unter der Mietpreisbremse sind in der Regel Steigerungen von 20 Prozent erlaubt – innerhalb von drei Jahren.

Welchen Zeitraum darf eine Staffelmiete umfassen?

Mieterhöhung einmal jährlich möglich

Denn eine Staffel muss mindestens 12 Monate gültig sein. Die Miete muss aber keineswegs zwingend jedes Jahr erhöht werden. Eine Staffel kann auch länger als 12 Monate gelten, also zwei oder drei oder mehr Jahre. Viele Vermieter vereinbaren Staffelmiete mit Zwei-Jahres-Schritten.

Was passiert nach Ende der Staffelmiete?

Das gilt ebenso im Fall von Modernisierungen: Der Vermieter darf bei einem Staffelmietvertrag die Kosten nicht umlegen – auch nachträglich nicht. Sobald die Staffelung ausgelaufen ist, geht das Mietverhältnis regulär weiter – ohne dass der Vermieter die nächste „logische“ Staffelmiete einfordern dürfte.

Wie kommt man aus der Staffelmiete raus?

Die fristgerechte Kündigung eines Staffelmietvertrages ist bereits zum Ablauf des 4-Jahreszeitraums des Vertrages, gerechnet vom Zeitpunkt der Vereinbarung der Staffelmiete, und nicht erst nach Ablauf des Staffelmietvertrages zulässig (BGH 29.06.2005 Az. VIII ZR 344/04).

Ist eine Mindestmietdauer von 5 Jahren zulässig?

Eine Mindestmietdauer zwischen 12 und 48 Monaten ist üblich. Die gesetzliche Grenze einer Mindestmietdauer beträgt maximal vier Jahre. Jede Klausel, die eine Dauer von mehr als vier Jahren besagt, ist rechtlich unwirksam und der Mietvertrag als unbefristet anzusehen.

Was passiert nach Ablauf der Mindestmietdauer?

Eine Kündigung ist nicht erst nach Ablauf der Mindestmietdauer möglich. Vielmehr können Mieter und Vermieter den Vertrag erstmals so kündigen, dass das Ende der Kündigungsfrist mit dem Ende der vereinbarten Mindestmietzeit zusammenfällt.

Was bedeutet unbefristete Mietdauer?

Ein unbefristeter Mietvertrag bedeutet, dass keine Mietdauer festgelegt wird und der Mietvertrag so lange Bestand hat, bis er gekündigt wird. Dass der Vertrag keine festgelegte Laufzeit hat, beeinflusst nicht das Recht von Vermieter, Eigenbedarf anzumelden.