Wann darf man keinen Minijob machen?

Zuletzt aktualisiert am 15. Mai 2026

Wird die Geringfügigkeitsgrenze von derzeit 556 Euro pro Monat (Stand 2025) überschritten, wird das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig und ist kein Minijob mehr. Die Grenze verändert sich mit dem Mindestlohn.

Wann ist ein Minijob nicht möglich?

Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze

Ein Überschreiten der Minijob-Grenze liegt vor, wenn sich das vom Arbeitgeber in seiner vorausschauenden Betrachtung ermittelte regelmäßige Arbeitsentgelt aufgrund geänderter Verhältnisse auf mehr als 556 Euro (2024: 538 Euro) im Monat erhöht.

Wer darf keinen Minijob machen?

Gleich vorweg: Azubis sind keine Minijobber. Auszubildende sind versicherungspflichtige Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerinnen in der Sozialversicherung. Das heißt, es fallen immer Beiträge zur Sozialversicherung an. Auch dann, wenn der oder die Auszubildende nicht mehr als 556 Euro im Monat verdient.

Welche Regeln gelten für Minijobs?

Definition: Minijobs sind geringfügige Beschäftigungen mit höchstens 556 Euro monatlichem Arbeitsentgelt oder einem Arbeitseinsatz von maximal 70 Tagen pro Kalenderjahr. Durch fehlende Beiträge zu den Sozialversicherungen sichern Minijobs sozial nicht ab. Der Mindestlohn gilt auch für Minijobs.

Kann jeder einen 520 Euro Job machen?

Minijobber*innen haben mindestens Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, unabhängig davon, ob sie im gewerblichen Bereich oder in Privathaushalten beschäftigt sind. Weniger dürfen sie nicht verdienen. Der Mindestlohn liegt seit dem 1. Januar 2025 bei 12,82 Euro pro Stunde (zuvor lag er bei 12,41 Euro).

Mehrere Minijobs gleichzeitig? So geht's!

Welche Nachteile hat ein Minijob?

Verdienstgrenze von 538 Euro im Monat. Strenge Grenze an Arbeitszeit im Monat. Minijobber sind nicht kranken- und arbeitslosenversichert und müssen sich anderweitig versichern.

Wird ein 520 Euro Job dem Finanzamt gemeldet?

Ein Minijob muss in der Regel nicht in der Steuererklärung angegeben werden.

Kann der Arbeitgeber Minijobs verbieten?

Ein generelles Verbot von Nebentätigkeiten im Arbeitsvertrag ist unwirksam. Einschränkungen sind jedoch zulässig, wenn die Nebentätigkeit die Arbeitsleistung im Hauptjob beeinträchtigt, gegen gesetzliche Bestimmungen verstößt oder in direkter Konkurrenz zum Arbeitgeber steht.

Was ist das Limit für einen Minijob?

Januar 2025 auf 12,82 angepasst wurde. Die Grenze zwischen Minijobs und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung stieg zum 1. Januar 2025 auf 556 Euro. Sie steigt immer zusammen mit dem gesetzlichen Mindestlohn und orientiert sich am Entgelt, das mit 10 Wochenstunden zum Mindestlohn erzielt wird.

Ist ein Minijob legal?

Die Obergrenze für den Entgelt-geringfügigen Minijob liegt seit dem 1. Januar 2025 bei 556 Euro pro Monat; das entspricht 6.672 Euro pro Jahr. Wieviele Stunden pro Monat bei einer Entgelt-geringfügigen Beschäftigung gearbeitet werden dürfen, ist im Gesetz nicht ausdrücklich festgelegt.

Wann kein Minijob mehr?

Du darfst im Monat als Minijobber oder Minijobberin im Jahr 2025 nicht mehr als 556 Euro verdienen, 2024 waren es 538 Euro und 2023 noch 520 Euro.

Kann man trotz Vollzeitjob einen Minijob machen?

Nebentätigkeit im Arbeitsrecht So riskierst Du keinen Ärger wegen eines Nebenjobs. Als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer darfst Du neben Deiner Haupttätigkeit einen Nebenjob haben. Du musst diesen aber dem Hauptarbeitgeber anzeigen und von ihm genehmigen lassen, wenn das im Arbeitsvertrag so vorgesehen ist.

Kann jeder Minijob machen?

Wer darf Minijobs machen? Grundsätzlich darf jeder einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Das gilt auch für Angestellte, die bereits eine Hauptbeschäftigung für ihren Lebensunterhalt ausüben. Diese dürfen dann aber nur einen Minijob haben, auch wenn bei zweien insgesamt 556 Euro eingehalten werden.

Kann ein Minijob abgelehnt werden?

Der Arbeitgeber kann von seinem Arbeitnehmer verlangen, seine Arbeitskraft zu erhalten und alle schuldhaften Beeinträchtigungen seiner Arbeitskraft zu unterlassen. Das heißt für den Arbeitgeber aber auch, dass jede generelle Ablehnung einer Nebentätigkeit rechtswidrig ist.

Wie viele Stunden am Tag Minijob?

Dennoch müssen sich auch geringfügig Beschäftigte an die Vorgaben zu maximalen Arbeitszeiten aus dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) halten. Dazu gehören etwa: maximale Stunden im Minijob pro Tag: acht Stunden. Pausenzeiten: spätestens nach sechs Stunden Arbeit ist eine 30-minütige Pause einzulegen.

Erfährt das Arbeitsamt von meinem Nebenjob?

Ja! Sie müssen der Agentur für Arbeit jede Erwerbs- tätigkeit, spätestens am Tag der Aufnahme der Tätigkeit mitteilen. Hierzu bleiben Sie auch ver- pflichtet, wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen verspricht, die Agentur für Arbeit zu benachrichtigen.

Wird der Minijob ab 2026 abgeschafft?

Minijobs und Midijobs bis 2.000 Euro werden ab 2026 angepasst. 27.06.2025·Durch die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns zum 01.01.2026 und 01.01.2027 ändern sich auch die jeweiligen Verdienstgrenzen für geringfügig entlohnte Beschäftigungen (Minijobs) und Midijobs im Übergangsbereich bis 2.000,00 Euro.

Wie viel darf man nebenbei verdienen, ohne es anzumelden?

Diese pauschale Abrechnung funktioniert nur, wenn Sie in Ihren Minijobs insgesamt nicht mehr als 556,- Euro (früher 538,- bzw. 520,- bzw. 450,- Euro) im Monat dazuverdienen. Liegen Sie regelmäßig über dieser Grenze, muss der Arbeitgeber Ihren Verdienst regulär versteuern.

Ist es erlaubt, zwei Minijobs gleichzeitig zu haben?

Mehrere Minijobs neben der sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung auszuüben, ist ebenfalls grundsätzlich erlaubt. Sämtliche Arbeitgeber müssen allerdings Bescheid wissen, und dein Haupt-Arbeitgeber kann bei berechtigten Einwänden ein Veto einlegen.

Was ist zu beachten bei einem Minijob?

Die folgenden Punkte sind wichtig und sollten in keinem Arbeitsvertrag für Minijobber fehlen:
  • Angaben zum Unternehmen und dem Minijobber.
  • Beginn und Laufzeit der Tätigkeit.
  • Probezeit.
  • Inhalt der Tätigkeit.
  • Arbeitszeit.
  • Vergütung (beachten Sie den Mindestlohn)
  • Sonderzuwendungen (Urlaubs- oder Weihnachtsgeld)

Wie wird Krankheit bei einem Minijob bezahlt?

Lohnfortzahlung im Minijob Was passiert bei Krankheit im Minijob? Minijobber haben als Teilzeitbeschäftigte einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Ist Ihr Minijobber einmal krank oder fährt zur Kur, zahlen Sie einfach den Lohn weiter, den der Minijobber erhalten hätte, wenn er gearbeitet hätte.

Wann kein Minijob?

Minijobberinnen und Minijobber dürfen seit dem 1. Januar 2025 durchschnittlich 556 Euro im Monat verdienen. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein Minijob mehr vor. Es darf aber auch mal mehr als 556 Euro verdient werden.

Kann man einen Minijob verbieten?

Wie schlägt sich eine Nebentätigkeit im Arbeitsvertrag des Arbeitnehmers nieder? Sie dürfen Ihrem Arbeitnehmer im Arbeitsvertrag nicht generell verbieten, eine Nebentätigkeit aufzunehmen. Sie können auch nicht verlangen, dass eine Nebentätigkeit ausschließlich mit Ihrer Zustimmung aufgenommen werden darf.

Ist die Kündigungsfrist für einen Minijob 14 Tage?

Während der Probezeit gilt – wie bei anderen Beschäftigungsformen auch – beim Minijob eine Kündigungsfrist von 14 Tagen. Die Probezeit dauert längstens sechs Monate und ermöglicht sowohl dem Arbeitgeber als auch dem/der Arbeitnehmenden eine Kündigung ohne Angabe von Gründen.