Zuletzt aktualisiert am 30. Januar 2026
Die Ostsee ist weder Salz- noch Süßwassermeer, sondern ein Brackwassermeer - also ein Gemisch aus Fluss- und Meerwasser. Das Salzwasser kommt von der Nordsee über einen schmalen Durchgang, dem Kattegat bei Göteburg, in die Ostsee. Süßwasser erhält die Ostsee von über 200 Flüssen, wie Oder und Weichsel.
Ist in der Ostsee Süß- oder Salzwasser?
Insgesamt halten sich in der Ostsee also Salz- und Süßwasser die Waage: Richtung Westen und bis hin zum Kattegat wird es aufgrund der Nähe zur Nordsee immer salziger, Richtung Osten immer süßer. Dieses Gemisch aus Salz- und Süßwasser bezeichnet man als „Brackwasser“.
In welchem Meer gibt es Süßwasser?
Meere haben allgemein einen ziemlich hohen Salzgehalt, von durchschnittlich 3,5 %. Deswegen gibt es kein Süßwasser Meer. Allerdings bestehen auch nicht alle Meere aus Salzwasser. Die Ostsee zum Beispiel wird als Brackwassermeer klassifiziert.
Ist die Ostsee ein Süßwassermeer?
Auch in der Ostsee gibt es viel Süßwasser, was unter anderem daraus resultiert von großen Süßwassereinflüssen aus der Umgebung. Insgesamt münden etwa 250 Flüsse in die Ostsee, die größten davon sind: Weichsel, Oder, Newa, Kemi und Niemen. Niedriger Salzgehalt wirkt sich auf die Tiere aus, die in unseren Meeren leben.
Ist die Ostsee ein echtes Meer?
Die Ostsee, international Baltisches Meer (von lateinisch Mare Balticum, auch Baltische See genannt), ist ein Binnenmeer des Atlantiks in Europa und im Unterschied zur Nordsee kein Randmeer dieses Ozeans.
Die Nordsee - Lage und Klima
Ist die Ostsee das schmutzigste Meer der Welt?
Die Ostsee ist das am stärksten verschmutzte Meer der Welt: Bis zu 25 Prozent des Meeresbodens gelten als biologisch tot.
Warum heißt es Ostsee und nicht Meer?
Der Name "Ostsee" bezieht sich auf die geografische Lage aus Sicht der Germanen. Eine andere Bezeichnung für das Binnengewässer ist Aestenmeer. Der Name ist darauf zurückzuführen, dass das Volk Aesten lange Zeit an der Ostsee lebte. Vor allem in Skandinavien wird die Ostsee Baltisches Meer genannt.
Warum ist die Ostsee nicht mehr so salzig?
Von West nach Ost verringert sich der Salzgehalt. Das hat auch Auswirkungen auf die Diversität. Eine wichtige Rolle spielt die Nordsee. Die zurückliegende Sturmsaison hat der Ostsee wenig salz- und sauerststoffreiches Wasser über die dänische Meerenge aus der Nordsee beschert.
Wo treffen Süß- und Salzwasser aufeinander?
Eine Halokline (von altgriechisch ἅλς háls „Salz“ und κλίνειν klinein „neigen“) ist die Übergangszone zwischen Wasserschichten unterschiedlichen Salzgehalts. Süß- und Salzwasserschichten mischen sich dort nicht, die weniger salzhaltigen Schichten „schwimmen“ auf den salzhaltigeren auf.
Sind alle Meere gleich salzig?
Nein. Bei der Frage denken vielleicht viele ans extrem salzhaltige Tote Meer – aber das ist kein echtes Meer, sondern nur ein See. Meere im engeren Sinn sind nur die offenen Wasserflächen auf der Welt, die die Kontinente umspülen. Die sind alle miteinander verbunden – aber trotzdem unterschiedlich salzig.
Wo befindet sich das meiste Süßwasser der Welt?
Süßwasser ist selten: Vom gesamten Wasser auf der Erde sind nur zwei bis drei Prozent Süßwasser. Das meiste davon befindet sich in den Hochgebirgen und an den beiden Polen. Dort ist es als Eis in Gletschern gespeichert.
Gibt es Haie in der Ostsee?
In der Ostsee ist dies nicht der Fall und Knorpelfische (Haie, Rochen und Chimären) tauchen in der Ostsee allenfalls als Irrgäste auf. Nur das Verbreitungsgebiet des Dornhais (Squalus acanthias) erstreckt sich (je nach Quelle) über das Kattegat hinaus bis in die westliche Ostsee.
Kann man Ostseewasser trinken?
Bereits seit 1937 wird das einzigartige BIOMARIS MeeresTIEFwasser für Trinkkuren genutzt. Besonders in den BIOMARIS Shops an der Nord- und Ostsee ist die gesunde Trinkkur äußerst beliebt.
Warum gibt es an der Ostsee so wenig Muscheln?
Wegen des geringen Salzgehaltes der Ostsee sind die Muscheln hier kleiner und dünner und kommen in nicht so großer Anzahl vor wie anderenorts.
Welche Tiere leben in der Ostsee?
In der Ostsee sind Schweinswale, Kegelrobben, Seehunde, die Ostseeringelrobbe und Fischotter heimisch. Fischotter sind keine direkten Meeressäuger, ihr Lebensraum schließt die Ostseeküste aber stark mit ein. Andere Meeressäugerarten, die hin und wieder gesichtet werden, sind nur gelegentlich auftretende Irrgäste.
Wann ist die Ostsee fertig?
Am 23. Dezember 2024 erreichte der Ostsee seinen Zielwasserstand von 62,5 Metern und gilt damit als vollständig geflutet. Um Verluste durch Verdunstung und Versickern auszugleichen, soll dem Ostsee auch zukünftig Spreewasser zugeführt werden.
War die Ostsee mal ein See?
Geboren wurde sie als gigantischer Süßwassersee, gespeist aus dem Schmelzwasser vieler abtauender Gletscher, als die letzte Eiszeit zu Ende ging und es wärmer wurde. Vor rund 12.000 Jahren schwappte dann erstmals Meerwasser in die Ostsee (in Mittelschweden), weil der Meeresspiegel anstieg.
Hat die Ostsee Ebbe und Flut?
So gibt es zwar Ebbe und Flut an der Ostsee – aber der Meeresspiegel bewegt sich nur um 10 bis 15 Zentimeter. Also: Die Ostsee ist im Gegensatz zur Nordsee ein "Binnenmeer" – da merkt man Ebbe und Flut nicht so stark - aber es gibt sie, zumindest ein wenig.
Wie lange dauert es, bis das Wasser in der Ostsee ausgetauscht ist?
30 Jahre für einen Wasseraustausch
"Es dauert rund 30 Jahre, bis das gesamte Ostseewasser einmal ausgetauscht ist. Das bedeutet, dass sich alle Verschmutzungen ansammeln, die wir in die Ostsee geben.
Welche ist die größte Ostseeinsel?
1 - Die größte Insel in der Ostsee gehört zu Dänemark und heißt Seeland . Sie ist sehr dicht bevölkert, allein die Hauptstadt Kopenhagen hat mehr als 500.000 Einwohner. Die schwedische Insel Gotland ist nur halb so groß. Zu Dänemark gehören außerdem Fünen und Bornholm, zu Schweden die Insel Öland.
Warum ist die Ostsee so klar?
Das Meerwasser ist in tropischen Ozeanen fast frei von Schwebstoffen und Plankton. Daher spiegelt es das reine Himmelsblau wider. Außerdem steht die Sonne sehr hoch am Himmel, so daß das Sonnenlicht tief ins Wasser dringt und dort zu blauem Licht "umgewandelt"wird.
Wie tief ist die Ostsee bei Rügen?
Während die durchschnittliche Tiefe des Brackwassermeers etwa 52 Meter beträgt, liegt sie am Fehmarnbelt bei etwa 10 bis 30 und bei Rügen bei circa 5 bis 20 Metern. Der tiefste Punkt des Binnenmeers hat übrigens eine Tiefe von 459 Metern.