Wofür wird ein Stent-Pass verwendet?

Zuletzt aktualisiert am 18. September 2026

Der Stent ist eine Gefäßstütze und hat die Funktion, ein verengtes Herzkranzgefäß nach Aufdehnung dauerhaft offen zu halten. Eingesetzt wird er zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit (KHK) und des Herzinfarkts.

Warum braucht man einen Stent-Pass?

„Der Stent-Pass hilft, eine folgenschwere Unterbrechung der Behandlung zu vermeiden, indem Arzt und Patient darin den Therapieverlauf dauerhaft dokumentieren“, betont Prof. Baldus. Der Ausweis führt u. a. Daten zu Art und Dosierung der Medikamente, Implantationsdatum und Stent-Modell.

Wann Bypass OP Wann Stent?

Je komplexer die Arteriosklerose ist, desto eher ist der Bypass die bessere Option. Nach der Operation dauert es dann noch einige Wochen, bis die Patientinnen und Patienten wieder in ihren Alltag zurückkehren können. Ist die Gefäßverengung hingegen weniger komplex, ist ein Stent meist die bessere Alternative.

Wo bekomme ich einen Stent-Pass?

Den neuen Stent-Pass können Sie als gedruckte Version bei der Deutschen Herzstiftung kostenfrei bestellen.

Wie lange hält ein Stent im Bypass?

Bei etwa 80 von 100 Behandelten lindern Stents die Beschwerden dauerhaft. Bei etwa 20 von 100 wird innerhalb von 4 Jahren ein erneuter Eingriff notwendig (Stent oder By- pass-Operation), weil Stents sich zugesetzt haben oder neue Verengungen entstanden sind.

Themenwoche Herz: Wann bekommt man Stents und wann eine Bypass-Operation?

Wie hoch ist die Lebenserwartung mit einem Stent?

Wenn der Herzmuskel vor der Ballondilatation/ Stentimplantation nicht bereits durch einen Herzinfarkt geschädigt war, ist nach dem erfolgreichen Eingriff die körperliche Leistungsfähigkeit wieder voll hergestellt. Die Lebenserwartung nach der Ballondilatation/Stentimplantation entspricht dann der von gesunden Menschen.

Was darf man mit Stents nicht machen?

Radfahren, das Heben schwerer Lasten, Bauchpressen oder intensiver Sport sollten zunächst allerdings noch gemieden werden. Ebenso ist zur Vermeidung von Infektionen im Punktionsbereich der Verzicht auf Baden (Badewanne), Schwimmen und Saunieren sinnvoll. Die volle Belastbarkeit besteht in der Regel nach einer Woche.

Wer stellt den Stent-Pass aus?

Einen den gesetzlichen Vorgaben entsprechenden Stent-Pass stellt die Deutsche Herzstiftung gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) unter Mitwirkung der Arbeitsgruppe Interventionelle Kardiologie zur Verfügung.

Was ist die Alternative zum Stent?

Krankhaft verstopfte, feine Blutgefässe können genauso gut mit einem Ballon geöffnet werden wie mit einem Stent. Die Behandlung mit Ballon hat dabei den Vorteil, dass kein Implantat in das Blutgefäss eingesetzt werden muss.

Wie lange dauern Blutverdünner nach einem Stent?

Bei Stents aus reinem Metall sollte Clopidogrel nur 4 Wochen lang eingenommen werden. Ist der Stent mit einem Medikament beschichtet, er- fordert dies die Clopidogrel-Einnahme für 3-6 Monate.

Wie viele Bypässe sind am Herzen möglich?

Manchmal legt der Arzt drei bis vier Bypässe, je nachdem, wie viele Engstellen überbrückt werden müssen. Nachdem der Herzchirurg kontrolliert hat, dass der Blutfluss an den behandelten Stellen gewährleistet ist, wird das Blut wieder durch das Herz geleitet.

Welche Nachteile hat ein Stent?

Wenn in dem Fall noch operiert wird, ist die Gefahr, bei der Operation zu versterben, dramatisch erhöht. Der größte Nachteil des Stents ist der höhere Anteil an Wiederverengungen (Restenosen) der Gefäße, so dass eine erneute Stent-Implantation erforderlich wird.

Wie merkt man, dass Herzkranzgefäße verstopft sind?

Welche Symptome deuten auf eine Koronare Herzkrankheit (KHK) hin? Das häufigste Symptom einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) ist ein stechender Schmerz im Brustbereich (Angina pectoris), der häufig in die Schulterregionen und den Unterkiefer und den Arm ausstrahlt. Weitere mögliche Symptome sind: Atemnot.

Wie merkt man, wenn ein Stent zu ist?

Schmerzen im Brustkorb, Atemnot unter Belastung oder auch ein spürbarer Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit. Sollten Symptome dieser Art neu auftreten, ist dies übrigens ein Grund auch zwischen den Kontroll-Terminen sofort einen Kardiologen aufzusuchen.

Kann man mit einem Stand fliegen?

Nach einer diagnostischen Herzkatheteruntersuchung mit unauffälliger Einstichstelle können Sie nach 24 Stunden eine Flugreise antreten. Nach einem Stent ist das je nach Komplexität des Eingriffes nach 2 bis 3 Tagen möglich. Besprechen Sie dies mit dem Kardiologen, der den Eingriff gemacht hat!

Wann ist ein Bypass sinnvoller als ein Stent?

Patienten mit schlechter Gefäßstruktur und mehrfacher Gefäßbeteiligung profitieren von einer Bypass-Operation, und einfache und nicht schwerwiegende Stenosen können mit einem Stent problemlos geöffnet werden.

Wie hoch ist die Lebenserwartung mit Stents?

Leben mit Stent. Menschen mit einem Stent können ein uneingeschränktes Leben führen. Allerdings wird ihnen eine Änderung ihres Lebensstils nahe gelegt, da ihr bisheriger sie meist erst zu einer Stentimplantation geführt hat.

Kann man eine zu 100 % verstopfte Arterie mit einem Stent versehen?

Koronararterien mit einem Verschluss von bis zu 99 % können oft mit herkömmlichen Stents behandelt werden. Sobald eine Arterie zu 100 % verschlossen ist, spricht man von einem chronischen Koronarverschluss (CTO) . Um die Arterie mit einem Stent zu öffnen, sind spezielle Geräte, Techniken und die entsprechende ärztliche Ausbildung erforderlich.

Wann braucht man Bypässe?

Wann eine koronare Bypass-Operation angezeigt ist

Auch bei komplexen Stenosen (Engstellen) der Herzkranzgefäße, welche mit einem Herzkatheter nicht gut zugänglich sind, empfehlen wir eine koronare Bypass-Operation. Ebenso in den Fällen, wenn der sogenannte Hauptstamm der linken Koronararterie eingeengt ist.

Warum Stent Pass?

Stent-Pass verbessert Therapiesicherheit

Baldus. Der Ausweis führt unter anderem Daten zu Art und Dosierung der Medikamente, Implantationsdatum, Name der für die Implantation verantwortlichen Person und Einrichtung, Stent-Modell und Serienunmmer. Zusammengefaltet passt er in jedes Portemonnaie.

Wann braucht man einen Implantatpass?

Dieser muss für alle aktiven Implantate (d.h. mit einer eigenen Energiequelle ausgestattet, beispielsweise Herzschrittmacher), sowie für Herzklappen, bestimmte Gefäßprothesen und -stützen, Gelenkersatzimplantate für Hüfte oder Knie, Wirbelkörperersatzsysteme und Bandscheibenprothesen sowie Brustimplantate ausgestellt ...

Wie oft muss ein Stent kontrolliert werden?

Kontrolluntersuchungen nach Stent-Implantation

Die erste Kontrolle findet meist in den ersten drei bis sechs Monaten nach der Stentimplantation statt. Die nachfolgenden Kontrolluntersuchungen erfolgen je nach Krankheitsverlauf meist jährlich.

Was sollte man mit Stents nicht essen?

salziges Knabberzeug wie Salzstangen, Chips, geröstete Erdnüsse. gepökelte und geräucherte Fleisch-, Wurst- und Fischprodukte, unter anderem geräucherter Schinkenspeck, geräucherter und in Öl eingelegter Lachs, Salami, roher Schinken. würziger Käse, zum Beispiel Roquefort, Harzer Käse, Feta.

Ist das Einsetzen eines Stents gefährlich?

Die Stentimplantation ist ein ungefährlicher, minimalinvasiver Routine-Eingriff, der bei verengten Blutgefäßen im Herzkatheterlabor vorgenommen wird. Ein Katheter führt dabei einen Ballon an die Engstelle, wo dieser das Drahtgefleht – den sogenannten Stent – ausdehnt.

Wie viel kostet ein Stent in Euro?

Der resorbierbare Milchsäure-Stent kostet laut Internet-Recherche rund 3000 Euro. Im Vergleich dazu kosten normale Metallstützen zwischen 100 und 150 Euro und die medikamentenbeschichteten zwischen 250 und 350 Euro.