Wer hat den Transrapid gekauft?

Zuletzt aktualisiert am 18. Februar 2026

Nach der endgültigen Absage an die Transrapid-Technik in Deutschland und dem Aus für die Teststrecke im Emsland haben Kempers Nachfahren den letzten in Deutschland gebauten Transrapid gekauft.

Wem gehört der Transrapid?

Der Transrapid ist eine in Deutschland entwickelte Magnetschwebebahn für den Hochgeschwindigkeitsverkehr. Vermarktet, geplant und entwickelt wurde das Verkehrssystem (bestehend aus Fahrzeuge, Betriebsleittechnik und Nebenanlagen) von Siemens und ThyssenKrupp.

Warum ist der Transrapid gescheitert?

Abgesagt wurde der Transrapid im Februar 2000, weil der Geschäftsführer der DB Mehdorn keinen Bedarf am Transrapid sah, da der Zeitvorteil zu gering sei und die prognostizierten Passagierzahlen von 40.000 Reisenden täglich damals zu hoch erschienen.

Wie hoch waren die Kosten für den Transrapid?

So waren die Pläne für den Zauberzug Transrapid

Das Mega-Projekt hat einen Mega-Preis: 8,9 Milliarden D-Mark (4,55 Milliarden Euro) veranschlagen die Planer - zunächst. Eine Summe, die Bundesrechnungshof und Forschungsinstitute schon früh unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten als unverhältnismäßig kritisieren.

Wo steht der Transrapid heute?

Der Transrapid fährt heute nur auf einer kurzen Prestige-Strecke in China. Nach dem Aus des Zuges in Deutschland verloren die Chinesen das Vertrauen in das deutsche Produkt – nicht jedoch in die Technologie.

Wieso der Transrapid nur in China fährt… | Transrapid 4/4

Wie schnell wäre der Transrapid geplant?

Der Transrapid in Shanghai beschleunigt sechs bis zehnmal schneller als ein ICE. Nach drei Minuten erreicht er seine Höchstgeschwindigkeit von 430 km/h, die er nur 20 Sekunden halten kann, bevor er abbremsen muss. Die Fahrzeit dauert rund acht Minuten. Zum Vergleich: Eine Fahrt mit dem Taxi dauert 45 Minuten.

Warum wurde der Transrapid in Deutschland nicht eingesetzt?

Denn die Kosten für den Trassenbau sind enorm. Und die Deutsche Bahn als Projektpartner hat wenig Interesse am Transrapid. Herkömmliche Züge können diese Trassen nicht nutzen. Vor allem aber hat die Bahn mittlerweile einen eigenen Hochgeschwindigkeitszug: den ICE.

In welchem Land fährt der Transrapid?

Der Transrapid Shanghai (englisch Shanghai Maglev Train (SMT) oder verkürzt Shanghai Maglev) ist eine Magnetschwebebahn-Strecke, die auf 30 km von der Station Longyang-Straße (chinesisch 龙阳路, Pinyin Lóngyáng-lù) in einem Außenbezirk Shanghais (Volksrepublik China), nahe dem Messezentrum Shanghai New International Expo ...

Wo fuhr der Transrapid in Deutschland?

Die Transrapid-Versuchsanlage Emsland liegt im Emsland zwischen den Städten Papenburg im Norden und Meppen im Süden sowie östlich der Gemeinden Dörpen im Norden und Lathen im Süden. Wenige Kilometer westlich fließt die Ems an der Anlage vorbei.

Was ist aus dem Transrapid geworden?

Ausgerechnet im symbolträchtigen Jahr 2000 wurde das Prestigeprojekt des geplanten Baues der Strecke Hamburg–Berlin dann gestoppt – und das kurz vor Spatenstich. 25 Jahre später ist klar: Der Transrapid ist nicht an seiner Technologie, sondern an seinem Kontext gescheitert.

Warum wurde der Transrapid in München nicht gebaut?

Der Bund und der Freistaat Bayern haben am 27. März 2008 nach einem Gespräch mit Vertretern der Industrie mitgeteilt, dass das Projekt Transrapid München wegen erheblicher Preissteigerungen nicht realisiert werde.

Welcher Zug ist der schnellste der Welt?

Japanischer Maglev: Der schnellste Zug der Welt

Im April 2015 stellte ein bemannter supraleitender Maglev-Zug zwei Geschwindigkeitsrekorde für Schienenfahrzeuge auf und brach damit gleich zwei vorherige Rekorde. Der Zug erreichte eine Geschwindigkeit von 603 Kilometern pro Stunde.

Warum wurde die Magnetschwebebahn abgeschafft?

Wegen eines vergessenen Gerätewagens auf der Transrapid-Teststrecke bei Lathen im Emsland ereignete sich ein Unglück mit mehreren Todesopfern. Alle deutschlandweiten Forschungen und Projekte wurden daraufhin eingestellt, die Teststrecke stillgelegt.

Wo ist der Transrapid 06 ausgestellt?

Verbleib. Die Sektion I des TR 06 ist seit 1995 vor dem Deutschen Museum in Bonn auf einem Stück Fahrweg ausgestellt. Die Sektion II wurde bis 1999 als Ausstellungsexponat auf dem Gelände der TVE ausgestellt.

Wie hoch ist der Energieverbrauch des Transrapid?

Bereits bei 350 km/h ist der Transrapid dem ICE in Sachen Energieeffizienz weit überlegen. Laut dem technischen Systemvergleich der TU Dresden (2006) verbraucht der Transrapid bei 350 km/h nur 35,2 Wh pro Sitzplatzkilometer, während der ICE bei gleicher Geschwindigkeit auf 58,4 Wh kommt.

Wer hat den Transrapid erfunden?

1934: Der Ingenieur Hermann Kemper aus Nortrup (Landkreis Osnabrück) beantragt ein Patent für die Erfindung einer "Schwebebahn mit räderlosen Fahrzeugen, die an eisernen Fahrschienen mittels magnetischer Felder schwebend entlang geführt wird": der Urtyp der Magnetschwebebahn.

Welcher ICE ist der schnellste in Deutschland?

ICE 3: Der Schnelle

Der ICE 3 setzte bei seiner Inbetriebnahme ab dem Jahr 2000 mit einer regelmäßigen Spitzengeschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometern neue Maßstäbe. Damit ist der ICE 3 Deutschlands schnellster Zug und insbesondere für ICE-Linien über die Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln - Rhein/Main geeignet.

Gibt es in Deutschland eine Magnetschwebebahn?

In Sengenthal in der Oberpfalz betreibt die Firma Max Bögl seit 2016 eine inzwischen 800 Meter lange Magnetschwebebahn-Versuchsstrecke neben der B299. Das Transport System Bögl (TSB) ist für Geschwindigkeiten bis 170 km/h konzipiert und kann sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr eingesetzt werden.

Wann war das Transrapid-Unglück im Emsland?

Am 22. September 2006 prallt ein Transrapid auf der Versuchsstrecke im Emsland mit Tempo 170 auf einen Wartungswagen. 23 Menschen sterben, elf weitere werden teils schwer verletzt.

Welche Geschwindigkeit haben die Hochgeschwindigkeitszüge in China?

In China sind die schnellsten konventionellen Hochgeschwindigkeitszüge derzeit im Regelbetrieb mit einer Geschwindigkeit von 350 km/h unterwegs. Ihre Maximalgeschwindigkeit liegt bei 420 km/h. Das staatliche Eisenbahnunternehmen China Railway (CR) arbeitet bereits seit längerem am neuen Hochgeschwindigkeitszug CR450.

Wem gehört Transrapid?

Die Transrapid International GmbH & Co. KG (TRI) war ein Gemeinschaftsunternehmen der Thyssenkrupp AG, der Siemens AG sowie zeitweise der Adtranz GmbH, das von 1998 bis 2008 die Planung und Vermarktung der Magnetschwebebahn Transrapid übernahm.

Wie schnell ist der schnellste Transrapid?

Täglich der Schnellste – Transrapid Shanghai: 430 km/h

Der Transrapid Shanghai erreicht jeden Tag 430 km/h und ist damit der Zug, der regulär am schnellsten fährt. Entwickelt wurde die Magnetschwebebahn in Deutschland von Siemens und ThyssenKrupp seit 1969.

Wie hoch sind die Kosten für die Transrapid-Strecke?

Die Kosten pro Meter Pfeilerhöhe werden bei Eisenbahnbrücken mit 0,78 Mio. DM pro Kilometer zweigleisige Strecke gerechnet. Die Pfeiler eines im Durchschnitt sieben Meter hohen Brückenbauwerkes kosten somit 5,5 Mio. DM pro km Strecke.

Welche Transrapid-Strecken gibt es weltweit?

Die aktuell einzige kommerziell betriebene Transrapid-Strecke weltweit verbindet seit 2003 einen Außenbezirk von Shanghai mit dem internationalen Flughafen Pudong auf einer 30 km langen Linie. Dort verkehrt der Transrapid mit einer Höchstgeschwindigkeit von 430 km/h.