Zuletzt aktualisiert am 11. Januar 2026
Die Betroffenen haben sich meist in Ländern in Süd- und Südostasien oder Süd- und Mittelamerika angesteckt. Das Risiko für Reisende, an Dengue zu erkranken, ist stark vom Reiseland, der Reisedauer, der Reisesaison, der aktuellen Krankheitshäufigkeit vor Ort und den persönlichen Schutzmaßnahmen abhängig.
Wer bekommt Dengue-Fieber?
Die Viren werden von Aedes-Stechmücken auf den Menschen übertragen. Diese Stechmücken kommen besonders in tropischen und subtropischen Gebieten vor. Das Dengue-Fieber gehört zu den häufigsten Ursachen für Fieber bei Personen, die von Reisen aus weiten Teilen der Tropen und Subtropen zurückgekehrt sind.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, Dengue zu bekommen?
Eine bereits in der Vergangenheit durchgemachte Infektion mit dem Dengue-Virus erhöht zudem das Risiko, bei einer Zweitinfektion schwer an Dengue zu erkranken. Die Inzidenz symptomatischer Fälle unter Reisenden ist sehr schwer zu schätzen; sie beträgt ca. 0,2-1,3% pro Reisemonat bei nicht-immunen Personen.
Wer sollte sich gegen Dengue-Fieber impfen lassen?
Als beruflich indizierte Impfung:
Die Impfung gegen Dengue wird Personen empfohlen, die bereits eine labordiagnostisch gesicherte Dengue-Infektion durchgemacht haben und außerhalb von Endemiegebieten Tätigkeiten mit Dengue-Viren (z. B. in Forschungseinrichtungen) ausführen.
In welchen Ländern gibt es Dengue-Fieber?
Berichten zufolge stieg die Zahl der Fälle 2020 unter anderem in Brasilien, Ecuador, Indien, Indonesien, auf den Malediven, in Singapur, Sri Lanka und Thailand. Die fünf Länder, die 2021 die meisten Dengue-Fälle meldeten, waren Brasilien, Indien, Vietnam, die Philippinen und Kolumbien.
Dengue-Fieber durch Mückenstich: Wo kann man sich anstecken und was sind Symptome? I ARD Gesund
Sind Tigermücken in Europa gefährlich?
Breiten sich eingewanderte Tigermücken in Europa aus, steigt auch die Gefahr einer Virusinfektion. So sind in Frankreich, Italien, Spanien und Kroatien bereits einige Fälle von Dengue- sowie Chikungunya-Fieber bekannt, die durch Tigermücken übertragen wurden.
Wo halten sich Dengue-Mücken auf?
Die Dengue-Mücken kommen vor allem in städtischer Umgebung vor. Die Mücken-Weibchen legen ihre Eier nahe kleiner Wasseransammlungen ab wie bspw. in Eimern, alten Reifen, Blumentöpfen oder Regentonnen. Infizierte Mücken-Weibchen können das Dengue-Virus direkt auf Ihre Brut übertragen.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit in Thailand Dengue-Fieber zu bekommen?
So wurden in der Hauptstadt Bangkok seit Anfang 2025 insgesamt 787 Dengue-Fälle und ein Todesfall registriert. Laut dem neuesten Update der BMA für die KW22 (1. Januar – 31. Mai 2025) lag die Infektionsrate in Bangkok bei 14,43 Fällen pro 100.000 Einwohner.
Sollten sich Reisende gegen Dengue impfen lassen?
Die Dengue-Impfung wird für Kinder im Alter von 9 bis 16 Jahren mit laborbestätigter Dengue-Virusinfektion empfohlen, die in endemischen Gebieten leben. Derzeit sind keine Dengue-Impfstoffe für US-Reisende zugelassen, die in endemischen Gebieten leben, aber nicht dort leben.
Kann man Dengue-Fieber überleben?
Zunächst verläuft die Krankheit auch hier klassisch. Nach etwa 5 Tagen kommt es jedoch zu einer dramatischen Verschlechterung. Unbehandelt verlaufen DHF und DSS oft tödlich; mit adäquater intensivmedizinischer Behandlung ist ein Überleben möglich.
Wie viele Tage nach einem Mückenstich tritt Dengue-Fieber auf?
Krankheitsbild. Dengue-Fieber tritt meist 4 bis 7 Tage (selten 3 bis 14 Tage) nach dem Stich durch eine infizierte Mücke auf. Eine Infektion verläuft in ca. 40 bis 80 Prozent der Fälle asymptomatisch.
Wo in Deutschland leben Tigermücken?
Wo genau gibt es die Tigermücke in Deutschland? Vor allem in Baden-Württemberg kommen nicht nur einzelne Tigermücken vor, sondern bereits etablierte Populationen. Auch im Rhein-Main-Gebiet, in Bayern (Fürth) und in Thüringen (Jena) haben sich inzwischen Populationen angesiedelt.
Warum kein Ibuprofen bei Dengue?
Eine gezielte Therapie für das Dengue-Fieber gibt es nicht. Bei einer Erkrankung können nur die Krankheitszeichen behandelt werden, zum Beispiel durch fiebersenkende Mittel. Bei Schmerzen dürfen bestimmte Schmerzmittel (Ibuprofen, Acetylsalicylsäure) wegen eines erhöhten Blutungsrisikos nicht eingenommen werden.
Wie fängt Dengue an?
Die Erkrankung beginnt meist plötzlich mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Gliederschmerzen sowie einem typischen Hautausschlag. Während viele Fälle mild verlaufen, kann es in schweren Fällen zu inneren Blutungen oder dem gefährlichen Dengue-Schock-Syndrom kommen, das lebensbedrohlich sein kann.
Wie hoch ist die Letalität von Dengue-Fieber?
Eine Infektion kann auch asymptomatisch (ohne jegliche Krankheitszeichen) verlaufen. In ca. 2 bis 4 % der Fälle kommt es mit dem Dengue-Hämorrhagischen-Fieber (DHF) zu einer sehr schweren Verlaufsform des Dengue-Fiebers. Die Sterblichkeitsrate (Letalität) des Dengue-Hämorrhagischen-Fieber liegt bei 1 bis 5 %.
Wie merkt man, ob man Dengue hat?
Krankheitsbild. Die Krankheitszeichen treten meist 3-10 Tage, selten bis zu 14 Tage, nach dem Stich auf. Typisch ist die sogenannte Dengue-Trias: Fieber, Ausschlag sowie Kopf-, Muskel-, Glieder-, Knochen- oder Gelenkschmerzen.
Was mögen Dengue-Mücken nicht?
Helle Kleidung: Dengue-Mücken brauchen Blut, um ihre Eier zu produzieren, nicht als Nahrung. Sie ernähren sich von Pollen und werden deshalb von kräftigen Farben angezogen. Wahrscheinlich interessieren sie sich deshalb weniger für helle, ungemusterte Kleidung.
Wo sitzen Mücken tagsüber?
Mücken sind tagsüber kaum unterwegs, sie kommen erst abends oder in der Nacht und dann versuchen sie uns zu stechen. Tagsüber verkriechen sie sich in Löcher und Spalten, weil sie sich an einem heißen Sommertag sonst zu stark aufheizen würden. Dabei fallen sie in ihrem Versteck in eine Art Ruhezustand.
Wie erkenne ich, ob ich von einer Tigermücke gestochen wurde?
Symptome: Welche Krankheiten überträgt die Tigermücke? In der Regel löst der Stich einer Asiatischen Tigermücke keine anderen Symptome aus als die heimischen Stechmückenarten: Die Einstichstelle wird rot, schwillt an und beginnt zu jucken.
Soll man Tigermücken töten?
Aufgrund ihrer Eigenschaft als potenzieller Überträger gefährlicher Krankheitserreger sollte die Mücke bekämpft und möglichst wieder eliminiert werden. Die Tigermücke ist potenzielle Überträgerin verschie- dener Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya-, Zika- oder West-Nil-Viren.
Mückenstiche Italien gefährlich?
In Italien können verschiedene Viren durch Mückenstiche übertragen werden, die man bisher nur aus den Tropen kannte. Sie verursachen folgende Erkrankungen: Dengue-Fieber: Vereinzelte Fälle in Italien, Überträger sind tagaktive Ägyptische Tigermücken. Typische Symptome sind Fieber, Hautausschlag und Gliederschmerzen.
Soll ich mich gegen Dengue impfen lassen?
Ja. Die Impfung gegen Dengue empfehlen wir Reisenden, die früher schon mal eine gesicherte Dengue-Infektion durchgemacht haben, sich für längere Zeit in einem Dengue-Risikogebiet aufhalten möchten und vor der Abreise genügend Zeit für zwei Impfstoffdosen im Mindestabstand von drei Monaten einplanen können.
Wann beginnt die kritische Phase bei Dengue-Fieber?
Die kritische Phase des hämorrhagischen Dengue-Fiebers beginnt, wenn die Körpertemperatur nach 3–4 Tagen sinkt. Blutgefäße werden beschädigt und Flüssigkeit tritt aus ins umliegende Gewebe – es kommt zu punktförmigen Hauteinblutungen, der Bauch wölbt sich vor und der Blutdruck sinkt.
Was darf man bei Dengue-Fieber nicht nehmen?
Nehmen Sie weder Aspirin noch Ibuprofen ein, da diese Mittel Blutungen auslösen oder verschlimmern können. Während der Erkrankung werden Sie unter einem Moskitonetz isoliert, damit die Infektion nicht durch Stechmücken auf weitere Personen übertragen werden kann.