Was passiert, wenn man trotz Hausverbot reingeht?

Zuletzt aktualisiert am 3. Oktober 2026

Wer trotz eines erteilten Hausverbots einen Ort betritt, macht sich in Deutschland strafbar. Es liegt eine Straftat nach § 123 StGB (Hausfriedensbruch) vor, die mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bestraft werden kann.

Was passiert, wenn man trotz Hausverbot den Laden betritt?

Anders als etwa ein Platzverweis durch die Polizei ist das Hausverbot ein zivilrechtliches Instrument – aber mit strafrechtlichen Folgen: Betritt ein Verbotener erneut das Geschäft, macht er sich wegen Hausfriedensbruchs nach § 123 StGB strafbar.

Welche Konsequenzen hat ein Hausverbot?

Die rechtlichen Konsequenzen bei der Missachtung eines Hausverbots sind insbesondere in gewerblichen oder öffentlich zugänglichen Räumen von Bedeutung. In Kaufhäusern, Kinos oder ähnlichen Einrichtungen kann ein Verstoß gegen ein Hausverbot zu einem Platzverweis führen.

Wie lange bleibt ein Hausverbot bestehen?

Dauer des Hausverbots

Ein Hausverbot ist grds. nicht befristet und daher auch unbefristet (lebenslang) möglich. Wenn man das Hausverbot erteilt und keine Frist nennt, gilt es als unbefristet erteilt. Allerdings endet das Hausverbot in Fällen, wo der Inhaber/Pächter/Mieter wechselt.

Kann man sich gegen ein Hausverbot wehren?

Gegen ein ausgesprochenes Hausverbot kann man generell keinen Einspruch einlegen. Auch wenn es sich in dem Fall um einen Geschäftsraum mit allgemeinem Publikumsverkehr handelt und das Hausverbot ohne einen angemessenen Grund ausgesprochen worden ist, empfiehlt es sich dennoch, sich vorerst an das Verbot zu halten.

Was passiert, wenn man trotz Hausverbot kommt?

Wenn man trotz Hausverbots in ein solches Gebäude betritt, hat man sich in der Regel des Hausfriedensbruchs strafbar gemacht. Auch wenn die Räumlichkeiten offene Türen haben, sind dies geschützte Bereiche und man hat sich in der Regel des Hausfriedensbruchs strafbar gemacht, wenn man dort widerrechtlich eindringt.

Wann ist ein Hausverbot unwirksam?

Erteilt der Vermieter dem Mieter ein Hausverbot für das gesamte Gebäude, so handelt er rechtswidrig (vgl. AG München, 22.12.2016 - Az: 173 C 15615/16). Ein solches Hausverbot ist unwirksam, da bei vermieteten Räumen alleine der Mieter Hausrechtsinhaber ist.

Kann ein Hausverbot wieder aufgehoben werden?

Ein ungerechtfertigtes Hausverbot stellt einen Eingriff in die Rechte des Mieters dar. In diesem Fall kann der Mieter den Vermieter schriftlich auffordern, das Hausverbot aufzuheben. Dabei sollte er die Gründe darlegen, warum er das Verbot für unberechtigt hält.

Ist ein Hausverbot unbefristet?

Ein Hausverbot ist grundsätzlich unbefristet und kann lebenslang gelten, sofern keine zeitliche Begrenzung festgelegt wurde. Es endet jedoch, wenn der Inhaber oder Mieter wechselt. Ein neuer Inhaber muss ggf. ein neues Hausverbot aussprechen.

Ist ein Hausverbot unbegründet?

Kann der Vermieter die behauptete Hausfriedensstörung nicht ausreichend beweisen, fehlt eine wichtige Voraussetzung für ein rechtmäßiges Hausverbot. Ein Hausverbot, das ohne ausreichenden Grund oder ohne Beweis für den Grund ausgesprochen wird, kann daher als unbegründet oder rechtswidrig angesehen werden.

Was sind Gründe für Hausverbot?

Gründe für die Erteilung eines Hausverbotes können vielfältig sein, darunter Störungen des Betriebsablaufs, Bedrohung der Sicherheit von Personen oder Eigentum, Diebstahl oder Sachbeschädigung.

Ist ein Hausverbot verbotene Eigenmacht?

Ein Vermieter darf seinem Mieter den Zugang zu seiner Wohnung nicht durch ein Hausverbot verwehren. Eine Besitzentziehung stellt eine verbotene Eigenmacht des Vermieters dar und ist somit rechtswidrig.

Was ist ein Verstoß gegen das Hausrecht?

Bei Verstößen gegen das Persönlichkeitsrecht des Mieters, etwa durch unerlaubtes Betreten der Wohnung, kann der Mieter die Schlösser austauschen oder das Mietverhältnis fristlos kündigen. Ein Verstoß gegen das Hausrecht stellt einen Hausfriedensbruch nach § 123 StGB dar.

Wie erfahren die Geschäfte, ob man Hausverbot hat?

Die meisten Geschäfte können das nicht nachverfolgen. Sollten Sie jedoch erneut etwas tun, das einen Polizeieinsatz auslöst, wird Ihnen ein Hausverbot erteilt. Dies kann eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs nach sich ziehen. Sie werden nicht überwacht.

Wie lange gilt Hausverbot nach Ladendiebstahl?

Weitere Folge eines Ladendiebstahls ist in der Regel ein Hausverbot, welches vom Geschäft gegenüber dem Täter ausgesprochen wird. Das Hausverbot ist – wenn keine Frist genannt wird – unbefristet und kann somit auch lebenslänglich verhängt werden.

Wann wird eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch fallen gelassen?

Ein Hausfriedensbruch liegt immer dann vor, wenn jemand ohne Ihr Einverständnis Ihre Wohnung, Grundstück oder Ihre Geschäftsräume betreten hat und dort verweilt, obwohl sie diesen aufgefordert haben zu gehen. Wer das sogenannte Hausrecht hat, kann in diesem Fall Anzeige erstatten.

Kann man jemandem verbieten, das Grundstück zu betreten?

Das unbefugte Betreten fremder Grundstücke ist grundsätzlich nicht erlaubt und kann rechtliche Konsequenzen haben. Es gibt jedoch gesetzliche Ausnahmen vom Betretungsverbot, wie das Notwegerecht oder den rechtfertigenden Notstand.

Wie funktioniert ein Hausverbot?

Ein Hausverbot bedeutet, dass einer Person der Zutritt zu bestimmten Räumlichkeiten untersagt wird. Das kann beispielsweise Supermärkte, Discounter, Drogerien oder Einkaufszentren betreffen. Die rechtliche Grundlage dafür bildet das Hausrecht nach Artikel 13 des Grundgesetzes.

Ist ein Hausverbot ein Bescheid?

Die Erteilung eines Hausverbots ist ein Verwaltungsakt, der bestimmte Kriterien erfüllen muss. Die Dienstanweisung regelt das Vorgehen. 2.1 Hausverbote dienen dazu, Personen von Gebäuden und Geländen einer Betriebsstätte des LEB zu verweisen und sie künftig am Betreten zu hindern.

Kann mein Arbeitgeber mir nach meiner Kündigung ein Hausverbot erteilen?

Ein Hausverbot nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist in der Regel dann zulässig, wenn der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse daran hat. Das Hausrecht darf nicht willkürlich oder schikanös ausgeübt werden.

Ist ein Hausverbot trotz Wohnrecht gültig?

Rechtstipp: Hausverbot bei Wohnrecht unwirksam. Wer Wohnrecht in einem Haus genießt, kann auch gegen den Willen des Gebäudeeigentümers Besuch empfangen. Das entschieden das Landgericht und das Amtsgericht Coburg. Denn das Wohnrecht an einem Gebäudeteil umfasst das Hausrecht, befanden die Richter.

Was tun bei Hausverbot?

Wer ein Betretungs- oder Hausverbot missachtet, begeht Hausfriedensbruch und damit eine Straftat (§ 123 StGB). Dagegen kann man die Polizei zu Hilfe rufen, die das Hausrecht dann durchsetzt. Hausfriedensbruch wird nur verfolgt, wenn der Betroffene Strafanzeige stellt.

Wie wird ein Hausverbot wirksam?

Bei einem Hausverbot macht das Gesetz grundsätzlich keine Vorgaben zur Form. Es reicht demnach vollkommen aus, wenn Sie diese Anordnung mündlich gegenüber der entsprechenden Person äußern. Denn bereits dadurch gilt das Hausverbot als wirksam und rechtlich verbindlich.

Kann ich als Eigentümer ein Hausverbot erteilen?

Wer ein Hausverbot erteilen darf

Hierzu gehört etwa der Inhaber eines Geschäftes, ein Hauseigentümer, ein Wohnungsmieter oder auch eine Behörde. Wichtig ist allerdings, dass der Wohnungseigentümer kein Hausrecht mehr hat und daher kein Hausverbot aussprechen darf, wenn er diese vermietet hat.

Wie darf man das Hausrecht durchsetzen?

Wie lässt sich das Hausrecht durchsetzen?

  1. Aufforderung zum Verlassen. ...
  2. Hausverbot schriftlich und nachweisbar aussprechen. ...
  3. Polizei einschalten / Hausfriedensbruch anzeigen. ...
  4. Beweissicherung ist wichtig.