Zuletzt aktualisiert am 22. März 2026
Wenn Ihre Kunden zu spät zahlen, können Sie Ihre gesetzlichen Rechte umsetzen: Verzug entsteht sofort, Schadensersatz ist zu leisten, Verzugszinsen können berechnet werden. Das sollten Sie jedoch nur tun, wenn Ihnen der Kunde gleichgültig ist oder er bereits in der Vergangenheit deutliche Zahlungsverzüge riskiert hat.
Was passiert, wenn die Rechnung zu spät bezahlt wird?
Sobald ein Zahlungsverzug eintritt, haben Sie das Recht, Verzugszinsen auf den ausstehenden Betrag zu fordern. Für Geschäftskund*innen liegt der Zinssatz bei 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 288 BGB). Für Verbraucher*innen beträgt er 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.
Was passiert bei nicht rechtzeitiger Zahlung?
Durch die verspätete Zahlung entsteht dem Gläubiger ein finanzieller Schaden, weil er den Zeitraum bis zum Eintreffen des geforderten Betrags anderweitig zwischenfinanzieren muss. Unter Umständen muss er sogar einen Kredit aufnehmen und dafür Zinsen bezahlen.
Wie lange darf man eine Rechnung überziehen?
Rechnungen sind grundsätzlich immer sofort fällig. Die gesetzliche Zahlungsfrist beträgt laut BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) jedoch 30 Tage ab Erhalt einer Rechnung, wenn es sich um eine Dienstleistung handelt.
Wie lange hat man nach einer Zahlungserinnerung Zeit zu zahlen?
Schon nach dem Verstreichen des gesetzten Zahlungsziels ist es angemessen, eine Zahlungserinnerung zu versenden – im Grunde ein bis zwei Werktage später. In der Zahlungserinnerung setzen Gläubiger dem Schuldner eine neue Frist für die Zahlung. Diese darf nun kurz ausfallen: Sieben Werktage sind angemessen.
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Was ist der Unterschied zwischen einer Zahlungserinnerung und einer Mahnung?
Für viele stellt sich zu Beginn die Frage, ob es einen Unterschied zwischen einer Mahnung oder einer Zahlungserinnerung gibt. Die einfache Antwort: Nein, es gibt keinen Unterschied.
Wie lange hat man Zeit, Rechnungen zu bezahlen?
Von Gesetzes wegen gilt eine Zahlungsfrist (auch Zahlungsziel genannt) von 30 Tagen. Eine Rechnung ist grundsätzlich immer sofort fällig. Die gesetzliche Zahlungsfrist räumt dem Kunden aber 30 Tage Zeit ein, eine Rechnung zu begleichen.
Wie hoch sind Verzugszinsen pro Tag?
Art des Verzugszinssatz
Für Verbrauchergeschäfte gilt, der Verzugszinssatz liegt 5% über dem Basiszins, für Handelsgeschäfte sind es 9%. Für das Jahr 2020 wurde der Basiszins auf minus 0,88% festgesetzt, das bedeutet, dass Verbraucher, sollten sie mit einer Zahlung in Verzug geraten, 4,12% Verzugszinsen zahlen müssen.
Wie viele Mahnungen bis Inkasso?
Rechtlich gesehen ist – unter speziellen Voraussetzungen – keine einzige Mahnung erforderlich. Wir empfehlen immer einmal zu mahnen. Die weitverbreitete Annahme, dass dreimal gemahnt werden muss, ist nicht korrekt. Sobald Ihr Kunde sich im Zahlungsverzug befindet, können Sie ein Inkassounternehmen beauftragen.
Was passiert, wenn die Zahlung überfällig ist?
Wenn Ihre Kunden zu spät zahlen, können Sie Ihre gesetzlichen Rechte umsetzen: Verzug entsteht sofort, Schadensersatz ist zu leisten, Verzugszinsen können berechnet werden. Das sollten Sie jedoch nur tun, wenn Ihnen der Kunde gleichgültig ist oder er bereits in der Vergangenheit deutliche Zahlungsverzüge riskiert hat.
Wie entschuldigt man sich für eine verspätete Zahlung?
- Wir haben die Rechnung nicht erhalten. / Wir haben die Rechnung verloren. ...
- Der Firmenname/die Firmenadresse/Saldo/etc. ...
- Das Computersystem ist ausgefallen. ...
- Wir haben feste Zahlläufe / Wir leisten keine Zahlungen vor dem nächsten Monat.
Wie lange darf man eine Zahlung nachfordern?
Allgemein gilt für Rechnungen aller Art eine gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Der Ablauf der Frist beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung gestellt wurde. Handelt es sich also zum Beispiel um eine Rechnung vom 03. Mai 2023, so verjährt die Rechnung zum 31.12.2026.
Wie lange muss man auf eine Rechnung warten, bis man nicht mehr zahlen muss?
Frist für Rechnungsstellung: sechs Monate
Jeder, der Leistungen oder Lieferungen für ein Unternehmen oder juristische Personen tätigt, muss eine Frist von sechs Monaten für die Rechnungsstellung einhalten.
Welche Kosten entstehen bei einer Zahlungserinnerung?
Im Zusammenhang mit einer Zahlungserinnerung werden keine Mahngebühren berechnet. Dieses Dokument dient lediglich dazu, dem Schuldner aufzuzeigen, dass dieser in Verzug geraten ist. Auch, wenn mit Hinblick auf die Zahlungserinnerung Kosten entstehen, werden diese nicht weitergegeben.
Wann ist man mit Zahlung in Verzug?
30-Tage-Regelung: Das Gesetz bestimmt, dass der Schuldner einer Entgeltforderung spätestens dann in Verzug kommt, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung oder gleichwertigen Zahlungsaufforderung bezahlt, § 286 Abs. 3 BGB.
Wie hoch sind die Verzugszinsen pro Tag?
Ab dem ersten Tag des Folgemonats hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Verzugszinsen von fünf Prozent über dem aktuellen Basiszinssatz. Gleichzeitig kann er den zahlungssäumigen Arbeitgeber weitere Konsequenzen ankündigen, falls er der Zahlungsaufforderung nicht nachkommt.
Wie berechnet man Zinsen bei verspäteter Zahlung?
2.1 Mit dieser Formel berechnen Sie Verzugskosten (B2C und B2B) und für B2B: Rechnungsbetrag x (Basiszinssatz + 9% Punkte) x Verzugstage / 365* = Verzugszinsen. Achtung: Bei der Berechnung können Sie bei Nicht-Schaltjahren /365, bei Schaltjahren /366 und bei der kaufmännischen Zinsberechnung mit /360 Tagen rechnen.
Wie hoch sind die Mahngebühren für die erste Mahnung?
Für die erste Mahnung, durch die Sie in Zahlungsverzug geraten, müssen Sie keine Mahngebühren zahlen. Diese entstehen erst ab der zweiten Mahnung und werden dann für jede weitere Mahnung fällig.
Was passiert, wenn man eine Rechnung nach 14 Tagen nicht bezahlt?
Wenn eine Rechnung nach 14 Tagen nicht beglichen wird und kein Geld auf dem Konto des Empfängers eingeht, gerät der Rechnungsempfänger in Zahlungsverzug. Dies bedeutet, dass der Käufer oder Auftraggeber ab dem 15. Tag nach Ablauf der Zahlungsfrist grundsätzlich verpflichtet ist, Verzugszinsen zu zahlen.
Bis wann muss eine Zahlung erfolgen?
§ 286 BGB besagt, dass der Käufer den Rechnungsbetrag spätestes 30 Tage nach Rechnungseingang bezahlen muss. Im Geschäftsleben werden jedoch häufig abweichende Zahlungsziele zwischen Lieferant und Abnehmer vereinbart. Falls dem Gläubiger die Frist von 30 Tagen zu lang ist, kann er auch ein kürzeres Zahlungsziel setzen.
Welches Zahlungsziel ist zulässig?
Unternehmen können eine Zahlungsfrist setzen, die beliebig von den gesetzlich vorgegebenen 30 Tage abweicht. Gelegentlich werden Fristen von sieben Tagen, häufiger jedoch von 14 Tagen verwendet. Verzichtet ein Unternehmen auf die Angabe einer Frist, greift automatisch die gesetzliche Regelung.
Was passiert, wenn ich eine Mahnung zu spät bezahle?
Wird eine Rechnung nicht fristgerecht bezahlt, erhält man üblicherweise eine oder mehre- re Mahnungen. Spätestens ab der zweiten Mahnung dürfen Händler:innen Mahnkosten und Zinsen berechnen. Angemessene Mahnkosten sind 2,50 € (pro Brief).
Was ist der Unterschied zwischen einer Mahnung und einer Zahlungserinnerung?
Das Wort „Zahlungserinnerung“ ist eigentlich nur eine freundlicherer Ausdruck für Mahnung. Also ja – eine Zahlungserinnerung ist rechtlich gesehen grundsätzlich dasselbe wie eine Mahnung. Der wesentliche Unterschied ist normalerweise der „Ton“, in dem die Zahlungserinnerung verfasst ist.
Wie hoch ist der Verzugszinssatz für eine Geldschuld?
Der gesetzliche Verzugszinssatz beträgt gem. § 288 Abs. 2 BGB bei Rechtsgeschäften, an denen ein Verbraucher nicht beteiligt ist, 9 % über dem Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank. Ist ein Verbraucher beteiligt, beträgt der Zinssatz 5 % über dem Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank.