Zuletzt aktualisiert am 16. März 2026
Grundsätzlich gilt es als erlaubt, dass ein Makler eine sogenannte Doppeltätigkeit ausübt. Das heißt, dass er für den Verkäufer und den Käufer gleichzeitig tätig sein darf. Dabei ist ein Makler in Ausübung seiner Doppeltätigkeit verpflichtet, unparteilich zu handeln (§ 654 BGB).
Was bedeutet Doppeltätigkeit bei einem Immobilienmakler?
Doppeltätigkeit bedeutet Unparteilichkeit
Ist ein Immobilienmakler für beide Parteien vermittelnd tätig, ist er zur Unparteilichkeit gegenüber beiden Parteien verpflichtet. Diese Neutralitätspflicht verbietet es dem Makler, zugunsten einer der Parteien in die Verhandlungen über den Kaufpreis einzugreifen.
Was bedeutet es, wenn ein Makler als Doppelmakler tätig ist?
Ein Makler ist meist als Doppelmakler tätig. Das heißt, dass bei der Vermittlung eines einzigen Objektes sowohl ein Maklervertrag mit dem Abgeber als auch ein Maklervertrag mit dem Interessenten besteht und der Makler um einen Ausgleich dieser beiden Interessen bemüht ist.
Darf ein Makler zweimal Provision verlangen?
Generell schulden Sie immer dann eine doppelte Maklergebühr, wenn Sie zwei Makler beauftragt haben, ob dies sinnvoll war oder nicht. Jeder Makler erhält dann seine Provision, wenn ein ordnungsgemäßer Vertrag zustande gekommen war.
Was ist ein Beispiel für eine Doppelvermittlung?
Beispiele für Double Brokering
Der Versender bietet dem Spediteur eine Sendung an, der Spediteur überträgt/vermittelt die Ladung dann ohne das Wissen des Versenders einem anderen Spediteur . Ein Versender bietet einem Frachtmakler eine Sendung an, der Frachtmakler überträgt/vermittelt die Ladung dann ohne das Wissen des Versenders einem anderen Frachtmakler oder Spediteur.
Was ist ein Maklerauftrag?
Was ist ein Alleinvermittlungsauftrag bei einem Immobilienmakler?
Was ist ein Alleinvermittlungsauftrag? (1) Verpflichtet sich der Auftraggeber, für das zu vermittelnde Geschäft keinen anderen Makler in Anspruch zu nehmen, so liegt ein Alleinvermittlungsauftrag vor. Bei diesem muss sich der Makler nach Kräften um die Vermittlung bemühen.
Was ist eine Provision für Kundenvermittlung?
Für die Vermittlung zwischen Unternehmer und Kunde erhält die dritte Partei ein Entgelt. Dessen Höhe entspricht in der Regel einem prozentualen Anteil des vermittelten Geschäftswertes. Die Zahlung von Provisionen ist in vielen Branchen üblich, zum Beispiel im Versicherungs-, Banken- und Immobilienwesen.
Wann hat der Makler keinen Anspruch auf Provision?
Maklerprovision muss nicht gezahlt werden, wenn kein Vertragsabschluss zustande kommt, der Anspruch auf Provision verjährt ist (i.d.R. nach drei Jahren), der:die Makler:in sich falsch verhalten hat (Interessenskonflikte, fahrlässiges Handeln, Verschweigen von Mängeln).
Wie viel bleibt einem Makler von der Provision?
Beim Hausverkauf liegt die Provision für den Makler meist zwischen 5,95 % und 7,14 % des Kaufpreises (inkl. MwSt.). Diese wird häufig zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt, je nach Bundesland und vertraglicher Regelung.
Ist die Maklerprovision für beide Seiten gleich hoch?
Gleich hohe Provision für beide Seiten
Das BGH-Urteil besagt: Wenn eine Maklerin oder ein Makler sowohl für die Käufer- als auch für die Verkäuferseite tätig wird, muss die Provision gleich hoch sein. Ist das nicht der Fall, ist der Maklervertrag unwirksam – die Maklerseite geht leer aus.
Wie lange ist man an Makler gebunden?
Der Klassiker: Makleralleinauftrag
Wenn er efolgreich einen Käufer findet, hat er Anspruch auf die vereinbarte Provision. Die Laufzeit eines Makleralleinauftrags kann variieren, hat aber oft eine Laufzeit von etwa sechs Monaten. Danach endet der Vertrag, auch wenn es zu keinem Verkauf gekommen ist.
Was darf der Makler nicht?
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Immobilienmakler von potenziellen Käufer:innen keine Reservierungsgebühr verlangen dürfen, selbst wenn dies schriftlich vereinbart wurde. Solche Vereinbarungen in AGB des Maklers sind laut BGH unzulässig und benachteiligen Immobiliensuchende.
Wie werde ich einen Makler wieder los?
Ein schriftlich geschlossener Maklervertrag muss schriftlich gekündigt werden. Selbst wenn es innerhalb des Beauftragungszeitraums oder der Vertragslaufzeit nicht zu einem Verkauf gekommen ist, kann eine Aufwandsentschädigung fällig werden. Ob das bei dir der Fall ist, kannst du dem Maklervertrag entnehmen.
Was ist, wenn der Makler lügt?
Bei vorsätzlich verschwiegenen Tatsachen und bei wissentlich falschen Angaben und Informationen durch den Makler wird eine Verwirkung in aller Regel anzunehmen sein. Sofern der Käufer die Maklerprovision bereits gezahlt hat, besteht ein Anspruch auf Rückzahlung der gesamten Provision.
Ist es sinnvoll, mehrere Makler zu beauftragen?
Die Erfahrung zeigt jedoch, dass auch beim Immobilienverkauf das berühmte Sprichwort gilt: Zu viele Köche verderben den Brei. Mehrere Makler führen nicht automatisch zum schnelleren Erfolg. Im Gegenteil, in der Regel ist es sinnvoller, nur einen Makler zu beauftragen.
Was bedeutet der Vermittler ist als Doppelmakler tätig?
Die Doppeltätigkeit eines Maklers bedeutet, dass der Makler mit beiden Vertragsseiten (Verkäufer/Vermieter usw. auf der einen Seite und Käufer/Mieter usw.) einen Maklervertrag abschließt.
Was passiert, wenn der Makler mein Haus nicht verkauft bekommt?
Wird der Makler bspw. nicht tätig, da er Ihr Haus für nicht verkäuflich befindet, bleibt der Vertrag folgenlos. Das bedeutet auch, dass der Erfolg im Einzelfall ausschließlich vom Einsatz des Maklers abhängt. Das gilt auch für den Provisionsanspruch.
Wie viel verdient ein Immobilienmakler netto pro Monat?
Das Einstiegsgehalt liegt etwa bei 36.000 €. * Die Gehaltsspanne als Immobilienmakler/in liegt zwischen 41.200 € und 58.700 € pro Jahr und 3.433 € und 4.891 € pro Monat.
Wer zahlt die Notarkosten beim Hausverkauf?
Gegenüber dem Notar haften beide Vertragsparteien für die Notarkosten beim Hausverkauf. In der Regel trägt jedoch der Käufer die eigentlichen Notarkosten. Entstehen zusätzliche Kosten zum Beispiel durch die Löschung von Belastungen, übernimmt diese bei einem Gesamtverkauf der Immobilie regelmäßig der Verkäufer.
Welche Kosten kann ein Makler in Rechnung stellen?
- Reisekosten.
- Telefongebühren.
- Kosten für Exposé-Erstellung und Versand (Porto)
- Kosten für Anfertigung von Kopien, wie Planunterlagen.
- Kosten für Anzeigenschaltung und Inserierung.
- Werbetafeln.
Ist die Maklerprovision frei verhandelbar?
Lässt sich die Maklerprovision verhandeln? Ja. Die Höhe der Provision ist frei verhandelbar, da es in Deutschland keine gesetzlich festgelegten Sätze gibt. Üblich sind 5,95 % bis 7,14 % des Kaufpreises – je nach Region und Marktlage.
Ist eine Maklerprovision sittenwidrig?
Sittenwidrigkeit der Maklerprovision
So hat der Bundesgerichtshof (BGH) eine Maklerprovision als sittenwidrig und für unwirksam erklärt, die das fünffache der üblichen Provision erreicht hat.
Wie hoch ist die übliche Höhe der Vermittlungsprovision?
So viel Prozent Vermittlungsprovision ist üblich
Somit liegt die fünfprozentige Provision gleich zu Vertragsbeginn bei 1800 Euro. Abseits der Versicherungen haben sich in den letzten Jahren Provisionen in Höhe von zehn Prozent etabliert, zum Beispiel in der Handwerksbranche und bei Immobilien.
Was nimmt ein Makler an Provision?
Üblich sind in Deutschland Provisionen bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises. Bisher mussten in der Regel die Käufer die Summe ganz oder teilweise zahlen. Seit dem neuen Makler-Gesetz Ende letzten Jahres müssen Käufer jedoch nur noch für Maximal für die Hälfte der Provision aufkommen – den Rest zahlt der Verkäufer.
Wie hoch ist die Provision bei Direktvermittlung?
Die Provision der Direktvermittlung schwankt abhängig von der zu besetzenden Position, der Suchmethode und dem Auftragnehmer zwischen 20% und 33% des Jahresbruttogehalts des Kandidaten. Im Grunde genommen je aufwändiger der Suchprozess und je höher das Gehalt, desto höher die Vergütung.