Was ist die Anspruchsgrundlage für Nutzungsausfallschaden?

Zuletzt aktualisiert am 28. Februar 2026

Mangelhafte Sache ist Schlechtleistung Der konkrete Vorwurf ist die Mangelhaftigkeit der Leistung und nicht die verzögerte Leistung. Resultiert daraus ein Nutzungsausfall, so ist § 280 I BGB die Anspruchsgrundlage. Der Nutzungsausfallschaden kann gerade nicht mehr nachträglich durch Nacherfüllung entfallen.

Was ist die Anspruchsgrundlage?

Die Anspruchsgrundlage beantwortet die Fragen, wer will etwas von wem und woraus? Der rechtsgeschäftliche oder gesetzliche Entstehungsgrund eines Anspruchs wird Anspruchsgrundlage genannt.

Was ist Nutzungsausfall nach § 251 BGB?

Der unfallbedingte Wegfall der Nutzungsmöglichkeit des Fahrzeuges ist als Vermögensschaden nach § 251 BGB zu bewerten. Für einen Anspruch auf Nutzungsausfall muss tatsächlich eine Nutzung nicht möglich sein, eine fiktive Abrechnung entfällt.

Was ist die Anspruchsgrundlage für Schadensersatz gegen einen Anwalt?

Grundvoraussetzung für einen Schadenersatzanspruch unter dem Gesichtspunkt der Anwaltshaftung ist, dass der Anwalt eine (oder mehrere) der ihm aus dem Anwaltsvertrag obliegenden Pflichten verletzt hat. Ob tatsächlich eine Pflichtverletzung vorliegt, muss im Einzelfall geprüft werden.

Was sind Nutzungsausfallschäden?

Wer unverschuldet an einem Unfall beteiligt war, kann bei der gegnerischen Versicherung den sogenannten Nutzungsausfall beantragen, solange das eigene Fahrzeug in der Werkstatt ist. Das ist eine Entschädigung, weil man sein Auto nicht mehr nutzen kann.

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Wie kann ich Nutzungsausfall nachweisen?

Wenn Sie Ihr Fahrzeug nach einem Unfallschaden in eine Werkstatt zur Reparatur geben und Sie für die Zeit keinen Mietwagen nehmen, können Sie den anfallenden Nutzungsausfall Ihres Kfz bei der Versicherung abrechnen. Als Nachweis reicht die Vorlage der Reparaturrechnung der Werkstatt.

Wann kann ich Nutzungsausfall geltend machen?

Ein Nutzungsausfall liegt immer dann vor, wenn nach einem Verkehrsunfall ein Fahrzeug über einen bestimmten Zeitraum nicht mehr genutzt werden kann. Wird auf einen Mitwagen verzichtet, kommt eine Nutzungsausfallentschädigung in Betracht.

Woher weiß ich, was eine Anspruchsgrundlage ist?

Anspruchsgrundlagen erkennen Sie im Gesetz an folgenden typischen Formulierungen: ausdrücklicher Gebrauch des Wortes »Anspruch«, vgl. §§ 687 Abs.

Welche Anspruchsgrundlagen gibt es?

BGB-Anspruchsgrundlagen im Zivilrecht
  1. Anspruchsgrundlagen aus dem Allgemeinen Teil des BGB. ...
  2. Anspruchsgrundlagen aus dem Schuldrecht Allgemeiner Teil. ...
  3. Anspruchsgrundlagen aus dem Kaufvertrag. ...
  4. Anspruchsgrundlagen aus dem Darlehensvertrag. ...
  5. Anspruchsgrundlagen aus dem Schenkungsvertrag.

Was ist die Anspruchsgrundlage für Schadensersatz nach § 823 Abs. 1 BGB?

Ein Anspruch aus § 823 Abs. 1 BGB entsteht wegen einer menschlichen Verletzungshandlung. Die Verletzungshandlung kann in Form eines positiven Tuns oder Unterlassens erfolgen. Das Unterlassen ist nur dann beachtlich, wenn eine Rechtspflicht zum Tätigwerden bestand.

Wann wird kein Nutzungsausfall gezahlt?

Die Nutzungsausfallentschädigung steht Dir zu, sobald Dein Auto durch einen unverschuldeten Unfall fahruntüchtig ist, Du aber auf Dein Fahrzeug angewiesen bist. Sobald Du eine Mitschuld an diesem Unfall hast, hast Du keinen Anspruch auf die volle Nutzungsausfallentschädigung.

Wann ist Nutzungsentschädigung zu zahlen?

Der Anspruch auf Nutzungsentschädigung im Mietrecht setzt voraus, dass ein Mietverhältnis bestanden hat, welches beendet wurde und dass der Mieter das Mietobjekt gegen den Willen des Vermieters nicht zurückgegeben hat (§ 546a BGB). Für die Dauer der Vorenthaltung ist die Nutzungsentschädigung zu zahlen.

Was ist keine Anspruchsgrundlage?

Ist § 142 BGB eine Anspruchsgrundlage? Es ist keine Anspruchsgrundlage (AGL), denn eine AGL berechtigt jemanden, etwas zu verlangen bzw. verpflichtet jemanden, etwas zu tun. § 142 BGB nennt nur die Folge, welche eine Anfechtung für den Vertrag hat – nämlich die Unwirksamkeit von Anfang an.

Was ist die Anspruchsgrundlage für einen Auskunftsanspruch?

Der Auskunftsanspruch bedarf einer Anspruchsgrundlage. Diese kann sich aus Vertrag oder Gesetz ergeben. § 242 BGB ermöglicht laut ständiger Rechtsprechung einen Auskunftsanspruch, wenn nach Treu und Glauben eine Pflicht zur Auskunftserteilung gegeben ist.

Ist 275 BGB eine Anspruchsgrundlage?

Als Anspruchsgrundlage für den Schadensersatz statt der (nach § 275 ausgeschlossenen) Leistung sieht das Gesetz zwei verschiedene Anspruchsgrundlagen vor. Einmal den Schadensersatz statt der Leistung aus §§ 280 Abs. 1, Abs. 3, 283 wegen eines nachträglich entstehenden Leistungshindernisses und aus § 311a Abs.

Was ist ein Beispiel für eine Anspruchsgrundlage?

So ergibt sich beispielsweise aus dem § 985 BGB, dass der Eigentümer vom nichtberechtigten Besitzer (Tatbestand) die Herausgabe einer Sache verlangen (Rechtsfolge) kann. Dieser Rechtssatz wird als Anspruchsgrundlage bezeichnet.

Ist § 284 BGB eine eigene Anspruchsgrundlage?

14/6040, S. 142 ff., 144). § 284 BGB ist daher Anspruchsgrundlage auch für den Ersatz solcher Aufwendungen, die für kommerzielle Zwecke getätigt worden sind. Dies entspricht auch der inzwischen einhelligen Auffassung des Schrifttums (MünchKommBGB/Ernst, 4.

In welcher Reihenfolge sollte man Schadensersatzansprüche prüfen?

Die Prüfungsreihenfolge der Anspruchsgrundlagen sieht wie folgt aus:
  • Vertragliche Ansprüche. Erfüllungsansprüche d.h Primäransprüche (z.B. § 433 Abs. ...
  • Quasivertragliche Ansprüche. Auf Erfüllung (z.B. § 179 Abs. ...
  • Sachenrechtliche Ansprüche. ...
  • Deliktische Ansprüche. ...
  • Bereicherungsrechtliche Ansprüche (Kondiktionsansprüche)

Was sind Anspruchsgrundlagen im BGB?

Eine Anspruchsgrundlage ist eine Norm, die einer Person das Recht gibt, von einer anderen Person ein Tun, Dulden oder Unterlassen zu verlangen. Die Prüfung solcher Ansprüche ist der Kern jeder zivilrechtlichen Klausur und folgt einer festen Struktur: Wer will was? → Anspruchssteller und Anspruchsziel.

Ist Paragraph 346 BGB eine Anspruchsgrundlage?

Es handelt sich um eine eigenständige Anspruchsgrundlage, die ebenfalls automatisch, also ohne Rücktrittserklärung entsteht.

Ist § 830 I 1 BGB eine Anspruchsgrundlage?

2 Nach wohl h. M. handelt es sich bei § 830 I 1 BGB um eine eigene Anspruchsgrundlage.

Wie kann ich Nutzungsentschädigung geltend machen?

Geltendmachung der Nutzungsentschädigung erforderlich

Ein Anspruch auf Nutzungsvergütung entsteht erst mit dem deutlichen Zahlungsverlangen. Ohne ein solches kann er nicht rückwirkend geltend gemacht werden, denn nach dem Vertrauensgrundsatz muss sich der Zahlungspflichtige auf die Zahlung einstellen können.

Wie kann ich meinen Nutzungswillen nachweisen?

Der Nachweis des Nutzungswillen erfolgt durch Vorlage der Kopie des Fahrzeugscheines (OLG Hamm zfs 2002, 132). Diese orientiert sich zunächst daran, ob der Ausfallschaden pauschal oder konkret abgerechnet werden kann oder muss.

Wann Nutzungsausfall und wann Vorhaltekosten?

Bei gewerblich genutzten Fahrzeugen ist die Zahlung der Vorhaltekosten üblich, falls ein Reservefahrzeug vorhanden ist. Eine Nutzungsausfallentschädigung kommt für Nutzfahrzeuge wie LKW und Transporter nur in Betracht, wenn es unmittelbar für die Gewinnerzielung genutzt wird.