Zuletzt aktualisiert am 6. September 2026
Im Verlusttopf Aktien werden ausschließlich Kursverluste erfasst, die durch den Verkauf von Einzelaktien entstehen. Diese Verluste können ausschließlich mit Gewinnen aus dem Verkauf anderer Einzelaktien verrechnet werden – eine Verrechnung mit Erträgen aus Fonds, ETFs oder anderen Kapitalanlagen ist nicht möglich.
Wie lange bleiben Verluste im Verlusttopf?
Wie lange ist der Verlusttopf bei der Bank gültig? Der Verlusttopf bei der Bank ist unbegrenzt gültig. Nicht verrechnete Verluste werden automatisch ins nächste Jahr übertragen und können so lange mit zukünftigen Gewinnen verrechnet werden, bis sie vollständig aufgebraucht sind.
Wie funktioniert der Verlusttopf?
Wenn Sie Wertpapiere unter dem Einstandskurs verkaufen, sammeln wir diese Verluste in Verlusttöpfen. Es gibt einen Topf für Verluste aus dem Verkauf von Aktien und einen Topf für Verluste aus dem Verkauf sonstiger Wertpapiere.
Was passiert mit dem Verlusttopf, wenn ich mein Depot schließe?
In dem Moment, wo die Bank dir eine Verlustbescheinigung ausstellt, wird der entsprechende Verlusttopf auf null gesetzt. Die Verluste werden also aus dem Bank-Verrechnungstopf herausgenommen und dafür in das offizielle Dokument übertragen. Zum Jahresende geht dann dein Depot mit einem leeren Topf ins neue Jahr.
Was passiert, wenn man Aktien mit Verlust verkauft?
Aktienverluste nur mit Aktiengewinnen
So einen Verlust dürfen Sie nur mit dem Gewinn aus dem Verkauf von Aktien verrechnen." Ansonsten, so Reuß, gelte die Verlustverrechnung innerhalb von Kapitalerträgen, "das heißt, können Sie Verluste aus Kapitalerträgen mit allen anderen Gewinnen aus Kapitalerträgen verrechnen."
Wie Verluste bei ETFs & Aktien die Steuer mindern
Was passiert, wenn ich meine Aktien mit Verlust verkaufe?
Wenn Sie mit Verlust verkaufen, fallen für Sie nicht nur keine Steuern an, sondern der Verlust kann möglicherweise auch zum Ausgleich Ihrer Kapitalgewinne verwendet werden . Für diese Strategie gibt es sogar einen Namen: „Tax-Loss Harvesting“.
Bei welchem Verlust sollte man Aktien verkaufen?
Tipp #1: Verkaufen, wenn der Kaufkurs unterschritten wird
Daher verkaufe die Aktie lieber schnell wieder, sollte sie nach dem Kauf Kursverluste von 20 % oder mehr haben. Natürlich hoffst du, dass sich der Kurs schnell wieder erholt und nach oben schießt, aber genauso gut kann er weiter fallen.
Werden Aktienverluste automatisch mit Gewinnen verrechnet?
Aktienverluste dürfen nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden. ETF-Verluste hingegen können mit verschiedenen Erträgen kombiniert werden. Nicht verrechnete Verluste bleiben im Topf und werden automatisch ins nächste Jahr übertragen.
Kann ich Verlusttöpfe in meinem Depot übertragen?
Kann ich meine Verlusttöpfe übertragen? Verlusttöpfe können nur übertragen werden, wenn der Kontoinhaber beider Depots absolut identisch ist. Sofern Sie Verlusttöpfe übertragen möchten, können Sie dies auf dem Formular zum Depotübertrag ankreuzen.
Können Sie Aktienverluste zu 100 % abschreiben?
Der IRS begrenzt Ihren Nettoverlust auf 3.000 USD (für Einzelpersonen und gemeinsam veranlagte Ehepaare) bzw. 1.500 USD (für getrennt veranlagte Ehepaare) . Sie können jeden Betrag der steuerpflichtigen Kapitalgewinne reduzieren, solange Sie Bruttoverluste haben, die diese ausgleichen.
Wie hoch ist der Freibetrag für den Verlusttopf?
Der Freibetrag wurde von 801 EUR auf 1.000 EUR (Paare 2.000 EUR) erhöht Ende 2022 betrug der Verlusttopf Aktien -5.000 EUR. Weil keine Gewinne anfielen, wurde dieser Topf ins Jahr 2023 übertragen.
Kann ich Aktienverluste von der Steuer absetzen?
Kann ich Aktienverluste von der Steuer absetzen? Sie können Verluste aus Kapitalanlagen, einschließlich Aktien, steuerlich geltend machen. Verluste werden mit Gewinnen aus Kapitalanlagen verrechnet, und wenn die Verluste die Gewinne übersteigen, können Sie den verbleibenden Verlust auf die nächsten Jahre vortragen.
Was passiert, wenn ich keine Verlustbescheinigung beantrage?
Die Verlustbescheinigung muss bis zum 15. Dezember eines Jahres bei deiner Bank beantragt werden. Verpasst du diese Frist, kannst du die Verluste nicht mehr fürs aktuelle Jahr mit anderen Gewinnen verrechnen – sie bleiben in deinem Depot und werden nur mit zukünftigen Gewinnen derselben Bank verrechnet.
Wie lange erkennt das Finanzamt Verluste an?
Als sogenannte „betriebsspezifische Anlaufzeit“ gilt ein Zeitraum von mindestens fünf Jahren. Das Finanzamt lässt also einige Jahre an Verlust zu, bevor es Liebhaberei vermutet, und es handelt auch nicht bei jedem Fall gleich.
Was bringt der Verlusttopf?
Verlusttöpfe einfach erklärt – So funktioniert die Verrechnung. Wenn an der Börse gehandelt wird, können damit nicht nur Gewinne gemacht werden. Sollte es zu Verlusten kommen, kannst du diese mit den angefallenen Gewinnen verrechnen und dir somit Steuern und Geld sparen.
Wie viele Jahre können Verluste vorgetragen werden?
Steuererklärungen lassen sich für bis zu sieben Jahre rückwirkend einreichen. Sie können also auch einen Verlustvortrag noch bis zu sieben Jahre rückwirkend geltend machen, wenn Sie feststellen, dass das für Sie sinnvoll ist.
Werden Verlusttöpfe vererbt?
Falls noch offene Verlustvorträge aus Aktiengeschäften vorhanden sind, die der Erblasser zu seinen Lebzeiten nicht mehr nutzen konnte, können die Erben diese nicht für sich beanspruchen. Verlustvorträge nach § 10d EStG sind nicht vererblich, sodass sie im Erbfall ungenutzt verfallen.
Kann ich Verlusttöpfe bei einem Depotübertrag mitnehmen?
Du kannst Verlusttöpfe bei einem Depotübertrag mitnehmen – hierzu musst du lediglich das betreffende Feld im Formular auswählen. Wer Verluste aus mehreren Depots miteinander verrechnen möchte, kann bei seiner Bank eine Verlustbescheinigung beantragen.
Wie wird ein Verlusttopf bei Kapitalanlagen verrechnet?
Zuerst werden Gewinne und Verluste innerhalb des jeweiligen Verlusttopfs miteinander verrechnet. Das bedeutet: Aktienverluste werden mit Aktiengewinnen ausgeglichen, Verluste aus ETFs, Anleihen oder Zinsen mit entsprechenden sonstigen Gewinnen. Nach der Verrechnung wird der Sparerpauschbetrag berücksichtigt.
Was passiert mit nicht verrechneten Aktienverlusten?
Die Verluste können nämlich nur mit Einkünften aus Kapitalvermögen bis zur Höhe von 20.000 Euro ausgeglichen werden. Nicht verrechnete Verluste sind dann auf Folgejahre vorzutragen (§ 20 Abs. 6 Satz 6 EStG). Die Neuregelung gilt für Verluste, die seit dem 1.1.2020 entstehen.
Wann muss ich Aktien in meiner Steuererklärung angeben?
Bis zu einem Freibetrag von 1.000 Euro (Verheiratete: 2.000 Euro) sind Gewinne aus Kapitalerträgen wie dem Handel mit Aktien und anderen Wertpapieren steuerfrei. Wenn Ihre Gewinne den Steuerfreibetrag übersteigen, fällt Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent des Betrags über dem Freibetrag an.
Kann man Depotgebühren von der Steuer absetzen?
Depotgebühren sind seit 2009 nicht mehr steuerlich absetzbar, sie gelten als durch den Sparer-Pauschbetrag abgegolten. Der Sparer-Pauschbetrag beträgt seit 2023 1.000 € für Alleinstehende und 2.000 € für Verheiratete. Viele Broker bieten kostenlose Depots an, vergleichen lohnt sich, um Gebühren ganz zu vermeiden.
Was passiert, wenn ich Aktien im Minus verkaufe?
Hat man Aktien mit Verlust verkauft, so kann man die Veräußerungsverluste nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen aus dem gleichen Jahr oder den Folgejahren bei derselben Bank verrechnen. Und eine Verlustverrechnung mit Dividenden oder Zinsen ist nicht möglich. Dieses Vorgehen nennt man „Verlustverrechnungsverbot“.
Wann ist die beste Zeit, um Aktien zu verkaufen?
Wann sollte ich meine Aktien verkaufen? Idealerweise verkaufen Sie, wenn der Aktienkurs besonders hoch ist. Um umgekehrt Verluste zu begrenzen, können Sie Limits setzen, die die Transaktion automatisch auslösen (sogenannte Stop-Loss-Order) oder verhindern (Stop-Limit-Order).
Wie lange muss man Aktien halten, um sie wieder zu verkaufen?
Anders als etwa Verkäufe von Goldmünzen und Goldbarren fallen Aktienverkäufe nicht unter private Veräußerungsgeschäfte. Deshalb gibt es bei Aktien steuerlich keine Spekulationsfrist von einem Jahr zu berücksichtigen. Sie können Ihre Aktien also verkaufen, wann Sie möchten, und es fällt keine Spekulationssteuer an.