Warum ist Hepatitis B so gefährlich?

Zuletzt aktualisiert am 17. Februar 2026

In 5 bis 10 Prozent der Fälle heilt die Hepatitis-B-Infektion allerdings nicht von alleine aus. Dann wird sie chronisch und verursacht zunächst keine Beschwerden. Die Viren schädigen jedoch die Leber so, dass sich nach einigen Jahren schwere Folgen, wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs, entwickeln können.

Was macht Hepatitis B mit dem Körper?

Etwa 3 bis 10 Tage später zerstören die Hepatitis B-Viren die Leberzellen. Dadurch kann unter anderem der Abbau des Blutfarbstoffs gestört sein und die Augen sowie die Haut färben sich gelb („Gelbsucht“). Gleichzeitig wird der Stuhlgang hell und der Urin braun.

Was ist das Gefährliche bei Hepatitis?

Von den fünf bekannten Hepatitis-Viren – gekennzeichnet mit den Buchstaben A bis E – sind Hepatitis-B- (HBV), -C- (HCV) und -D-Viren (HDV) die gefährlichsten. Sie können zu einer chronischen Erkrankung führen und sind langfristig für Leberzirrhose und Leberkrebs verantwortlich.

Kann man mit Hepatitis B alt werden?

Eine diagnostizierte Hepatitis-Infektion ist kein Grund zur Panik: auch die Infektion mit einer chronischen Hepatitis ermöglicht ein weitgehend normales Leben. Eine akute Infektion verläuft oft symptomlos, es können aber grippeartige Beschwerden und Gelbfärbung von Augen und Haut auftreten.

Kann Hepatitis B zu Leberversagen führen?

Ein akutes Leberversagen im Rahmen einer akuten Hepatitis-B-Infektion ist möglich, jedoch selten (0,1–0,5 %; [24]). Eine Reaktivierung einer stabilen subklinischen Infektion ist durch Chemotherapie oder Immunsuppression jedoch möglich und mit einer schlechten Prognose assoziiert.

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Wie fängt Leberversagen an?

Die meisten Betroffenen weisen Gelbsucht (gelbliche Verfärbung der Haut und Augen) auf, fühlen sich müde und schwach und leiden an Appetitlosigkeit. Weitere Symptome sind Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum (Aszites) sowie Bluterguss- und Blutungsneigung.

Welche Komplikationen gibt es bei Hepatitis B?

Bei einigen Menschen bleibt die Infektion aber dauerhaft bestehen. Eine chronische Hepatitis-B-Infektion kann mit der Zeit zu ernsthaften Komplikationen wie etwa Leberzirrhose, Bauchwasser (Aszites), Blutungen und Leberkrebs führen.

Hat Hepatitis B spätfolgen?

Nach einer Infektion erkranken die meisten Menschen entweder nur leicht oder haben keine Beschwerden. Bei Erwachsenen heilt eine Hepatitis B in der Regel von alleine aus. Sie kann aber auch dauerhaft (chronisch) fortbestehen und langfristig zu einer schweren Schädigung der Leber führen.

Ist Hepatitis B die häufigste Ursache für Leberzirrhose?

Chronische Hepatitis B und D.

Weltweit ist das Hepatitis B-Virus die häufigste Ursache der Leberzirrhose. Hepatitis B verursacht wie Hepatitis C eine Entzündung der Leber, die nach mehreren Jahrzehnten zu einer Zirrhose führen kann.

Wie fühlt man sich, wenn man Hepatitis B hat?

Die Symptome von Hepatitis B variieren, können aber Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Kopf- und Gliederschmerzen umfassen. Einige Menschen können jedoch auch keine Symptome haben, während andere stärkere Symptome entwickeln wie z.B. Gelbsucht, Juckreiz oder dunkler Urin.

Was haben Füße mit der Leber zu tun?

Sind Ihre Füße und Beine geschwollen, könnte das ein Hinweis auf eine fettreiche Ernährung sein, die zu einem Stau in der Pfortader und den Lebervenen führen kann und die Leber überlastet. Auch Entzündungen oder Vergiftungen der Leber kommt als Ursache infrage.

Welche Hausmittel helfen, die Leber zu entgiften?

Leber entgiften durch Ernährung: Eine leberfreundliche Ernährung umfasst Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, gesunde Fette und fruktosearmes Obst. Hausmittel zur Leberentgiftung: Zitronenwasser, Ingwertee, Haferflocken, Bitterstoffe sowie Probiotika fördern die Lebergesundheit.

Wie verläuft eine Hepatitis B-Infektion?

Eine Hepatitis B verläuft in den allermeisten Fällen akut und heilt vollständig aus. Ist das Virus länger als sechs Monate im Blut nachweisbar, spricht man von einer chronischen Hepatitis B. Die Symptome sind unspezifisch und häufig so mild, dass sie von den Betroffenen nicht wahrgenommen werden.

Wie werde ich Hepatitis B los?

Durch eine Impfung lässt sich die Hepatitis B sicher verhindern. Neben Hepatitis B gibt es weitere Formen der Virus-Hepatitis, zum Beispiel Hepatitis A und Hepatitis C.

Wie lange dauert es, bis eine Hepatitis B ausgeheilt ist?

Sie kann im ersten halben Jahr folgenlos von selbst ausheilen, aber auch chronisch werden. Wer eine Hepatitis B spontan eliminiert hat, ist gewöhnlich für den Rest seines Lebens immun. Bei Erwachsenen heilt Hepatitis B im ersten halben Jahr in über 90% der Fälle von selbst aus.

Welche Krankheit löst Hepatitis B aus?

Chronische Infektion kann zu einer Leberzirrhose und/oder hepatozellulärem Karzinom führen. Die Diagnose erfolgt serologisch. Die Therapie ist symptomatisch. Die Impfung ist protektiv und die Verwendung von Hepatitis-B-Immunglobulin nach der Exposition kann eine klinische Erkrankung verhindern oder abschwächen.

Wie verhalten sich Menschen mit Leberzirrhose?

Leberzirrhose: Symptome sind oft allgemeiner Natur
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit.
  • Verminderte Leistungsfähigkeit.
  • Druck- oder Völlegefühl im Oberbauch.
  • Blähungen.
  • Übelkeit.

Wie sehen Hände bei Lebererkrankung aus?

Lebersternchen (strahlenförmige Gefäßerweiterungen an der Haut, insbesondere an Kopf, Hals, Brust und Armen) Rötung der Handinnenfläche. Weißnägel (hellrosa-silberweiße Verfärbung der Finger- und Fußnägel) Leberzunge (rötliche Verfärbung der Zunge, später Austrocknung und violette Verfärbung)

Welche Nebenwirkungen hat Hepatitis B?

Allgemeinsymptome wie beispielsweise Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden wurden beobachtet. Hohes Fieber ab 39°C ist häufig, ebenso Infektionen der oberen Atemwege. Solche Impfreaktionen verschwinden in der Regel 1 bis 3 Tage nach der Impfung.

Welche Hygienemaßnahmen sind bei Hepatitis B erforderlich?

Auch Hygiene, Safer Use sowie der Gebrauch von Kondomen oder internen Kondomen, Handschuhen oder Dental Dams senken das Infektionsrisiko, doch ist eine Übertragung von HBV bei kleinen Blutungen im Mund und hoher Viruslast auch beim Küssen möglich.

Was kommt nach Hepatitis B?

Bei einem chronischen Verlauf einer Hepatitis B kann sich eine Schrumpfleber (Leberzirrhose) oder sogar ein bösartiger Lebertumor entwickeln. Weltweit sind nach Expertenschätzungen etwa 70 Millionen Menschen von einer chronischen Hepatitis C betroffen.

Was sollte man bei Hepatitis B beachten?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Hepatitis B im Erwachsenenalter besonders gefährdeten Personengruppen. Diese umfassen sowohl Personen mit bestimmten Erkrankungen als auch solche mit erhöhtem beruflichem sowie nichtberuflichem Expositionsrisiko.

Welche Auswirkungen hat Hepatitis auf die Lunge?

Eine Infektion mit dem Hepatitis-Virus hat langfristig Auswirkungen auf das Lungengewebe und stellt somit einen zusätzlichen Risikofaktor für die Entwicklung einer COPD dar. COPD-Patienten, die an Hepatitis C erkranken, müssen zudem damit rechnen, dass es zu einem schnelleren Verlust der Lungenfunktion kommt.

Ist Hepatitis B akut oder chronisch?

Bei etwa 40 Prozent der Patienten unter Hämodialyse und bei bis zu 20 Prozent der Personen mit einem geschwächten Immunsystem wird eine akute Hepatitis B chronisch. Chronische Hepatitis B verschlechtert sich manchmal recht schnell, manchmal aber auch über Jahrzehnte und führt schließlich zu einer Zirrhose.