Wann ist Videoüberwachung legal?

Zuletzt aktualisiert am 20. Februar 2026

6 Abs. 1 Buchst. f DSGVO in Frage, wonach eine Videoüberwachung zulässig ist, soweit die Verarbeitung zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen erforderlich ist und nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person überwiegen.

Unter welchen Bedingungen ist eine Videoüberwachung zulässig?

Videoüberwachung ist grundsätzlich zulässig, wenn ausschließlich das eigene Grundstück beobachtet wird. Die Kamera muss erkennbar auf das eigene Grundstück gerichtet und nach außen hin gut sichtbar sein und darf öffentlichen Bereich oder Nachbargrundstücke nicht erfassen.

Ist es erlaubt, den Hauseingang mit Videoüberwachung zu überwachen?

Mit Regeln: Videokameras am Haus sind erlaubt

Das Wichtigste vorab: Jeder Eigentümer darf an seinem Haus eine Videoüberwachung im Außenbereich anbringen, um das eigene Haus und Grundstück zu sichern. Dabei gilt das oberste Gebot: Du darfst normalerweise nur das eigene Grundstück mit Kameras überwachen.

Wann darf ich eine Überwachungskamera anbringen?

Sie dürfen Ihre Wohnung oder Ihr Haus überwachen, wenn dies ausschließlich Ihrer eigenen Sicherheit dient, z. B. zum Schutz vor Einbrüchen oder Vandalismus. Die Kamera darf nur Bereiche aufzeichnen, die zu Ihrem Eigentum gehören.

Ist es erlaubt, mit einer Kamera ohne Aufnahme zu filmen?

Kamera darf keine öffentlichen Bereiche aufzeichnen. Überwachung gemeinschaftlich genutzter Bereiche unzulässig. Auch kleine Bereiche außerhalb Privatgrundstück nicht erlaubt. Videoüberwachung am Haus am besten mit fest installierten Kameras.

Wann ist Videoüberwachung erlaubt? | Rechtsanwalt Christian Solmecke

Wann darf man filmen ohne Erlaubnis?

Schon fürs bloße Knipsen gilt: Sie dürfen nur Menschen fotografieren oder filmen, die damit auch einverstanden sind. Wer Foto- oder Filmaufnahmen von Personen ohne deren Einverständnis veröffentlicht, dem droht sogar eine Strafe. So steht es ausdrücklich in Paragraf 22 und 32 des Kunsturhebergesetzes.

Unter welchen Voraussetzungen ist eine private Videoüberwachung erlaubt?

Der Einsatz einer Videoüberwachung kann im Einzelfall nach der DSGVO rechtmäßig sein, wenn die Datenverarbeitung zur Wahrung berechtigter Interessen der/des Verantwortlichen oder Dritter erforderlich ist. Solche sind: Schutz des Lebens von Personen. Schutz der Gesundheit und der körperlichen Unversehrtheit von Personen.

Wann ist eine verdeckte Videoüberwachung zulässig?

Zulässig ist eine verdeckte Videoüberwachung dann, wenn der konkrete Verdacht einer strafbaren Handlung oder einer anderen schweren Verfehlung von Beschäftigten zulasten des Arbeitgebers besteht. Zudem müssen andere, weniger einschneidende Mittel zur Aufklärung des Verdachts ergebnislos ausgeschöpft sein.

Sind drehbare Kameras erlaubt?

Details des Gerichtsurteils: Das Amtsgericht Gelnhausen entschied im Fall 52 C 76/24, dass die Nutzung einer beweglichen Überwachungskamera unzulässig sein kann, wenn die Möglichkeit besteht, dass die Kamera das Nachbargrundstück erfasst.

Ist es erlaubt, Videoüberwachung vor dem Haus zu haben?

Antwort: Wer Angst vor Langfingern und anderen unwillkommenen Eindringlingen hat, kann sein Grundstück videoüberwachen. Das ist grundsätzlich erlaubt. Eine Videokamera kann Sie durch Abschreckung vor Einbruch und Sachbeschädigung schützen oder Beweise im Falle einer Straftat sammeln.

Kann ein Nachbar die Überwachungskamera verbieten?

Die Überwachung des eigenen Grundstücks ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt. Allerdings dürfen dabei die Rechte der Nachbarn nicht verletzt werden. So ist es nicht zulässig, das Nachbargrundstück mit einer Kamera zu überwachen, wenn dadurch die Privatsphäre des Nachbarn beeinträchtigt wird.

Ist eine Überwachungskamera vor der Haustür erlaubt?

Grundsätzlich ja, wenn du nur dein eigenes Grundstück filmst. Die Kamera darf also z. B. deine Haustür, Einfahrt oder den Vorgarten überwachen.

Welche Bereiche dürfen nicht videoüberwacht werden?

Mit Sicherheitskameras dürfen Sie nur das eigene Grundstück filmen. Nachbargrundstücke und öffentliche Wege sind in der Regel tabu. Das gilt auch für gemeinsam genutzte Zufahrten. Und selbst Kamera-Attrappen können in die Rechte anderer eingreifen.

Sind Kameraaufnahmen Beweismittel?

Der Bundesgerichtshof (BGH) stellte am 15. Mai 2018 (Az. VI ZR 233/17) in seinem Grundsatzurteil klar, dass Aufnahmen aus dem öffentlichen Straßenraum trotz Datenschutzverstößen als Beweismittel zulässig sein können.

Wie groß muss das Schild Videoüberwachung sein?

Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Größe für Hinweisschilder zur Videoüberwachung in Deutschland.

Was ist ein berechtigtes Interesse für eine Videoüberwachung?

Voraussetzung für eine rechtmäßige Videoüberwachung durch Private ist ein berechtigtes Interesse. Dieses kann sich z.B. aus dem Hausrecht eines Grundstückseigentümers ergeben – aber nur, wenn die Kamera nicht die Nachbargrundstücke oder öffentliche Gehwege erfasst.

Wann ist Videoüberwachung strafbar?

Dieses im Kunsturheberrechtsgesetz geregelte Recht ist jedoch nur dann betroffen, wenn Bilder von einer Person ohne deren Erlaubnis veröffentlicht oder verbreitet werden. Ohne Einwilligung der gefilmten Person ist dies sogar eine Straftat, auf die eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr stehen.

Sind Kamera-Attrappen erlaubt?

Obwohl durch eine Kameraattrappe keine Verarbeitung personenbezogener Daten stattfindet, ist in § 21 Abs. 7 des Landesdatenschutzgesetzes (LDSG) geregelt, unter welchen Voraussetzungen öffentliche Stellen (z.B. Kommunen) eine Kameraattrappe zulässigerweise verwenden können.

Ist es erlaubt, eine Kamera an der Türklingel zu haben?

Grundsätzlich erlaubt – unter klaren Bedingungen

Der entscheidende Punkt lautet: Die Kamera darf ausschließlich Ihren Eingangsbereich erfassen. Oftmals ist das Objektiv der Video-Türsprechanlage auch nicht für mehr geeignet und erfasst nur den unmittelbaren Bereich vor der Haustür bzw. der Außenstation.

Kann ich jemanden anzeigen, weil er mich gefilmt hat?

Wenn eine Aufnahme heimlich erfolgt und insbesondere den höchstpersönlichen Lebensbereich betrifft, kann dies nach § 201a Strafgesetzbuch (StGB) sogar strafbar sein. Das Gesetz soll Menschen davor schützen, in sehr privaten und intimen Momenten ohne ihr Wissen und ihre Zustimmung gefilmt zu werden.

Wann ist Filmen strafbar?

Wenn sie Ton- oder Bildaufnahmen, zum Beispiel mit ihrem Handy, von jemand anderen ohne dessen Zustimmung anfertigen, erfüllt diese Handlung den Straftatbestand des § 201 bzw. § 201a StGB. Strafbar ist es auch, solche unbefugten Aufnahmen zu gebrauchen oder Dritten zugänglich zu machen.

Ist es erlaubt, Fotos auf einem Privatgrundstück zu machen?

Privaträume: Es ist verboten, ohne Einwilligung des Eigentümers oder Bewohners private Wohnungen oder Häuser zu fotografieren. Personen ohne Einwilligung: Es ist nicht erlaubt, Fotos von Personen zu machen und diese ohne deren Einwilligung zu veröffentlichen oder zu verbreiten.

Wie kann ich unerlaubte Videoüberwachung anzeigen?

Unerlaubte oder unangemessene Videoüberwachung kann Ihre Privatsphäre verletzen und ist daher nicht erlaubt. Wenn Sie auf eine solche Überwachung stoßen, können Sie diese beim Ordnungsamt oder anderen zuständigen Behörden melden.

Ist es erlaubt, eine Kamera auf meinem Privatgrundstück zu montieren?

Eine Videoüberwachung auf dem Privatgrundstück zu installieren, ist rechtlich erlaubt. Dennoch kann nicht einfach eine Kamera auf dem Grundstück angebracht werden, denn es gelten strikte Vorgaben, wenn es um die Videoüberwachung des eigenen Grundstücks geht.

Ist es erlaubt, eine Kamera in meiner Wohnung zu haben?

Videoüberwachung in der Wohnung: Ist eine Kamera in der Wohnung erlaubt? Eine Videoüberwachung durch Mieterinnen und Mieter ist grundsätzlich zulässig, sofern sich diese ausschließlich auf die eigenen Wohnräume beschränkt. Wichtig ist, dass tatsächlich nur die Wohnräume – und nicht etwa der Hausflur – überwacht werden.