Wann ist das spätstadium von Borreliose?

Zuletzt aktualisiert am 21. Mai 2026

Obwohl jeder daran erkranken kann, so trifft die Erkrankung doch häufiger Kinder und ältere Erwachsene. Das Spätstadium der Borreliose entwickelt sich üblicherweise sechs bis 36 Monate nach dem infektiösen Zeckenbiss.

Wann ist Borreliose zu spät?

Viele Infektionen verlaufen ohne sichtbare Krankheitszeichen. Als typisches Frühzeichen einer Erkrankung zeigt sich die Wanderröte einige Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich. Spätformen der Borreliose können hingegen Monate oder sogar Jahre nach dem Zeckenstich auftreten.

Wie erkennt man spät Borreliose?

Als sicherer Hinweis auf Borreliose gilt die sogenannte Wanderröte. Dabei handelt es sich um einen kreisrunden, roten Hautausschlag, der bei rund 90 Prozent der Infektionen - teils auch noch Wochen später - um die Einstichstelle auftritt und sich nach außen ausbreitet.

Welche drei Stadien der Borreliose gibt es?

Borreliose wird in drei Stadien unterteilt

Blut- und Lymphgefässen verschiedener Organe, das Nervensystem, der Bewegungsapparat und das Herz können befallen sein.

Welche Spätfolgen kann eine unerkannte Borreliose haben?

Bekannte Spätfolgen einer Borrelieninfektion sind anhaltende Hautveränderungen (Acrodermatitis chronica atrophicans), schubförmige oder chronische Gelenkentzündungen (Lyme-Arthritis) oder neurologische Beschwerden (chronische oder späte Neuroborreliose).

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Wie äußert sich verschleppte Borreliose?

Hierzu zählen vor allem chronische Gelenkentzündungen, Nervenschäden bzw. damit einhergehende Schmerzen oder Empfindungsstörungen und die Atrophie der Haut im Rahmen der Acrodermatitis atrophicans. Auch länger andauernde Herzmuskelentzündungen können bleibende Schäden am Herzen hinterlassen.

Wie äußert sich Borreliose nach Jahren?

Manche Menschen bemerken Monate oder Jahre nach einem Zeckenstich Muskel- und Gelenkbeschwerden, starke Müdigkeit oder Gedächtnisstörungen. Einige Betroffene und manche Ärztinnen und Ärzte sehen in diesen Symptomen eine Spätfolge einer Borrelien-Infektion.

Wie lange lebt man mit Borreliose?

Ohne Therapie können Borrelien trotz der Immunantwort des Infizierten (Wirtes) über Monate gelegentlich sogar jahrelang überleben und in jedem Stadium Erkrankungen verursachen oder auch spontan absterben.

Welche Organe greift Borreliose an?

Diese werden durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen, es ist keine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch möglich. Die Krankheit kann verschiedene Organsysteme betreffen, insbesondere die Haut, das Nervensystem und die Gelenke.

Was wird oft mit Borreliose verwechselt?

Im Gegensatz zur Zecken-Hirnhautentzündung (FSME), die oft mit der Borreliose verwechselt wird, kann die Borreliose mit Antibiotika in Tablettenform behandelt werden. Meist ist dies bei Erwachsenen Doxycyclin, bei Kindern Amoxicillin.

Ist Borreliose im Spätstadium heilbar?

Das Spätstadium der Borreliose kann für gewöhnlich mit Antibiotika behandelt werden. Die Prognose ist in der Regel gut, obwohl die Symptome bei manchen Betroffenen auch mehr als sechs Monate nach der Behandlung noch weiterbestehen können.

Was machen Borrelien im Gehirn?

Haben die Bakterien (Borrelien) bereits das Gehirn beziehungsweise das Nervensystem oder die Gelenke angegriffen, können in der Folge Lähmungserscheinungen und Nervenschmerzen (Lyme-Neuroborreliose) oder eine Herzmuskelentzündung (Lyme-Karditis) auftreten.

Woher weiß man, ob Borreliose geheilt ist?

Die Bestimmung der Borrelien-Antikörper und der Vergleich der Antikörper in Blut und Nervenwasser erlaubt dann eine eindeutige Diagnose." Ist der Antikörper-Test nach der Behandlung mit Antibiotika positiv, ist eine erneute Antibiotikatherapie notwendig.

Wie erkennt man eine chronische Borreliose?

Manifestationen der chronischen Borreliose/Neuroborreliose sind:
  • Enzephalomyelitis (neurologische Ausfälle, schleichende Verschlechterung des Zustandes)
  • Enzephalopathie (Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Zephalgie, Tinnitus)
  • Schlafstörungen, Depression, Reizbarkeit,chronische Müdigkeit.
  • Normaldruck-Hydrozephalus.

Ist Borreliose nach Jahren noch nachweisbar?

Sowohl IgM- als auch IgG-Antikörper können auch nach einer durchgemachten Borreliose noch einige Jahre im Blut nachweisbar sein.

Wann spätestens Antibiotika bei Borreliose?

Behandlung von Borreliose sollte sofort erfolgen

Eine antibiotische Therapie sollte bei Befund von Wanderröte (Erythema migrans) oder des Borrelien-Lymphozytoms sofort erfolgen. Damit kann verhindert werden, dass sich die Erkrankung im Körper ausbreitet.

Was passiert, wenn man Borreliose zu spät erkennt?

Im Stadium I können außerdem Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Müdigkeit auftreten. Wird eine Borreliose in Stadium I nicht behandelt oder nicht bemerkt, breitet sie sich weiter aus. Typische Borreliose Symptome können dann Hautausschlag, Müdigkeit, Fieber, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen sein.

Was macht Borreliose mit der Psyche?

Bei Borreliose können verschiedene mentale und psychische Symptome auftreten, zum Beispiel Wahrnehmungsstörungen (akustische und optische Halluzinationen, sensorische Überempfindlichkeit), Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten, Benommenheit, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Ängste, Depressionen und ...

Welche Blutwerte sind bei Borreliose erhöht?

Zudem sind gängige Blutparameter wie Blutkörpersenkungsgeschwindigkeit (BSG), die Leukozyten und das C-reaktive Protein (CRP) leicht erhöht. Sowohl die Lyme-Borreliose, als auch die Neuroborreliose und Lyme-Arthritis werden mit Antibiotika behandelt.

Welche Spätfolgen können trotz Behandlung von Borreliose auftreten?

Spätfolgen einer Borreliose
  • Chronische Schmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen sind häufige Symptome, die noch Monate oder sogar Jahre nach der Behandlung auftreten können;
  • starke Ermüdung, die die täglichen Aktivitäten erschweren kann;

Welche Schmerzen hat man bei Borreliose?

Die unterschiedlichen Krankheitszeichen reichen von starken Schmerzen über Herzprobleme bis hin zu Hirnhautentzündung. Auch Gesichtslähmungen können beobachtet werden. Im chronischen Spätstadium treten zudem oftmals Gelenkentzündungen auf, die als Spätfolgen der Borreliose nicht ausgeschlossen sind.

Ist chronische Borreliose heilbar?

In der Regel ist bei Borreliose eine Antibiotika-Therapie über zwei bis drei Wochen ausreichend und die Erkrankung heilt ab. Nur in seltenen Fällen ist es notwendig , die Behandlung zu verlängern oder zu wiederholen.

Welche Gelenke schmerzen bei Borreliose?

Die Lyme-Arthritis ist eine durch Borrelia burgdorferi verursachte entzündliche Gelenkerkrankung, die als Spätmanifestation der Lyme-Borreliose auftritt. Sie betrifft vor allem große Gelenke, insbesondere das Kniegelenk, und kann intermittierend oder chronisch verlaufen.

Ist extreme Müdigkeit ein Symptom einer Borreliose?

Zusätzlich können im ersten Stadium einer Borreliose grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie eine ausgeprägte Müdigkeit auftreten. Anhaltende Muskelschmerzen, sogenannte Myalgien, können ein Hinweis sein, dass sich die Infektion weiter ausbreitet.

Welche Krankheiten treten nach Borreliose auf?

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis; auch Europäisches Zeckenbissfieber) Neben der Lyme-Borreliose kommt noch eine zweite zeckenübertragene Krankheit in Deutschland vor: die FSME. Mehr Informationen zu dieser Erkrankung finden Sie hier.