Sind Mietsachschäden in der Privathaftpflichtversicherung?

Zuletzt aktualisiert am 9. Februar 2026

Wenn Sie als Mieter einen Schaden an einer solchen nicht beweglichen Sache verursachen, spricht man von einem Mietsachschaden. Solche verursachten Schäden sind in der Regel in der Privathaftpflicht mitversichert.

Sind Mietschäden in der Haftpflichtversicherung?

Wie Sie als Mieter einer Wohnung abgesichert sind

Ein Großteil der Haftpflichtversicherer deckt in den Policen auch Mietsachschäden ab, die ein Mieter in seiner Wohnung verursacht. Versichert sind hierbei Schäden an den fest verbauten Bestandteilen der Wohnung.

Welche Schäden sind durch eine private Haftpflichtversicherung abgedeckt?

Die private Haftpflichtversicherung schützt dich vor den finanziellen Folgen bei an Dritten verursachten Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden. Je nach Police kommt sie beispielsweise auch für Kosten durch Mietsachschäden, Schäden an geliehenen und gemieteten Sachen und Schlüsselverlust auf.

Welche Versicherung kommt für Mietschäden auf?

Eine private Haftpflichtversicherung deckt beim möglichen Mietsachschaden Forderungen Ihres Vermieters ab und bewahrt Sie damit im Schadensfall vor den finanziellen Folgen. Für den Versicherungsnehmer ist es entscheidend, welche Mietsachen versichert sind und welche nicht.

Übernimmt die Haftpflichtversicherung Mietsachschäden an unbeweglichen Sachen?

Wenn das Inventar einer Mietwohnung von dem Bewohner beschädigt wird, muss dieser für den Sachschaden aufkommen. In diesen Fällen spricht man auch von Mietsachschäden an unbeweglichen Sachen. Weil es sich dabei um die Forderung eines Dritten handelt, springt dafür in der Regel die Privathaftpflichtversicherung ein.

Privathaftpflicht mit Mietsachschäden

Wie kann ich Mietsachschäden geltend machen?

Grundsätzlich können Mietsachschäden auch nach Beendigung eines Mietverhältnisses geltend gemacht werden. Und zwar innerhalb einer Frist von 6 Monaten (§ 548 Abs. 1 BGB). Die Frist beginnt zum Zeitpunkt der Wohnungsübergabe – nicht zum Ende des Mietverhältnisses.

Wann übernimmt die Haftpflichtversicherung Schäden nicht?

In den folgenden Fällen zahlt die private Haftpflichtversicherung grundsätzlich nicht: Vorsätzlich verursachte Schäden. Schäden, die aus strafbaren Vergehen entstanden sind. Geldstrafen und Schäden durch Vertragspflichtverletzungen.

Zahlt die Haftpflichtversicherung, wenn ich das Waschbecken in meiner Mietwohnung beschädige?

Die private Haftpflichtversicherung zahlt, wenn Sie als Mieter das Waschbecken oder das Ceranfeld beschädigen. Ersetzt wird immer nur der Zeitwert, also der Wert zum Zeitpunkt des Schadens unter Berücksichtigung von Alter und Abnutzung.

Zahlt die private Haftpflichtversicherung bei Schäden durch Eigenverschulden?

Die Privathaftpflichtversicherung zahlt für eigens verschuldete Schäden. Dabei kommt sie jedoch nicht für Eigenschäden auf, die der Verursacherin oder dem Verursacher selbst entstehen.

Welche Versicherung zahlt Mieterschäden?

Die meisten Schäden, für die Sie haften, sind über Ihre Privathaftpflicht versichert. Seien Sie bei der Wohnungsabgabe persönlich dabei. Und nehmen Sie auch das Übernahmeprotokoll mit, das Sie beim Einzug unterschrieben haben. Genau wie den Mietvertrag.

Welche Schäden deckt die private Haftpflichtversicherung nicht ab?

Die private Haftpflichtversicherung zahlt nur bei Schäden außerhalb des eigenen Haushalts. Damit sind sowohl Schäden am eigenen Besitz als auch Schäden von Angehörigen des Haushalts nicht mitversichert.

Was ist der Unterschied zwischen einer Privathaftpflicht und einer Haftpflichtversicherung?

Oft werden umgangssprachlich die Worte „Privathaftpflicht“ und „Haftpflicht“ synonym genutzt. Dabei ist das nicht ganz richtig: Die Privathaftpflicht ist lediglich eine Art von Haftpflichtversicherung. Denn es gibt ein ganzes Spektrum von Haftpflichtversicherungen sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen.

Was zahlt die Haftpflichtversicherung für eine Mietwohnung?

Die Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten für einen Ersatz oder die Reparatur der Mietsache bis zur Höhe der vereinbarten Deckungssumme. Die Kosten werden direkt an den Vermieter erstattet.

Welche Schäden werden von der Privathaftpflichtversicherung übernommen?

Das Wichtigste in Kürze: Nach dem Gesetz haften Sie für alle Schäden, die Sie jemand anderem schuldhaft zugefügt haben – und zwar in unbegrenzter Höhe. Bei einer privaten Haftpflichtversicherung ist sogar grobe Fahrlässigkeit mitversichert. Ausgeschlossen sind lediglich Schäden, die absichtlich verursacht werden.

Für welche Schäden kommt der Mieter auf?

Mieter*innen haften für Schäden durch übermässige Abnutzung, die sie selber, ihre Mitbewohner*innen, Angestellte, Gäste oder Haustiere während der Mietdau- er verursachten. Damit gemeint sind zu starke Ge- brauchsspuren, die man hätte vermeiden können oder auch Schäden durch Missgeschicke und unsachgemäs- sen Gebrauch.

Was ist eine übermäßige Beanspruchung der Mietsache in der Privat- und Tierhalterhaftpflicht?

Eine Beanspruchung der Mietsache ist übermäßig, wenn sie über das für den einzelnen Raum vereinbarte oder übliche Maß (§ 538 BGB) quantitativ oder qualitativ erheblich hinausgeht und deshalb zu erhöhter Abnutzung oder erhöhtem Verschleiß oder einem anderen Schadensrisiko führt (Lücke, a.a.O.).

Welche Schaden zählen zu den Mietsachschäden?

Mietsachschäden sind Beschädigungen an Deiner gemieteten Wohnung oder Deinem gemieteten Haus, für die Du als Mieter haftbar gemacht werden kannst. Dazu zählen Schäden an „fest mit der Mietsache verbundenen“ Elementen, die zur Vermietung gehören, wie Fußböden, Wände, Türen, Fenster (ohne Scheiben!) oder Sanitäranlagen.

Kann die Haftpflichtversicherung einen Schaden ablehnen?

Haftpflichtversicherung verweigert die Zahlung

Wenn der Versicherungsnehmer seine vertraglich vereinbarten Pflichten verletzt, darf die Versicheurng die Leistungen kürzen oder verweigern. Zu den Pflichten des Versicherungsnehmers gehören den Schaden so schnell wie möglich der Versicherung zu melden.

Was sind typische Haftpflichtschäden?

Typische Beispiele sind Unfälle, bei denen jemand ärztliche Versorgung oder Reha-Maßnahmen benötigt. In solchen Fällen übernimmt die Privathaftpflichtversicherung die Heilbehandlungskosten sowie mögliche Schmerzensgeldansprüche. Gerade Personenschäden können schnell sechs- bis siebenstellige Summen kosten.

Für welche Schäden müssen Mieter aufkommen?

Als Mieterin oder Mieter haften Sie für Schäden, die Sie selbst, Ihre Mitbewohner, Angestellte, Gäste, Hund und Katze oder andere Tiere verursachen. Schäden, die durch normale Abnützung entstehen, muss der Vermieter übernehmen - sie sind mit der Leistung des Mietzinses abgegolten.

Wann kann ich einen Mietausfallschaden geltend machen?

Einen Mietausfallschaden kann der Vermieter geltend machen, wenn sich die Mietsache im Zeitpunkt der Rückgabe in einem vertragswidrigen Zustand befindet, die Weitervermietung der Räume aus diesem Grund scheitert und dem Vermieter deshalb ein Mietausfall entsteht.

Wer zahlt, wenn der Mieter das Waschbecken kaputt macht?

Selbstverschulden: Wenn der Mieter Wände, Waschbecken, Fliesen oder andere Gegenstände beschädigt, muss er die Reparatur ebenfalls selbst bezahlen. Auch wenn der Schaden durch ein Missgeschick entstanden ist, trägt der Mieter oder dessen Haftpflichtversicherung die Kosten.

Wann muss ich einen Schäden meiner Haftpflichtversicherung melden?

Um einen Schaden zu melden, gilt eine Frist von einer Woche nach Eintritt des Schadensfalls als angemessen. Lassen Sie diese verstreichen, riskieren Sie mitunter, dass die Versicherung die Schadensregulierung verweigert oder zumindest nicht in vollem Umfang zahlt.

Wer zahlt, wenn ich ein Ceranfeld in meiner Mietwohnung beschädige?

Ob beim gemeinsamen Kochen mit Freunden oder in der Mietwohnung: Wenn Sie das Ceranfeld einer anderen Person beschädigen, greift Ihre Private Haftpflichtversicherung. Sie übernimmt die Kosten und schützt Sie vor teuren Forderungen – damit wird der Schaden für Sie nicht zur finanziellen Belastung.

Sind Bohrlöcher Sachbeschädigung?

Die Grenze ist nach Ansicht der Gerichte das verkehrsübliche Maß. Nur zur Veranschaulichung: Das Amtsgericht Kassel entschied, dass 14 Bohrlöcher durchaus noch im Rahmen liegen und noch keine Sachbeschädigung darstellen (Urteil v. 15.3.1996 451 C 7217/95, WM 1996, S. 757).