Zuletzt aktualisiert am 24. Februar 2026
Die Überseegebiete gehören zu Frankreich und der Europäischen Union (EU), doch Deutschland ist kaum vertreten.
Welche Kolonien hat Deutschland heute noch?
Deutsch-Neuguinea, heute nördlicher Teil Papua-Neuguineas; Deutsch-Ostafrika, heute Tansania, Burundi und Ruanda; Deutsch-Südwestafrika, heute Namibia; Kamerun; Karolinen, Palau und Marianen (Westpazifik); Kiautschou (Nordostchina); die Marshall-Inseln, Nauru und die Samoa-Inseln, heute Samoa (alle im Pazifik) und Togo ...
Warum hat Deutschland keine Überseegebiete?
Am 28. Juni 1919 unterzeichnete Deutschland den Versailler Friedensvertrag und erklärte dadurch wider Willen den Verzicht auf sein überseeisches Kolonialreich. Militärisch hatte Deutschland die Kolonien bereits während des Ersten Weltkrieges an die Alliierten verloren.
Welche Länder haben noch Überseegebiete?
- Aruba (Niederlande)
- Curação (Niederlande)
- Französisch-Polynesien (Frankreich)
- Grönland (Dänemark)
- Neukaledonien (Frankreich)
- Saint Barthélemy (Frankreich)
- Sint Maarten (Niederlande)
- Saint Pierre und Miquelon (Frankreich)
Hat Deutschland noch Überseegebiete?
Der Versailler Vertrag verkleinerte Deutschlands Territorium in Europa um etwa 13 Prozent und entzog Deutschland alle seine überseeischen Gebiete und Kolonien. Überträgt man eine Karte dieser Gebiete auf eine moderne Weltkarte, erkennt man, dass sie sich in 28 modernen Ländern befinden .
Warum besitzen die Niederländer bis heute so viele Kolonien?
Welches Land besitzt heute noch Kolonien?
Frankreich ist das einzige europäische Land, das bis heute Reste seiner Kolonien erhalten hat. Sie tragen den Namen Überseedepartements, Gebietskörperschaften oder Überseegebiete.
Welche Überseegebiete hat Deutschland verloren?
Im Westen gab Deutschland Elsass-Lothringen an Frankreich zurück. Es war mehr als 40 Jahre zuvor von Deutschland erobert worden. Außerdem erhielt Belgien Eupen und Malmedy; das industrielle Saargebiet wurde für 15 Jahre unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt; und Dänemark erhielt Nordschleswig.
Hat Spanien noch Überseegebiete?
Marokko wurde im Jahr 1956 unabhängig, und im Jahr 1976 gaben die Spanier auch die Kolonie Westsahara im Süden von Marokko auf. Heute hat Spanien nur noch drei Überseegebiete: die Kanarischen Inseln sowie die beiden Exklaven Ceuta und Melilla.
Warum leben in Namibia so viele Deutsche?
Die meisten der heute in Namibia lebenden Deutschnamibier sind Nachfahren von Farmern, Beamten der Kolonialverwaltung, Handwerkern und Angehörigen der Schutztruppe sowie der beiden nach den Weltkriegen einsetzenden Einwanderungswellen.
Was geschah mit den deutschen Überseekolonien?
Nach der Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg wurde das deutsche Kolonialreich im Rahmen des Versailler Vertrags zwischen den Alliierten und der Weimarer Republik offiziell konfisziert . Jede Kolonie wurde zu einem Mandatsgebiet des Völkerbundes unter der Verwaltung, wenn auch nicht der Souveränität, einer der alliierten Mächte.
Haben sich die deutschen Kolonien gelohnt?
Zum Ende der deutschen Kolonialzeit 1914 war aber klar: Gelohnt haben sich die Kolonien in Afrika für die Volkswirtschaft des Deutschen Reichs nicht. Hohen staatlichen Ausgaben für die Kolonien standen die Profite weniger Privatunternehmer gegenüber. Und so mancher Nachfahre profitiert bis heute.
Haben die Niederlande noch Überseegebiete?
Nur der Teil der Niederlande in Europa gehört zum Gebiet der Europäischen Union. Aruba, Curaçao, Sint Maarten und die BES-Inseln sind aus Sicht der EU sogenannte "überseeische Länder und Gebiete" ('pays et territoires d'outre-mer').
Wie heißt Deutsch-Ostafrika heute?
In Deutsch-Ostafrika (heute: Tansania, Ruanda, Burundi) gelegen, symbolisierte der Kilimandscharo die von Deutschland angestrebte Weltgeltung nach dem Wettlauf um die Aufteilung des "schwarzen Kontinents".
Welche ist die kleinste bewohnte Nordseeinsel in Deutschland?
Gröde-Appelland: Kleinste bewohnte Hallig im nordfriesischen Wattenmeer. Die Insel Gröde-Appelland ist eine Hallig in Nordfriesland im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. 2020 zählt die 2,52 Quadratkilometer kleine Insel elf Einwohner, was sie zur kleinsten selbstständigen Gemeinde Deutschlands macht.
Hat Deutschland immer noch Kolonien?
Seit mehr als hundert Jahren hat Deutschland keine Kolonien mehr. Doch die deutsche Kolonialzeit ist in vielen ehemaligen Kolonien bis heute sichtbar. Und auch in Deutschland finden sich noch Spuren des Kolonialismus.
Welche war die größte Kolonie der Welt?
Die größte Kolonialmacht war im 19. Jahrhundert das Vereinigte Königreich. Das britische Weltreich ("British Empire") umfasste ein Fünftel der Erde und ein Viertel der Weltbevölkerung. Am kolonialen Wettlauf waren außerdem zahlreiche weitere Länder beteiligt, u.a. die Niederlande, Frankreich, Belgien und Italien.
Welches Land wurde nie kolonisiert?
Äthiopien wurde als einziges afrikanisches Land nie kolonialisiert, darauf ist das Volk sehr stolz.
Welche Überseegebiete hat Deutschland?
Deutsche Kolonien umfassten vor dem Ersten Weltkrieg Gebiete wie Deutsch-Ostafrika (heute Tansania, Ruanda, Burundi), Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia), Kamerun, Togo, Deutsch-Neuguinea (heute Teil von Papua-Neuguinea, Salomonen und anderen Pazifikinseln), Kiautschou (heute Teil von China) und Samoa.
Hat Portugal noch Überseegebiete?
Derzeit gibt es neun Gebiete in äußerster Randlage: fünf französische Überseedepartements: Martinique, Mayotte, Guadeloupe, Französisch-Guayana und Réunion, ein französisches Überseegebiet: Saint-Martin, zwei portugiesische autonome Regionen: Madeira und die Azoren.
Welche Überseegebiete sind nicht inbegriffen?
*Überseegebiete sind nicht inbegriffen, insbesondere: - Niederlande: Bonaire, Sint Eustatius, Saba, Aruba, Curacao, Sint Maarten. - Frankreich: Franz. Guayana, Guadeloupe Martinique, Mayotte, Réunion, Saint-Martin, Saint Barthélemy, Saint-Pierre et Miquelon, Wallis et Futuna, Französisch Polynesien, Neukaledonien.
Warum hat Deutschland seine Kolonien verloren?
Mit dem Inkrafttreten des Versailler Vertrages im Januar 1920 verlor Deutschland alle Kolonien. Dies wurde begründet mit „Deutschlands Versagen auf dem Gebiet der kolonialen Zivilisation“: Deutschland habe den von ihm beherrschten Gebieten keinen Fortschritt, sondern vor allem Krieg und Zwangsarbeit gebracht.
War Deutschland die drittgrößte Kolonialmacht?
Nach Fläche bemessen verfügte Deutschland im Jahr 1914 über das drittgrößte Kolonialreich nach Großbritannien und Frankreich. Es umfasste unter anderem Teile der heutigen Staaten Burundi, Ruanda, Tansania, Namibia, Kamerun, Togo, Ghana, China, Papua-Neuguinea sowie mehrere Inseln im Westpazifik.
Hat Deutschland vom Kolonialismus profitiert?
Deutschland habe insgesamt stark vom kolonialen Handel profitiert, auch jenseits der eigenen besetzten Gebiete. Dort wiederum hatte die deutsche Kolonialherrschaft oft sehr negative wirtschaftliche Folgen.