Zuletzt aktualisiert am 10. März 2026
Im Wald dürfen Bäume das ganze Jahr über gefällt werden. Das Landesforstgesetz NRW gibt da keine Einschränkung vor. Das ist also anders als bei Bäumen in der Stadt oder Hecken in der freien Landschaft, wo das Bundesnaturschutzgesetz das Fällen und Schneiden von März bis Ende September stark einschränkt.
Wann dürfen Waldbesitzer Bäume fällen?
Kurzfassung Fällung von März bis Oktober
Sämtliche Baumpflegemaßnahmen (schonende Form- und Pflegeschnitte, Sondermaßnahmen gemäß ZTV-Baumpflege, Fällungen) können grundsätzlich das ganze Jahr durchgeführt werden, sofern kein Landesrecht, keine Baumschutzsatzung oder keine naturschutzrelevanten Punkte dagegen sprechen.
Wann darf ein Baum ohne Genehmigung gefällt werden?
In der Regel dürfen Obstbäume, Nadelbäume und Laubbäume mit einem Stammumfang von weniger als 60 bis 80 Zentimetern (gemessen in einem Meter Höhe) ohne Genehmigung gefällt werden. Die Regelungen der Bundesländer und Kommunen unterscheiden sich allerdings im Detail.
Wie lange darf man Bäume im Frühjahr fällen?
Im Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September eines jeden Jahres ist es verboten, Gehölze zu beseitigen oder auf den Stock zu setzen. Es bestehen jedoch Ausnahmen, die Maßnahmen auch außerhalb des Zeitraumes rechtfertigen können.
Was darf ich in meinem eigenen Wald machen?
Ausschließlich zur Erholung dürfen Menschen Ihren Wald betreten. Das bedeutet auch, dass sie für den Eigenbedarf Schmuckreisig oder Pilze sammeln können. Dennoch dürfen Sie, beispielsweise für die Holzerntemaßnahmen Ihren Wald auch für kurze Zeit absperren und somit das freie Betretungsrecht einschränken.
Darf Mann Bäume fällen? Waldfragestunde
Welche Verpflichtungen haben Waldbesitzer?
Waldbesitzende haben die Pflicht, ihren Wald im Rahmen der Zweckbestimmung nach anerkannten forstlichen Grundsätzen so zu bewirtschaften und zu pflegen, dass die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Walds unter Berücksichtigung der langfristigen Wachstumszeiträume stetig und auf Dauer erbracht wird (§ 11 Abs.
Ist es erlaubt, in seinem eigenen Wald zu wohnen?
Laut deutschem Baugesetzbuch (BauGB) gilt, dass bauliche Veränderungen im Außenbereich grundsätzlich nicht erlaubt sind. Da der Bau einer Hütte im Wald eine solche bauliche Veränderung im Außenbereich darstellt, ist auch dieser nicht erlaubt.
Wann darf ich mit der Motorsäge im Wald arbeiten?
Mit dem Frühling beginnt auch die Fortpflanzungszeit der heimischen Tierwelt und die gilt es zu schützen. Gebüsche, Hecken und andere Gehölze dürfen dann nicht mehr stark zurückgeschnitten werden, diese Arbeit sollte am besten in den Monaten November bis Februar erledigt werden.
Welche Genehmigung ist zum Fällen eines Baumes erforderlich?
Möchten Sie einen Baum fällen, müssen Sie in beinahe jedem Fall eine Genehmigung beantragen, egal ob der Baum geschützt ist oder nicht. Des Weiteren schützen Bundesländer in der Regel Laub- und Nadelbäume mit einem Stammumfang von zirka 60 bis 80 cm. Häufig sind Obstbäume von dieser Regelung ausgenommen.
Ist es erlaubt, Bäume von oben zu fällen?
Für das Fällen von oben benötigst du je nach Höhe eine Hebebühne. Alternativ kann auch ein erfahrener Baumkletterer den Baum Stück für Stück absägen. Bei dieser Technik sägst du den Baum unten am Stamm ab und bringst ihn der Länge nach zu Fall. Die Fallrichtung wird durch den Fallkerb bestimmt.
Haben alte Bäume Bestandsschutz?
Auch ein alter Baum genießt gewissermaßen Bestandsschutz, wenn der Baum nur alt genug ist, es sei denn der Baum muss aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden. Bei Bäumen beträgt die Verjährungsfrist gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 Nachbarrechtsgesetzt BW zehn Jahre.
Was kostet es, eine 20 m hohe Fichte zu fällen?
Als Richtwert gelten bei einem durchschnittlichen, 20 Meter hohen Baum folgende Preise: Das reine Fällen schlägt mit 400 bis 800 Euro zu Buche. Dabei fällt und zerlegt der Fachmann den Baum von oben; zusätzlich entsorgt er Kleinholz.
Bis wann darf man Holz aus dem Wald holen?
Gesammelt werden darf das Holz nur, wenn die Erlaubnis der Gemeinde dazu vorliegt. Und diese gibt es in Form eines Sammelscheins. Den Schein kann man beim zuständigen Forstamt oder der Gemeindeverwaltung beantragen. Er ist in der Regel zwischen einem Monat und einem Jahr gültig.
Was passiert, wenn ich einen Baum ohne Genehmigung fälle?
Wenn Sie ohne Genehmigung dennoch einen Baum auf Ihrem Privatgrundstück fällen, riskieren Sie Bußgelder bis zu 100.000 Euro.
Ist es verboten, den schwarzen Kiefer zu schneiden?
Ein Mann darf überhängende Äste der Schwarzkiefer seines Nachbarn abschneiden. Das hat der BGH entschieden. Doch der jahrelange Streit dürfte damit noch nicht zu Ende sein. Der Bundesgerichtshof ist Deutschlands oberstes Gericht der sogenannten ordentlichen Gerichtsbarkeit, hier werden wegweisende Urteile gefällt.
Wie lange darf man im eigenen Wald Bäume fällen?
Erlaubt ist das Fällen eines Baumes von Oktober bis einschließlich Februar. In den übrigen Monaten ist es laut Bundesnaturschutzgesetz verboten. Das gilt auch in Gemeinden, die keine Baumschutzsatzung verabschiedet haben. Diese Regelung sorgt dafür, dass brütende Vögel ihren Nachwuchs ungestört aufziehen können.
Ist es illegal, Bäume im Wald zu fällen?
Wenn der Stammumfang einen bestimmten Durchmesser hat, ist das Fällen verboten. In der Regel beträgt dieser 80 Zentimeter in einer Höhe von 1 Meter über dem Boden. Wer ohne Genehmigung einen Baum fällt macht sich strafbar und kann mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro belegt werden.
Ist es erlaubt, Bäume auf meinem eigenen Grundstück zu fällen?
Meist findet man folgende Vorgaben: Bäume ab einem Stammumfang von 80 Zentimetern, gemessen ein Meter über der Erde, dürfen nicht ohne Genehmigung gefällt werden. Wer widerrechtlich alte Bäume auf seinem Grundstück fällt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen.
Ist es erlaubt, Holz im Wald zu sägen?
Keinesfalls sollten Sie auf gut Glück in den Wald gehen, um Brennholz zu sägen oder gar Bäume zu fällen. Tun Sie es trotzdem, machen Sie sich des Diebstahls schuldig. Wenden Sie sich stattdessen an den Förster vor Ort, der Ihnen sagen kann, wo Sie ihr eigenes Brennholz schlagen dürfen.
Bis wann ist Säge erlaubt?
Nach dem HmbLärmSchG dürfen in Gebieten, in denen das Wohnen nach planungsrechtlichen Vorschriften allgemein zulässig ist, grundsätzlich in der Zeit von 20 bis 7 Uhr keine Arbeiten mit Werkzeugen oder Geräten durchgeführt werden, die geeignet sind, die Nachtruhe unbeteiligter Dritter zu stören.
Ist ein Kettensägenkurs für Waldbesitzer Pflicht?
Solange Du lediglich im eigenen Hof und Garten mit der Kettensäge hantierst, brauchst Du prinzipiell noch keinen Kettensägenschein. Willst Du jedoch im Wald Bäume fällen oder Brennholz sägen, ist der Kettensägenschein Pflicht. Sobald Du die Kettensäge in öffentlich frei zugänglichen Wäldern nutzt, brauchst Du ihn.
Ist es erlaubt, im Wald eine Hütte zu bauen?
Das bauen eines einfachen „Trapperbettes“ aus Laub oder Pflanzenmaterial ist grundsätzlich bitte nicht von lebenden Pflanzen und Bäumen zu nehmen! Das bauen von festen Unterkünften/Shelter sind nur auf Privaten Gelände mit Zustimmung des Waldbesitzers möglich – in der freien Natur nicht!
Wann wird Wald zu Bauland?
Eine Umwandlung von Wald in eine andere Nutzungsart (Bauland) ist i.S.d. § 8 NWaldLG nach einer vollständigen Rodung jedenfalls dann erfolgt, wenn zugleich die Absicht der Bebauung durch Beantragung eines Bauvorbescheides dokumentiert ist.
Ist es illegal, im Wald zu übernachten?
Grundsätzlich gilt: Wildcampen ist in Deutschland verboten. Darunter versteht man das Übernachten im Zelt, Camper, Wohnmobil, Dachzelt oder ähnlichem an Orten in der Natur, die nicht als Campingmöglichkeit benannt sind und dir nicht gehören. Das bloße Lagern, um etwa eine Rast einzulegen, fällt nicht darunter.