Zuletzt aktualisiert am 26. Februar 2026
Haben Sie in Ihrer gekündigten Wohnung keine Schäden verursacht und bestehen keine Mietrückstände, muss Ihnen der Vermieter die Kaution auf das Konto Ihrer Wahl zurückzahlen. Sollte er die Rückzahlung ohne triftigen Grund verweigern, können Sie ihm schriftlich eine Frist zur Rückzahlung setzen.
Wann wird eine Kaution zurück gezahlt?
Rückzahlung der Mietkaution
Eine gesetzliche Regelung, wann das geschehen muss, gibt es nicht. Gerichte gestehen Vermieterinnen und Vermietern meist bis zu sechs Monate zu – in Ausnahmefällen bis zu zwölf. Innerhalb dieser Frist prüfen sie, ob noch Ansprüche bestehen.
Wann wird die Kaution zurückerstattet?
Die Kaution wird zurückerstattet, wenn ein Freispruch ergeht oder das Verfahren eingestellt wird. Außerdem wird die Kaution freigegeben, wenn der Haftbefehl aufgehoben oder die Untersuchungshaft doch vollstreckt wird. Die Kaution wird auch zurückgegeben, wenn die Strafe oder der Haftbefehl vollstreckt wird.
Wie viel Geld darf der Vermieter von der Kaution einbehalten?
Ein Einbehalt wegen noch abzurechnender Nebenkosten ist zulässig. Die Vermieterseite darf bei Mietende aber nicht die gesamte Kaution, sondern allenfalls für jeweils 3 bis 4 Monate Mietzeit einen Betrag in Höhe von einer monatlichen Vorauszahlung einbehalten (AG Hamburg, 47 C 1373/95, Urteil v. 27.2.1996).
Ist eine Teilauszahlung der Kaution möglich?
Die Teilauszahlung als möglicher Kompromiss
Eine Teilauszahlung der Mietkaution könnte somit ein Kompromiss darstellen, wenn es darum geht die Kaution auszubezahlen. So kann man die potentiellen Ansprüche des Vermieters gegen die Mietsicherheit gegen rechnen und bereits einen Teil dem Mieter wieder zurück zahlen.
Mietkaution - In welcher Frist muss der Vermieter die Kaution auszahlen?
In welchen Fällen bekommt man die Kaution nicht wieder?
Gründe für das Einbehalten: Kaution kann für Mietschulden, Nebenkosten, Schäden und vertraglich festgelegte Schönheitsreparaturen einbehalten werden.
Was kann man alles von der Kaution abziehen?
- Nicht gezahlte Miete.
- Nicht gezahlte Nebenkosten.
- Schönheitsreparaturen oder Schadensersatz wegen. nicht erfolgter Schönheitsreparaturen.
- Schadensersatz wegen Beschädigung der Mietsache.
- Nachzahlung nicht beglichener Betriebskosten.
Kann der Vermieter Reparaturen von der Kaution abziehen?
Vermieter können auch nach sechs Monaten Schäden von Kaution abziehen. Schäden an der Mietsache können eigentlich nur binnen sechs Monaten nach Vertragsende gerügt werden. Vermieter können sich ihr Geld für eine Reparatur aber auch danach vom Mieter wiederholen – über die Kaution.
Kann ich die Mietkaution an meinen Vermieter überweisen?
Die Barkaution als Kautionshinterlegung
Am gängigsten ist hierbei die Barkaution, bei der der Mieter die vereinbarte Mietkaution auf das Konto des Vermieters überweist oder ihm den Betrag bar gibt. Dies muss entweder im Mietvertrag oder mit einer schriftlichen Bestätigung beider Parteien dokumentiert werden.
Wie hoch sind die Zinsen auf einer Mietkaution?
Die Zinsen stehen Ihnen, dem Mieter, Aktuell ist am Ende des Mietverhältnisses jedoch nicht mit großen Zinszahlungen zu rechnen. Lediglich magere 0,2-0,8% können derzeit mit dem Anlegen der Mietkaution erwirtschaftet werden.
Was kann ich tun, wenn mein Vermieter die Kaution nicht zurückzahlen möchte?
Du kannst eine Anwältin oder einen Anwalt einschalten oder die Rückzahlung der Kaution über das Amtsgericht einklagen. Das Gericht wird dann prüfen, ob der Einbehalt der Kaution gerechtfertigt ist. In der Regel steht die Rechtslage auf der Seite von Mieter:innen, wenn keine offenen Forderungen oder Schäden vorliegen.
Ist es normal, die Kaution bar zu bezahlen?
Eine Barzahlung ist jedoch möglich. Wenn Mieterin:innen die Mietkaution in bar zahlen möchten, sollte sie auf eine Quittung bestehen. Damit weist die vermietende Person nach, dass sie die Mietkaution erhalten hat. Nur so kann der oder die Mieter:in sichergehen, dass die Zahlung der Kaution in bar seriös ist.
Wann muss der Vermieter die Mietkaution freigeben?
Grundsätzlich gilt bei dieser Frage: Der Vermieter muss die Mietkaution mit dem Auszug zurückzahlen bzw. sein Einverständnis dazu erklären, soweit er keine berechtigten Forderungen geltend macht. Es gibt das Prinzip, dass nur beide Parteien über ein Mietkautionskonto zusammen verfügen können.
Kann der Vermieter nach meinem Auszug mehr Geld als die Kaution verlangen?
Ja, klar. Ganz klar, z.B. wenn du die Wohnung zerstörst, können sie dich definitiv nach mehr Geld fragen als deine Kaution.
Wie lange hat der Vermieter Zeit für die Nebenkostenabrechnung nach Auszug?
In § 556 BGB wird nicht nur die Höchstgrenze für den Abrechnungszeitraum juristisch festgelegt, sondern auch die Frist, bis wann die Nebenkostenabrechnung zugestellt werden muss. Diese beträgt ebenfalls maximal 12 Monate und muss bis zum Ablauf des zwölften Monats dem Mieter schriftlich vorliegen.
Was muss der Vermieter mit der Kaution machen?
Das Wichtigste in Kürze. Mietkaution: Vermieter sind gesetzlich verpflichtet, die Mietkaution verzinst anzulegen. Nach Auszug der oder des Mietenden wird die Kaution inklusive Zinsen zurückgezahlt, sofern keine Schäden oder Mietrückstände vorliegen.
Wie lange hat der Vermieter Zeit, die Kaution zurück zu zahlen?
Wie lange sich der Vermieter Zeit lassen kann, ist immer vom Einzelfall abhängig, normalerweise sind es jedoch drei bis sechs Monate. Danach verjähren die Ansprüche, wenn der Vermieter sie nicht geltend macht. Dann muss er die Mietkaution auszahlen (§ 548 BGB).
Was passiert mit der Kaution, wenn der Vermieter wechselt?
Von wem erhalten Mieter bei Auszug ihre Kaution zurück, wenn in der Zwischenzeit ein Eigentümerwechsel stattfand? Grundsätzlich gilt, dass die Mietkaution auf den neuen Vermieter übergeht und somit auch die Verpflichtung, die geleistete Kaution an den Mieter zurückzuzahlen.
Ist die Schlüsselübergabe gegen Kaution erlaubt?
Die Zahlung der gesamten Kaution vor der Schlüsselübergabe ist nicht erforderlich. Der Vermieter darf lediglich die Zahlung der ersten Rate der Kaution zur Bedingung für die Schlüsselübergabe machen. Wenn der Mieter die erste Rate der Kaution nicht zahlt, darf der Vermieter die Übergabe der Schlüssel verweigern.
Was darf der Vermieter nicht von der Kaution abziehen?
Vermieter dürfen die Mietkaution nur unter bestimmten Umständen einbehalten – dazu zählen beispielsweise verursachte Schäden am Mietobjekt, fehlende Schönheitsreparaturen oder ausstehende Mietzahlungen. Auch offene Nebenkosten können ein Grund sein, die Kaution nur teilweise zurückzuhalten.
Was gilt als normale Abnutzung einer Mietwohnung?
Für die normale Abnutzung ist der Mieter nicht verantwortlich. Die normale Abnutzung wird als gewöhnlicher Verschleiß angesehen, der durch den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache entsteht. Hierzu zählen beispielsweise leichte Gebrauchsspuren an Böden, Wänden oder Möbeln, die im Laufe der Zeit entstehen können.
Welche Mängel können von der Kaution abgezogen werden?
Dazu zählen ausstehende Mieten, unbezahlte Nebenkosten sowie künftig erwartete Nachzahlungen für Nebenkosten. Außerdem können Kosten für Mängel oder vom Mieter verursachte Schäden an der Mietwohnung, die über übliche Gebrauchsspuren hinausgehen, mit der Kaution verrechnet werden.
Wie lange nach Auszug kann der Vermieter Mängel geltend machen?
Wenn Sie als Mieter ausziehen, sollten Sie bedenken, dass Ihr Vermieter ab dem Zeitpunkt der Wohnungsübergabe sechs Monate Zeit hat, um Ansprüche wegen Schäden geltend zu machen. Als Vermieter müssen Sie innerhalb dieser Frist handeln, um Ihre Ansprüche zu sichern.
Können Nebenkosten von der Kaution abgezogen werden?
In der Regel kann die Kaution bis zur Fälligkeit zurückgehalten und dann mit der entstandenen Summe verrechnet bzw. aufgerechnet werden. So ist es durchaus möglich, dass Vermieter die Kaution für die Nebenkosten einbehalten, bis die Abrechnung vorliegt. Das ist bis zu zwölf Monate nach dem Abrechnungszeitraum möglich.
Kann der Vermieter die Kaution behalten, wenn Schimmel entdeckt wird?
Wird beim Auszug Schimmel entdeckt, kann der Vermieter die Kaution einbehalten, wenn der Mieter dort ein großes Möbelstück dicht an der Wand stehen hatte oder die Räume nicht ausreichend beheizt und belüftet hat.