Zuletzt aktualisiert am 22. April 2026
Häufigkeit von Thrombosen in der Chirurgie Schätzungsweise käme es bei rund einem Viertel aller chirurgischen Patient*innen zu Blutgerinnseln in den Gefäßen, wenn vor und nach einer Operation keine Medikamente zur Verhinderung einer Thrombose verabreicht würden.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose nach einer Operation?
Selbst sechs Wochen nach einer OP ist das Thromboembolie-Risiko noch um das 70-fach erhöht, nach 12 Wochen um das 20-fache. Danach nimmt es zwar stetig ab, ist aber trotzdem selbst nach 12 Monaten noch um das 4-fache erhöht.
Wie bemerkt man eine Thrombose nach einer OP?
- ziehende oder krampfartige Schmerzen (ähnlich wie bei einem Muskelkater)
- bei Druck auf die betroffene Stelle verstärken sich die Schmerzen.
- Hautveränderungen: blau-rötlich glänzende Haut, hervortretende Adern.
- Schwellungen.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, eine Thrombose zu bekommen?
Jedes Jahr erkranken in Deutschland ein bis zwei pro 1.000 Personen neu an einer Thrombose. Das müsste nicht sein. Gefäßverschlüsse lassen sich vermeiden: durch gesundheitsbewusstes Verhalten. Prävention ist vor allem für jene Menschen wichtig, die unter einem angeborenen Thromboserisiko leiden.
Wie vermeidet man Thrombose nach einer OP?
Um eine Thrombose nach einer OP zu verhindern, erhalten Krankenhauspatienten in der Regel die sogenannten Thrombosestrümpfe (auch „Kompressionsstrümpfe“ genannt) und Spritzen gegen Thrombose. Doch das frühe Aufstehen kann in vielen Fällen ebenfalls zur Thromboseprophylaxe nach einer OP zählen.
Verständlich erklärt: Was ist eine Thrombose?
Wie schnell nach OP Thrombose?
Fast die Hälfte aller Thrombosen (VTE – venous thromboembolism) entwickeln sich innerhalb einer Woche nach dem chirurgischen Eingriff.
Wie viel muss man sich bewegen, um keine Thrombose zu bekommen?
Führen Sie alle 2 Stunden 20 Wiederholungen durch, d.h. pro Tag mindestens 30 Minuten Bewegungsübungen mit den Beinen. Vorsicht: Wie Sie sich bewegen dürfen, richtet sich nach den Vorgaben einer Fach- person (Arzt, Pflegefachperson, Physiotherapeut).
Kann man eine Thrombose vorher merken?
Oftmals verläuft eine Thrombose vollkommen unbemerkt und wird erst an einer Folgeerscheinung wie der Lungenembolie erkannt. Um lebensbedrohlichen Folgen und Komplikationen einer Thrombose vorzubeugen gilt daher: Sprechen Sie schnellstmöglich mit Ihrem Arzt, falls Sie derartige Thrombosezeichen erkennen.
Welche Sofortmaßnahmen gibt es bei einer Thrombose?
Die Kompression und das Hochlagern des Beins gehören zu den wichtigsten Sofortmaßnahmen bei einer Thrombose. Durch das Hochlagern kann ein Blutstau verringert werden, was die Durchblutung verbessert und das Risiko weiterer Komplikationen senkt.
Wie lange dauert es, bis eine Thrombose entsteht?
Dies kann durch die beengte Sitzhaltung, das Überschlagen der Beine oder die inaktive Wadenmuskelpumpe verstärkt werden. Symptome wie Kribbeln, Ziehen, schwere und geschwollene Füße oder Beine können auf ein erhöhtes Thromboserisiko hinweisen. Eine Thrombose kann bis zu 2 Wochen nach einer längeren Reise auftreten.
Kann eine Thrombose von selbst heilen?
Oft bleibt die Venenthrombose aber auch unbemerkt und der Körper löst das Blutgerinnsel selbst wieder auf. Eine Thrombose ist immer ein Notfall, bei dem Sie sofort ärztlichen Rat einholen müssen!
Habe ich einen Thrombose-Test?
Übe leichten Druck auf die Wade aus. Treten dabei Schmerzen oder ein stechendes Gefühl auf, könnte dies auf eine Thrombose hinweisen. Messen mit einem Maßband den Umfang beider Waden. Ein Unterschied von mehr als 3 cm zwischen den Waden kann ein Warnsignal sein, dass Du nicht ignorieren solltest.
Kann man trotz Thrombose operiert werden?
Reicht die Thrombose über die Leistenregion hinaus ins Becken, kann eine operative Therapie sinnvoll sein. Dabei wird über einen kurzen Leistenschnitt die tiefe Vene freigelegt und mit einem Ballonkatheter die Gerinnsel geborgen.
Wie erkenne ich eine Thrombose nach einer OP?
Die Symptome einer TVT können variieren, aber zu den häufigsten gehören Schwellungen, Schmerzen, Verfärbungen oder Empfindlichkeit in einem Bein, insbesondere in der Wade oder im Bereich des Knies. Dies kann sich anfühlen wie ein dumpfer, drückender Schmerz oder ein unangenehmes Druckgefühl.
Kann man trotz Thrombosespritzen eine Thrombose bekommen?
Trotz Prophylaxe erleiden manche Patienten nach Hüft- oder Kniegelenkersatz eine Thrombembolie, belegen aktuelle Studien. Die Zahlen sind im Vergleich zu früheren Erhebungen aber deutlich gesunken.
Wie kündigt sich eine Lungenembolie an?
Die wichtigsten Warnzeichen sind plötzlich oder schleichend einsetzende Atemnot, manchmal kommt es auch zu atemabhängigen Schmerzen in der Brust. Allerdings geht oft einer Lungenembolie eine Beinschwellung oder eine Phase mit Immobilisation oder entzündlicher Krankheit voraus.
Wie lange ist das Thromboserisiko nach einer Operation noch erhöht?
Empfohlene Thromboseprophylaxe sollte neu bewertet werden
Sechs Wochen nach einem operativem Eingriff nehme das Risiko, eine Lungenembolie zu entwickeln, zwar deutlich ab; allerdings sei die Gefahr auch danach nicht zu vernachlässigen. Das gelte insbesondere für orthopädische Eingriffe und für die Gefäßchirurgie.
Was darf man bei einer Thrombose nicht machen?
- Lagern Sie die Extremität hoch. So kann das Blut wieder besser zurückfließen.
- Bewegen Sie die betroffene Extremität so wenig wie möglich.
- Schlagen Sie die Beine nicht übereinander. Das stört den Blutstrom.
- Vermeiden Sie Anstrengungen.
Kann Aspirin Thrombose auflösen?
Als Hemmstoff der Blutgerinnung wird ASS daher bei Personen mit erhöhtem Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) eingesetzt – allein oder in Kombination mit anderen Medikamenten. Dazu gehören z.B. Personen mit koronarer Herzkrankheit, speziell nach Wiedereröffnung eines Blutgefäßes.
Welche drei Hauptursachen begünstigen eine Thrombose?
- Unfallbedingte Verletzungen.
- Operative Eingriffe,
- Bettruhe bzw. ...
- Ruhigstellung eines Beins (Schiene, Gips)
- Innere Erkrankungen (Krebs, Herzschwäche oder Vorhofflimmern und/oder deren Therapien)
- Entzündungen.
Warum sind meine Venen auf dem Handrücken plötzlich stark sichtbar?
Der Alterungsprozess der Haut im Handbereich wird durch Umwelteinflüsse und Sonneneinwirkung beschleunigt. Die Kollagen- und Elastinfasern, die Hyaluronsäure und das Unterhautfett nehmen kontinuierlich ab. Im Verlauf des Lebens treten dann die blauen Venen und Sehnen auf dem Handrücken prominenter hervor.
Wo tritt Thrombose am häufigsten auf?
Am häufigsten treten Thrombosen aber in den Venen der Beine oder im Becken auf. Der Grund liegt hauptsächlich darin, dass das Blut von unten aus den Beinen bzw. dem Bauch entgegen der Schwerkraft zum Herzen hochgepumpt werden muss und hier die Gefahr eines Blutrückstaus in den Venen besonders groß ist.
Wie vermeide ich Thrombose nach einer OP?
Nach Operationen ist das Risiko für die Entstehung von Blutgerinnseln erhöht. Besonders bei orthopädischen Eingriffen oder bei Krebspatient*innen werden vorbeugende Maßnahmen empfohlen. Zu der Thromboseprophylaxe gehören Bewegung, blutverdünnende Medikamente und seltener auch Kompressionsstrümpfe.
Wie beginnt eine Thrombose?
Thrombosen der tiefen Beinvenen entstehen am häufigsten am Unterschenkel. Hier können anhaltende, untypische Schmerzen, meist in der Wadenmuskulatur, das erste Symptom darstellen. Wenn die Thrombose wächst, was sie oft sprunghaft macht, und den Abfluss aus größeren Venen beeinträchtigt, tritt eine Schwellung hinzu.
Was tun gegen Thrombose im Flugzeug?
Jeder sollte während des Flugs viel trinken (wenig Alkohol), aufstehen und herumlaufen, auch im Sitzen Bewegungsübungen machen. Bei mittlerem Risiko empfehlen sich Stützstrümpfe, bei hohem Risiko zusätzlich eine subkutane Injektion von Heparin. Heparin ist als Fraxiparin in der Regionalarztpraxis erhältlich.