Zuletzt aktualisiert am 9. Februar 2026
An Silvester 2002 wird dort eine kommerziell betriebene, 30 Kilometer lange Strecke eingeweiht, auf der seitdem die deutsche Transrapid-Technologie zum Einsatz kommt. In der Spitze fährt der Transrapid, der dort Magev heißt, 430 Kilometer pro Stunde und braucht für die rund 30 Kilometer etwas mehr als sieben Minuten.
Welcher Zug fährt 600 km/h?
Japanischer Maglev: Der schnellste Zug der Welt
Der Zug erreichte eine Geschwindigkeit von 603 Kilometern pro Stunde.
Warum fährt der Transrapid nicht mehr?
Grund: Zweifel an der Wirtschaftlichkeit. Die knapp 40 Kilometer lange Münchner Strecke war die letzte deutsche Hoffnung der Transrapid-Hersteller. Sie sollte als Referenzprojekt dienen und die Exportchancen der Magnettechnik erhöhen.
Wie schnell wäre der Transrapid geplant?
Der Transrapid in Shanghai beschleunigt sechs bis zehnmal schneller als ein ICE. Nach drei Minuten erreicht er seine Höchstgeschwindigkeit von 430 km/h, die er nur 20 Sekunden halten kann, bevor er abbremsen muss. Die Fahrzeit dauert rund acht Minuten. Zum Vergleich: Eine Fahrt mit dem Taxi dauert 45 Minuten.
Warum wurde der Transrapid in München nicht gebaut?
Der Bund und der Freistaat Bayern haben am 27. März 2008 nach einem Gespräch mit Vertretern der Industrie mitgeteilt, dass das Projekt Transrapid München wegen erheblicher Preissteigerungen nicht realisiert werde.
603 km/h: Japanische Magnetschwebebahn stellt neuen Weltrekord auf
Wie viel kostet ein Kilometer Transrapid?
Die Kosten für Betriebsleittechnik, vergleichbar mit Signalanlagen bei der Eisenbahn, werden von der Magnetschnellbahn-Planungsgesellschaft mit rund 1 Mio. DM pro Kilometer angegeben. Bei Eisenbahn-Neubaustrecken werden hierfür 2,8 Mio. DM veranschlagt.
Wo fuhr der Transrapid in Deutschland?
Die Transrapid-Versuchsanlage Emsland liegt im Emsland zwischen den Städten Papenburg im Norden und Meppen im Süden sowie östlich der Gemeinden Dörpen im Norden und Lathen im Süden. Wenige Kilometer westlich fließt die Ems an der Anlage vorbei.
Ist jemals ein Magnetschwebebahn-Zug verunglückt?
Am 22. September 2006 kollidierte ein Transrapid-Magnetschwebezug (oder „Maglev“) mit einem Wartungsfahrzeug in der Nähe von Lathen, Deutschland. Dabei kamen 23 Menschen ums Leben, elf wurden verletzt . Es war der erste tödliche Unfall mit einem Magnetschwebezug.
Wie laut ist der Transrapid?
110 dB: Kreissäge 100 dB: Autohupe 90 dB: LKW in 5m Abstans 70 dB: Normaler Straßenverkehr 60 dB: Normales Gespräch 50 dB: Leise Radiomusik 30 dB: Flüstern 20 dB: Ticken einer Uhr 10 dB: Computer 120 dB: Preßlufthammer in 5m Abstand Bei einer Erhöhung um etwa zehn Dezibel verdoppelt sich der Lärm.
Kann ein ICE 500 km/h fahren?
ICE, der Schnellzug der Deutschen Bahn
Der ICE ist das Flaggschiff des Fernverkehrs in Deutschland und erreicht zwischen 200 und 300 km/h.
Ist der TGV schneller als der ICE?
Dezember 1989 verpasste der TGV dem ICE einen Dämpfer – im übertragenen Sinne: Bei der offiziellen Versuchsfahrt flitzte er mit 482,6 km/h über die Schienen – das war schon 76 km/h schneller als der bisherige Rekord-ICE. Kurz darauf, am 17. Mai 1990, brachte der TGV-Atlantique sogar 515,3 km/h auf den Tacho.
Kann ein Zug 1000 km/h fahren?
Hyperloop-Zug soll mit 1.000 km/h fahren
Chinas staatliche Eisenbahngesellschaft will ab 2025 etwa den neuen Zug CR450 einsetzen, der im Regelbetrieb mit einer Geschwindigkeit von 400 km/h unterwegs sein soll (die futurezone berichtete). Mit Magnetschwebebahnen ist man noch schneller.
Welche Magnetbahn ist die schnellste der Welt?
Als aktuell schnellster Zug gilt laut Guinness Buch der Rekorde die japanische Magnetschwebebahn L0, die auf einer Teststrecke eine Geschwindigkeit von 603 km/h erreichen konnte. Die Rekordfahrt fand 2015 mit 49 Angestellten des Unternehmens an Bord statt.
Warum gibt es keine Magnetschwebebahn in Deutschland?
Wegen eines vergessenen Gerätewagens auf der Transrapid-Teststrecke bei Lathen im Emsland ereignete sich ein Unglück mit mehreren Todesopfern. Alle deutschlandweiten Forschungen und Projekte wurden daraufhin eingestellt, die Teststrecke stillgelegt.
Welcher ICE ist der schnellste in Deutschland?
ICE 3: Der Schnelle
Der ICE 3 setzte bei seiner Inbetriebnahme ab dem Jahr 2000 mit einer regelmäßigen Spitzengeschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometern neue Maßstäbe. Damit ist der ICE 3 Deutschlands schnellster Zug und insbesondere für ICE-Linien über die Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln - Rhein/Main geeignet.
Warum ist der Transrapid gescheitert?
Im Juli 2020 platzte der deutsche Hochgeschwindigkeitstraum von der Magnetschwebebahn Transrapid. Kurz vor dem Spatenstich für die Strecke Hamburg–Berlin wurde das Milliardenprojekt gestoppt. Heute gilt der Transrapid als Symbol für ein gescheitertes Zukunftsversprechen.
Warum gibt es keinen Transrapid mehr?
Abgesagt wurde der Transrapid im Februar 2000, weil der Geschäftsführer der DB Mehdorn keinen Bedarf am Transrapid sah, da der Zeitvorteil zu gering sei und die prognostizierten Passagierzahlen von 40.000 Reisenden täglich damals zu hoch erschienen.
Wie wird der Transrapid beschleunigt?
Das Antriebssystem
Der Antrieb des Transrapid erfolgt durch einen Linearmotor (genauer: synchroner Stator-Linearmotor). In den grün gezeichneten Elektromagneten (Statorspulen), die in Dreierpaketen längs des Fahrwegs angebracht sind, wird ein magnetisches Wanderfeld erzeugt, das sich längs des Fahrweges ausbreitet.
Wer hat den Transrapid gekauft?
Nach der endgültigen Absage an die Transrapid-Technik in Deutschland und dem Aus für die Teststrecke im Emsland haben Kempers Nachfahren den letzten in Deutschland gebauten Transrapid gekauft.
Wie hoch sind die Kosten pro Kilometer für eine Magnetschwebebahn?
In der Machbarkeitsstudie für das Bundesverkehrsministerium von 2021 werden die Kosten für den Bau einer zweigleisigen bzw. zweispurigen Strecke für verschiedene Systeme verglichen. Die Magnetschwebebahn TSB (Transport System Bögl) würde demnach zwischen 20 und 25 Millionen Euro pro Kilometer kosten.
Wer erfand den Transrapid?
1934: Der Ingenieur Hermann Kemper aus Nortrup (Landkreis Osnabrück) beantragt ein Patent für die Erfindung einer "Schwebebahn mit räderlosen Fahrzeugen, die an eisernen Fahrschienen mittels magnetischer Felder schwebend entlang geführt wird": der Urtyp der Magnetschwebebahn.
Ist der Transrapid umweltfreundlich?
Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie kommt in einer Studie aus dem Jahre 1997 zum Ergebnis, dass der Transrapid unter dem Aspekt der Ressourcenproduktivität dem ICE ökologisch vorzuziehen ist, sofern man ihn deutlich unter 400 km/h betreibt.
Wo steht der Transrapid heute?
Der Transrapid fährt heute nur auf einer kurzen Prestige-Strecke in China. Nach dem Aus des Zuges in Deutschland verloren die Chinesen das Vertrauen in das deutsche Produkt – nicht jedoch in die Technologie.
Wie viele Magnetschwebebahnen gibt es auf der Welt?
Die einzigen Magnetschwebebahnen der Welt fahren heute in China.