Wie muss die Kaution hinterlegt werden?

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2026

Der Mieter zahlt den vereinbarten Kautionsbetrag (bis zu drei Nettokaltmieten) in bar oder per Überweisung direkt an den Vermieter. Der Vermieter ist dann verpflichtet, die Kaution getrennt von seinem eigenen Vermögen auf einem verzinsten Konto (z. B. Mietkautionskonto) zu hinterlegen.

Wie kann ich die Mietkaution am besten hinterlegen?

Mieterinnen oder Mieter können ihren Vermieterinnen oder Vermietern das Geld überweisen, die es dann auf einem Mietkautionskonto anlegen. Ebenso möglich: Die mietende Partei kann den Betrag auf ein Sparbuch oder ein Mietkautionskonto einzahlen und dieses der Vermieterin oder dem Vermieter verpfänden.

Wie hinterlege ich die Mietkaution?

Mieter können die Mietkaution entweder bar hinterlegen oder auf ein spezielles Mietkautionskonto überweisen. Dieses Sparkonto wird auf den Namen des Mieters oder des Vermieters als Treuhänder eröffnet. Während der Mietdauer wird das Guthaben verzinst und bleibt vom Vermögen des Vermieters getrennt.

Ist der Vermieter verpflichtet, die hinterlegte Kaution zu verzinsen?

Laut § 551 BGB muss die Mietkaution verzinst werden, sofern sie längerfristig angelegt ist. Der Mieter hat Anspruch auf die Zinsen, die während der Mietdauer auf die Kaution anfallen. Üblicherweise werden die Zinsen am Ende des Mietverhältnisses gemeinsam mit der Kaution ausgezahlt.

Ist es möglich, die Kaution bar zu hinterlegen?

Grundsätzlich können Vermieter:innen nicht erzwingen, dass Mieter:innen die Mietkaution in bar bezahlen. Eine rechtliche Grundlage dafür gibt es nicht. Eine Barzahlung ist jedoch möglich. Wenn Mieterin:innen die Mietkaution in bar zahlen möchten, sollte sie auf eine Quittung bestehen.

Mietkaution - In welcher Frist muss der Vermieter die Kaution auszahlen?

Ist es üblich, die Kaution in bar zu zahlen?

Nein. Die Kaution dient nur dazu, offene Forderungen am Mietende zu begleichen. Der BGH entschied, dass ein Vermieter während des Mietverhältnisses nicht auf die Kaution zugreifen darf.

Welche Möglichkeiten der Kautionshinterlegung gibt es?

Die Barkaution als Kautionshinterlegung

Am gängigsten ist hierbei die Barkaution, bei der der Mieter die vereinbarte Mietkaution auf das Konto des Vermieters überweist oder ihm den Betrag bar gibt. Dies muss entweder im Mietvertrag oder mit einer schriftlichen Bestätigung beider Parteien dokumentiert werden.

Wie muss der Vermieter die Mietkaution anlegen?

Der Vermieter ist verpflichtet, die Mietkaution anzulegen. Allerdings kann er – mit Zustimmung des Mieters – auch eine andere Anlageform als ein klassisches Mietkautionskonto wählen. Das kann zum Beispiel ein Tagesgeldkonto, Festgeld oder ein Mietkautionsdepot sein.

Was passiert, wenn mein Vermieter die Kaution nicht angelegt hat?

Wenn ein Vermieter die Kaution nicht angelegt hat oder ein Mieter seinen Vermieter vergeblich dazu auffordert einen Nachweis über die ordnungsgemäße Anlage der Kaution zu erbringen, dann darf er im Extremfall vorübergehend die Mietzahlung (in Höhe der Kaution) einstellen.

Ist es strafbar, wenn die Kaution nicht angelegt wird?

Legt der Vermieter die Mietkaution nicht ordnungsgemäß an, macht er sich hinsichtlich der entgangenen Zinsen schadensersatzpflichtig. Der Vermieter kann sich ferner wegen Untreue strafbar machen (§ 266 StGB, OLG ZW 08.03.2007 Az. 1 Ws 47/07).

Welche Schäden kann man von der Kaution abziehen?

Die Mietkaution kann für folgende Zwecke einbehalten werden:
  • Nicht gezahlte Miete.
  • Nicht gezahlte Nebenkosten.
  • Schönheitsreparaturen oder Schadensersatz wegen. nicht erfolgter Schönheitsreparaturen.
  • Schadensersatz wegen Beschädigung der Mietsache.
  • Nachzahlung nicht beglichener Betriebskosten.

Kann der Vermieter die Kosten für ein Mietkautionskonto auf den Mieter umlegen?

Diese Kosten werden im Regelfall aber schon durch die Zahlung der Miete abgedeckt. Demnach hat der Vermieter die Gebühren der Kontoführung bei einem regulären Kautionskonto oder einem Kautionssammelkonto üblicherweise selbst zu tragen und kann diese nicht auf den Mieter umlegen.

Welche Nachweispflicht besteht für die Mietkaution?

Für die Kaution besteht jederzeit eine Nachweispflicht. Das bedeutet: Der Vermieter muss nachweisen, dass er das Geld wie vorgeschrieben angelegt hat. Wird die Anlage versäumt, kann das als Untreue ausgelegt werden - und der Mieter darf eine Entschädigung verlangen.

Wo muss ich die Mietkaution hinterlegen?

Nebenkostenakonti (=Bruttomiete) betragen. Ausserdem muss die Mietkaution zwingend bei einer Bank auf einem Sperrkonto oder einem Depot, das auf den Namen der Mieter:in lautet, hinterlegt werden. Eine Alternative dazu bietet die Mietkautionsversicherung (siehe weiter unten).

Wer muss die Kosten für ein Mietkautionskonto tragen?

Die dafür anfallenden Kosten hat grundsätzlich der Vermieter zu tragen. Die nach Ablauf des Mietverhältnisses angefallenen Erträge – Kautionssumme inklusive Zinsen – stehen Ihnen als Mieter zu. Achten Sie im Zweifelsfall darauf, dass dies explizit im Mietvertrag festgehalten ist.

Wie lange darf der Vermieter die Kaution einbehalten?

Wie lange sich der Vermieter Zeit lassen kann, ist immer vom Einzelfall abhängig, normalerweise sind es jedoch drei bis sechs Monate. Danach verjähren die Ansprüche, wenn der Vermieter sie nicht geltend macht. Dann muss er die Mietkaution auszahlen (§ 548 BGB).

Woher weiß ich, ob mein Vermieter die Kaution angelegt hat?

Woher weiß ich, ob meine Kaution angelegt wurde? Der Mieter hat einen Auskunftsanspruch (§ 242 BGB). Er kann einen Kontoauszug oder eine Bankbestätigung verlangen. Erfolgt keine Auskunft, darf er die Miete bis zur Höhe der Kaution zurückbehalten.

Muss ich die Kaution bar oder überweisen?

Formalitäten: Der Vermieter muss die Kaution zusammen mit den aufgelaufenen Zinsen zurückzahlen. Dies erfolgt in der Regel per Überweisung auf das Konto des Mieters. Es empfiehlt sich, die Rückzahlung schriftlich zu dokumentieren, um Missverständnisse zu vermeiden.

Wo wird die Kaution hinterlegt?

Ihre Kaution muss bei einem Kreditinstitut zum üblichen Zinssatz für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist liegen. Die Kaution kann auch als Spareinlage auf den Namen des Vermieters bzw. Ihren Namen (Sparbuch) bei gleichzeitiger Verpfändung an den Vermieter hinterlegt sein.

Ist der Vermieter verpflichtet, die Mietkaution zu verzinsen?

Der Vermieter ist gesetzlich verpflichtet bei Ende des Mietverhältnisses die gesamte Mietkaution inklusive Zinsen an den Mieter zu überweisen.

Wie wird die Kaution veranlagt?

Wie wird die Kaution veranlagt? Haben Sie die Kaution bar übergeben oder an die Vermieter:innen überwiesen, dann müssen diese die Kaution auf einem Sparbuch zinsbringend veranlagen. Die Vermieter:innen sind aber nicht zwingend zur Veranlagung der Kaution auf einem Sparbuch verpflichtet.

Welche Alternativen gibt es zu einem Mietkautionskonto?

Eine Bankbürgschaft als Alternative zur Mietkaution ist ein von einer Bank ausgestelltes Dokument, das als Zahlungsversprechen an den Vermieter für den Fall dient, dass der Mieter seinen Verpflichtungen aus dem Mietvertrag nicht nachkommen kann. Im Wesentlichen fungiert die Bank als Bürge für den Mieter.

Wie müssen Vermieter die Kaution anlegen?

Dein Vermieter oder Deine Vermieterin muss die Kaution anlegen, zum Beispiel auf einem besonderen Mietkautionskonto und getrennt von anderen Konten (§ 551 Abs. 3 BGB). Das Besondere an einem Mietkautionskonto ist, dass weder Du noch die Vermieterseite es während der Laufzeit des Mietvertrags kündigen kann.

Was kann man alles von der Kaution abziehen?

Gründe für das Einbehalten: Kaution kann für Mietschulden, Nebenkosten, Schäden und vertraglich festgelegte Schönheitsreparaturen einbehalten werden. Rückzahlungsfristen: Rückzahlung erfolgt in der Regel innerhalb von 3–6 Monaten, in besonderen Fällen bis zu einem Jahr.

Was machen, wenn kein Geld für die Kaution?

Wenn die Mietkaution nicht selbst gezahlt werden kann, bieten staatliche Programme Unterstützung an. Auch eine Mietkautionsbürgschaft, ein Darlehen oder ein Minikredit können helfen, finanzielle Engpässe zu überbrücken.