Wie kann ich jemanden bei einer Panikaattacke beruhigen?

Zuletzt aktualisiert am 2. Januar 2026

Beruhige die Person, indem du ihr erklärst, dass sie gerade eine Panikaacke hat. Es ist wichtig, dass du ruhig bleibst und nicht in Panik verfällst. Sprich mit der Person in einem ruhigen, aber bestimmten Ton und sei geduldig. Sprich klar und langsam in kurzen und verständlichen Sätzen.

Wie beruhigt man jemanden mit einer Panikattacke?

Zeigen Sie Ihrem Angehörigen in Situationen, in der er starke Angst hat, dass Sie für ihn da sind und fragen Sie, wie Sie ihm helfen können. Beruhigen Sie ihn, leiten Sie ihn zu einer Atem- oder Entspannungsübung an, oder fragen Sie, welche Gedanken, Gefühle und körperlichen Empfindungen er gerade erlebt.

Was brauchen Menschen mit Panikattacken?

Wenn du merkst, dass du Panik bekommst, ist die wichtigste Regel: Versuche, ruhig zu bleiben und ruhig zu atmen. Mache dir klar, dass du eine Panikattacke hast, die wieder vergeht. Dein Leben ist nicht in Gefahr. Bleibe dort, wo du gerade bist.

Was können Angehörige bei Panikattacken tun?

Angehörige können auf verschiedene Weise unterstützen:
  1. Bleiben Sie ruhig, wenn eine Attacke auftritt, und signalisieren Sie Sicherheit.
  2. Helfen Sie dabei, den Atem zu beruhigen, etwa durch langsames, gleichmäßiges Atmen.
  3. Bieten Sie Nähe an, aber drängen Sie sich nicht auf.

Welchen Punkt drücken bei Panikattacken?

Der Punkt liegt am inneren Ende der Handgelenksfalte seitlich neben dem Erbsenbein und ist ein wirkungsvoller Akupressurpunkt bei Herzrasen, Angst und Panikattacken. Er ist der Beruhigungspunkt des Herzmeridians – d.h. er kann das Herz beruhigen.

Panikattacke - was tun?

Was wirkt sofort bei Panikattacken?

Bei Panikattacken helfen zum Beispiel tiefes Ein- und Ausatmen sowie körperliche Aktivität, um aufgestaute Energie abzubauen. Diese einfachen Soforthilfen unterstützen dabei, Ruhe zu finden und die Kontrolle zurückzugewinnen.

Was ist die 5 5 5-Regel für Panikattacken?

Bei Panik oder Angstzuständen: Atmen Sie fünf Sekunden lang tief ein, halten Sie die Luft fünf Sekunden lang an und atmen Sie fünf Sekunden lang aus . Dies verlangsamt Ihre schnelle Atmung und hilft Ihnen, die Kontrolle wiederzuerlangen. Identifizieren Sie dann fünf Dinge in Ihrer Umgebung, die Sie sehen, fünf Geräusche hören und fünf Dinge, die Sie berühren können.

Was will der Körper mit einer Panikattacke sagen?

Weil der Körper denkt, er sei in Gefahr, schüttet er die Stresshormone Cortisol und Adrenalin aus. Dadurch verengen sich Blutgefäße, was zu einem schnelleren Herzschlag und flacheren Atem bis hin zu Atemnot führen kann. Diese Symptome sorgen dafür, dass Betroffene Todesängste ausstehen müssen.

Wie kann man einer Person die Angst nehmen?

Wie Sie Ihren Mitmenschen ihre Angst nehmen können
  1. Angst ist normal!
  2. Einfühlen statt beschwichtigen.
  3. Ermutigen statt schonen.
  4. Ablenken statt endlos durchkauen.
  5. Ehrlich sein statt verschweigen.

Wann sollte man bei einer Panikattacke den Notarzt rufen?

Wegen des Gefühls von starken körperlichen Symptomen oder sogar Todesangst, rufen Betroffene nicht selten den Notarzt. Im Krankenhaus klingen die Symptome vielleicht ab und die Ärzt*innen finden keine körperliche Ursache. Dann ist es wichtig, dass möglichst schnell die Diagnose einer Panikstörung gestellt wird.

Welche Menschen neigen zu Panikattacken?

Bei 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung liegt jährlich eine Panikstörung vor. Bei Frauen ist die Wahrscheinlichkeit von Panikstörungen doppelt so hoch wie bei Männern. Panikstörungen beginnen in der Regel im späten Jugend- oder frühen Erwachsenenalter (siehe Panikstörung bei Kindern und Jugendlichen).

Wie kann ich Panikattacken akzeptieren?

SOS-Tipps bei Panikattacken
  1. Atmung kontrollieren. Wenn dich das ungute Gefühl einer einsetzenden Panikattacke beschleicht, oder auch wenn du schon mittendrin bist, konzentriere dich auf deine Atmung: ...
  2. „Stopp“ sagen. ...
  3. Sport machen. ...
  4. Fäuste ballen. ...
  5. Dich erfrischen. ...
  6. Bleiben, wo du bist. ...
  7. Gedanken umlenken.

Sind Panikattacken gefährlich für das Herz?

Dabei ist er einer der größten vermeidbaren Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Denn belastender Stress sorgt dafür, dass unser Blutdruck ansteigt. Im schlimmsten Fall kann das – bei Dauerstress – zu einem Herzinfarkt, einer Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder Herzversagen führen.

Welche Beruhigungstechniken gibt es?

Beruhigungstechniken sind nützliche Methoden, die Dir helfen können, Stress abzubauen und innere Ruhe zu finden. Dazu gehören Atemübungen, progressive Muskelentspannung und Meditation. Indem Du regelmäßig solche Techniken anwendest, förderst Du Deine psychische und physische Gesundheit.

Was ist der Auslöser einer Panikattacke?

Häufig braucht sie keinen Auslöser. Sie kann im Urlaub oder anderen entspannten Situationen auftreten. Es kann aber auch sein, dass eine Panikattacke durch eine andere Angst ausgelöst wird. Beispielsweise durch Platz- oder Engenangst, soziale Phobien oder spezifische Phobien.

Wie kann man jemanden beruhigen?

sich neben die Person setzen, sie in den Arm nehmen, drücken (wenn du das Gefühl hast, die andere Person empfindet das als angenehm) oder die Hand kurz auf die Schulter legen. Oft reichen dann schon ein, zwei Sätze, um jemandem zu zeigen, dass man mitfühlt. Ein paar Beispiele: "Ich würd' gern für dich da sein.

Wie lange zieht sich eine Panikattacke?

Eine Attacke kann wenige Minuten und im Extremfall einige Stunden anhalten - die meisten Panikattacken dauern jedoch nicht länger als 30 Minuten. Die Häufigkeit der Attacken kann zwischen mehrfach täglich bis monatlich schwanken. Die Patienten leben manchmal in ständiger Angst vor der nächsten Attacke.

Wie erlebt man eine Panikattacke?

Was ist eine Panikattacke? Von einer Panikattacke spricht man, wenn man sich plötzlich sehr fürchtet oder Angst hat. Der Betroffene kann auch Schmerzen in der Brust, ein Erstickungsgefühl und einen flauen Magen haben, sich schwindelig fühlen oder unter Atemnot leiden. Eine Panikattacke dauert kurze Zeit an.

Wie viele Panikattacken sind normal?

Panikattacken können mehrere Male am Tag oder auch nur einmal in mehreren Jahren auftreten. Sie sind sogar während des Schlafens möglich, so dass Betroffene von ihnen aufwachen. Viele Menschen haben ein- oder zweimal im Leben eine Panikattacke, was aber durchaus normal und noch keine Panikstörung ist.

Wie helfe ich jemandem bei einer Panikattacke?

Beruhige die Person, indem du ihr erklärst, dass sie gerade eine Panikaacke hat. Es ist wichtig, dass du ruhig bleibst und nicht in Panik verfällst. Sprich mit der Person in einem ruhigen, aber bestimmten Ton und sei geduldig. Sprich klar und langsam in kurzen und verständlichen Sätzen.

Was sind stille Panikattacken?

Eine stille Panikattacke verläuft ohne sichtbare äußere Symptome. Die Betroffenen erleben innere Unruhe, Herzrasen oder Angstgefühle, ohne dass andere es bemerken.

Was ist der Unterschied zwischen Panikattacke und Angstattacke?

Angstzustände – Panikattacken – Panikstörungen? Angstattacke, Panikzustand, Angstanfall, Panikattacke oder Panikstörung – das alles sind Begriffe für ein akutes und intensives Angsterleben ohne erkennbaren Auslöser. Experten verwenden für diese „Angst aus dem Nichts“ den Begriff Panikattacke.

Was machen Ärzte bei einer Panikattacke?

Medikamente gegen Panikattacken

Zur medikamentösen Behandlung von Panikstörungen können Antidepressiva, wie beispielsweise selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), eingesetzt werden. Beruhigungsmittel (sogenannte Benzodiazepine) sind dagegen zu einer längerfristigen Behandlung von Angststörungen nicht geeignet.

Wen anrufen bei einer Panikattacke?

TelefonSeelsorge® Deutschland. Sorgen kann man teilen. 0800/1110111 · 0800/1110222 · 116123. Ihr Anruf ist kostenfrei.

Ist eine Panikattacke gefährlich?

Die Panikattacke selbst ist in der Regel nicht gefährlich, aber sehr anstrengend für den Körper. Damit einher gehen oft Scham und Belastungen für die Psyche, denn weder möchte man eine Attacke während der Autofahrt noch unter Mitmenschen erleben.