Zuletzt aktualisiert am 5. Februar 2026
Zulässig sind ihm zufolge Mahnkosten von zwei bis drei Euro, wenn nachweisbar ist, dass die Kosten tatsächlich so hoch waren. „Drei Euro sind aber wirklich das Maximum, das man akzeptieren sollte“, betont der Anwalt.
Wie hoch dürfen Mahngebühren maximal sein?
Es gibt Grenzen, bis zu welcher Höhe Mahngebühren erlaubt sind. Mahngebühren dürfen die Kosten für Material, Druck und Porto nicht überschreiten – also die Kosten, die anfallen, um die Mahnung zu versenden. Das sind in der Regel nicht mehr als zwei bis maximal drei Euro.
Welche Mahngebühren sind für eine Mahnung zulässig?
Wie hoch dürfen Mahngebühren sein? Eine pauschale Mahngebühr von mehr als 2,50 Euro pro Mahnung wird von vielen Gerichten als zu hoch angesehen. Unternehmen, die Mahnkosten von 5 Euro oder mehr verlangen, müssen nachweisen, dass ihnen tatsächlich ein so hoher Schaden entstanden ist.
Welche Pauschale für Mahngebühren ist zulässig?
Mahngebühren und Inkassokosten So wehrst Du Dich gegen überhöhte Mahngebühren. Viele Mahngebühren sind unzulässig. Zahlen musst Du nur, was das Schreiben tatsächlich kostet. Schon eine Mahnpauschale von 2,50 Euro und eine Inkasso-Pauschale von 34,15 Euro können laut Bundesgerichtshof zu viel sein.
Sind 40 Euro Mahngebühren zulässig?
Die 40-Euro-Mahnpauschale ist nur bei B2B-Geschäften zulässig. Voraussetzung für die Berechnung der Pauschale ist der Verzug des Schuldners. Laut 286 Abs. 3 BGB tritt der Verzug bei Geschäftskunden spätestens „30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung“ ein.
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Bin ich gesetzlich verpflichtet, Mahngebühren zu bezahlen?
Mahngebühren müssen nicht bezahlt werden. Sie können beim Gläubiger schriftlichen Widerspruch dagegen einlegen. Verwechseln Sie die Mahngebühren aber nicht mit den Verzugszinsen! Denn diese sind rechtens und gelten als Schadenersatz, der in Rechnung gestellt werden darf.
Kann ein Privatperson Mahngebühren erheben?
Grundsätzlich ja. Mahngebühren sind zulässig. Gesetzliche Grundlage hierfür ist das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Danach fallen diese Mahnkosten an, wenn ein Schuldner mit seiner Zahlung in Verzug gerät.
Sind Mahngebühren bei nicht bezahlter Rechnung erlaubt?
Bei Mahngebühren handelt es sich um die Gebühren, die ein Gläubiger von seinem Schuldner verlangen kann, wenn dieser sich nicht rechtzeitig um die Begleichung seiner Rechnung gekümmert hat. Allerdings ist es nicht erlaubt, besagte Mahnkosten direkt und „ohne Vorwarnung“ zu erheben.
Wann sind Mahngebühren nicht zulässig?
Wie hoch Mahngebühren sein dürfen
„Zeitaufwand beziehungsweise Personalkosten sind nicht mit einzuberechnen“, so Solmecke. Zulässig sind ihm zufolge Mahnkosten von zwei bis drei Euro, wenn nachweisbar ist, dass die Kosten tatsächlich so hoch waren.
Welche Regelung gibt es im BGB über Mahngebühren?
Mahngebühren in Deutschland
Ob man Mahngebühren bezahlen muss, ist in Deutschland im Bürgergesetzbuch (§280 BGB) geregelt. Mahngebühren kennt das Gesetz zwar nicht, aber einen sogenannten Verzugsschaden, den der Gläubiger einem Schuldner in Rechnung stellen darf.
Sind Mahngebühren bei Zahlungserinnerung zulässig?
Mahngebühren sind grundsätzlich zulässig und lassen sich säumigen Kunden zusätzlich in Rechnung stellen. Es gibt allerdings strikte Vorgaben, aus welchen Kosten sie sich zusammensetzen dürfen, was die Höhe der Mahngebühren stark limitiert.
Was ist der Unterschied zwischen Säumniszuschlägen und Mahngebühren?
Was ist der Unterschied zwischen Säumniszuschlägen und Mahngebühren? Während ein Säumniszuschlag einer festen Berechnungsformel unterliegt, kann eine Mahngebühr bei Zahlungsverzug von der jeweiligen Firma festgelegt werden.
Wie hoch dürfen Mahnspesen sein?
Inkassokosten verlangen? Bei Unternehmergeschäften ist der Gläubiger – sofern vertraglich nichts anderes geregelt ist – aufgrund des Zahlungsverzugsgesetzes berechtigt, vom Schuldner bei Zahlungsverzug jedenfalls einen Pauschalbetrag von 40 EUR für etwaige Betreibungskosten (also insbesondere Mahnspesen) zu fordern.
Ist eine Mahngebühr von 10 Euro zulässig?
Zukünftig nun, ohne eine derartige Mahnung pauschal kostenpflichtig zu erheben. In einem Verfahren nach dem UklaG hat das LG Erfurt erklärt, dass im Ergebnis 10 Euro Mahnspesen unlauter sind. Pauschal darf ein Gläubiger keine Gebühren verlangen, die den Wert des zu erwartenden Schadens überschreiten.
Was tun bei zu hohen Mahngebühren?
Überhöhte Mahngebühren zurückfordern
Mahnkosten, die Ihnen 2021 entstanden sind, können Sie beispielsweise bis spätestens zum 31.12.2024 zurückfordern. Reagiert der Gläubiger nicht auf Ihre Rückforderung, sollten Sie sich bei der jeweils zuständigen Schlichtungsstelle beschweren.
Sind Mahngebühren einklagbar?
Nein, Mahngebühren sind unzulässig und Du musst nur die tatsächlichen Kosten einer Mahnung zahlen. Viele Einzelhändler oder Online-Shops rechnen aber damit, dass Verbraucher die Mahngebühren zahlen, aus Angst vor weiteren Zahlungen oder größeren Konsequenzen.
Wie hoch ist eine angemessene Höhe für Mahngebühren?
Infrage kommen die Mahnkosten für das Briefpapier, die Umschläge und das Porto, nicht jedoch für deine Arbeitszeit oder den Verwaltungsaufwand. Die Höhe der Mahnkosten muss angemessen sein. Von der Rechtsprechung anerkannt werden im Regelfall 2 bis 3 Euro, in Ausnahmefällen bis zu 5 Euro.
Ist eine pauschale Mahngebühr zulässig?
Sind pauschale Mahngebühren zulässig? Nein, der Bundesgerichtshof hat im Jahr 2019 entschieden, dass eine pauschale Mahngebühr unzulässig ist und Schuldner nur verpflichtet sind, die tatsächlich entstandenen Kosten für das Mahnschreiben zu tragen.
Muss ich Mahngebühren bezahlen, wenn ich keine Mahnung erhalten habe?
Kann der Absender dafür schon etwas verlangen? „Grundsätzlich darf ein Unternehmen erst Mahngebühren verlangen, wenn man im Verzug ist“, erklärt der Kölner Rechtsanwalt Harald Rotter. In den meisten Fällen bedeutet das: ohne Mahnung kein Verzug – und damit keine Zusatzkosten.
Ist man gesetzlich verpflichtet, Mahngebühren zu bezahlen?
Bin ich verpflichtet Mahngebühren zu bezahlen? Ja, sofern Verzug vorliegt, diese im Vertrag festgelegt und angemessen sind und der Zahlungsverzug tatsächlich eingetreten ist.
Wann ist eine Mahnung unwirksam?
Eine Mahnung ist nur wirksam, wenn die geforderte Leistung fällig ist. Eine vor Fälligkeit erklärte Mahnung ist unwirksam und wird auch nicht durch den Eintritt der Fälligkeit wirksam.
Welche Mahngebühren können bei Mietrückstand verlangt werden?
Pauschale Mahngebühren können verlangt werden, sofern dies vereinbart ist. Die Grenzen liegen im Bereich zwischen 1,50 € bis 2,50 € je Mahnung6. Der Vermieter kann gemäß § 288 Abs.
Ist eine Mahnung per E-Mail rechtens?
Mahnungen per E-Mail sind grundsätzlich möglich, aber die Zustellung muss nachweisbar sein. Lesebestätigungen sind rechtlich nicht ausreichend für die Nachweisbarkeit. Der Versand per Einschreiben oder per qualifiziertem elektronischen Versanddienst bietet eine höhere rechtliche Sicherheit.
Welche Fristen bei Mahnungen?
Üblich sind diese Fristen: 6 bis 8 Tage bei der ersten Mahnung. 4 bis 6 Tage bei der zweiten Mahnung. 3 bis 4 Tage bei der dritten Mahnung.
Was ist der Unterschied zwischen einer Zahlungserinnerung und einer Mahnung?
Für viele stellt sich zu Beginn die Frage, ob es einen Unterschied zwischen einer Mahnung oder einer Zahlungserinnerung gibt. Die einfache Antwort: Nein, es gibt keinen Unterschied.