Zuletzt aktualisiert am 21. Januar 2026
Mit solchen Gebühren wollen Gläubiger die Kosten decken, die für die Zahlungserinnerung entstehen. Die Mahngebühr kann also nicht sehr hoch ein, da sie nur die Kosten beinhalten darf, die beim Verfassen und Versenden des Erinnerungsschreibens entstehen. Sie liegen üblicherweise in einer Höhe zwischen 2,50 und 3 Euro.
Welche Höhe an Mahngebühren ist zulässig?
Zulässig sind ihm zufolge Mahnkosten von zwei bis drei Euro, wenn nachweisbar ist, dass die Kosten tatsächlich so hoch waren. „Drei Euro sind aber wirklich das Maximum, das man akzeptieren sollte“, betont der Anwalt.
Welche Mahngebühren sind für eine Mahnung zulässig?
Wie hoch dürfen Mahngebühren sein? Eine pauschale Mahngebühr von mehr als 2,50 Euro pro Mahnung wird von vielen Gerichten als zu hoch angesehen. Unternehmen, die Mahnkosten von 5 Euro oder mehr verlangen, müssen nachweisen, dass ihnen tatsächlich ein so hoher Schaden entstanden ist.
Welche Höhe von Mahngebühren ist angemessen?
Die für eine Mahnung entstandenen Kosten können dem Schuldner grundsätzlich in Rechnung gestellt werden. Über die Höhe haben sich die deutschen Gerichte noch nicht vollumfänglich geeinigt. Die überwiegende Mehrheit hat zwar Mahnkosten zwischen 2,50 Euro und 5,00 Euro für eine erste Mahnung als angemessen eingestuft.
Welche Pauschale für Mahngebühren ist zulässig?
Mahngebühren und Inkassokosten So wehrst Du Dich gegen überhöhte Mahngebühren. Viele Mahngebühren sind unzulässig. Zahlen musst Du nur, was das Schreiben tatsächlich kostet. Schon eine Mahnpauschale von 2,50 Euro und eine Inkasso-Pauschale von 34,15 Euro können laut Bundesgerichtshof zu viel sein.
Welche Mahngebühr darf ich nehmen?
Bin ich gesetzlich verpflichtet, Mahngebühren zu bezahlen?
Mahngebühren müssen nicht bezahlt werden. Sie können beim Gläubiger schriftlichen Widerspruch dagegen einlegen. Verwechseln Sie die Mahngebühren aber nicht mit den Verzugszinsen! Denn diese sind rechtens und gelten als Schadenersatz, der in Rechnung gestellt werden darf.
Sind Mahngebühren bei nicht bezahlter Rechnung erlaubt?
Bei Mahngebühren handelt es sich um die Gebühren, die ein Gläubiger von seinem Schuldner verlangen kann, wenn dieser sich nicht rechtzeitig um die Begleichung seiner Rechnung gekümmert hat. Allerdings ist es nicht erlaubt, besagte Mahnkosten direkt und „ohne Vorwarnung“ zu erheben.
Ist eine Mahngebühr von 10 Euro zulässig?
Zukünftig nun, ohne eine derartige Mahnung pauschal kostenpflichtig zu erheben. In einem Verfahren nach dem UklaG hat das LG Erfurt erklärt, dass im Ergebnis 10 Euro Mahnspesen unlauter sind. Pauschal darf ein Gläubiger keine Gebühren verlangen, die den Wert des zu erwartenden Schadens überschreiten.
Wann ist eine Mahnung unwirksam?
Eine Mahnung ist nur wirksam, wenn die geforderte Leistung fällig ist. Eine vor Fälligkeit erklärte Mahnung ist unwirksam und wird auch nicht durch den Eintritt der Fälligkeit wirksam.
Kann ich als Privatperson Mahngebühren verlangen?
Grundsätzlich ja. Mahngebühren sind zulässig. Gesetzliche Grundlage hierfür ist das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Danach fallen diese Mahnkosten an, wenn ein Schuldner mit seiner Zahlung in Verzug gerät.
Sind Mahngebühren bei Zahlungserinnerung zulässig?
Mahngebühren sind grundsätzlich zulässig und lassen sich säumigen Kunden zusätzlich in Rechnung stellen. Es gibt allerdings strikte Vorgaben, aus welchen Kosten sie sich zusammensetzen dürfen, was die Höhe der Mahngebühren stark limitiert.
Was ist der Unterschied zwischen Säumniszuschlägen und Mahngebühren?
Was ist der Unterschied zwischen Säumniszuschlägen und Mahngebühren? Während ein Säumniszuschlag einer festen Berechnungsformel unterliegt, kann eine Mahngebühr bei Zahlungsverzug von der jeweiligen Firma festgelegt werden.
Welche Mahngebühren werden im BGB erhoben?
Mahngebühren in Deutschland
Ob man Mahngebühren bezahlen muss, ist in Deutschland im Bürgergesetzbuch (§280 BGB) geregelt. Mahngebühren kennt das Gesetz zwar nicht, aber einen sogenannten Verzugsschaden, den der Gläubiger einem Schuldner in Rechnung stellen darf.
Sind Mahngebühren bei der ersten Mahnung zulässig?
Die erste Mahnung ist normalerweise gratis, pauschale Mahngebühren muss man nicht hinnehmen. Mit einer Ausnahme: Steht in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oder auch im Kaufvertrag, dass schon für die erste Mahnung pauschale Gebühren fällig werden, muss man diese auch zahlen.
Sind 40 Euro Mahngebühren zulässig?
Die 40-Euro-Mahnpauschale ist nur bei B2B-Geschäften zulässig. Voraussetzung für die Berechnung der Pauschale ist der Verzug des Schuldners. Laut 286 Abs. 3 BGB tritt der Verzug bei Geschäftskunden spätestens „30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung“ ein.
Welche Mahngebühren darf der Hausverwalter in Rechnung stellen?
Verwalter darf keine Mahnkosten verlangen
Das Amtsgericht Reutlingen entschied: Die Gemeinschaft hat keinen Anspruch auf Erstattung der Mahnkosten. Zwar sind Mahnkosten als Verzugsschaden grundsätzlich erstattungsfähig. Ein Verwalter darf diese Mahnkosten jedoch nicht verlangen.
Wer hat die Beweispflicht für den Zugang einer Mahnung?
Wer muss den Mahnungszugang beweisen? Die Beweispflicht liegt in der Regel beim Kläger. Es kann durchaus vorkommen, dass der Schuldner darauf beharrt, die Mahnung nicht erhalten zu haben. Das ist rechtserheblich, weshalb der Kläger den Zugang beweisen muss.
Ist eine Mahnung ohne Zahlungserinnerung gleich eine Mahnung?
Eine Zahlungserinnerung und eine Mahnung haben im Mahnwesen dieselbe Funktion. Beide erinnern den Schuldner mehr oder weniger höflich daran, seine Rechnung zu begleichen. Der Unterschied liegt darin, dass die Mahnung rechtlich geregelt ist (§ 286 BGB). Der Gesetzgeber kennt allerdings keine Zahlungserinnerung.
Wie widerspricht man einer Mahnung?
Möglicherweise hast du die Rechnung bereits bezahlt, aber die Verkäufer*innen haben das noch nicht bemerkt oder übersehen. Dann ist die Mahnung unwirksam. In dem Fall widersprichst du der Mahnung umgehend schriftlich, spätestens bis zum darin genannten Zahlungsziel. Dafür gibt es keine bestimmten Vorgaben.
Wie hoch darf eine Mahngebühr maximal sein?
Die Höhe der Mahnkosten muss angemessen sein. Von der Rechtsprechung anerkannt werden im Regelfall 2 bis 3 Euro, in Ausnahmefällen bis zu 5 Euro. Höhere Beträge haben Gerichte bereits abgewiesen. Auch wenn es in deinen AGB hinterlegt ist, darfst du nicht pauschal höhere Mahnkosten in Rechnung stellen.
Welche Mahngebühren sind im Mietrecht angemessen?
Als angemessen wurden Mahnkosten in Höhe von 2,50 EUR pro Mahnung angesehen. Wenn Sie im Mietvertrag höhere pauschale Mahnkosten formularmäßig vereinbart haben, darf nach der Regelung des § 309 Nr. 5 BGB dem Mieter nicht das Recht genommen werden, nachzuweisen, dass Ihre Kosten geringer gewesen sind.
Was kann ich tun, wenn die Mahngebühren zu hoch sind?
Wichtig: Sind die Mahngebühren zu hoch, müssen Sie diese nicht zahlen. Begleichen Sie die offene Rechnung und verlangen Sie eine Aufstellung der Kosten. Dasselbe gilt für Verzugszinsen sowie Anwalts- oder Inkassogebühren. Legen Sie Widerspruch gegen die Kosten ein.
Ist eine pauschale Mahngebühr zulässig?
Sind pauschale Mahngebühren zulässig? Nein, der Bundesgerichtshof hat im Jahr 2019 entschieden, dass eine pauschale Mahngebühr unzulässig ist und Schuldner nur verpflichtet sind, die tatsächlich entstandenen Kosten für das Mahnschreiben zu tragen.
Wie hoch dürfen Mahnspesen sein?
Inkassokosten verlangen? Bei Unternehmergeschäften ist der Gläubiger – sofern vertraglich nichts anderes geregelt ist – aufgrund des Zahlungsverzugsgesetzes berechtigt, vom Schuldner bei Zahlungsverzug jedenfalls einen Pauschalbetrag von 40 EUR für etwaige Betreibungskosten (also insbesondere Mahnspesen) zu fordern.
Muss ich Mahngebühren bezahlen, wenn ich keine Rechnung erhalten habe?
Bekommst Du eine Mahnung, ohne davor eine Rechnung erhalten zu haben, solltest Du den Absender kontaktieren. Sag ihm, dass die Rechnung nie ankam und fordere eine neue an. Nochmal: Mahngebühren musst Du nicht zahlen.