Wer kontrolliert Lenk- und Ruhezeiten?

Zuletzt aktualisiert am 26. April 2026

Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) überwacht die Einhaltung des Fahrpersonalrechts, insbesondere die Lenk- und Ruhezeiten. Es ist auch zuständig für die diesbezüglichen Bußgeldverfahren gegen ausländische Betroffene.

Wer kontrolliert die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten?

Überwacht wird die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten vom Bundesamt für Güterverkehr. Damit die rechtskonforme Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten überprüft werden kann, müssen Unternehmen die Daten lückenlos dokumentieren und aufbewahren. Dazu gehört das Auslesen der Fahrerkarten bei Berufskraftfahrern.

Wer kontrolliert Fahrtenschreiber?

Das Bundesamt für Logistik und Mobilität führt im Rahmen des übertragenen Kontrollauftrages u.a. sogenannte "Technische Unterwegskontrollen" (TUK) an Nutzfahrzeugen zur Güterbeförderung nach § 11 Abs. 2 Nr. 3m Güterkraftverkehrsgesetz durch.

Was passiert, wenn man die Lenkzeit überschritten hat?

Wird die Lenkzeit um mehr als eine Stunde überschritten, muss der Lkw-Fahrer mit einem Verwarngeld von 30 Euro rechnen. Bei einer Lenkzeitüberschreitung von bis zu zwei Stunden, droht dem Fahrer je weitere angefangene halbe Stunde ein Verwarngeld von 30 Euro und dem Unternehmer ein Bußgeld von 90 Euro.

Wie lange darf ein Busfahrer pro Tag am Steuer sitzen?

Ja, wie für LKW-Fahrer gelten auch für Busfahrer gesetzliche Vorgaben zu den Lenk- und Ruhezeiten. Das Arbeitszeitgesetz, die Fahrpersonalverordnung und das Fahrpersonalgesetz bestimmen diese Zeiten. Welche Vorschriften gelten für Busfahrer? Busfahrer dürfen pro Tag höchsten neun Stunden hinterm Steuer sitzen.

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Welche Lenkpausen sind Busfahrer verpflichtet?

Busfahrer sind außerdem dazu verpflichtet, Pausen einzunehmen. Die Pause gilt dabei aber nicht als Ruhezeit, sondern ist als eine Unterbrechung von der Lenkzeit zu verstehen. Nach 4,5 Stunden Lenkzeit müssen Busfahrer eine 45-minütige Lenkzeitunterbrechung einlegen.

Wie viele Stunden darf ein Fahrer maximal fahren?

Sie dürfen maximal 13 Stunden innerhalb von 24 Stunden fahren. Ihre gesamte Dienstzeit, einschließlich Fahren, ist auf 15 Stunden innerhalb von 24 Stunden begrenzt.

Wie lange muss ich nach 10 Stunden Lenkzeit ruhen?

Die erste Pause muss dann eine Dau- er von mindestens 15 Minuten haben, während die zweite Pause mindestens 30 Minuten lang sein sollte. Beispiel: Erhöhen Lkw-Fahrer die Tageslenkzeit auf 10 Stunden, ist nach der zweiten Lenkzeit von 4,5 Stunden eine weitere Pause von 45 Minuten einzulegen.

Ist im Stau stehen Lenkzeit?

Als Lenkzeit gelten alle Zeiten, die mit der Fahrtätigkeit in Zusammenhang stehen (vgl. VO EG 561/2006, Art. 4 ff.) Dazu rechnen u.a. Aufenthalte an Ampeln, Bahnübergängen oder bei Staus, auch wenn diese Zeiten im Kontrollgerät als Arbeitszeit dokumentiert werden.

Was bedeutet BALM auf Polizeiautos?

Das BALM trägt durch umfassende Kontrollen des Güterverkehrs sowie durch Kontrollen der ordnungsgemäßen Entrichtung der Lkw-Maut wesentlich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, zum Umweltschutz, zur Sicherung der Marktordnung sowie zur Abgabengerechtigkeit bei.

Kann man die Fahrerkarte über Nacht stecken lassen?

Obwohl es rechtlich nicht ausdrücklich verboten ist, die Fahrerkarte im Tachographen zu belassen, warnt das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) ausdrücklich davor, die Karte unbeaufsichtigt im Fahrzeug zu lassen. Grund hierfür ist die erhöhte Gefahr von Missbrauch, Manipulation oder Diebstahl.

Kann die Polizei die Fahrerkarte auslesen?

Sie können gegebenenfalls von Polizei oder Zoll ausgelesen und damit kontrolliert werden. Als Lkw-Fahrer sind Sie jedoch auch dazu verpflichtet, die Fahrerkarte auslesen und die Daten auf Ihrer Karte archivieren zu lassen.

Wer kontrolliert die Ruhezeiten?

Das Arbeitszeitgesetz wird von den Arbeitsschutzbehörden kontrolliert. Verstöße gegen die Vorschriften zu Arbeits- und Ruhezeiten können mit einem Bußgeld bis zu 30.000 Euro geahndet werden.

Was gilt für die 2. Fahrer-Besetzung?

Bei Doppelbesatzung (zwei Fahrer im Bus) gelten besondere Regeln für Lenk- und Ruhezeiten: Lenkzeit: Jeder Fahrer darf pro Tag bis zu 9 Stunden (zweimal pro Woche bis zu 10 Stunden) fahren. Die wöchentliche Lenkzeit ist auf 56 Stunden begrenzt, über zwei Wochen auf 90 Stunden.

Wie lange werden Vergehen auf der Fahrerkarte geahndet?

„Bei Beschädigung, Fehlfunktion, Verlust oder Diebstahl der Fahrerkarte“ ist Ihnen maximal 15 Tage lang das Fahren ohne Fahrerkarte gestattet. Überschreiten Sie diesen Zeitraum, erwartet Sie ein Bußgeld von 50 Euro.

Wie hoch ist die maximale Fahrzeit in Stunden pro Tag?

Stellen Sie sicher, dass die maximale Lenkzeit pro Arbeitstag zehn Stunden beträgt. Achten Sie außerdem darauf, dass zwischen Arbeitsbeginn und Arbeitsende nicht mehr als 16 Stunden liegen. Legen Sie zwischen zwei aufeinanderfolgenden Arbeitstagen eine ununterbrochene Ruhezeit von zehn Stunden ein.

Wie lange darf ein Fahrer am Stück fahren?

Die Verordnung (EG) Nr. 561/2006 sieht folgendes vor: Die tägliche Lenkzeit von Fahrern darf maximal 9 Stunden betragen. Maximal zweimal pro Woche darf sie auf 10 Stunden ausgedehnt werden.

Wie viele Stunden darf ein LKW-Fahrer pro Tag maximal fahren?

Die 14-Stunden-Regel.

Fahrer haben ein 14-stündiges Zeitfenster, in dem sie maximal 11 Stunden fahren dürfen. Nach acht Stunden Fahrt müssen sie eine 30-minütige Pause einlegen. Nach dieser Regel dürfen Fahrer nach zehn Stunden Ruhezeit nicht mehr fahren, unabhängig von der Zusammensetzung dieser 14 Stunden.

Was darf ein Busfahrer nicht?

Das Weisungsrecht hat klare Grenzen. Busfahrer dürfen keine unverhältnismäßigen Maßnahmen ergreifen oder die Rechte der Fahrgäste missachten. Die Anwendung von Gewalt ist nur in absoluten Ausnahmefällen zur Selbstverteidigung erlaubt.

Was ist die 1/6-Regel?

Im Linienverkehr sind folgende Pausenzeiten möglich: Fahrtunterbrechungen von 3 × 15 min, 2 × 20 min oder 1 × 30 min. Im Linienverkehr mit einem durchschnittlichen Haltestellenabstand unter 3 km kann auch die 1/6-Regelung angewendet werden, die besagt, dass die Wendezeiten 1/6 der reinen Lenkzeit betragen müssen.

Wie lange darf ein Busfahrer in Österreich fahren?

30 Stunden – Tägliche Mindestruhezeit = Einsatzzeit

Im Falle einer reduzierten täglichen Ruhezeit von 9 Stunden beträgt die maximale Einsatzzeit daher 21 Stunden.

Wer muss keine Fahrerkarte stecken?

Für Fahrer deren hauptberufliche Tätigkeit nicht das Führen eines Fahrzeugs darstellt, ist es allerdings möglich, legal ohne Fahrerkarte zu fahren. Diese Ausnahme von der Pflicht zur Fahrerkarte nennt sich Handwerkerregelung. Ein Fahrer darf also auch große Fahrzeuge mit Fahrtenschreiber ohne Fahrerkarte fahren.

Was kann die Polizei bei Kontrolle abfragen?

Bei Kontrollen werden Personalien, Führerschein und Fahrzeugschein überprüft; Durchsuchungen erfordern einen richterlichen Befehl oder begründeten Verdacht. Fahrer können Alkohol- und Drogentests verweigern, was jedoch zu weiteren polizeilichen Maßnahmen führen kann.

Wie lange wird die Geschwindigkeit auf der Fahrerkarte gespeichert?

Der digitale Fahrtenschreiber speichert Daten bei einem durchschnittlichen Betrieb für mindestens 365 Tage. Es speichert die exakte Geschwindigkeit für die letzten 24 Stunden tatsächlicher Fahrzeit.