Welche Impfungen waren Pflicht?

Zuletzt aktualisiert am 15. August 2026

Tetanus bis Polio: DDR macht Impfen zur Pflicht Auch die DDR hält am Reichsimpfgesetz fest, belässt es bei Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Tuberkulose und Kinderlähmung aber zunächst bei der Freiwilligkeit. Erst Anfang der 60er-Jahre werden diese Impfungen für alle DDR-Bürger Pflicht.

Welche sind die Pflichtimpfungen?

Hierzu zählen der von der STIKO empfohlene 6-fach-Impfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung (Poliomyelitis), Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Keuchhusten (Pertussis) und Hepatitis B sowie die Kombinationsimpfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln ( MMR ) und ggf. Windpocken (MMRV).

Welche waren die ersten Impfungen?

1796 machte der Wissenschaftler einen richtungsweisenden Versuch: Er impfte einen achtjährigen Jungen mit dem Sekret aus Pusteln von einer an Kuhpocken erkrankten Frau. Nach überstandener Erkrankung steckte er den Jungen mit den echten Pocken an. Das Ergebnis bestätigte seine Vermutung.

Welche Impfungen sind obligatorisch?

Gibt es obligatorische Impfungen? Nein. Keine Impfung ist obligatorisch.

Welche Impfungen sind Pflicht für Erwachsene?

Warum Erwachsene regelmäßig ihren Impfschutz prüfen sollten. Die STIKO* empfiehlt Erwachsenen Auffrischimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis (Keuchhusten). Für Personen ab 60 Jahren werden zusätzlich Impfungen gegen Influenza, Pneumokokken, COVID-19 und Herpes Zoster (Gürtelrose) empfohlen.

Gibt es eine moralische Pflicht zur Impfung?

Woher weiß ich, welche Impfungen ich habe?

Immerhin sind im Impfpass alle Impfungen vermerkt, die uns gegen Erreger immun machen. Ein Blick in den Pass und die Ärztin oder der Arzt weiß, wogegen, wann die letzte Impfung stattgefunden hat und wie oft jemand geimpft wurde – und ob der Impfschutz vollständig ist. So smart kann Papier auch in digitalen Zeiten sein.

Was passiert, wenn man Impfungen nicht auffrischt?

Kann man Impfungen zu spät auffrischen? Falls Sie Ihre Auffrischimpfung verpassen, kann es sein, dass Sie nicht mehr komplett gegen die entsprechende Krankheit geschützt sind. Sie sollten eine versäumte Impfung daher so bald wie möglich nachholen.

Welche Impfungen sind im Impfpass eingetragen?

Wie im Papier-Impfpass werden im e-Impfpass alle Impfungen eingetragen, die eine Person erhalten hat. Impfungen gegen COVID-19, Influenza (Grippeimpfung), Humane Papillomaviren (HPV) und Mpox (früher: Affenpocken) sind von der Ärztin oder vom Arzt im e-Impfpass verpflichtend einzutragen.

Was passiert, wenn ich mich nicht impfen lasse?

Nicht geimpfte Kinder können in der Schule und in der Gemeinschaft durch Impfungen vermeidbare Krankheiten übertragen . Ungeimpfte Kinder können Babys anstecken, die noch zu jung für eine vollständige Immunisierung sind. Ungeimpfte Kinder können Menschen jeden Alters anstecken, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

Welche Impfung ist im Alter wichtig?

Neben dem normalen Impfkalender für Erwachsene, der Auffrischungen des Impfschutzes gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten vorsieht, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) Menschen ab einem Alter von 60 weitere Impfungen: Grippe (jährlich) Pneumokokken. Herpes Zoster Gürtelrose.

Seit wann werden die Menschen geimpft?

Dr. Edward Jenner entwickelte den weltweit ersten erfolgreichen Impfstoff. Er fand heraus, dass Menschen, die mit Kuhpocken infiziert waren, gegen Pocken immun waren. Im Mai 1796 erweiterte der englische Arzt Edward Jenner diese Entdeckung und impfte den achtjährigen James Phipps mit Material, das er aus einer Kuhpockenwunde an der Hand einer Milchmagd gesammelt hatte.

Was wurde 1970 geimpft?

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte man Impfstoffe gegen verschiedene Viruserkrankungen, insbesondere gegen die sogenannten „Kinderkrankheiten“, beispielsweise Mitte der 1950er-Jahre die Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung), gefolgt von Impfungen gegen Masern (1964), Mumps (1967) und Röteln (1970).

Was wurde früher in der Schule geimpft?

Impfpflicht damals und heute: Von Pocken über Masern bis Corona. Ob Pocken, Masern oder Corona: Beim Thema Impfpflicht scheiden sich die Geister. Mit dem Reichsimpfgesetz vom 8. April 1874 will Otto von Bismarck die Pocken endlich in den Griff bekommen.

Was passiert, wenn ich mein Kind nicht impfen lasse?

Eltern, die ihre in Gemeinschaftseinrichtungen betreuten Kinder nicht impfen lassen, werden künftig eine Ordnungswidrigkeit begehen und müssen mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 2.500 Euro rechnen. Die Geldbuße kann auch gegen die Leitungen von Kindertagesstätten verhängt werden, die nicht geimpfte Kinder zulassen.

Ist die Polio-Impfung Pflicht?

Jeder sollte geschützt sein. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Kinderlähmung (Polio) allen Personen, die keine oder nur eine unvollständige Grundimmunisierung haben oder nicht mindestens eine Auffrischimpfung erhalten haben.

Ist eine Masern-Impfung Pflicht?

Kinder ab zwei Jahren und Erwachsene, die nach 1970 geboren sind, müssen mindestens zwei Masernschutzimpfungen nachweisen oder ein ärztliches Zeugnis über eine ausreichende Immunität gegen Masern vorlegen. Die Immunität kann durch einen Bluttest ( sog. Titerbestimmung) festgestellt werden.

Kann ich ohne Impfungen leben?

Infektionen wie Masern können sich auch über die Luft verbreiten und von einer infizierten Person übertragen werden, die noch nicht erkrankt ist. Es gibt keine Behandlungen oder Heilmittel für Krankheiten wie Masern, Mumps und Kinderlähmung. Die einzige bewährte Möglichkeit, Ihr Kind zu schützen, sind Impfungen.

Sind alle Impfungen Pflicht?

Zwar gibt es in Deutschland momentan keine allgemeine Impfpflicht, dennoch sind einige Impfungen für bestimmte Berufsgruppen oder in festgelegten Situationen verpflichtend. Die Impfempfehlungen und -verpflichtungen variieren jedoch von Bundesland zu Bundesland.

Kann ich fehlende Impfungen nachholen?

Grundsätzlich gibt es keine unzulässig großen Abstände zwischen Impfungen. In der Regel muss auch bei einer für viele Jahre unterbrochenen Grundimmunisierung die Impfserie nicht neu begonnen werden. Auch eine nicht rechtzeitig gegebene Auffrischimpfung kann zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Werden Impfungen bei der Krankenkasse gespeichert?

Unabhängig davon können jedoch schon heute in den elektronischen Patientenakten einzelner Krankenkassen die Impfdaten durch die Versicherten selbst eingepflegt werden, so dass sich die Versicherten beispielsweise an Impfungen erinnern lassen kann.

Woher weiß ich, gegen was ich geimpft bin?

Der Impfausweis - offiziell Impfbuch genannt - hilft Ihnen dabei, den Überblick über Ihren Impfstatus zu behalten. Jede Impfung wird in Ihrem Impfausweis dokumentiert.

Ist die Blutgruppe im Impfpass vermerkt?

Es gibt in der Regel nur zwei Dokumente, in denen die Blutgruppe vermerkt ist. Das sind der Mutterpass und der Blutspendeausweis. In besonderen Fällen kann sich eine Ärztin oder ein Arzt auch dafür entscheiden, die Blutgruppe im Impfausweis zu vermerken, aber das ist die Ausnahme.

Kann man sich auch überimpfen lassen?

Das RKI stellt klar: „Von zusätzlich verabreichten Impfstoffdosen geht in der Regel kein erhöhtes Risiko aus“. Aus diesem Grund könnten auch Kombinationsimpfstoffe verabreicht werden – selbst wenn nicht alle Impfkomponenten erforderlich sind –, um beispielsweise die Zahl der Injektionen zu verringern.

Hat man nach 10 Jahren noch Tetanusschutz?

Für Säuglinge, Kinder und Jugendliche gelten die Empfehlungen im Impfkalender (Grundimmunisierung im Säuglingsalter, Auffrischung im Vorschulalter, erneute Auffrischung mit 9-16 Jahren). Auffrischungsimpfungen für Erwachsene mit vollständiger Grundimmunisierung sollen alle 10 Jahre erfolgen.

Kann man sich gezwungen impfen lassen?

Impfungen sind normalerweise freiwillig. Das heißt: Man kann selbst entscheiden, ob man sich gegen eine Krankheit impfen lassen will. Wenn man es nicht tut, hat das keine Folgen. Bei einer Impf-Pflicht ist das anders.