Zuletzt aktualisiert am 7. Juli 2026
Die Malaria beginnt i.d.R. mit unspezifischen Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie einem allgemeinem Krankheitsgefühl. Häufig werden solche Anzeichen als grippaler Infekt oder Magen-Darm-Infektion fehlinterpretiert. Malaria tropica: Es handelt sich um die gefährlichste Malaria-Art.
Wie merke ich, ob ich Malaria habe?
Was sind die Malaria-Symptome & wie ist der Verlauf? Die ersten Malaria-Symptome sind in der Regel unspezifische Beschwerden wie Fieber und Fieberschübe, Kopf- und Gliederschmerzen, Schwitzen und Frieren mit Schüttelfrost und ein allgemeines Krankheitsgefühl.
Wann brechen die ersten Symptome von Malaria aus?
Die Malaria bricht nach der Infektion nicht sofort aus.
Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, hängt vor allem vom Erregertyp ab: Plasmodium falciparum: 7 bis 15 Tage. Plasmodium vivax und Plasmodium ovale: 12 bis 18 Tage. Plasmodium malariae: 18 bis 40 Tage.
Kann Malaria unbemerkt bleiben?
Plasmodium ovale – Malaria tertiana) können lange Zeit unbemerkt im Körper verbleiben und verursachen die Krankheitssym- ptome erst Monate bis Jahre später.
Kann man Malaria auch ohne Fieber haben?
In seltenen Fällen kann die Malaria tropica auch fieberlos verlaufen und Symptome verursachen, die nicht unmittelbar an Malaria denken lassen, wie Mikrozirkulationsstörungen, Verwirrtheit oder Bewußtlosigkeit. Bei Verdacht auf Malaria sollte immer eine ärztliche Diagnose gestellt werden.
Der Malariakreislauf -- wie Malaria im menschlichen Körper wirkt
Kann ich Malaria haben, ohne Fieber zu haben?
Obwohl es keine Standarddefinition für „asymptomatische“ Malariainfektionen gibt, wird allgemein davon ausgegangen, dass es sich um eine Malariaparasitämie jeglicher Dichte handelt, bei der weder Fieber noch andere akute Symptome auftreten und die bei Personen auftritt, die in letzter Zeit keine Malariabehandlung erhalten haben [2].
Wie kann man Malaria ausschließen?
Durch die klinischen Krankheitserscheinungen kann die Diagnose "Malaria" weder sichergestellt noch ausgeschlossen werden. Dies ist nur durch den Nachweis von Parasiten oder Parasitenbestandteilen im Blut möglich. Daher sollte vor einer Therapie immer eine Diagnostik erfolgen.
Was ist stille Malaria?
Während Menschen in Malaria-Endemiegebieten den Parasiten oft in sich tragen, ohne Symptome zu zeigen , wurden diese „stillen“ Infektionen traditionell als nützlich angesehen – man ging davon aus, dass sie dazu beitragen, die Immunität aufrechtzuerhalten und künftigen Erkrankungen vorzubeugen.
Welches Mittel hilft gegen Malaria?
Da im Falle einer Notfallselbstbehandlung der Erreger nicht bekannt ist, sollte immer eine Malaria tropica-Infektion angenommen und entsprechend mit Riamet®/Coartem®* oder Malarone/Malanil®* sowie in bestimmten Regionen mit Resochin®* (s.u.) behandelt werden.
Wie schnell ist Malaria nachweisbar?
Nach wenigen Minuten ist die Diagnose sicher. Meistens zeigen diese Tests die Art der Erreger an. Stehen diese Möglichkeiten innerhalb kurzer Zeit nicht zur Verfügung, so muss eine Behandlung auf Verdacht hin erfolgen – die Diagnose lässt sich in den Folgetagen dann noch absichern.
Wann treten die ersten Symptome von Malaria auf?
Die Krankheit bricht erst aus, wenn sich die Malariaerreger in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) vermehren. Die ersten Symptome können bei der Malaria tropica und der seltenen Knowlesi-Malaria frühestens 6 Tage nach der Übertragung des Erregers auftreten.
Was sind die Symptome einer leichten Malaria?
Die Symptome können leicht oder lebensbedrohlich sein. Leichte Symptome sind Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen . Schwere Symptome sind Müdigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfälle und Atembeschwerden. Säuglinge, Kinder unter 5 Jahren, schwangere Frauen und Mädchen, Reisende sowie Menschen mit HIV oder AIDS haben ein höheres Risiko für eine schwere Infektion.
Ist Schwindel ein Symptom von Malaria?
Malaria äußerst sich anfangs meist mit grippeähnlichen Symptomen und Abgeschlagenheit. Häufige Beschwerden sind Gliederschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen. Im weiteren Verlauf zeigen sich dann oft auch Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Rückenschmerzen.
Wie kündigt sich Malaria an?
Malaria tertiana: Sie beginnt plötzlich mit Fieber und unspezifischen Beschwerden. Innerhalb weniger Tage treten Fieberanfälle oft alle 48 Stunden auf. I.d.R. kommt es in den späten Nachmittagsstunden zu Schüttelfrost und hohem Fieber.
Wie viel kostet ein Malariatest?
4,18 € / 1 St.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, Malaria zu überleben?
Wird die Malaria zu diesem Zeitpunkt bereits erkannt und behandelt, so hat der Patient praktisch eine hundertprozentige Überlebenschance. Mit jedem Tag, den man zuwartet, sinkt die Überlebenschance. Unbehandelt endet die Malaria tropica bei 50 bis 60 % der Mitteleuropäer tödlich!
Wie stellt man fest, ob man Malaria hat?
Aufschlussreich bei Malaria: Die Blutuntersuchung
In einem sogenannten Blutausstrich werden die Blutzellen angefärbt. Unter dem Mikroskop sind die Malaria-Erreger innerhalb der roten Blutkörperchen zu erkennen.
Wie lange ist man bei Malaria krank?
So verläuft die Malaria tropica mit einer Inkubationszeit von 6 bis 30 Tagen oft schwer und führt ohne Behandlung häufig zum Tod. Bei der Malaria tertiana kann die Inkubationszeit bis zu ein Jahr betragen, schwere Verläufe sind jedoch eher selten.
Sind Malaria-Tabletten sinnvoll?
Chemoprophylaxe gegen Malaria
Durch die vorbeugende Einnahme von Malaria-Tabletten sollen die Erreger im Blut abgetötet werden, falls es tatsächlich zu einer Malaria-Infektion kommt. Insbesondere bei Reisen in Hochrisikogebiete wird eine Chemoprophylaxe in der Regel empfohlen.
Was tut man gegen Malaria?
Doxycyclin ist zur Prophylaxe der Malaria tropica in Gebieten mit Multiresistenzen geeignet und wird von der WHO für einige Regionen empfohlen. In Deutschland ist Doxycyclin für diese Indikation nicht zugelassen und kann nur als sog. Off-Label Use verordnet werden.
Was ist die Todesursache bei Malaria?
Typische Symptome
In schweren Fällen kann die Krankheit innerhalb kurzer Zeit zu Koma oder Tod führen. Wenn eine Malariainfektion nicht behandelt wird und längere Zeit anhält, kann sie zu Anämie, Milzriss und Nierenversagen führen.
Was greift Malaria an?
Die Malaria-Parasiten (Plasmodien) gelangen über den Stich einer infizierten Anopheles-Mücke in den Menschen, wo sie sich zunächst in den Leberzellen vermehren und dann die roten Blutkörperchen befallen. In diesen Zellen vermehren sie sich erneut und zerstören sie schließlich.
Kann man Malaria ohne Fieber haben?
Fieber ist das Kardinalsymptom der Malaria mit Auftreten im Verlauf bei allen Patient*innen. Bei initialer Vorstellung sind aber 50 % der Fälle afebril mit sonstigen Symptomen (Durchfall, abdominelle Beschwerden, Kopfschmerzen, Myalgien, Arthralgien).
Wann zum Arzt bei Malaria?
Merksätze: Wenn Fieber über mehr als 2 Tage auftritt sofort zum Arzt. Wenn kein Arzt erreichbar ist sofort mit der Notfalltherapie beginnen.
Welches Notfallmedikament bei Malaria?
Erkranken Sie an Fieber ( > 37,5 Grad C ), nehmen Sie die nachfolgend genannten Medikament ein: Erwachsenendosis (Körpergewicht >40kg): Atovaquone plus Spirig HC oder Atovaquone Proguanil 250/100 oder Malarone® 4 Tbl pro Tag an 3 aufeinanderfolgenden Tagen als Einzeldosis.