Zuletzt aktualisiert am 26. Februar 2026
Fazit. Der Anspruch auf Lohnfortzahlung besteht während der gesamten Kündigungsfrist, nach Ende der Beschäftigung zahlt die Krankenkasse Krankengeld. Eine Erkrankung nach Erhalt der Kündigung hat keinen Einfluss auf die Fristen für eine Kündigungsschutzklage.
Was passiert, wenn ich nach Kündigung krank bin?
Wer zahlt bei Krankschreibung nach Kündigung? In den ersten 6 Wochen der Erkrankung besteht Anspruch auf die übliche Lohnfortzahlung. Der Arbeitgeber zahlt weiterhin das Gehalt in voller Höhe. Dauert die Erkrankung länger als 6 Wochen an, wird die Lohnfortzahlung durch das Krankengeld abgelöst.
Ist es möglich, sich nach einer Kündigung krankschreiben zu lassen?
Ja, grundsätzlich ist es möglich, sich nach einer Kündigung krankschreiben zu lassen. Dabei ist anfangs irrelevant, ob die Kündigung durch den Arbeitgeber oder den Arbeitnehmer erfolgte. Solch eine AU-Bescheinigung hat grundsätzlich den gleichen Wert wie eine Krankschreibung zu anderen Zeitpunkten.
Was passiert, wenn ich kündige und krank werde?
Krank während der Kündigungsfrist
Wenn Sie selbst kündigen, ändert sich durch Ihre Arbeitsunfähigkeit nichts an der Kündigungsfrist. Wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber gekündigt hat, wird die Kündigungsfrist für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall unterbrochen.
Was passiert, wenn man nach Kündigung nicht mehr zur Arbeit geht?
In den meisten Fällen haben Sie für die Dauer der Kündigungsfrist weiterhin Anspruch auf Ihr Gehalt. Wenn Sie allerdings unentschuldigt fehlen, kann Ihr Arbeitgeber das Gehalt für die Tage, an denen Sie nicht gearbeitet haben, einbehalten.
Krankschreibung nach Kündigung - Kann das Ärger geben? | Rechtsanwältin Nicole Mutschke
Bin ich verpflichtet, nach Kündigung zu arbeiten?
Sie erhalten während der Kündigungsfrist Ihr gewöhnliches Gehalt. Nach der Kündigungsfrist endet Ihr Arbeitsverhältnis grundsätzlich. Sie dürfen und müssen nicht weiterarbeiten. Wenn Sie allerdings gegen die Kündigung klagen, muss der Arbeitgeber Sie für die Dauer des Prozesses unter Umständen weiterbeschäftigen.
Warum wird man nach Kündigung freigestellt?
In welchen Fällen erfolgt eine Freistellung? Eine Freistellung kommt insbesondere im Rahmen von verhaltens– oder personenbedingten Kündigung vor. Oft gilt das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer als derartig gestört, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht zumutbar erscheint.
Kann ich mich krankschreiben lassen, wenn ich selbst gekündigt habe?
Das Wichtigste zusammengefasst. Auch nach einer Kündigung können Sie sich noch krankschreiben lassen. Bestätigt ein Arzt Ihre Arbeitsunfähigkeit, muss der Arbeitgeber dies in aller Regel akzeptieren und Sie weiterbezahlen.
Ist es möglich, sich nach einer Kündigung durch den Arbeitgeber krankschreiben zu lassen?
Tritt der Krankenstand erst nach einem Kündigungsausspruch ein, dann endet der Entgeltfortzahlungsanspruch jedenfalls mit dem Kündigungstermin. Kollektivverträge können davon allerdings abweichende Regelungen vorsehen.
Wie lange darf man krank sein Kündigung?
Die Gerichte prüfen immer die letzten drei Jahre vor der Kündigung. War der Beschäftigte in drei Jahren immer mehr als 30 Tage krank, so droht eine Kündigung. Hier spricht man von häufigen Kurzerkrankungen.
Was kann ich nach einer Kündigung wegen Krankheit tun?
Was tun bei einer krankheitsbedingten Kündigung? Wenn Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer eine krankheitsbedingte Kündigung erhalten haben, müssen Sie sich innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung entscheiden, ob Sie dagegen vorgehen wollen, d.h. ob Sie Kündigungsschutzklage erheben wollen oder nicht.
Wie lange kann man sich wegen Burnout krankschreiben lassen?
Deine Burnout-Krankschreibung ist bis zu 18 Monate durch Lohnfortzahlung und Krankengeld abgesichert. Die volle Lohnfortzahlung erhältst Du in den ersten sechs Wochen.
Kann ein Arbeitgeber den Urlaub nach einer Kündigung verweigern?
Nein, vom eigenmächtigen Urlaubsantritt kann nur abgeraten werden. Auch nach einer Kündigung muss die Verwertung des Resturlaubs erst genehmigt werden.
Kann der Arbeitgeber die Echtheit meiner Krankschreibung nach der Kündigung anzweifeln?
Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hat grundsätzlich einen hohen Beweiswert. Der Arbeitgeber kann die Echtheit der AUB aber anzweifeln und das Attest anfechten, insbesondere wenn dieses auffällig genau bis zum Ende der Kündigungsfrist reicht.
Wie verhält man sich nach einer eigenen Kündigung?
Gehen Sie mit einer positiven Einstellung in das Gespräch und bleiben Sie freundlich und sachlich. Eine Abrechnung mit dem Unternehmen ist fehl am Platz. Bedanken Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber für die gute Zusammenarbeit. Lassen Sie ihn wissen, wie Ihre berufliche Entwicklung davon profitiert hat.
Was sagen bei Krankmeldung wegen Psyche?
Es reicht, wenn du sagst, dass eine psychische Belastung der Grund für deine Krankschreibung ist oder dass du in psychotherapeutischer Behandlung bist. Der Schwerpunkt des Gesprächs sollte nicht auf der Krankheitsgeschichte, sondern auf gegenseitigem Verständnis und dem Austausch von Überlegungen liegen.
Kann ich mich krankschreiben lassen, wenn ich arbeitslos bin?
Ja. Wenn Sie arbeitslos gemeldet sind, gehört es zu Ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Mitwirkungspflicht, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei uns einzureichen.
Was passiert mit Resturlaub bei Kündigung und Krankheit?
Das Wichtigste zum Resturlaub:
Wenn Sie nach der Kündigung krankgeschrieben werden, verfällt Ihr Resturlaub an den Krankheitstagen nicht. Achten Sie unbedingt auf Verfallsfristen im Arbeitsvertrag! Achten Sie unbedingt auf „Abgeltungs- und Erledigungsklauseln“ in Aufhebungsverträgen!
Ist eine Kündigung wegen Krankheit bei einem unbefristeten Vertrag möglich?
Auch die Kündigung wegen Krankheit bei einem unbefristeten Vertrag ist grundsätzlich zulässig. Fällt der Arbeitnehmer jedoch in den Schutzbereich des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG), ist die Beendigung des Arbeitsverhältnisses nur möglich, wenn einer der im KSchG geregelten Kündigungsgründe vorliegt.
Kann man sich wegen psychischer Belastung krankschreiben lassen?
Besitzt Du wirksame Strategien, um mit Deiner psychischen Belastung umzugehen, kann eine Krankschreibung von einigen Tagen bereits hilfreich sein. Vorausgesetzt, Du nutzt die Zeit effektiv für Dich. Im Falle eines Burnouts kann eine Krankschreibung jedoch auch mehrere Monate andauern.
Wer zahlt nach Kündigung im Krankenstand?
Arbeitgeber muss Entgelt weiterbezahlen
Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen müssen Arbeitgeber:innen bei einer Kündigung im Krankenstand das Entgelt im Krankenstand auch nach Ende des Arbeitsverhältnisses weiterbezahlen, sofern die Arbeitnehmer:innen noch einen Anspruch darauf haben.
Wie hoch ist das Arbeitslosengeld nach einer Kündigung?
Höhe des Arbeitslosengelds nach Kündigung
Das Arbeitslosengeld liegt nach Kündigung bei 60 % - 67 % des vorherigen Einkommens.
Kann ich mich nach Kündigung krankschreiben lassen?
Es spricht nichts dagegen, sich nach einer Kündigung krankschreiben zu lassen. Wichtig ist, dass die Krankmeldung aus medizinischen Gründen erfolgt.
Habe ich nach einer Kündigung Anspruch auf sofortige Freistellung?
Habe ich einen Anspruch auf Freistellung bei Kündigung? Grundsätzlich hat ein Arbeitnehmer nach Erhalt der Kündigung keinen Anspruch auf Freistellung. Er ist noch immer verpflichtet, dem Arbeitsleistungsanspruch des Arbeitgebers nachzukommen. Dieser ist jedoch verpflichtet, Sie zur Arbeitssuche freizustellen.
Kann ich nach einer Kündigung freigestellt werden?
Anders als bei Urlaub oder Krankheit besteht bei einer Kündigung kein gesetzlicher Anspruch des Arbeitnehmers auf Freistellung. Einvernehmliche Freistellungen sind grundsätzlich möglich. Eine einseitige Freistellung durch den Arbeitgeber ist unzulässig, wenn dieser sich nicht auf einen sachlichen Grund stützen kann.