Was kann man gegen Panikattacken tun?

Zuletzt aktualisiert am 23. September 2026

Akutmittel bei Panikattacken – das hilft Ihnen bei einer Panikattacke sofort:
  1. Bleiben Sie möglichst in der Situation und machen Sie trotz Angst weiter. ...
  2. Erinnern Sie sich: Die körperlichen Symptome sind Ausdruck der Angst, aber nicht lebensbedrohlich. ...
  3. Ablenkung hilft. ...
  4. Werden Sie körperlich aktiv. ...
  5. Bewusst atmen.

Was hilft sofort gegen Angst- und Panikattacken?

SOS-Tipps bei Panikattacken
  1. Atmung kontrollieren. Wenn dich das ungute Gefühl einer einsetzenden Panikattacke beschleicht, oder auch wenn du schon mittendrin bist, konzentriere dich auf deine Atmung: ...
  2. „Stopp“ sagen. ...
  3. Sport machen. ...
  4. Fäuste ballen. ...
  5. Dich erfrischen. ...
  6. Bleiben, wo du bist. ...
  7. Gedanken umlenken.

Wie komme ich aus einer Panikattacke raus?

Die 4-7-8-Atmung hilft dir, dich während einer Panikattacke wieder zu beruhigen: Atme langsam durch die Nase ein, zähle dabei bis vier. Halte den Atem an, zähle dabei bis sieben. Atme kräftig durch den Mund aus, zähle dabei bis acht. Wiederhole die Übung so lange, bis du dich etwas beruhigt hast.

Warum bekommt man eine Panikattacke?

Ihre physiologische Ursache liegt zunächst in der überschießenden Stressreaktion. Betroffene geraten dadurch in einen Teufelskreis der Angst, in dem sich die Angstgefühle und die körperlichen Symptome gegenseitig verstärken. Kennzeichen einer Panikattacke sind ihr plötzliches Auftreten und ihre relativ kurze Dauer.

Was will der Körper mit einer Panikattacke sagen?

Weil der Körper denkt, er sei in Gefahr, schüttet er die Stresshormone Cortisol und Adrenalin aus. Dadurch verengen sich Blutgefäße, was zu einem schnelleren Herzschlag und flacheren Atem bis hin zu Atemnot führen kann. Diese Symptome sorgen dafür, dass Betroffene Todesängste ausstehen müssen.

Angst überwinden: Tipps bei Angst und Warnsignale erkennen | Dr. Julia Fischer | ARD Gesund

Was fehlt dem Körper bei Panikattacken?

Ein Ungleichgewicht von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut (Hyperventilation) kann eine Panikattacke ebenso auslösen wie auf das Gehirn wirkende Substanzen oder Vitamin-B-Mangel.

Was hilft gegen Panikattacken mit Hausmitteln?

Diese Hausmittel gegen Panikattacken sind einfach anwendbar und können im Alltag schnell Linderung bringen:
  1. Baldriantee.
  2. Lavendelduft.
  3. Kamille zur Beruhigung.
  4. Wechselduschen.
  5. Atemübungen.

Welche Menschen sind anfällig für Panikattacken?

Bei 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung liegt jährlich eine Panikstörung vor. Bei Frauen ist die Wahrscheinlichkeit von Panikstörungen doppelt so hoch wie bei Männern. Panikstörungen beginnen in der Regel im späten Jugend- oder frühen Erwachsenenalter (siehe Panikstörung bei Kindern und Jugendlichen).

Wie kündigt sich eine Panikattacke an?

Von einer Panikattacke spricht man, wenn man sich plötzlich sehr fürchtet oder Angst hat. Der Betroffene kann auch Schmerzen in der Brust, ein Erstickungsgefühl und einen flauen Magen haben, sich schwindelig fühlen oder unter Atemnot leiden. Eine Panikattacke dauert kurze Zeit an.

Was macht der Arzt bei Panikattacken?

Ob eine Agoraphobie oder Panikstörung vorliegt, kann im Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin geklärt werden. Dabei werden die konkreten Beschwerden und die Situationen erfasst, in denen Angst aufgetreten ist. Auch andere Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden.

Welchen Punkt drücken bei Panikattacken?

Der Punkt liegt am inneren Ende der Handgelenksfalte seitlich neben dem Erbsenbein und ist ein wirkungsvoller Akupressurpunkt bei Herzrasen, Angst und Panikattacken. Er ist der Beruhigungspunkt des Herzmeridians – d.h. er kann das Herz beruhigen.

Was verschlimmert eine Panikattacke?

Stress in Beruf und Familie, angeborene Ängste wie Höhenangst oder Angst vor Insekten oder psychische Vorerkrankungen wie eine Depression können Panikattacken auslösen. Ein ungesunder Lebensstil, zu wenig Bewegung sowie bestimmte Sucht- und Genussmittel verschlimmern die Attacken.

Wie kann ich Angstgedanken stoppen?

Im Folgenden stellen wir 7 Methoden vor, die helfen, akute Angst Schritt für Schritt in den Griff zu bekommen:
  1. 4-7-8-Atmung. ...
  2. Zählen. ...
  3. Progressive Muskelentspannung. ...
  4. Achtsamer Spaziergang. ...
  5. Visualisierung. ...
  6. Affirmationen. ...
  7. Pausen. ...
  8. Weichen Sie der Angst nicht aus.

Wie beruhige ich mich schnell?

10 Tipps zur Beruhigung
  1. Bewusst atmen. ...
  2. Muskelentspannung nach Jacobson. ...
  3. Singen als Weg zur Beruhigung. ...
  4. Fähigkeit zur Beruhigung trainieren. ...
  5. Schultern aktiv fallen lassen. ...
  6. Die beruhigende Kraft der Passionsblume. ...
  7. Lächeln lässt uns beruhigter mit Belastendem umgehen. ...
  8. Ablenkung als wertvolle Möglichkeit der Beruhigung.

Was sind stille Panikattacken?

Eine stille Panikattacke verläuft ohne sichtbare äußere Symptome. Die Betroffenen erleben innere Unruhe, Herzrasen oder Angstgefühle, ohne dass andere es bemerken.

Wie oft am Tag sind Panikattacken normal?

Panikattacken können mehrere Male am Tag oder auch nur einmal in mehreren Jahren auftreten. Sie sind sogar während des Schlafens möglich, so dass Betroffene von ihnen aufwachen. Viele Menschen haben ein- oder zweimal im Leben eine Panikattacke, was aber durchaus normal und noch keine Panikstörung ist.

Wie kriege ich eine Panikattacke weg?

Psychotherapie gegen Panikattacken

Psychotherapie kann sehr wirksam bei der Behandlung von Panikstörungen sein. Besonders bewährt hat sich die kognitive Verhaltenstherapie. Sie hilft, angstauslösende Gedanken zu erkennen und zu hinterfragen, um den Kreislauf aus Angst und körperlichen Reaktionen zu durchbrechen.

Sind Panikattacken gefährlich für das Herz?

Dabei ist er einer der größten vermeidbaren Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Denn belastender Stress sorgt dafür, dass unser Blutdruck ansteigt. Im schlimmsten Fall kann das – bei Dauerstress – zu einem Herzinfarkt, einer Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder Herzversagen führen.

Wann sollte man bei einer Panikattacke den Notarzt rufen?

Wegen des Gefühls von starken körperlichen Symptomen oder sogar Todesangst, rufen Betroffene nicht selten den Notarzt. Im Krankenhaus klingen die Symptome vielleicht ab und die Ärzt*innen finden keine körperliche Ursache. Dann ist es wichtig, dass möglichst schnell die Diagnose einer Panikstörung gestellt wird.

Was sind Auslöser für Panikattacken?

Heute wird davon ausgegangen, dass manche Menschen eine erhöhte Angstbereitschaft aufweisen und durch belastende Kindheitserfahrungen, Erziehungsstile (z. B. überbehütend), ungünstige Lernerfahrungen oder stressige Lebensereignisse das Risiko für die Entwicklung einer Angststörung weiter steigt.

Ist eine Panikattacke heilbar?

Wird die Panikstörung behandelt, ist die Prognose gut. Bei den meisten Patienten verbessern sich die Symptome oder verschwinden ganz. Wenn Panikattacken zusammen mit andere psychischen Erkrankungen auftreten, ist die Behandlung meist etwas langwieriger.

Hat man bei einer Panikattacke immer Todesangst?

Neben Herzrasen, Atemnot und Schwindel verspüren Betroffene dabei eine extreme Angst, häufig sogar ein Gefühl von Todesangst. Obwohl sie in der Regel nur kurze Zeit andauern, sind Panikattacken für Betroffene deshalb sehr beängstigend und können sich stark auf ihr tägliches Leben auswirken.

Was trinken gegen Panikattacken?

Kaffee hat erstmal einen positiven Effekt auf unser Nervensystem: Er steigert die Konzentration und kann sogar anregen, dass Glückshormone wie Dopamin ausgeschüttet werden. Der Blutdruck sowie die Herzfrequenz sind nach einer Tasse Kaffee erhöht und motorische Fähigkeiten werden verbessert.

Welcher Arzt bei Panikattacken?

Haben Menschen den Eindruck, bei Ihnen entwickelt sich eine Angststörung, kann der Hausarzt der erste Ansprechpartner sein. Agoraphobie und Panikstörungen lassen sich sehr gut mit Psychotherapie behandeln. Panikattacken können scheinbar aus dem Nichts heraus auftreten.

Wie lange dauert eine Panikattacke?

Eine Attacke kann wenige Minuten und im Extremfall einige Stunden anhalten - die meisten Panikattacken dauern jedoch nicht länger als 30 Minuten. Die Häufigkeit der Attacken kann zwischen mehrfach täglich bis monatlich schwanken. Die Patienten leben manchmal in ständiger Angst vor der nächsten Attacke.