Was ist mit Selbstbehalt gemeint?

Zuletzt aktualisiert am 8. Juni 2026

Der Selbstbehalt ist der Geldbetrag, der einer Person, die Unterhalt zahlen muss, monatlich mindestens zum Leben bleiben muss. Das soll sicherstellen, dass niemand so viel zahlen muss, dass das eigene Existenzminimum unterschritten wird.

Was versteht man unter Selbstbehalt?

Ganz simpel: Der Begriff Selbstbehalt bezeichnet den Betrag den der Versicherte im Leistungsfall einer Versicherung selbst trägt. Der Selbstbehalt ist bei Versicherungen gang und gäbe. Was er für Vorteile hat und wie er sich auf Deinen Tarif auswirkt, erklären wir Dir hier!

Was bedeutet 1000 € Selbstbehalt?

Statt eines festen Betrags legt der Versicherer einen prozentualen Anteil an den Kosten als Selbstbehalt fest. Dieser ist jedoch meist gedeckelt. Beispiel: Der Versicherungsnehmer zahlt 10 Prozent der Kosten, maximal jedoch 1.000 Euro pro Jahr aus eigener Tasche.

Was bedeutet Selbstbehalt einfach erklärt?

Selbstbehalt: Was ist das? Ein Selbstbehalt ist der finanzielle Anteil, für den Sie als Versicherter im Schadenfall selbst aufkommen. Klassische Versicherungen mit Selbstbehalt sind zum Beispiel private Krankenversicherungen, Kfz-Versicherungen sowie Berufshaftpflicht- oder Betriebshaftpflichtversicherungen.

Was muss vom Selbstbehalt bezahlt werden?

Der Selbstbehalt besagt, wie viel Geld dem Unterhaltspflichtigen nach Abzug aller Unterhaltszahlungen und aller berücksichtigungsfähigen Schulden mindestens noch für sich selbst übrig bleiben muss.

Policenschreck erklärt: Der Selbstbehalt

Wie funktioniert das mit dem Selbstbehalt?

Der Selbstbehalt ist die prozentuale Kostenbeteiligung des Versicherten an Versicherungsleistungen. Sobald die Gesundheitsausgaben den Betrag der Franchise überschreiten, übernimmt die Krankenkasse in der Grundversicherung 90 Prozent der Kosten. Die restlichen 10 Prozent der Kosten bezahlen die Versicherten selber.

Wie viel Geld muss mir übrig bleiben, wenn ich Kindesunterhalt zahlen muss?

Beim Kindesunterhalt haben Sie einen Eigenbehalt von 1.450 Euro, wenn Sie berufstätig sind und die Kinder minderjährig oder bis zur Vollendung des 21. Lebensjahrs in der Ausbildung sind, dabei unverheiratet sind und noch im Haushalt der Eltern leben. Sind Sie nicht berufstätig, sind es bei solchen Kindern 1.200 Euro.

Wie viel Geld muss mir im Monat zum Leben bleiben?

Seit dem 1. Juli 2023 liegt der Sockelbetrag für Alleinstehende bei 1.402,28 Euro netto im Monat. Leben unterhaltspflichtige Personen im Haushalt des Schuldners, gelten höhere Pfändungsfreigrenzen. Liegt das Nettoeinkommen über der Freigrenze, wird der darüber liegende Betrag zwischen Schuldner und Gläubigern geteilt.

Was reduziert den Unterhalt?

Welche Faktoren reduzieren den Unterhaltsanspruch?
  • Selbstbehalt. ...
  • Verfügbares Nettoeinkommen. ...
  • Rangfolge im Unterhalt. ...
  • Unbilliges Verhalten. ...
  • Kurze Ehe. ...
  • Neuer Partner. ...
  • Verweigerung der Kontaktaufnahme zum Unterhaltsschuldner.

Kann der Selbstbehalt für Kindesunterhalt gekürzt werden?

Wann Ihr Selbstbehalt gekürzt werden kann: Die Voraussetzungen. Ihr Selbstbehalt als Unterhaltspflichtiger kann um bis zu 10% (manchmal auch mehr, je nach Einzelfall und OLG-Bezirk) gekürzt werden, wenn Sie mit einem neuen Partner in einem gemeinsamen Haushalt leben und wirtschaften.

Wird die Miete beim Unterhalt berücksichtigt?

Miete und Unterhalt. Derjenige Ehegatte, der aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist und trotzdem weiterhin Miete für die alte Ehewohnung zahlt, kann diese Mietzahlungen beim Unterhalt berücksichtigen. Das gilt sowohl beim Ehegattenunterhalt als auch beim Kindesunterhalt.

Was kann ich tun, wenn der Selbstbehalt nicht reicht?

Reicht der Selbstbehalt nicht zum Leben, können sowohl der notwendige als auch der angemessene Selbstbehalt erhöht werden, wenn Ihre Wohnkosten beim notwendigen Eigenbedarf 520 € und beim angemessenen Eigenbedarf 650 € übersteigen und nicht unangemessen sind.

Was muss der Vater trotz Unterhalt zahlen?

Über den regulären Unterhaltsbedarf hinaus besteht die Möglichkeit Sonderbedarf von dem Unterhaltsschuldner zu verlangen. Dies beinhaltet beispielsweise Zahlungen für Arztrechnungen, allergiebedingte Einrichtung oder Klassenfahrten.

Wie hoch ist der Eigenbedarf für Unterhalt im Jahr 2025?

Im Jahr 2025 beträgt der Eigenbedarf eines erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen gegenüber unterhaltsberechtigten Kindern 1.450 Euro. Für nicht erwerbstätige Unterhaltspflichtige liegt der Eigenbedarf bei 1.200 Euro, was dem Existenzminimum entspricht.

Wieviel Geld braucht man zum Leben 1 Person?

Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten für eine Person durchschnittlich? Für eine einzelne Person liegen die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten in Deutschland laut Statistischem Bundesamt bei etwa 1.800 Euro pro Monat. Diese Zahl kann jedoch je nach Lebensstil und Wohnort variieren.

Wie hoch ist der Selbstbehalt für Pflegekosten?

Eigenanteil fürs Pflegeheim wird immer teurer

Ohne Zuschüsse liegt der Eigenanteil bei durchschnittlich 3.248 € pro Monat. Seit 2022 beteiligen sich die Pflegekassen mit einem gestaffelten Leistungszuschlag. Dadurch ergab sich für 2024 eine durchschnittliche Eigenbeteiligung von 2.984 € im Monat.

Wie viel Geld hat ein normaler Mensch auf dem Konto?

Die meisten Menschen in Deutschland haben deutlich weniger auf dem Konto, als der Durchschnitt vermuten lässt. Während der Durchschnitt bei 7.100 Euro liegt, beträgt der Median nur 1.800 Euro. Das zeigt: Viele haben unter 2.000 Euro, wenige sehr viel – und das verzerrt das Bild.

Wie lange muss der Vater Unterhalt für die Mutter zahlen?

Wenn ein Elternteil von der Familie getrennt lebt, kann zusätzlich ein weiterer Unterhaltsanspruch entstehen. Unterhaltsansprüche untereinander von betreuenden Eltern bestehen in der Regel drei Jahre nach Geburt des Kindes und längstens bis zum Erreichen des 12. Lebensjahres.

Was muss ich von meinem Selbstbehalt alles bezahlen?

Notwendiger Selbstbehalt

Sofern der Unterhaltspflichtige erwerbstätig ist, beträgt der Selbstbehalt in 2025 1.450 Euro, bei nicht Erwerbstätigen 1.200 Euro (Werte unverändert zu 2024). In diesem Betrag sind 520 Euro für die Wohnkosten (Warmmiete, einschließlich umlagefähiger NK und Heizung) enthalten.

Wann zahlt man keinen Selbstbehalt?

Keinen Kostenanteil zu bezahlen haben: Versicherte, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Kinder, welche als anspruchsberechtigte Angehörige bei den Eltern „mitversichert“ sind.

Kann ich trotz Schulden bei der Krankenkasse zum Arzt gehen?

Haben Sie Schulden bei der Krankenkasse und werden krank, können Sie ohne Angst vor weiteren Rechnungen zum Arzt gehen. Wer Schulden bei der Krankenkasse hat, ist trotzdem versichert. Zumindest in Fällen von akuter Behandlungsnot muss die Krankenkasse trotz Schulden die Kosten übernehmen.