Zuletzt aktualisiert am 25. Januar 2026
Die offizielle Abschiebung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei begann im Januar 1946. Während dieses Jahres wurden rund 2.256.000 Menschen ausgesiedelt, großteils nach Deutschland, zu einem kleinen Teil auch nach Österreich, wo letztlich 160.000 verblieben.
Was ist mit den Deutschen in Tschechien passiert?
Schließlich wurden bis Ende Oktober 1946 etwa drei Millionen Deutsche vertrieben und ihr Eigentum von den tschechischen und slowakischen Staaten enteignet (wo der Anteil der Deportierten viel geringer war).
Wie beliebt sind Deutsche in Tschechien?
In Tschechien ist das Deutsche laut Studien zwar die am zweithäufigsten genutzte Fremdsprache, auf fortgeschrittenem oder höherem Niveau sprechen es aber nur 8,5 Prozent der Bevölkerung. Tschechisch im Gegenzug können so wenig Deutsche, dass darüber nicht einmal Statistiken geführt werden.
Was geschah während der Hitlerzeit mit dem Sudetenland?
1. Oktober 1938 - Hitler Annexion Sudetenland
Bereits am 1. Oktober 1938 marschierte die deutsche Wehrmacht in die erste Zone des Sudetenlands ein. Die Wehrmachtssoldaten besetzten die fünfte und letzte Zone am 10. Oktober. Die NS-Propaganda stellte den Einmarsch als großen Erfolg dar.
Sind Sudetendeutsche Deutsche oder Tschechen?
Als Sudetendeutsche wurden alle in den böhmischen, mährischen und schlesischen Grenzgebieten der Tschechoslowakei lebenden Deutschen bezeichnet. Noch ein Jahrzehnt zuvor, bis in die 1930er Jahre, hatten sie als Minderheit weitgehende Rechte genossen, so der Osteuropahistoriker Detlef Brandes.
Wer ist die deutsche Minderheit in Tschechien?
Wem gehört das Sudetenland jetzt?
Gehört das Sudetenland heute zu Deutschland? Nein, das Sudetenland ist heute ein Teil der Tschechischen Republik . Wegen ihres Verrats vor dem Krieg wurden die ethnischen Deutschen 1945/46 aus dem Sudetenland vertrieben, und heute gibt es dort eine ethnisch tschechische Mehrheit.
Warum haben tschechische Städte Deutsche Namen?
Denn die deutschen Ortsnamen sind nichts anderes als ein Hinweis „auf den Reichtum dieser Region“. Er meint die über Jahrhunderte überwiegend von Deutschen besiedelten Gebiete in Böhmen und Mähren. Nach 1945 wurden die meisten Deutschen vertrieben.
War Österreich das Sudetenland?
Sudetenländer (auch Sudetische Länder; tschechisch Sudetské země) war die Bezeichnung der bis 1918 zu Österreich-Ungarn, dann zur Tschechoslowakei gehörigen Länder Böhmen, Mähren und Mährisch- oder Tschechisch-Schlesien.
Was war die Verschwörung des Sudetenlandes?
Die Oster-Verschwörung, auch Septemberverschwörung genannt, aus dem Jahr 1938 war ein Plan zum Sturz des deutschen Führers Adolf Hitler und des Nazi-Regimes für den Fall, dass Deutschland wegen des Sudetenlandes in den Krieg mit der Tschechoslowakei zog .
Was war Hitlers Grund für die Invasion?
Hitlers vorrangiges Ziel war die territoriale Expansion , die größtenteils von seinem Wunsch nach der Wiedervereinigung der deutschen Völker und seinem Streben nach „Lebensraum“ getrieben war, der es den Deutschen ermöglichen würde, wirtschaftlich unabhängig und militärisch abgesichert zu sein.
Wie nennt man Deutsche in Tschechien?
Als Sudentendeutsche oder Deutschböhmen bezeichnen sich die Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Tschechien bzw. die von dort nach Kriegsende vertriebenen Deutschen und deren Nachkommen.
Warum sprechen so viele Tschechen Deutsch?
Deutsch ist für Tschechen weitaus mehr als nur irgendeine Fremdsprache. Zu intensiv und bewegt war die Geschichte des Deutschen in Böhmen und Mähren während der letzten 100 Jahre, zu viele Emotionen gab es im Verhältnis Deutsch-Tschechisch. Seit der Wende hat sich wieder Pragmatismus im Sprachgebrauch durchgesetzt.
Sind Tschechen freundlich?
Bevor man sie näher kennenlernt, sind Tschechen oft formal und zurückhaltend. Sobald eine persönliche Beziehung entsteht, öffnen sie sich und erweisen sich als sehr freundliche Menschen. Allerdings sind viele nicht übermäßig spontan und sprechen in der Regel niemanden an, den sie nicht kennen.
Warum waren Deutsche in Tschechien?
Im 12. und 13. Jahrhundert kam es in Europa zu einer großen Siedlungsbewegung von West nach Ost, während der zahlreiche Deutsche nach Böhmen und Mähren zogen. Grund dafür waren revolutionäre Neuerungen in der Landwirtschaft, wie etwa die Erfindung der eisernen Egge oder die Einführung der Dreifelderwirtschaft.
Welche bekannten Sudetendeutschen gibt es?
Weltbekannte Forscher und Erfinder stammen aus den böhmischen Ländern: beispielsweise Ferdinand Porsche, der Konstrukteur des Volkswagens und berühmter Rennwagen, Josef Ressel, der Erfinder der Schiffsschraube, und Gregor Mendel, der die Erbgesetze entdeckt hat.
Woher kommen die meisten Ausländer in Tschechien?
aus der Ukraine, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien, der Mongolei und anderen asiatischen Ländern)1,2. Im Jahr 2013 kamen die größten Migrantengruppen aus der Ukraine (127.200), der Slowakei (73.400), Vietnam (61.700), der Russischen Föderation (33.000) und Polen (18.700)3.
Wie lange war Sudetenland deutsch?
Geschichte bis 1918
Bis zum 6. August 1806 gehörten Böhmen, Mähren und Schlesien dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation an, seit 11. August 1804 dem Kaisertum Österreich.
Was geschah mit dem Sudetenland nach dem Zweiten Weltkrieg?
Mehr als drei Millionen Sudetendeutsche wurden nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Tschechoslowakei vertrieben. Vor Beginn der organisierten Ausweisung von Deutschen waren schon Hunderttausende Opfer von wilder Vertreibung und Gewalt geworden.
Wie kamen die Deutschen in Sudetenland?
Im 12. und 13. Jahrhundert kamen viele Deutsche über die Randgebirge Sudeten, Erzgebirge, Oberpfälzer Wald und Böhmerwald in das Land. Sie kamen nicht als Eroberer, sie wurden von den böhmischen Landesfürsten gerufen.
Welche Nationalität hatten Sudetendeutsche?
Sudetendeutsche wurde nun zum politischen Sammelbegriff für alle im deutschen Sprachraum der böhmischen, mährischen und schlesischen Grenzgebiete der Tschechoslowakei lebenden Deutschen.
Wie heißt das Sudetenland heute?
während in Mähren und Sudeten-Schlesien der deutsche Bevölkerungsanteil besonders gering ist. 1990: Am 29. März wird die Staatsbezeichnung „Tschechoslowakei“ annulliert und nennt sich nun „Tschechisch und Slowakische Föderative Republik“.
Welche tschechischen Städte haben deutsche Namen?
- Cáchy: Aachen.
- Cáhlov: Freistadt.
- Cáhnov: Hohenau an der March.
- Celovec na Vrbském jezeře/jezeru: Klagenfurt am Wörthersee.
- Český Bejdov: Waidhofen an der Thaya.
- Chotěbuz: Cottbus.
- Chýžice: Bad Kissingen.
- Čistějov: Zistersdorf.
Wer sind die Sorben?
Die Sorben (obersorbisch Serbja, niedersorbisch Serby, vor allem in der Niederlausitz auf Deutsch auch Wenden, deutsch veraltet bzw. in den slawischen Sprachen bis heute Lausitzer Serben) sind eine westslawische Ethnie, die vorwiegend in der Lausitz im östlichen Deutschland lebt.
Waren Teile von Tschechien mal Deutsch?
Geschichte Tschechien. In ihrer historischen Entwicklung gehörten die böhmischen und mährischen Länder zunächst zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, seit 1815 zum Deutschen Bund und nach 1866 zur österreichischen Reichshälfte der Donaumonarchie.
Woher kommt das tschechische Volk?
Ungefähr im 4. Jahrhundert v.Ch. war das Gebiet der heutigen Tschechischen Republik von Kelten besiedelt. Sie waren nach wissenschaftlichen Erkenntnissen der erste Volksstamm, der in dieses Gebiet vordrang.