Was ist Hammerschlagsrecht?

Zuletzt aktualisiert am 23. Februar 2026

Das Hammerschlagsrecht ist eine rechtliche Regelung, die einem Eigentümer oder einer Eigentümerin das Recht gibt, unter bestimmten Voraussetzungen das Nachbargrundstück vorübergehend zu betreten oder zu nutzen.

Was besagt das Hammerschlagsrecht?

Das Hammerschlagsrecht erlaubt es einem Grundbesitzer, das Grundstück des Nachbarn zu betreten, um an seinem eigenen Gebäude Reparaturarbeiten auszuführen. Das Leiterrecht erlaubt es ihm, auf dem Nachbargrundstück ein Gerüst aufzustellen sowie eventuell dort Geräte und Materialien vorübergehend zu lagern.

Wer darf ungefragt mein Grundstück betreten?

Grundsätzlich gilt: Wird das Betreten des Nachbargrundstückes erforderlich, so darf das nur mit Zustimmung des Nachbarn geschehen. In vielen Fällen muss der Eigentümer dulden, dass der Nachbar sein Grundstück betritt.

Wie lange darf mein Nachbar ein Gerüst auf mein Grundstück stellen?

Die Eigentümerin verlangt vom Nachbarn, es zu dulden, dass sie auf dem Nachbargrundstück für die Dauer von einem Monat an ihrer Hauswand ein Gerüst zur Durchführung von Sanierungsarbeiten errichten sowie das Nachbargrundstück für die Durchführung der Arbeiten betreten und benutzen lässt.

Kann ich meinem Nachbarn verbieten, mein Grundstück zu betreten?

Wer das Nachbargrundstück betreten möchte, muss den Nachbarn immer um Erlaubnis bitten. Wer dies nicht beachtet oder widerrechtlich gegen den Willen des Nachbarn dessen Grundstück betritt, begeht Hausfriedensbruch. Nur ausnahmsweise dann, wenn ein Betretungsrecht besteht, hat der Nachbar das Betreten zu dulden.

Was ist das Hammerschlagsrecht?

Was ist der Zugang über ein fremdes Grundstück?

Das Wegerecht ermöglicht den Zugang zu einem Grundstück über ein fremdes Grundstück. Es gibt zwei Hauptarten des Wegerechts: das gesetzliche Notwegerecht und die vertragliche Grunddienstbarkeit. Das Notwegerecht gilt, wenn ein Grundstück keinen angemessenen Zugang zur öffentlichen Straße hat.

Wann endet das Gewohnheitsrecht?

Ein Gewohnheitsrecht entfällt, wenn entgegenstehendes Recht in Kraft tritt. Das ist beispielsweise beim Wegerecht der Fall. Bei diesem können sich Grundstückseigentümer heute nicht mehr auf ein Gewohnheitsrecht berufen. Das bekräftigte der Bundesgerichtshof im Januar 2020 mit einem Urteil (Az.: V ZR 155/18).

Was muss ich als Nachbar dulden?

Grundsätzlich sind Nachbarn zur gegenseitigen Rücksichtnahme verpflichtet. So dürfen Nachbarn beispielsweise nicht durch Rauch- oder Rußentwicklung beeinträchtigt werden. Nachbarn müssen keinesfalls dulden, dass Qualm in ihre Wohnung oder ihr Haus zieht.

Ist es erlaubt, das Nachbargrundstück zu fotografieren?

Was erlaubt der Eigentümer des Grundstücks? Anders als bei der Personenfotografie, bei der das Recht am eigenen Bild anerkannt ist, existiert ein Recht am Bild der eigenen Sache nicht. Das Fotografieren von fremden Grundstücken und Gebäuden ist daher grundsätzlich erlaubt.

Wann muss man als Eigentümer-Besitzer das Betreten auch ohne ausdrückliche Erlaubnis dulden?

Zur Abwendung einer konkreten Gefahr oder eines Schadens darf ein Nachbargrundstück grundsätzlich auch ohne vorherige Zustimmung des Nachbarn betreten werden (§ 904 BGB).

Ist es Hausfriedensbruch, wenn man in den Garten geht?

Fazit. Das Betreten eines fremden Grundstücks ohne Erlaubnis kann ernsthafte rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Der Hausfriedensbruch ist strafbar und kann zu Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen führen.

Ist es erlaubt, ein Auto auf einem Privatgrundstück zu wenden?

Grundsätzlich gilt, dass das Wenden auf einem fremden Privatgrundstück ohne Erlaubnis des Eigentümers nicht erlaubt ist.

Was darf der Nachbar auf meinem Grundstück?

Hammerschlagsrecht bedeutet, dass der Nachbar das Grundstück betreten darf. Leiterrecht ist die Befugnis, dort auch Leitern und Gerüste aufzustellen sowie Geräte und Materialien über dieses Grundstück zu transportieren und sie dort zu lagern.

Wie hoch darf der Nachbar sein Grundstück anheben?

Aufschüttungen bis etwa 0,80 Meter und Einfriedungen bis 2 Meter Höhe sind in der Regel ohne Abstandsflächen zulässig. Auch müssen Sie nicht befürchten, dass Nachbarn erfolgreich gegen moderate Einsichtsmöglichkeiten klagen können.

Was tun, wenn Fremde mein Grundstück betreten?

Bei unbefugtem Betreten Ihres Grundstücks können Sie sich zur Wehr setzen. § 1004 BGB gewährt Ihnen einen Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch. Sie können also verlangen, dass der Eindringling Ihr Grundstück verlässt und es künftig nicht wieder betritt.

Was kann ich tun, wenn der Nachbar über die Grundstücksgrenze baut?

Was passiert bei Überbauung? Liegt auf eurem Grundstück eine Überbauung vor, gibt es drei Möglichkeiten: Ihr stimmt dem Überbau ausdrücklich zu und erhaltet eine finanzielle Entschädigung (dazu später mehr). Ihr stimmt dem Überbau ausdrücklich nicht zu und erhebt Widerspruch dagegen.

Gibt es ein Gewohnheitsrecht für die Gartennutzung?

Ein Gewohnheitsrecht für die Gartennutzung gibt es nicht. Tipp: Lassen Sie sich Abweichungen vom Mietvertrag immer schriftlich vom Vermieter bestätigen. So sind Sie im Fall der Fälle auf der sicheren Seite.

Kann eine Grundstücksgrenze verjähren?

Grenzbebauung verjährt nicht. Haben Sie oder Ihr Nachbar die Abstandsflächen zum Nachbargrundstück nicht eingehalten, obwohl hierfür die Zustimmung des Nachbarn und/oder eine Baugenehmigung erforderlich gewesen wäre, können Gemeinde und Nachbar prinzipiell jederzeit auf Abriss/Rückbau klagen.

Haben Besucher Wegerecht?

Ja, das Wegerecht erstreckt sich nicht nur auf den Eigentümer des herrschenden Grundstücks, sondern auch auf Personen, die mit diesem in einer besonderen Beziehung stehen. Dazu zählen Hausgenossen, Mieter, Pächter und Besucher.

Kann man jemandem verbieten, das Grundstück zu betreten?

Beim Hausverbot handelt es sich um eine Anordnung, durch die berechtigte Personen Dritten den Zutritt zu einer Räumlichkeit verbieten können. Diese Untersagung lässt sich aus Artikel 13 des Grundgesetzes ableiten, welcher sich mit der Unverletzlichkeit der Wohnung befasst und das Hausrecht beinhaltet.

Wie bekomme ich den Besitzer eines Grundstücks raus?

Wenn Sie ein sogenanntes berechtigtes Interesse haben, zum Beispiel Eigentümer oder Eigentümerin des jeweiligen Hauses oder der Wohnung sind, können Sie den Grundbuchauszug beim zuständigen Grundbuchamt anfordern. Das geht schriftlich oder persönlich.

Was ist das Überfahrtsrecht auf einem Grundstück?

Dieses Überfahrtsrecht wird auch als Zufahrtsrecht bezeichnet und beinhaltet, dass der Eigentümer des herrschenden Grundstücks sowie etwaige Mieter oder Besucher – bei einer Gewerbeimmobilie auch Kunden und Lieferanten – über das dienende Grundstück fahren dürfen, um das herrschende Grundstück zu erreichen.

Was beinhaltet das Hammerschlagsrecht?

Das Hammerschlagsrecht erlaubt es einem Grundbesitzer, das Grundstück des Nachbarn zu betreten, um an seinem eigenen Gebäude Reparaturarbeiten auszuführen. Das Leiterrecht erlaubt es ihm, auf dem Nachbargrundstück ein Gerüst aufzustellen sowie eventuell dort Geräte und Materialien vorübergehend zu lagern.

Ist unbefugtes Betreten Hausfriedensbruch?

Gleichermaßen verhält es sich mit dem Schild „Betreten verboten“ oder „Halt“. Einbruchdiebstahl geht aus diesem Grund stets mit dem Hausfriedensbruch einher. Beide Delikte stellen eine Straftat dar! Auch das unbefugte Verweilen ist ein Tatbestand im Sinne des § 123 StGB.

Ist es erlaubt, eine Wiese zu betreten?

In Deutschland gibt es ein sogenanntes Betretungsrecht, das es der Öffentlichkeit erlaubt, Wälder und unbewirtschaftete Wiesen und Felder zu betreten. Dieses Recht endet jedoch, sobald landwirtschaftliche Flächen aktiv genutzt werden, beispielsweise während der Aussaat, des Wachstums, oder der Erntezeit.