Was ist eine Venenpunktion?

Zuletzt aktualisiert am 26. August 2026

Als Venenpunktion bezeichnet man das Einstechen (Punktion) in eine Vene.

Ist die Venenpunktion schmerzhaft?

Manchen Menschen kann eine Blutentnahme wehtun. In den Händen einer erfahrenen Phlebotomistin oder Krankenschwester sollte eine Blutentnahme jedoch nicht schmerzhaft sein, auch wenn Sie möglicherweise kurzzeitig ein unangenehmes Gefühl verspüren .

Was passiert, wenn eine Vene durchstochen wird?

Die Vene ist geplatzt oder durchstochen und es bildet sich unmittelbar ein Hämatom im Gewebe. Ziehen sie die Nadel sofort heraus. Die Einstichstelle durch Komprimierung und durch Kühlung versorgen.

Wie wird eine venöse Blutabnahme durchgeführt?

Venöse Blutabnahme

Dazu wird durch einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal mittels einer Punktion eine Kanüle durch die Haut des Patienten in eine Vene eingeführt, um anschließend venöses Blut in ein Reagenzröhrchen zu entnehmen. Der gesamte Vorgang geht sehr schnell und dauert nur wenige Minuten.

Warum wird Blut aus Venen abgenommen?

Zur Gewinnung größerer Blutmengen ist die Punktion von Venen einfacher und in der Regel komplikationslos. Hierzu nutzt man vor allem oberflächlich gelegene Venen, die auch für intravenöse Injektionen herangezogen werden. Für spezielle Untersuchungen wie Blutgasanalysen werden auch Arterien punktiert.

Blutentnahme - AMBOSS Video (Blut abnehmen / Venenpunktion / Blutabnahme)

Welche Krankheiten kann man durch eine Blutuntersuchung feststellen?

Anämie (Blutarmut), Infektionen, Entzündungen, Blutgerinnungsstörungen, Leukämie und andere hämatologische Störungen können durch ein kleines oder großes Blutbild erkannt werden. Auch die Funktion und Gesundheit von Organen, wie z. B. Leber, Niere und Schilddrüse können mit Hilfe von Blutwerten überprüft werden.

Können sich Venen von einer Venenerkrankung erholen?

Können sich Venen wieder erholen? Je nach Zustand der Venen kann die Behandlung durchaus eine Regeneration der Gefäße bewirken. Je früher mit der Venentherapie begonnen wird, desto größer sind die Aussichten auf eine vollständige Erholung des Venensystems.

Wer darf venöse Zugänge legen?

Sofern der Patient ausreichend informiert ist und seine Zustimmung gegeben hat, dürfen ärztliches Personal und Notfallsanitäter*innen einen intravenösen Zugang legen. Die Aufgabe z.B. unser Sanitäter und Sanitäterinnen besteht darin, dass benötigte Material vorzubereiten und anzureichen.

Ist eine Venenentzündung nach einer Blutabnahme möglich?

Kann eine Thrombose im Arm nach einer Blutabnahme auftreten? Eine Blutabnahme kann eine mögliche Ursache für eine Thrombose im Unter- oder Oberarm sein, da die Nadel die Vene(nwand) reizt und eine Entzündung auslösen kann.

Wo wird die Leiste bei einer Punktion der Vene punktiert?

Die Punktion einer Vene geschieht in aller Regel in der Leiste. Eine ateriovenöse Fistel ist ein Kurzschluss zwischen einer Schlagader und einer Vene. Sie kann auftreten, wenn bei der Gefäßpunktion (meist im Bereich der Leiste) mit derselben Nadel ungeplant beide Gefäße punktiert wurden.

Welche Venen darf man nicht punktieren?

Eine Venenpunktion sollte nicht durchgeführt werden bei:
  • Lymphödemen.
  • Dialyseshunt.
  • Lähmungen.
  • Spasmen.
  • sichtbaren Hautveränderungen (Entzündungen, Ödeme, Ekzeme usw.)

Wie lange dauert eine Venenuntersuchung?

In der Regel dauert eine Ultraschalluntersuchung der Venen beider Beine ca. 10-20 Minuten (je nachdem, ob einen Venenerkrankung vorliegt oder nicht und wie stark eine eventuelle Venenerkrankung ausgeprägt ist).

Warum dürfen Krankenschwestern keinen Zugang legen?

Der intravenöse Zugang ist eine invasive Maßnahme und somit nur von einer Ärztin oder einem Arzt durchzuführen. Selbstverständlich ist es legitim diese Maßnahme zu delegieren. Da es sich um eine Körperverletzung handelt, muss zuvor die Einwilligung des Patienten eingeholt werden.

Warum sollte man bei einer Blutentnahme keine Faust machen?

Lassen Sie die Patienten während der Blutentnahme keine Faust machen oder den Arm herunterhängen, da diese Manöver verschiedene fehlerhafte Laborwerte verursachen können (z. B. erhöhtes Kalium, Laktat, Phosphat). Tasten Sie mit Ihrem behandschuhten Finger die Mitte der Zielvene ab.

Was bedeutet es, wenn eine Vene kollabiert?

Durch die ständige Verletzung der Vene kann deren Innenseite stark anschwellen und die Vene mit der Zeit komplett verschließen. Die Seiten der so verschlossenen Vene wachsen zusammen und die Vene kollabiert. Die Halsvene kann auch als Folge eines Schocks kollabieren.

Warum legt man Zugänge in Venen?

Der venöse Zugang dient zur intravenösen Gabe von Medikamenten, zur Blutentnahme, zur parenteralen Ernährung und Flüssigkeitssubstitution und zur Einbringung von Instrumenten (beispielsweise für Herzkatheteruntersuchungen).

Was tun bei schlechten Venen zur Blutabnahme?

Stücker: Es gibt ein paar einfache Dinge, die man tun kann: Bei Wärme treten die Venen stärker hervor. Halten Sie also den Arm warm, wenn Sie zur Blutabnahme gehen. Falls Sie es unmittelbar vorher einrichten können, wäre es sogar hilfreich, wenn Sie warm duschen oder besser noch baden.

Wie lange darf ein venöser Zugang liegen?

Venenverweilkanülen können so lange liegen bleiben, wie sie klinisch benötigt werden und keine Komplikationszeichen feststellbar sind. Notfallmäßig gelegte Venenverweilkanülen sollen baldmöglichst entfernt und ggf. an anderer Stelle neu gelegt werden (innerhalb von 24h).

Was sind die ersten Anzeichen einer Venenerkrankung?

Eine chronische Veneninsuffizienz kann sich durch folgende Symptome zeigen:
  • Geschwollene Beine (Ödeme)
  • Schweregefühl in den Beinen.
  • Juckreiz und Brennen.
  • Hautverfärbungen.
  • Offene, schlecht heilende Wunden (Ulzerationen)
  • Schwierigkeiten beim Gehen.

Was sollte man bei Venenschwäche nicht tun?

Auch Ihren Venen zuliebe, sollten Sie Übergewicht vermeiden und auf eine ungesunde, ballaststoffarme Ernährung möglichst verzichten. Auch Rauchen, die Antibabypille und Hormonersatztherapien können Venenleiden begünstigen.

Wann sollte man Venen operieren?

Dringend notwendig ist eine Krampfader-OP, wenn die Gefäße bereits beschädigt sind und Blut ins Gewebe austritt, wenn ein erhöhtes Thrombose-Risiko besteht, wenn sich die Haut an den Beinen verändert oder wenn regelmäßig Beschwerden wie Schwellungen und Schmerzen in den Beinen auftreten.

Welche 5 Blutwerte sind wichtig?

Hier sind einige der wichtigsten:
  • ERY = Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
  • LEUKOS = Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
  • THRO, PLT = Thrombozyten (Blutplättchen)
  • HGB, HB = Hämoglobin (roter Blutfarbstoff)
  • HCT, HKT, HAT = Hämatokrit (Anzahl der roten Blutkörperchen im Blutplasma)

Welcher Blutwert zeigt eine Entzündung an?

Erhöhte CRP-Werte weisen auf eine Entzündung im Körper hin. Vereinfacht lässt sich sagen: Je höher die Werte sind, desto stärker ist die Entzündung. Eine bakterielle Infektion führt gewöhnlich zu einem besonders hohen Anstieg, während die Werte bei einer Infektion mit Viren niedriger bleiben.

Welche Blutwerte zeigen Nierenprobleme an?

Ist der Cystatin-C-Wert im Blut erhöht, deutet das auf eine gestörte Nierenfunktion hin. Der Cystatin-C-Wert sollte zwischen 0,35 und 0,95 Milligramm pro Liter (mg/l) liegen. Wie eingangs erwähnt, lässt sich aus dem Cystatin-C-Wert mit bestimmten Formeln auch die eGFR berechnen.