Zuletzt aktualisiert am 9. Oktober 2026
Die Doppelwochenlenkzeit ist die höchstzulässige Lenkzeit für Lkw-, Bus- und Lโลw-Fahrer innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Kalenderwochen. Sie beträgt maximal 90 Stunden. Diese Regelung soll verhindern, dass Fahrer durch zu viel Fahrzeit übermüdet und zur Gefahr im Straßenverkehr werden.
Was ist eine Doppelwoche?
Eine Doppelwoche bezeichnet einen Zeitraum von zwei aufeinanderfolgenden Wochen (14 Tagen), der im deutschen Arbeits- und Verkehrsrecht als feste Maßeinheit für Höchstarbeitszeiten oder Lenkzeiten dient. Sie wird vor allem im Bereich der Lkw-Lenkzeiten sowie beim Mutterschutz verwendet, um die Gesundheit von Arbeitnehmern zu schützen.
Was zählt alles zur Lenkzeit?
Die Lenkzeit umfasst in der Regel 9 Stunden pro Tag, zwei Mal pro Woche darf sie 10 Stunden pro Tag betragen. Vorübergehende Standzeiten im Stau, an Ampeln etc. gehören dazu.
Was ist die Wochenlenkzeit?
Die Wochenlenkzeit ist die maximale reine Fahrzeit, die ein Berufskraftfahrer innerhalb einer Kalenderwoche lenken darf. Sie beträgt höchstens 56 Stunden.
Ist Arbeitszeit gleich Lenkzeit?
Lenkzeit und Arbeitszeit sind für Berufskraftfahrer nicht dasselbe, aber die Lenkzeit ist ein Teil der Gesamtarbeitszeit. Die Lenkzeit umfasst nur das reine Fahren, während die Arbeitszeit auch Laden, Warten und Pflege einschließt. Beide unterliegen strengen gesetzlichen Grenzen.
Driving and rest times for trucks in commercial road haulage - simply explained
Ist im Stau stehen Lenkzeit?
Als Lenkzeit gilt die gesamte Dauer der Fahrtätigkeit. Standzeiten an Bahnschranken, Ampeln, Staus, Kreuzungen oder Wartezeiten bei Grenzübergängen fallen mit unter die Lenkzeiten. Die Fahrt vom Wohnsitz zum Arbeitsplatz gilt jedoch nicht als Lenkzeit.
Wann zählt die Fahrzeit als Arbeitszeit?
Fahrzeit zählt als Arbeitszeit, wenn Sie keinen festen Arbeitsplatz haben, während der Arbeit zu Kunden oder Baustellen fahren, oder vom Chef direkt zu einem Einsatzort gelenkt werden. Der normale Arbeitsweg vom Wohnort zum festen Büro gilt dagegen als Privatzeit.
Darf ich 7 Tage die Woche fahren?
Wöchentliche Ruhezeiten erklärt
Ein Lkw-Fahrer muss nach maximal sechs aufeinanderfolgenden 24-Stunden-Zeiträumen seit dem Ende seiner letzten wöchentlichen Ruhezeit eine wöchentliche Ruhezeit einlegen. Das bedeutet, dass Sie nicht sieben Tage am Stück arbeiten dürfen. Die wöchentliche Ruhezeit kann auf zwei Arten genommen werden: als reguläre wöchentliche Ruhezeit oder als verkürzte wöchentliche Ruhezeit.
Wie viel Pause nach 9 Stunden Lenkzeit?
Nach einer täglichen Lenkzeit von 9 Stunden müssen Kraftfahrer ihre Fahrt beenden und eine tägliche Ruhezeit von mindestens 11 Stunden einlegen. Diese Ruhezeit kann dreimal in der Woche auf 9 Stunden verkürzt werden. Zudem müssen bereits während der Lenkzeit spätestens nach 4,5 Stunden jeweils 45 Minuten Pause (oder aufgeteilt in 15 + 30 Minuten) gemacht werden.
Wie lange darf ich meine Lenkzeit überschreiten?
Wenn die Lenkzeit um maximal eine Stunde überschritten wird, kann der Fahrer mit einem Bußgeld von 30 Euro belegt werden. Wird die Lenkzeit um mehr als eine Stunde überschritten sind mindestens 60 Euro Strafe fällig.
Wie lange darf ein Lkw-Fahrer pro Tag maximal arbeiten?
Die reguläre Arbeitszeit für Lkw-Fahrer beträgt maximal 8 Stunden pro Tag. Sie kann auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn im Durchschnitt von 16 bis 24 Wochen (je nach Ausgleichszeitraum) weiterhin 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Die reine Lenkzeit ist strenger geregelt: Sie liegt bei maximal 9 Stunden täglich und darf nur zweimal pro Woche auf 10 Stunden erhöht werden.
Was ist die Lenk- und Ruhezeiten-1/6-Regelung?
Die 1/6-Regelung im Linienverkehr besagt, dass planmäßige Stand- und Wendezeiten als Fahrtunterbrechung (Pause) angerechnet werden können, wenn sie mindestens 10 Minuten dauern und die Gesamtsumme dieser Pausen mindestens ein Sechstel (1/6) der gesamten Lenkzeit ausmacht.
Was ist die Doppelwochen-Lenkzeit?
Die Lenkzeit in einer Doppelwoche beträgt höchstens 90 Stunden, aufgeteilt auf zwei aufeinanderfolgende Kalenderwochen, wobei eine Einzelwoche maximal 56 Stunden erlaubt. Sie können die offiziellen Bestimmungen beim BALM nachlesen.
Kann man die Lenk- und Ruhezeiten splitten?
Die ungekürzte tägliche Ruhezeit kann in zwei Teilen genommen werden („splitting“), wobei der erste Teil einen ununterbrochenen Zeitraum von mindestens drei Stunden und der zweite Teil einen ununterbrochenen Zeitraum von mindestens neun Stunden umfassen muss. Die Einhaltung dieser Reihenfolge ist verbindlich.
Wie lang darf die Lenkzeit zwischen zwei Ruhezeiten höchstens sein?
Die tägliche Lenkzeit ist die Zeit, in der Sie zwischen zwei Ruhezeiten das Fahrzeug lenken. Dieser Zeitraum darf in der Regel 9 Stunden nicht überschreiten, jedoch zweimal pro Woche bis zu 10 Stunden erreichen. In einem Zeitraum von zwei aufeinander folgenden Wochen darf die Lenkzeit 90 Stunden nicht überschreiten.
Wie viele Stunden darf man maximal pro Woche Auto fahren?
Die wichtigsten geltenden Regeln zu den Lenkzeiten lauten: Sie dürfen nicht mehr als 9 Stunden pro Tag fahren – diese Höchstzeit kann zweimal pro Woche auf 10 Stunden erhöht werden. 56 Stunden pro Woche.
Was ist die wöchentliche Ruhezeitregel?
Diese 45-stündige ununterbrochene Ruhezeit kann alle zwei Wochen auf mindestens 24 Stunden verkürzt werden (reduzierte wöchentliche Ruhezeit). Ruhezeit bedeutet, dass der Fahrer seine Zeit frei einteilen kann – er darf keiner anderen Arbeit nachgehen.
Ist Arbeitszeit auch Lenkzeit?
Lenkzeit und Arbeitszeit sind für Berufskraftfahrer nicht dasselbe, aber die Lenkzeit ist ein Teil der Gesamtarbeitszeit. Die Lenkzeit umfasst nur das reine Fahren, während die Arbeitszeit auch Laden, Warten und Pflege einschließt. Beide unterliegen strengen gesetzlichen Grenzen.
Wie lange darf ich einen LKW in 2 Wochen fahren?
Die Tageslenkzeit beträgt 9 Stunden und darf zweimal in der Woche auf 10 Stunden ausgeweitet werden. Die Lenkzeit in der Woche darf höchstens 56 Stunden und in der Doppelwoche 90 Stunden betragen. Die Höchstdauer der zusammenhängenden Lenkzeit beträgt 4,5 Stunden.
Wie oft darf ich die Ruhezeit verkürzen?
Die Tagesruhezeit beträgt 11 Stunden und ist innerhalb von 24 Stunden nach Ende der letzten täglichen oder wöchentlichen Ruhezeit zu nehmen. Dreimal pro Woche darf zwischen zwei Wochenruhezeiten auf 9 Stunden verkürzt werden.
Sind 3 Stunden Arbeitsweg zumutbar?
Ein Arbeitsweg von insgesamt drei Stunden pro Tag (Hin- und Rückweg zusammen) gilt rechtlich im Regelfall als unzumutbar. Laut dem im Sozialrecht als Orientierung dienenden § 140 SGB III der Bundesagentur für Arbeit liegt die Grenze bei einer regulären Vollzeitbeschäftigung bei maximal 2,5 Stunden täglich.
Warum zählt der Arbeitsweg nicht als Arbeitszeit?
Grundsatz: Der normale Arbeitsweg zählt nicht als Arbeitszeit. Nach deutschem Arbeitsrecht gilt der Weg von der Wohnung zur regelmäßigen Arbeitsstätte grundsätzlich als private Zeit. Das bedeutet: Keine Vergütungspflicht durch den Arbeitgeber.
Ist Autofahren Reisezeit oder Arbeitszeit?
Die Fahrt zu einem festen Arbeitsort ist keine Arbeitszeit. Reisezeit gilt als Ruhezeit, wenn Arbeitnehmer ohne größere Zwänge über ihre Zeit verfügen und ihren eigenen Interessen nachgehen können.
Wie lange können Verstöße auf der Fahrerkarte geahndet werden?
Verstöße auf der Fahrerkarte können bei einer Straßenkontrolle für die letzten 28 Tage direkt ausgelesen werden, während die gesetzliche Verjährungsfrist für die Ahndung im Regelfall 3 Monate bis zu mehreren Jahren (je nach Bußgeldhöhe und Schwere des Verstoßes nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz) betragen kann. Unternehmen müssen die archivierten Daten zudem mindestens 12 Monate lang aufbewahren, wodurch Verstöße auch bei späteren Betriebskontrollen auffallen können.