Was ist der Unterschied zwischen Minijob und geringfügig Beschäftigt?

Zuletzt aktualisiert am 29. Juli 2026

Was bedeutet es, geringfügig beschäftigt zu sein? Haben Sie einen Vertrag über eine geringfügige Beschäftigung unterschrieben, befinden Sie sich in einem sogenannten Minijob, der umgangssprachlich auch als 450-Euro- oder 520-Euro-Job bezeichnet wurde.

Ist eine geringfügige Beschäftigung das Gleiche wie ein Minijob?

Definition: Minijobs sind geringfügige Beschäftigungen mit höchstens 556 Euro monatlichem Arbeitsentgelt oder einem Arbeitseinsatz von maximal 70 Tagen pro Kalenderjahr.

Wie viele Stunden darf man als geringfügig arbeiten?

Dieser beträgt entsprechend dem Mindestlohn seit dem 1. Januar 2025 mindestens 12,82 Euro. Zahlt ein Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin genau diesen vorgeschriebenen Stundenlohn, kann ein Minijobber 43,37 Stunden pro Monat arbeiten, ohne die Verdienstgrenze von 556 Euro zu überschreiten.

Wann gilt man als geringfügig beschäftigt?

Minijobs nennt man Beschäftigungen, die mit maximal 556 Euro pro Monat nur geringfügig entlohnt sind. Die Dauer der Beschäftigung spielt dabei keine Rolle.

Ist ein 520 €-Job eine geringfügige Beschäftigung?

Ein Minijob ist eine Form der geringfügigen Beschäftigung, bei der das monatliche Einkommen eine festgelegte Verdienstgrenze von aktuell 520€ nicht überschreitet und du als Minijobber/in keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen musst.

Welche Rechte & Pflichten haben Minijobber? | RA Solmecke und Wolfgang Büser

Ist eine geringfügige Beschäftigung steuerfrei?

Du arbeitest in einem Minijob, wenn Du 2025 nicht mehr als 556 Euro im Monat verdienst. 2024 waren es 538 Euro, 2023 noch 520 Euro und bis September 2022 nur 450 Euro. Dann musst Du nicht in die Kranken-, Arbeitslosen- oder Pflegeversicherung einzahlen. Steuern werden Dir in der Regel auch nicht vom Lohn abgezogen.

Welche Nachteile hat ein Minijob?

Verdienstgrenze von 538 Euro im Monat. Strenge Grenze an Arbeitszeit im Monat. Minijobber sind nicht kranken- und arbeitslosenversichert und müssen sich anderweitig versichern.

Wie viele Stunden darf ich geringfügig arbeiten?

Wie viele Stunden du in der Geringfügigkeit arbeitest, wird zwischen dir und deinem Arbeitgeber vereinbart. Je nach Beruf und Stundenlohn umfasst eine geringfügige Beschäftigung meist sechs bis zwölf Stunden pro Woche.

Wird geringfügige Beschäftigung auf Rente angerechnet?

Die Beschäftigungszeit aus einem versicherungspflichtigen Minijob wird sowohl bei der Wartezeit für Altersrenten, wie auch bei den Erwerbsminderungsrenten mit angerechnet.

Was ist bei einer geringfügigen Beschäftigung zu beachten?

Die folgenden Punkte sind wichtig und sollten in keinem Arbeitsvertrag für Minijobber fehlen:
  • Angaben zum Unternehmen und dem Minijobber.
  • Beginn und Laufzeit der Tätigkeit.
  • Probezeit.
  • Inhalt der Tätigkeit.
  • Arbeitszeit.
  • Vergütung (beachten Sie den Mindestlohn)
  • Sonderzuwendungen (Urlaubs- oder Weihnachtsgeld)

Wer zahlt die Krankenversicherung bei geringfügiger Beschäftigung?

Bei Minijobs mit Verdienstgrenze zahlen gewerbliche Arbeitgeber einen Pauschalbeitrag von 13 Prozent zur Krankenversicherung. Berechnungsgrundlage ist der Brutto-Verdienst des Minijobbers. Dieser pauschale Beitrag zur Krankenversicherung ist ein Solidarbeitrag.

Was ist besser, geringfügig oder teilzeit?

Der einzige Unterschied zu den „normalen“ Teilzeitangestellten besteht im reduzierten Versicherungsschutz. Während geringfügig Beschäftigte nur unfallversichert sind, besteht für die übrigen Arbeitnehmer_innen zusätzlich Schutz in der Kranken- und Sozialversicherung.

Wie hoch ist der Mindestlohn bei geringfügiger Beschäftigung?

(Geringfügige Beschäftigung)

Die Zahl 130 entspricht dabei 13 Wochen (= 3 Monate) mit einer Wochenarbeitszeit von 10 Stunden. Auf Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns von 12,82 € ergibt sich ab 01.01.2025 eine Geringfügigkeitsgrenze von 556,00 € (12,82 € x 130 / 3 = 556,00 €).

Wie wird Krankheit bei einem Minijob bezahlt?

Geringfügig Beschäftigte haben Anspruch auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber bis zu sechs Wochen im Krankheitsfall und ggf. bei einer medizinisch verordneten Rehabilitationsmaßnahme („Kur“). Aus dem Minijob selbst entsteht aber (darüber hinaus) kein Anspruch auf Krankengeld (von der Krankenkasse).

Wie viele Urlaubstage hat ein Minijobber?

Das heißt, nur wenn ein Minijobber auch an sechs Tagen pro Woche arbeitet, stehen ihm 24 Urlaubstage zu. Arbeitet der Minijobber nur an fünf oder weniger Tagen pro Woche, muss der Urlaubsanspruch entsprechend berechnet werden. Arbeitet ein Minijobber also an fünf Tagen, stehen ihm 20 Urlaubstage zu.

Welche Arten von geringfügigen Beschäftigungen gibt es?

Es gibt zwei Arten geringfügiger Beschäftigung: die kurzfristige Beschäftigung, zum Beispiel Saisonarbeit oder Ferienjobs, und den Minijob, die sogenannte geringfügig entlohnte Beschäftigung bis 556 Euro (2024: 538 Euro).

Wie wirkt sich eine geringfügige Beschäftigung auf die Pension aus?

geringfügig Beschäftigte. Geringfügige Beschäftigungen zählen nicht zur Pflichtversicherung und somit nicht für die Pension. Mit einer Selbstversicherung sichern Sie trotzdem Ihre Altersvorsorge – ideal für junge Berufstätige, Student*innen und Frauen.

Warum zählen die letzten Jahre vor der Rente mehr?

Die letzten 5 Jahre vor der Rente sind deshalb so entscheidend, weil sie oft über den finanziellen Spielraum im Ruhestand entscheiden. In dieser Phase sind viele von uns auf dem Höhepunkt ihres Einkommens, haben oft weniger finanzielle Belastungen (z.

Wie viel darf ich als Rentner geringfügig dazuverdienen?

Für Rentner gelten die normalen Minijob-Regelungen. Sie dürfen durchschnittlich im Monat maximal 556 Euro verdienen. Über ein ganzes Jahr können Sie mit einem Minijob also bis zu 6.672 Euro verdienen. Für Bezieher einer Altersrente gilt keine Hinzuverdienstgrenze.

Wie viele Stunden darf ich bei Geringfügigkeit arbeiten?

Der Gesetzgeber hat eine dynamische Minijob-Grenze eingeführt. Das bedeutet: Kommt es zu einer Erhöhung des Mindestlohns, steigt automatisch auch die "Entgeltgeringfügigkeitsgrenze". Der Grund: Die Minijob-Grenze orientiert sich seit 1. Oktober 2022 an einer Wochenarbeitszeit von zehn Stunden zu Mindestlohnbedingungen.

Bin ich bei geringfügiger Beschäftigung krankenversichert?

Geringfügig Beschäftigte nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) und Beamten-, Kranken-, und Unfallversicherungs-Gesetz (B-KUVG) haben die Möglichkeit, sich um den monatlichen Beitrag von 77,81 Euro (Wert 2025) in der Kranken- und Pensionsversicherung selbst zu versichern.

Wie viele Urlaubstage sind geringfügig?

Wer Teilzeit arbeitet oder geringfügig beschäftigt ist, hat auch Anspruch auf 5 Wochen bezahlten Urlaub pro Arbeitsjahr.

Wer darf keinen Minijob machen?

Gleich vorweg: Azubis sind keine Minijobber. Auszubildende sind versicherungspflichtige Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerinnen in der Sozialversicherung. Das heißt, es fallen immer Beiträge zur Sozialversicherung an. Auch dann, wenn der oder die Auszubildende nicht mehr als 556 Euro im Monat verdient.

Sind Minijobber krankenversichert?

Bei einer geringfügigen Beschäftigung bis 556 Euro müssen Minijobber sich anderweitig krankenversichern. Erst ab einem Verdienst von 556 Euro führt der Arbeitgeber explizit Krankenversicherungsbeiträge ab und meldet den Minijobber bei einer Krankenkasse an, sofern noch keine Mitgliedschaft besteht.

Wann muss ein Minijob in der Steuererklärung angegeben werden?

Ein Minijob muss in der Regel nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn der Arbeitgeber nicht die pauschale Lohnsteuererhebung wählt. In diesem Fall erhält der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerbescheinigung und muss die entsprechenden Daten in seiner Einkommensteuererklärung angeben.