Was darf nicht in der Personalakte stehen?

Zuletzt aktualisiert am 27. Juli 2026

Was darf nicht in die Personalakte?
  • Die dem Arbeitgeber nicht zugänglichen Unterlagen des Betriebsarztes.
  • Liste von Krankentagen und Krankheitsgründen.
  • Religiöse Einstellung.
  • Politische Einstellung oder Parteizugehörigkeit.
  • Social-Media-Aktivitäten.
  • Hobbys.
  • Gewerkschaftszugehörigkeit.

Was gehört nicht in eine Personalakte?

Alles, was die Privatsphäre – etwa den gesundheitlichen Zustand des Angestellten – betrifft, darf dagegen nicht Inhalt der Personalakte sein. Darüber hinaus sind sämtliche Daten vertraulich zu behandeln und jeder Mitarbeiter muss auf Wunsch Einsicht in seine Personalakte erhalten.

Welche Mitarbeiterdaten dürfen nicht weitergegeben werden?

Alle Unternehmen, die Mitarbeiterdaten verarbeiten, müssen die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung beachten. Angaben zur Religion oder dem Gesundheitszustand sind besonders zu schützen. Daten zur sexuellen Orientierung oder Fragen zur Familienplanung sind unzulässig.

Was gehört nicht in eine Akte?

Das Wichtigste zum Thema „Personalakte“

Folgende Dokumente sollten nicht in eine Personalakte aufgenommen werden: Informationen aus dem Privatleben, Prozessakten, Screenshots von Privataccounts, Sammelbelege, Aufzeichnungen von Ärzten.

Sind Krankheitstage in der Personalakte vermerkt?

Sind Krankheitstage in der Personalakte? Krankheitstage dürfen in der Personalakte vermerkt werden, da sie für die Personalverwaltung relevant sind.

Krankheiten: Was darf in der Personalakte stehen und was nicht? | Betriebsrat Video

Habe ich Zugriff auf meine Personalakte?

Die Personalakte ist gemäß Datenschutz vertraulich zu behandeln. Sie muss ausreichend vor unbefugter Einsichtnahme gesichert sein (gemäß § 9 BDSG). Nur Personen, die in der Personalverwaltung arbeiten oder mit Personalangelegenheite betraut sind, dürfen die Akte einsehen.

Wer darf Krankheitstage sehen?

Wer darf die Krankheitstage sehen? Laut Datenschutz darf der Krankenstand oder eine Übersicht zu den Krankheitstagen nicht ohne das Einverständnis aller betroffenen Mitarbeiter veröffentlicht werden.

Was ist eine vertrauliche Personalangelegenheit?

Aufgrund des verfassungsrechtlich gewährleisteten Persönlichkeitsschutzes ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Personalakten des Arbeitnehmers sorgfältig zu verwahren, bestimmte Informationen vertraulich zu behandeln und für die vertrauliche Behandlung durch die Sachbearbeiter Sorge zu tragen.

Kann der Betriebsrat Personalakten einsehen?

Betriebsverfassungsgesetz. § 83 Einsicht in die Personalakten

Das Mitglied des Betriebsrats hat über den Inhalt der Personalakte Stillschweigen zu bewahren, soweit es vom Arbeitnehmer im Einzelfall nicht von dieser Verpflichtung entbunden wird.

Was passiert mit der Personalakte nach Kündigung?

Der Arbeitnehmer hat auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf Einsicht in seine vom ehemaligen Arbeitgeber weiter aufbewahrte Personalakte. Dies folgt aus der nachwirkenden arbeitgeberseitigen Schutz- und Rücksichtnahmepflicht gemäß § 241 Abs. 2 BGB iVm.

Welche Daten darf der Arbeitgeber einfordern?

Der Arbeitgeber darf außer den Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse) nur die Beschäftigtendaten erfragen, die er benötigt, um die Eignung des Bewerbers für eine in Betracht kommende Tätigkeit festzustellen.

Welche Daten dürfen nicht weitergegeben werden?

Beispielsweise zählen die Telefonnummer, die Kreditkarten- oder Personalnummern einer Person, die Kontodaten, ein Kfz-Kennzeichen, das Aussehen, die Kundennummer oder die Anschrift zu den personenbezogenen Daten.

Wer darf meine Urlaubstage sehen?

Das Wichtigste zum Datenschutz beim Dienstplan in Kürze

Hierzu zählen neben den Personendaten auch die Arbeits- und Urlaubszeiten. Arbeitnehmer haben grundsätzlich keinen rechtlichen Anspruch darauf, den kompletten Dienstplan aller Mitarbeiter und Kollegen einzusehen.

Was gehört alles in den Personalakt?

Die folgenden Daten gehören in eine Personalakte:
  • Persönliche Daten.
  • Unterlagen zur Tätigkeit.
  • Unterlagen zur Vergütung.
  • Unterlagen zu Abwesenheiten.
  • Unterlagen zur Lohnsteuer (ELStAM-Verfahren)
  • Unterlagen zur Kranken- und Sozialversicherung.
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Welche Dokumente kann ich aus meiner Personalakte entfernen?

Ein Recht auf Entfernung von Dokumenten aus der Personalakte besteht nur dann, wenn diese keinen beruflichen Bezug haben, den Arbeitnehmer in seinen Persönlichkeitsrechten verletzen, nachweislich falsch sind oder der Arbeitgeber kein berechtigtes Interesse (mehr) an den Dokumenten hat.

Kann der neue Arbeitgeber sehen, wo ich vorher gearbeitet habe?

Direkte Anfragen bei Ihrem derzeitigen Arbeitgeber sind nicht zulässig – es sei denn, Sie sind damit einverstanden. Auch Ihr aktueller Arbeitgeber ist nicht berechtigt, ohne Ihre Zustimmung Dritten Auskünfte über Sie zu geben.

Welche Daten dürfen nicht in einer Personalakte gespeichert werden?

Datenschutz Personalakte
  • Personalakte enthält vertrauliche personenbezogene Daten gemäß DSGVO.
  • Sensible Daten wie Religion und Krankheiten gehören nicht in die Personalakte.
  • Nur Arbeitnehmer, Arbeitgeber und ausgewählte Personalverantwortliche dürfen Personalakten einsehen.

Wie lange bleibt eine Abmahnung in der Personalakte?

Wie lange bleibt eine Abmahnung in der Personalakte? Eine rechtliche Grundlage zum zeitlichen Verbleib von Abmahnungen in der Personalakte gibt es nicht. Die Rechtsprechung hat jedoch bereits in einigen Fällen Anträgen auf Entfernung nach zwei bis drei Jahren stattgegeben.

Wer vom Betriebsrat darf Gehaltslisten einsehen?

Nach § 80 Abs. 2 BetrVG ist der Betriebsausschuss oder ein nach § 28 BetrVG gebildeter Ausschuss berechtigt, in die Listen über die Bruttolöhne und -gehälter Einblick zu nehmen. Dies dient der Überwachung der betriebsinternen Lohngerechtigkeit.

Was sind streng vertrauliche Daten?

Streng vertrauliche Daten

Diese Informationen sind daher auch nur einem kleinen Kreis autorisierter Personen zugänglich. Beispiele für solche geheimen Daten sind geistiges Eigentum, detaillierte Unternehmensstrategien, Authentifizierungs- und Bankdaten, Mandanteninformationen oder Gesundheitsdaten.

Wer hat Zugriff auf die Personalakte?

Arbeitgeber und Personalabteilung

Der Arbeitgeber oder Vertreter der Personalabteilung dürfen auf die Personalakte zugreifen, wenn dies für die Verwaltung des Arbeitsverhältnisses notwendig ist. Dazu gehören Aufgaben wie: Lohn- und Gehaltsabrechnung. Vertragsänderungen.

Was zählt zu Personalangelegenheiten?

Dazu zählen etwa die Erstellung und die Gestaltung der Arbeitsverträge, das Bearbeiten von Urlaubsanträgen, Krankmeldungen, die Erledigung von Gehaltszahlungen aber in bestimmten Fällen auch das Führen einer Personalstatistik und – falls bereits vorhanden – der digitalen Personalakten der Mitarbeiter.

Was darf mein Chef über mich erzählen?

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, alle vertraulichen Informationen – insbesondere personenbezogene Daten und Geschäftsgeheimnisse – zu schützen. Er darf solche Daten nur erheben, speichern und weitergeben, wenn eine gesetzliche Grundlage besteht oder eine Einwilligung der betroffenen Person vorliegt.

Was ist eine Datenschutzverletzung am Arbeitsplatz?

Gelangen die personenbezogenen Daten in falsche Hände oder werden missbräuchlich genutzt, ist der Betrieb verpflichtet, dies zu melden. In Sachen Datenschutz am Arbeitsplatz ist dem Chef allerdings nicht alles erlaubt. So darf er keine Informationen über den Gesundheitszustand seiner Mitarbeiter sammeln.

Kann mein Chef sehen, warum ich krank bin?

Die Entbindung von der Schweigepflicht nach § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz betrifft nicht die Weitergabe der ärztlichen Diagnose. Wird ein Arbeitnehmer krank, sind Art, Ursache und Umfang seiner Erkrankung grundsätzlich seine Privatsache. Sie muss dem Arbeitgeber weder vom Beschäftigten noch vom Arzt mitgeteilt werden.