Zuletzt aktualisiert am 22. Oktober 2026
Wenn Sie aufstehen, sackt durch die Schwerkraft etwas Blut in die Beine. Ihr Körper gleicht das normal sofort aus, indem das Herz schneller schlägt. Wenn Ihr Herz dabei stark rast, liegt das oft an Wassermangel, Stress, einem schnellen Lageschock oder einer besonderen Empfindlichkeit des Kreislaufsystems.
Was bedeutet es, wenn das Herz rast?
Wenn das Herz in Ruhe mehr als 100 Mal pro Minute schlägt, sprechen Ärzte von einer Tachykardie oder Herzrasen. Das kann harmlos sein – etwa durch Stress, Sport, Angst, zu wenig Wasser oder Kaffee –, aber auch ein Zeichen für Fieber, eine Schilddrüsenüberfunktion oder Herzrhythmusstörungen sein.
Warum schlägt mein Herz so schnell, wenn ich aufstehe?
Wenn Sie morgens oder nachts mit Herzrasen aufwachen, liegt das oft an einer plötzlichen Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin, an nächtlichen Atempausen (Schlafapnoe), veränderten Blutfluss im Liegen oder an äußeren Faktoren wie spätem Alkohol- oder Koffeingenuss. Meistens ist es harmlos, sollte aber bei Häufung ärztlich abgeklärt werden.
Warum ist meine Herzfrequenz nach dem Aufstehen hoch?
Ein hoher Puls nach dem Aufstehen kann harmlose Gründe haben oder medizinisch abgeklärt werden. Häufige Auslöser sind Flüssigkeitsmangel, Stress, Koffein oder ein sogenanntes Posturales Tachykardiesyndrom (POTS).
Was sind die Ursachen für ein unruhiges Herz in Ruhe?
Ein unregelmäßiger Puls in Ruhe bedeutet, dass das Herz nicht gleichmäßig schlägt. Häufige Ursachen sind harmlose Extraschläge, Stress oder Vorhofflimmern. Sie sollten dies von einem Arzt abklären lassen, besonders wenn Beschwerden auftreten.
Wie beruhigt man ein nervöses Herz?
Ein nervöses Herz beruhigen Sie schnell, indem Sie den Vagusnerv aktivieren. Trinken Sie ein Glas kaltes Wasser, atmen Sie tief aus (z. B. 4 Sekunden ein, 8 Sekunden aus) oder legen Sie ein kaltes Tuch auf das Gesicht. Das senkt den Puls und stoppt das unruhige Gefühl.
Wie macht sich ein nervöses Herz bemerkbar?
Ein „nervöses Herz“ (funktionelle Herzbeschwerden oder Kardiophobie) zeigt sich typischerweise durch Herzrasen, Herzstolpern, Druck- oder Engegefühle in der Brust sowie innere Unruhe. Obwohl sich diese Anzeichen oft wie ein Herzinfarkt anfühlen und große Angst auslösen können, ist das Herz organisch meist völlig gesund.
Ist ein Ruhepuls von über 100 im Stehen gefährlich?
Ein Puls von über 100 im Stehen ist nicht sofort lebensgefährlich, aber ein Signal zum Beobachten, besonders wenn er dauerhaft auftritt oder Beschwerden hinzukommen. Zudem ist der Puls im Stehen technisch gesehen kein reiner Ruhepuls mehr, da der Körper die Schwerkraft ausgleichen muss.
Was ist das POTS-Syndrom?
Das POTS-Syndrom (Posturale Tachykardiesyndrom) ist eine chronische Form der Kreislaufstörung. Dabei springt die Herzfrequenz beim Aufstehen oder im Stehen extrem an (um mehr als 30 Schläge pro Minute), während der Blutdruck stabil bleibt. Die Symptome verschwinden meist im Liegen wieder.
Wie soll der Puls nach dem Aufstehen sein?
Ein normaler Puls nach dem Aufstehen liegt für gesunde Erwachsene meist zwischen 60 und 90 Schlägen pro Minute. Beim schnellen Wechsel vom Liegen in den Stand steigt die Herzfrequenz kurzzeitig um etwa 10 bis 20 Schläge an, um den Blutdruck anzupassen. Dauerthaft Werte über 100 Schläge gelten als erhöht.
Wie lange darf Herzrasen dauern?
Harmloses Herzrasen durch Aufregung oder Kaffee dauert meist nur wenige Minuten und verschwindet von selbst, sobald der Körper zur Ruhe kommt. Hält das rasende Herz jedoch länger als 20 bis 30 Minuten an, tritt es völlig ohne Grund auf oder spürst du Schmerzen und Luftnot, solltest du sofort zum Arzt.
Was sind tachykarde Herzrhythmusstörungen?
Tachykarde Herzrhythmusstörungen sind ein zu schneller Herzschlag von über 100 Schlägen pro Minute, der durch eine gestörte Bildung oder Weiterleitung von Reizen im Herzen entsteht. Sie werden in supraventrikuläre und ventrikuläre Tachykardien unterteilt. Ausführliche Informationen dazu bietet das DocCheck Flexikon.
Was hilft bei Herzrasen mit Hausmitteln?
Gegen akutes Herzrasen helfen bewährte Hausmittel wie kaltes Wasser trinken, gezielte Atemübungen und Kältereize im Gesicht. Diese Methoden können den Puls schnell beruhigen, indem sie das Nervensystem stimulieren.
Welche Warnsignale gibt es für einen plötzlichen Herztod?
Ein plötzlicher Herztod tritt oft völlig unerwartet auf, wird aber in vielen Fällen durch akute Herzrhythmusstörungen oder einen Herzinfarkt ausgelöst. Im Vorfeld können wichtige körperliche Warnsignale wie Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel oder kurze Ohnmachtsanfälle auftreten, die jedoch häufig nicht ernst genug genommen werden. Ausführliche Informationen dazu bietet die Deutsche Herzstiftung.
Was fehlt dem Körper bei Herzrasen?
Beim Herzrasen (Tachykardie) schlägt das Herz mehr als 100-mal pro Minute ohne klare körperliche Anstrengung. Dem Körper fehlen oft innere Ruhe, Mineralstoffe wie Kalium oder Magnesium, ausreichend Flüssigkeit oder es herrscht ein Überschuss an Stresshormonen und Genussmitteln.
Warum rast mein Herz nach dem Aufwachen?
Herzrasen nach dem Aufwachen wird oft durch Stresshormone, Flüssigkeitsmangel oder den natürlichen Aufwachimpuls des Körpers ausgelöst. Häufige Gründe sind:
Wie merke ich, dass ich POTS habe?
Sie merken POTS (Posturales Tachykardiesyndrom) vor allem an starkem Herzrasen, Schwindel und einem Schwächegefühl, die direkt nach dem Aufstehen oder beim längeren Stehen auftreten und im Liegen sofort besser werden.
Wie kann ich POTS selbst testen?
Sie können ein mögliches PoTS (Posturales Tachykardiesyndrom) zu Hause mit einem einfachen 10-Minuten-Stehtest (ähnlich dem NASA Lean Test) selbst überprüfen. Sie benötigen dafür nur eine Uhr mit Sekundenanzeige oder Pulsmesser sowie ein Blutdruckmessgerät.
Was ist orthostatische Tachykardie?
Eine orthostatische Tachykardie (oft auch als POTS oder Posturales Tachykardiesyndrom bezeichnet) ist eine Form der Kreislaufstörung, bei der der Puls nach dem Aufstehen oder beim längeren Stehen stark ansteigt, während der Blutdruck stabil bleibt. Typische Anzeichen sind Herzrasen, Schwindel und Schwächegefühl.
Wie hoch ist der Puls bei Vorhofflimmern?
Bei Vorhofflimmern ist der Puls meistens schnell und unregelmäßig, oft liegt er in Ruhe bei über 100 Schlägen pro Minute. Im Herzvorhof selbst zuckt das Herz sogar sehr schnell (350 bis 600 Mal pro Minute), aber diese Signale kommen nur unregelmäßig in den Herzkammern an.
Was ist Herzflattern?
Herzflattern ist ein Gefühl von unruhigem oder zu schnellem Herzschlag, das oft als Herzklopfen, Stolpern oder rasche Vibration in der Brust wahrgenommen wird. Es kann harmlos sein oder auf eine Herzrhythmusstörung wie das medizinisch bekannte Vorhofflattern hindeuten.
Welcher Puls ist normal in welchem Alter?
Der normale Ruhepuls eines gesunden Menschen verändert sich im Laufe des Lebens und sinkt von Geburt an bis zum Erwachsenenalter kontinuierlich ab. Während Neugeborene einen sehr schnellen Herzschlag haben, liegt der normale Ruhepuls bei Erwachsenen im Durchschnitt zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute. ·Österreichs Apotheker:innen – Apothekerkammer
Was beruhigt ein nervöses Herz?
Ein nervöses Herz beruhigt sich am besten durch bewusste Ruhe, tiefe Atmung und die Aktivierung des Vagusnervs. Wichtige Schritte dafür sind langsame Atemübungen, der Verzicht auf Aufputschmittel und körperliche Entspannung.
Wie äußern sich psychosomatische Herzbeschwerden?
Psychosomatische Herzbeschwerden (auch funktionelle Herzbeschwerden oder Herzneurose) äußern sich durch Schmerzen in der Brust, Herzrasen, Herzstolpern und Blutdruckschwankungen. Betroffene spüren echte körperliche Symptome, obwohl ärztliche Untersuchungen keine organische Herzerkrankung finden. Oft kommen starke Angst oder Todesangst hinzu.
Was ist das Herzangstsyndrom?
Das Herzangstsyndrom (auch Kardiophobie oder Herzneurose) ist eine Form der Angststörung. Betroffene haben große Angst vor einem Herzinfarkt oder einer tödlichen Herzkrankheit, obwohl das Herz körperlich gesund ist.