Zuletzt aktualisiert am 5. Februar 2026
Im Zweiten Weltkrieg führte Deutschland 1940 die Sommerzeit erneut in Erwartung einer Energieeinsparung ein. Auch die „eingegliederten Ostgebiete“ wurden einbezogen. Bei Kriegsende verständigte sich der Alliierte Kontrollrat in Deutschland auf eine einheitliche Uhrenumstellung während der warmen Jahreszeit.
Warum hat man die Zeitumstellung eingeführt?
1978 beschloss die Bundesrepublik, wie andere europäischen Länder auch, erneut die Einführung der Sommerzeit. Auslöser war damals die Ölkrise von 1973. Durch die Sommerzeit hoffte man, Strom sparen zu können: Eine Stunde mehr Tageslicht sollte eine Stunde weniger künstliches Licht aus der Steckdose bedeuten.
Wann wurde die Sommerzeit im Ersten Weltkrieg eingeführt?
Anders war die Situation, als die Sommerzeit zum ersten Mal im Frühjahr 1916 eingeführt wurde: Damals stellten das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn in der Nacht zum 1. Mai die Uhren im Alleingang um eine Stunde vor, um Energie für die Materialschlachten des Ersten Weltkriegs zu sparen.
Wer blockiert die Abschaffung der Zeitumstellung?
Die Kommission schlägt vor, die saisonale Zeitumstellung für die gesamte Europäische Union abzuschaffen. Mit anderen Worten: Die Mitgliedstaaten werden keine nationalen Regelungen zur saisonalen Zeitumstellung mehr beibehalten.
Warum wurde die Sommerzeit 1980 in Ost- und Westdeutschland eingeführt?
Am 6. April 1980 wurden in West- und Ostdeutschland zum ersten Mal eine Stunde vorgestellt. Hauptargument: Energieeinsparung. Probleme gab es beim internationalen Bahnverkehr.
#kurzerklärt: Wieso gibt es eigentlich die Sommerzeit?
In welchen Ländern wird die Uhr nicht umgestellt?
Dazu zählen etwa Island, Brasilien, Indonesien oder die Türkei. Wir stellen beliebte Urlaubsländer vor, die auf die Zeitumstellung verzichten. Thailand: In Thailand ticken die Uhren ganzjährig nach der Indochina-Zeitzone (ICT).
Welche Zeit galt in Deutschland vor der Zeitumstellung?
In Deutschland gab es den Wechsel von der Normalzeit (MEZ oder im Volksmund Winterzeit) auf die Sommerzeit erstmals im Deutschen Reich in den Kriegsjahren 1916 bis 1918 und noch einmal zwischen 1940 und 1949. Im Jahr 1947 gab es sogar eine "Hochsommerzeit", die um zwei Stunden von der Normalzeit abwich.
Ist die Winterzeit gesünder als die Sommerzeit?
Die Umstellung auf die Sommerzeit hat den Vorteil, dass es im Sommer abends länger hell ist und Berufstätige das Tageslicht noch nutzen können, viele Schlafmediziner und Schlafmedizinerinnen raten allerdings zur ganzjährigen Winterzeit.
Wie viel kostet die Zeitumstellung jedes Jahr?
JKU-Studie: Zeitumstellung kostet jährlich 77,5 Millionen Euro. Studien-Auftraggeber Rudi Anschober fordert Umstellung auf dauerhafte Sommerzeit.
Welches EU-Land hat keine Zeitumstellung?
Ein europäisches Land hat die Zeitumstellung gar nicht erst eingeführt: Island hat sich gegen das regelmäßige Umstellen der Uhr entschieden. Seit 1968 herrscht hier die "Einheitszeit" - und das ist übrigens die Sommerzeit.
Wann endete der Erste Weltkrieg um wie viel Uhr?
November 1918 unterzeichneten Matthias Erzberger und Ferdinand Foch in einem Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne den Waffenstillstand, der noch am selben Tag in Kraft trat: Um 11.00 Uhr gaben Trompetensignale an den Fronten das Ende der Kampfhandlungen bekannt, unmittelbar darauf schwiegen die Waffen.
Welche Sommerzeit war 1945 in Deutschland?
Die Mitteleuropäische Hochsommerzeit (MEHSZ; UT+3) – auch „doppelte Sommerzeit“ genannt – war eine Spezial-Zeitzone in den Jahren 1945 und 1947 in Deutschland. Sie entsprach der British Double Summer Time UT+2 als Sommerzeit der War Time UT+1 (WEZ/GMT+1).
Welches Land hat die Sommerzeit erfunden?
Erstmals überhaupt wird 1916 eine Zeitumstellung eingeführt. Im Ersten Weltkrieg stellen das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn die Uhren eine Stunde vor, um bei mehr Tageslicht ohnehin knappe Ressourcen zu sparen. Noch im selben Jahr folgen weitere Staaten wie Frankreich oder Grossbritannien.
Warum werden die Uhren in Deutschland von 2 auf 3 Uhr umgestellt?
Um 2 Uhr werden sie eine Stunde vor auf 3 Uhr gestellt. Damit gilt dann bis Oktober die Sommerzeit. Sie wurde in Deutschland 1980 eingeführt – aus Gründen der Energieeinsparung. Laut Umweltbundesamt gibt es an einigen Stellen Einsparungen, an anderen aber einen Mehrverbrauch.
Wann wird die Zeitumstellung endlich abgeschafft?
Abschaffung der Zeitumstellung nicht vor 2026
Die Termine für Sommer- und Winterzeit sind bis dahin amtlich festgelegt. Klar ist außerdem, dass sich die EU-Staaten gemeinsam auf eine Zeit einigen müssten: entweder Sommer- oder Winterzeit, um einen Flickenteppich verschiedener Zeitzonen in Europa zu vermeiden.
Welche Länder haben die Zeitumstellung abgeschafft?
- Europa: Alle EU-Staaten, Großbritannien, Norwegen, die Schweiz und weitere.
- Nordamerika: Die USA (außer Arizona und Hawaii), Kanada und Mexiko.
- Südamerika: Chile und Paraguay (andere Länder haben sie abgeschafft).
Wird bei der Zeitumstellung die Stunde bezahlt?
Was bedeutet die Zeitumstellung für sie? Wer Nachtschicht hat, muss eine Stunde weniger arbeiten, sofern vertraglich nichts anderes festgelegt ist. Diese Stunde bekommen Beschäftigte dann auch nicht bezahlt, erklärt der DGB Rechtsschutz.
Ist die Zeitumstellung sinnvoll?
Seit 1980 (damalige DDR) und 1981 (BRD) kann der Effekt der Zeitumstellung auch in Deutschland nachvollzogen werden. Bittere Erkenntnis nach mehr als vier Jahrzehnten: Die Zeitumstellung ist laut Umweltbundesamt sinnlos. Sie „spart im Saldo keine Energie“.
Was kostet den Staat die Zeitumstellung in Deutschland?
Im Endeffekt kann damit für Deutschland eine durch die Zeitumstellung bedingte jährliche Gesamtersparnis von rund 842,53 GWh/a ermittelt werden. Dies entspricht rund 0,78% des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland und einem Äquivalent von rund 244,3 Mio.
Wer profitiert von der Zeitumstellung?
Besonders entlastend wirke die Umstellung im Herbst für Großstädter, Menschen im Westen der Republik und Jugendliche. Denn sie tun sich mit der Sommerzeit schwerer, weil ihre innere Uhr in der Regel später dran ist als die von Menschen auf dem Land, Ostdeutschen oder Kindern und Erwachsenen.
Was passiert, wenn die Sommerzeit dauerhaft bleibt?
"Eine dauerhafte Umstellung auf Sommerzeit hätte gravierende negative gesundheitliche Auswirkungen insbesondere auf Kinder und Jugendliche. Die Wahrscheinlichkeit für Schlaf- und Lernprobleme, Depressionen und Diabetes wird nachweislich massiv erhöht.
Wie viele Menschen haben Probleme mit der Zeitumstellung?
Fast ein Drittel der Deutschen hat Probleme mit Zeitumstellung. Eine Umfrage der Krankenkasse DAK im März 2024 zeigt: 30 Prozent hatten infolge der Zeitumstellung schon einmal Probleme, zum Beispiel gesundheitlicher oder psychischer Art.
Welche Länder in Europa haben keine Zeitumstellung?
Auch außerhalb der EU keine Zeitumstellung mehr
Neben Island haben sich auch Russland, die Türkei und Belarus von der Zeitumstellung verabschiedet. In Grönland gilt seit 2023 ebenfalls ganzjährig die gleiche Zeit – mit einer Ausnahme: Der US-Militärstützpunkt Thule stellt weiterhin um.
Welche Zeit ist besser, Sommer oder Winter?
Wissenschaftler und Mediziner favorisieren die Winterzeit, weil diese über Jahrtausende unseren Biorhythmus bestimmt hat. Eine permanenten Sommerzeit nähme – über ein ganzes Jahr betrachtet – die Helligkeit am Morgen weg, was unter anderem die Produktivität negativ beeinflusst.
Was heißt Zeitumstellung auf Englisch?
putting the clocks back or forward n [Umschr.]