Unter welchen Bedingungen ist eine Videoüberwachung zulässig?

Zuletzt aktualisiert am 25. Januar 2026

Eine Überwachung ist dann zugelassen, wenn sie “zur Wahrung berechtigter Interessen des Überwachten erforderlich ist und die Interessen oder Grundrechte der betroffenen Personen nicht überwiegen”.

Unter welchen Voraussetzungen darf eine Videoüberwachung erfolgen?

Danach ist eine Videoüberwachung zulässig, soweit sie zur Wahrnehmung einer im öffentlichen Interesse liegenden Aufgabe erforderlich ist. Zudem dürfen keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass schutzwürdige Interessen der betroffenen Personen überwiegen.

Wann ist eine verdeckte Videoüberwachung zulässig?

Zulässig ist eine verdeckte Videoüberwachung dann, wenn der konkrete Verdacht einer strafbaren Handlung oder einer anderen schweren Verfehlung von Beschäftigten zulasten des Arbeitgebers besteht. Zudem müssen andere, weniger einschneidende Mittel zur Aufklärung des Verdachts ergebnislos ausgeschöpft sein.

Ist es erlaubt, Videoüberwachung vor dem Haus zu haben?

Antwort: Wer Angst vor Langfingern und anderen unwillkommenen Eindringlingen hat, kann sein Grundstück videoüberwachen. Das ist grundsätzlich erlaubt. Eine Videokamera kann Sie durch Abschreckung vor Einbruch und Sachbeschädigung schützen oder Beweise im Falle einer Straftat sammeln.

Wann sind Videoaufnahmen zulässig?

Laut Bundesdatenschutzgesetz ist Videoüberwachung am Arbeitsplatz an öffentlich zugänglichen Orten erlaubt, wenn sie für die Wahrung des Hausrechts erforderlich ist (§ 6b BDSG). Ebenso zulässig ist die Überwachung, wenn sie dem festgelegten Zweck dienen, berechtigte Interessen zu wahren.

Kameraüberwachung durch den Vermieter - Unter welchen Voraussetzungen ist diese zulässig?

Was ist ein berechtigtes Interesse für eine Videoüberwachung?

Voraussetzung für eine rechtmäßige Videoüberwachung durch Private ist ein berechtigtes Interesse. Dieses kann sich z.B. aus dem Hausrecht eines Grundstückseigentümers ergeben – aber nur, wenn die Kamera nicht die Nachbargrundstücke oder öffentliche Gehwege erfasst.

Ist eine Videoaufnahme als Beweis zulässig?

Die Entscheidung unterstreicht, dass eine permanente und anlasslose Videoüberwachung durch Privatpersonen in der Regel unzulässig ist, da sie gegen das Bundesdatenschutzgesetz verstößt. Solche Aufnahmen können vor Gericht nicht als Beweismittel verwertet werden.

Ist es erlaubt, den Hauseingang mit Videoüberwachung zu überwachen?

Mit Regeln: Videokameras am Haus sind erlaubt

Das Wichtigste vorab: Jeder Eigentümer darf an seinem Haus eine Videoüberwachung im Außenbereich anbringen, um das eigene Haus und Grundstück zu sichern. Dabei gilt das oberste Gebot: Du darfst normalerweise nur das eigene Grundstück mit Kameras überwachen.

Wann ist Videoüberwachung strafbar?

Videoüberwachung ist grundsätzlich zulässig, wenn ausschließlich das eigene Grundstück beobachtet wird. Die Kamera muss erkennbar auf das eigene Grundstück gerichtet und nach außen hin gut sichtbar sein und darf öffentlichen Bereich oder Nachbargrundstücke nicht erfassen.

Ist ein Schild Videoüberwachung Pflicht?

Videoüberwachung: Ein Schild ist Pflicht

Daher muss die Person mit einem Hinweis sichtbar über die Videoüberwachung informiert werden. Bei der Videoüberwachung gelten bezüglich der Hinweispflicht auf einem Privatgrundstück folgende Punkte: Ausreichende Größe für Lesbarkeit. Information über das Filmen der Umgebung.

Was darf mit einer Überwachungskamera gefilmt werden?

Mit Sicherheitskameras dürfen Sie nur das eigene Grundstück filmen. Nachbargrundstücke und öffentliche Wege sind in der Regel tabu. Das gilt auch für gemeinsam genutzte Zufahrten. Und selbst Kamera-Attrappen können in die Rechte anderer eingreifen.

Wie muss man auf Videoüberwachung hinweisen?

Alle Überwachungskameras auf privatem Gelände müssen deutlich sichtbar gekennzeichnet sein. Dies kann durch gut sichtbare Schilder erfolgen, die darauf hinweisen, dass das Gebiet videoüberwacht wird. Die Schilder sollten an allen Eingängen und entlang der Grenzen des überwachten Bereichs angebracht werden.

Wie groß muss das Schild für die Videoüberwachung sein?

Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Größe für Hinweisschilder zur Videoüberwachung in Deutschland.

Was muss auf einem Schild zur Videoüberwachung stehen?

Was muss ein Hinweisschild enthalten?
  • Einen klaren Hinweis auf die Videoüberwachung.
  • Den Zweck der Überwachung (z. B. Schutz vor Einbruch oder Vandalismus)
  • Die Kontaktdaten des Verantwortlichen.
  • Falls zutreffend: Hinweise zu den Rechten betroffener Personen.

Wo sollte ich eine Überwachungskamera platzieren?

Wie: Platzieren Sie die Kamera oberhalb der Tür, idealerweise in einer Höhe von 2,5 bis 3 Metern. Die Kamera sollte leicht nach unten geneigt sein, um Gesichter klar zu erfassen. Zusätzlicher Tipp: Nutzen Sie eine Kamera mit Nachtsicht, um auch bei Dunkelheit klare Bilder zu erhalten.

Ist eine Videoüberwachung im Eingangsbereich erlaubt?

Überwachungskamera im Eingangsbereich

Eine Videoüberwachung von Mehrfamilienhäusern ist nur zulässig, wenn alle Bewohner einverstanden sind, urteilte das Amtsgericht Berlin-Schöneberg. Wenn nur ein Mieter nicht einverstanden ist, darf der Vermieter keine Kamera installieren lassen.

Was ist bei der Videoüberwachung rechtlich zu beachten?

Nur das eigene Grundstück darf überwacht werden

Eine gute Faustregel lautet: Richten Sie Ihre Sicherheitskamera nicht auf Bereiche, die öffentlich einsehbar sind und nicht nur auf Ihr privates Grundstück. Die Kamera darf niemanden aufnehmen, der sich beispielsweise auf dem Gehweg oder auf der Straße befindet.

Sind Kamera-Attrappen erlaubt?

Obwohl durch eine Kameraattrappe keine Verarbeitung personenbezogener Daten stattfindet, ist in § 21 Abs. 7 des Landesdatenschutzgesetzes (LDSG) geregelt, unter welchen Voraussetzungen öffentliche Stellen (z.B. Kommunen) eine Kameraattrappe zulässigerweise verwenden können.

Was muss man beachten, wenn man sein Grundstück video überwacht?

Die Videoüberwachung Rechtslage ist eindeutig geregelt. Sie dürfen auf einem Firmengelände oder auf einem privaten Grundstück eine Kamera aufstellen. Zunächst sollten Sie das sogenannte Persönlichkeitsrecht der umliegenden Parteien wahren. Das bedeutet, dass die Kamera niemals auf den Nachbarn gerichtet sein darf.

Kann ein Nachbar die Überwachungskamera verbieten?

Die Überwachung des eigenen Grundstücks ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt. Allerdings dürfen dabei die Rechte der Nachbarn nicht verletzt werden. So ist es nicht zulässig, das Nachbargrundstück mit einer Kamera zu überwachen, wenn dadurch die Privatsphäre des Nachbarn beeinträchtigt wird.

Ist eine Kamera an der Haustür erlaubt?

FAQ zur Überwachungskamera an der Haustür

Ja, das ist erlaubt, solange die Kamera nur dein eigenes Grundstück filmt und keine öffentlichen Wege oder Nachbarbereiche dauerhaft erfasst.

Ist es erlaubt, eine Überwachungskamera auf meinem Grundstück zu haben?

Also eine Abwägung, welches Interesse schwerer wiegt - der Schutz des Eigentums oder der Intimsphäre. Der Bundesgerichtshof hat in einem Urteil (Aktenzeichen: V ZR 265/10) entschieden, dass eine private Videoüberwachung von öffentlichen und fremden privaten Flächen nicht zulässig ist.

Was zählt alles als Beweismittel?

Im Zivilprozess stehen Klagenden und Beklagten verschiedene Beweismittel zur Verfügung. Die wichtigsten sind Urkundenbeweis, Zeugenbeweis, Sachverständigengutachten und der sogenannte Augenschein.

Was ist eine illegale Aufnahme?

Strafbar ist, wer ohne Einverständnis des Sprechenden eine Tonaufnahme eines Privatgesprächs, einem Dritten, für den sie nicht bestimmt ist, zugänglich macht, oder die Aufnahme veröffentlicht. Dafür droht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen.

Wo kann ich unerlaubte Videoüberwachung melden?

Wie melden Sie unerlaubte Videoüberwachung?
  • Beweise sammeln: Machen Sie Fotos oder Videos von der verdächtigen Kamera und notieren Sie sich relevante Details: ...
  • Ordnungsamt oder Datenschutzbehörde kontaktieren: ...
  • Schriftliche Meldung einreichen: ...
  • Optional: Betroffenen Betreiber ansprechen: