Kann man mit der Bußgeldstelle verhandeln?

Zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2026

Durch Verhandlungen mit der Bußgeldstelle kann der Anwalt in vielen Fällen erreichen, dass das Bußgeld reduziert wird.

Kann man Bußgeld verhandeln?

Die Hauptverhandlung des Bußgeldverfahrens endet mit der Einstellung des Verfahrens oder durch Urteil. Gegen das Urteil oder den Beschluss (wenn ohne Hauptverhandlung entschieden wurde) ist unter bestimmten Voraussetzungen das Rechtsmittel der Rechtsbeschwerde zulässig.

Welche Möglichkeiten gibt es, ein Bußgeld zu reduzieren?

In einigen Fällen kann durch Verhandlungen erreicht werden, dass die Strafe auf diesen Betrag gesenkt wird. Beispiele: Ein Verstoß gegen die Höchstgeschwindigkeit von 21 km/h innerorts zieht ein Bußgeld von 70 Euro und einen Punkt nach sich. Wird das Bußgeld auf 55 Euro reduziert, entfällt der Punkt.

Was kann ich tun, wenn mein Bußgeld zu hoch ist?

Kommt Ihnen das Bußgeld dennoch zu hoch vor, sollten Sie über einen Einspruch nachdenken. Die Möglichkeiten eines Einspruchs können Sie mitunter vorab online über spezialisierte Verkehrsrechtskanzleien wie beispielsweise SOS-Verkehrsrecht kostenlos und unverbindlich prüfen lassen.

Kann die Bußgeldstelle ein Verfahren einstellen?

Können Bußgeldverfahren eingestellt werden? Ja, die Einstellung eines Bußgeldverfahrens ist möglich (§ 47 OWiG).

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Wann lohnt sich ein Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid?

Ein Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid lohnt sich dann, wenn man gute Gründe hat, um das Bußgeld anzufechten und eine Chance auf Erfolg besteht. Ein Einspruch sollte jedoch nicht leichtfertig eingelegt werden, sondern nur dann, wenn man gute Argumente hat. Dennoch: 80 % der Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!

Was passiert, wenn ich Bußgeld nicht bezahlen kann?

Den Bußgeldbescheid zu ignorieren und das Bußgeld nicht zu bezahlen, kann dann auch einen Vollstreckungsbescheid, den Besuch eines Gerichtsvollziehers oder im schlimmsten Fall eine Haftstrafe bedeuten.

Wie hoch darf ein Bußgeld maximal sein?

Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) § 17 Höhe der Geldbuße. (1) Die Geldbuße beträgt mindestens fünf Euro und, wenn das Gesetz nichts anderes bestimmt, höchstens eintausend Euro.

Wann muss man Bußgeld nicht mehr zahlen?

Das bedeutet bei einer Verkehrsordnungswidrigkeit tritt die Verjährung nach maximal sechs Monaten ein, da diese in der Regel nach drei Monaten verjährt. Spätestens verstreicht die Verjährung bei einem Bußgeldbescheid jedoch nach zwei Jahren. Dieser Term wird absolute Verjährungsfrist genannt.

Wie kann ich ein Bußgeld anfechten?

Für einen Einspruch brauchen Sie nur einen einzigen Satz: "Gegen den Bußgeldbescheid mit dem Aktenzeichen … lege ich Einspruch ein." Der Einspruch ist schriftlich per Brief, Telefax und je nach Bundesland gegebenenfalls auch online (in Bayern mit BayernID) oder telefonisch zur Niederschrift möglich.

Was ist das teuerste Bußgeld?

Unangefochten auf dem ersten Platz: Alkohol am Steuer! Dieses Verkehrsvergehen kann bis zu 3000 Euro kosten, wenn 1,1 Promille festgestellt wurde. Das gilt außerdem als Straftat und wird auch mit Punkten und Führerscheinentzug bestraft.

Wann wird ein Bußgeld verdoppelt?

Wer bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung erwischt wird, muss mit einem Bußgeld, Punkten oder ggf. sogar mit einem Fahrverbot rechnen. Wird festgestellt, dass die Geschwindigkeitsüberschreitung vorsätzlich begangen wurde, verdoppelt sich das Bußgeld sogar.

Ist das Bußgeld höher als das Verwarngeld?

Eine Verwarnung erhalten Sie für nur geringfügige Verstöße, einen Bußgeldbescheid hingegen für erhebliche Ordnungswidrigkeiten. Ein Verwarnungsgeld liegt bei in einer Höhe zwischen 5 und 55 Euro. ein Bußgeld kann darüber hinausgehen.

Warum ist mein Bußgeld doppelt so hoch?

Wie hoch fällt die Geldbuße, die statt einem Fahrverbot verhängt wird, aus? Dies liegt grundsätzlich im Ermessen des zuständigen Richters. So ist zum Beispiel ein doppeltes Bußgeld statt einem Fahrverbot möglich oder etwa eine pauschale Bußgelderhöhung von 1.000 Euro.

Wo werden Ordnungswidrigkeiten verhandelt?

Gerichtliches Verfahren bei Ordnungswidrigkeiten

Das Amtsgericht kann wie die Verwaltungsbehörde und die Staatsanwaltschaft das Verfahren zum Beispiel wegen geringen Verschuldens vor einer eingehenden Prüfung und Beweisaufnahme einstellen und damit beenden. Anderenfalls entscheidet das Gericht in der Sache.

Kann man Bußgeld in Raten zahlen?

Betroffene können ein Bußgeld in Raten zahlen. Die Ratenzahlung ist bei der Behörde zu beantragen. Wer sich nicht an die Straßenverkehrsordnung hält, muss mit einem Bescheid rechnen. Je nach Ordnungswidrigkeit kann ein hohes Bußgeld auf Sie warten.

Ist es möglich, ein Bußgeld unter Vorbehalt zu zahlen?

Die Zahlung des Verwarnungsgeldes unter Vorbehalt ist nicht möglich. Wird die gesetzte Zahlungsfrist nicht eingehalten, gilt die Verwarnung als abgelehnt und über die Beschuldigung wird im Bußgeldverfahren entschieden.

Wie lange hat man Zeit, sein Bußgeld zu bezahlen?

Vollstreckung. Die Vollstreckung der Geldbuße ist nur möglich, wenn der Bußgeldbescheid rechtskräftig ist. Nach Ablauf der Zahlungsfrist (2 Wochen nach Rechtskraft des Bescheides) wird eine Mahnung versandt. In der Mahnung werden auch Maßnahmen zur zwangsweisen Beitreibung angekündigt.

Was ist der Unterschied zwischen Bußgeld und Geldstrafe?

Eine Geldbuße beschreibt eine Geldzahlung, welche von einer Behörde verhängt wird und eine begangene Ordnungswidrigkeit sühnen soll. Die Geldstrafe findet hingegen im Strafrecht Anwendung. Durch diese soll eine Straftat sanktioniert werden.

Warum ist mein Bußgeld so hoch?

Gründe für eine Erhöhung

Eine Erhöhung des Bußgeldes kann insbesondere erfolgen bei: Voreintragungen im Fahreignungsregister (FAER) Wiederholten Verstößen in kurzer Zeit. Besonders schwerwiegenden Verstößen.

Was passiert, wenn man die Strafe nicht bezahlen kann?

Wenn Geldstrafen zu Haft führen: Eine wenig bekannte Sanktion. Die Ersatzfreiheitsstrafe stellt im deutschen Strafrechtssystem eine besondere Form der Sanktion dar, die zum Einsatz kommt, wenn verhängte Geldstrafen nicht bezahlt werden können oder wenn der Verurteilte nicht willens ist, diese zu begleichen.

Welche Konsequenzen hat es, einen Bußgeldbescheid zu ignorieren?

Das sind die Folgen, wenn Sie den Bußgeldbescheid ignorieren
  • Nach spätestens sechs Wochen erhalten Sie eine Mahnung. ...
  • Weigern Sie sich immer noch, der Zahlungsaufforderung nachzukommen, ergeht als nächstes ein Vollstreckungsbescheid und Sie müssen mit einem Besuch des Gerichtsvollziehers rechnen.

Wie viele Mahnungen gibt es bei Bußgeld?

Versäumen Sie, das Bußgeld zu bezahlen oder verlieren Sie den Bußgeldbescheid, geht Ihnen erst einmal eine Mahnung zu. In dieser erhalten Sie erneut alle Informationen, die Sie für die Überweisung benötigen. Auch hier müssen Sie sich wieder an eine Frist halten – ansonsten drohen weitreichendere Konsequenzen wie z.