Zuletzt aktualisiert am 13. Januar 2026
Nach § 569 Abs. 2 BGB ist die außerordentliche Kündigung möglich, wenn ein Wohnungsmieter den Hausfrieden nachhaltig stört. Mieter müssen Rücksicht auf Mitmieter nehmen. Gerichte haben hier bezüglich der Frage der Wirksamkeit der Kündigung eine Interessensabwägung vorzunehmen.
Ist es möglich, einen Mieter wegen Ruhestörung zu kündigen?
Liegt ein triftiger Grund vor, wie zum Beispiel unerlaubte Untervermietung oder Ruhestörung, dann ist damit ein Verstoß laut Mietvertrag gegeben und eine fristlose Kündigung demzufolge möglich. Eine ordentliche Beendigung des Mietverhältnisses wäre hierbei unzumutbar.
Ist ein gestörtes Mietverhältnis ein Kündigungsgrund?
Der § 543 Abs.
Mietrecht: Eine Störung des Hausfriedens kann eine außerordentliche Kündigung als Konsequenz haben. Jede Vertragspartei kann das Mietverhältnis aus wichtigem Grund außerordentlich fristlos kündigen.
Wie bekomme ich am schnellsten einen Mieter raus?
Die kostengünstige und schnellste Möglichkeit Mieter*innen loszuwerden ist aus rechtlicher Sicht eine einvernehmliche Lösung. In einem sachlichen Gespräch können Sie einen Aufhebungsvertrag vorlegen. Darin wird geregelt, zu welchen Modalitäten das zuvor begründete Mietverhältnis aufgehoben wird.
Kann man vom Vermieter verlangen, den Nachbarn zu kündigen?
Nach den einschlägigen Paragrafen im BGB (§§ 543 Absatz 1 und 3, § 569 Absatz 2) kann ein Vermieter ein Mietverhältnis fristlos kündigen, wenn der Mieter den Hausfrieden nachhaltig stört und dies trotz einer vorherigen Abmahnung tut.
Wann darf ich meinem Mieter kündigen? 10 Mieterpflichten| Baufinanzierung leicht gemacht
Kann ich meinen Mieter fristlos wegen Unzumutbarkeit kündigen?
Der Mieter stört den Hausfrieden erheblich
Eine erhebliche Störung des Hausfriedens erlaubt Ihnen eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses. Dazu gehören extreme Vorkommnisse, wie die Nutzung der Wohnung für illegale Zwecke, Gewaltexzesse oder strafbares Verhalten gegenüber anderen Bewohnern des Hauses.
Wann darf ein Vermieter einen Mieter kündigen?
Vermieter dürfen einem Mieter kündigen, wenn sie die Wohnung für sich selbst, nahe Familienangehörige oder Haushaltsmitglieder benötigen. In § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB ist festgelegt, dass ein berechtigtes Interesse vorliegen muss, damit die Kündigung des Mietvertrags durch den Vermieter wirksam ist.
Wann ist ein Mieter nicht mehr zumutbar?
Wann besteht im Mietverhältnis eine Unzumutbarkeit? Verursachen Mieter andauernd massive Störungen oder beseitigen Vermieter gravierende Mängel an der Mietsache nicht, kann das eine Unzumutbarkeit begründen. In diesen Fällen ist das Fortsetzen des Mietvertrages für eine oder beides Seiten nicht mehr zumutbar.
Welche Gründe können Mieter für die Kündigung haben?
Gründe für eine Kündigung: Vermieter können Mietern aus verschiedenen Gründen kündigen, wie Zahlungsverzug, Störung des Hausfriedens oder wirtschaftlicher Verwertung (§ 573 BGB).
Wie hoch sind die Anwaltskosten für eine Eigenbedarfskündigung?
Beispiel: Anwaltskosten bei einer Eigenbedarfskündigung
Bei einer Eigenbedarfskündigung könnten Ihre Anwaltskosten wie folgt ausfallen: Monatliche Nettokaltmiete: 800 Euro. Gegenstandwert (Jahresmiete): 9.600 Euro. Gebühr: 847,60 Euro (652 Euro x 1,3)
Kann der Vermieter wegen Unordnung kündigen?
Fazit: Keine Kündigung wegen Unordnung
Das Urteil des Amtsgerichts Stuttgart stellt fest: Eine Kündigung des Mietverhältnisses wegen Unordnung ist nur dann zulässig, wenn diese Unordnung negative Auswirkungen auf andere Mieter oder die Gebäudesubstanz hat.
Ist ein zerstörtes Vertrauensverhältnis ein Kündigungsgrund?
Wenn das Vertrauensverhältnis endgültig zerstört ist, darf der Arbeitgeber kündigen. Das ist ein vor allem bei Arbeitgebern verbreiteter Irrtum. Ein Arbeitgeber darf nur kündigen, wenn es einen Kündigungsgrund gibt, bei einer verhaltensbedingten Kündigung ist das ein Fehlverhalten des Arbeitnehmers.
Was sind unzumutbare Gründe?
Die Unzumutbarkeit muss sich aus anderen Gründen ergeben, wie z.B. einer schwerwiegenden Verletzung der Fürsorgepflicht durch den Arbeitgeber oder einer erheblichen Beeinträchtigung der Gesundheit des Arbeitnehmers.
Wann darf ich als Mieter fristlos kündigen?
Eine Schonfrist, in der Du nachzahlen könntest, gibt es nicht. Auch eine vorherige Abmahnung ist nicht erforderlich (§ 569 Abs. 2a BGB). Straftaten des Mieters - Beleidigungen, Tätlichkeiten, Stromdiebstahl, Bedrohung oder Hausfriedensbruch können eine fristlose Kündigung rechtfertigen.
Welche Beweislast hat ein Mieter bei Lärmbelästigung?
Wann liegt eine nächtliche Ruhestörung vor? Laut dem Mietrecht liegt eine nächtliche Ruhestörung vor, wenn die Zimmerlautstärke überschritten ist. Als Orientierung gelten tagsüber ein Wert von 40 Dezibel und nachts ein Wert von 30 Dezibel.
Welche Geräusche gelten als Ruhestörung?
Als Richtwerte gelten 40 Dezibel für tagsüber und 30 Dezibel für die Nacht. Aber: Wenn es hart auf hart kommt, wird immer eine individuelle Betrachtung der Gesamtsituation vorgenommen. Wenn das Haus also besonders hellhörig ist, können Geräusche von nebenan schon bei 40 Dezibel als Lärmbelästigung angesehen werden.
Wann kann der Vermieter einem Mieter kündigen?
Unbefristete Mietverträge außerhalb des MRG können unter Einhaltung der Fristen ohne Angabe von Gründen vom Vermieter gekündigt werden. Befristete Mietverträge außerhalb des MRG können vom Vermieter nur bei qualifizierten Mietrückständen oder bei erheblich unsachgemäßem Gebrauch der Wohnung gekündigt werden.
Kann ein Mieter wegen Störung des Hausfriedens kündigen?
Gemäß § 569 Abs. 2 BGB kann jede Vertragspartei das Mietverhältnis fristlos kündigen, wenn eine nachhaltige Störung des Hausfriedens vorliegt und dadurch die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist für die beeinträchtigte Partei unter Abwägung aller Umstände unzumutbar ist.
Wie ekel ich Mieter raus?
- Schritt 1: Schriftliche Abmahnung. ...
- Schritt 2: Fristlose Kündigung. ...
- Schritt 3: Mietnomaden anzeigen – Strafanzeige wegen Einmietbetrug. ...
- Schritt 4: Räumungsklage erheben – Räumungstitel erwirken. ...
- Schritt 5: Berliner Räumung oder klassische Zwangsräumung.
Kann ich wegen Lärmbelästigung kündigen?
Wenn die Lärmbelästigung so stark ist, dass die Gesundheit gefährdet ist, kann die sich gestört fühlende Mietpartei auch fristlos kündigen (§ 544 BGB). Ferner hat die Mietpartei die Möglichkeit, den Lärm- verursacher auf Schadenersatz zu verklagen (§ 823 BGB).
Kann der Vermieter wegen unbewohnbarkeit kündigen?
Sonderkündigungsrecht bei gravierenden Mängeln. Wenn die Wohnung aufgrund von erheblichen Mängeln unbewohnbar ist und der Vermieter trotz Aufforderung keine Abhilfe schafft, kann der Mieter das Mietverhältnis fristlos kündigen (§ 543 BGB).
Ist es legal, Mieter zu ärgern?
Schikanen und Störungen, die als gezielte Provokationen gegenüber dem Mieter verstanden werden können, sind aus rechtlicher Sicht nicht zulässig und können den Vermieter schadensersatzpflichtig machen. Allen Vermietern, die gezielt ihre Mieter ärgern möchten, sei daher davon abgeraten.
Was sind die 3 Kündigungsgründe?
Das Gesetz kennt insgesamt vier Kündigungsgründe. Es gibt drei ordentliche Kündigungsgründe (verhaltensbedingte, personenbedingte, betriebsbedingte Kündigung) und die außerordentliche Kündigung. Liegt einer dieser vor, ist eine Entlassung gerechtfertigt.
Welche Gründe rechtfertigen eine sofortige Kündigung?
Eine fristlose Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis sofort und ist nur bei einem wichtigen Grund zulässig. Anerkannte Gründe sind z. B. Straftaten oder Gewaltandrohungen gegen den Arbeitgeber, Blaumachen, beharrliche Arbeitsverweigerung oder schwere Beleidigungen.
Was sind unzumutbare Beeinträchtigungen?
Eine unwesentliche Beeinträchtigung liegt in der Regel vor, wenn die in Gesetzen oder Rechtsverordnungen festgelegten Grenz- oder Richtwerte von den nach diesen Vorschriften ermittelten und bewerteten Einwirkungen nicht überschritten werden.