Kann ein Tsunami bis nach Deutschland kommen?

Zuletzt aktualisiert am 29. Januar 2026

Solche Berichte gibt es aus vielen verschiedenen Küstenorten der Nordsee. Das ist auch deshalb erstaunlich weil das Meer bei uns nicht sonderlich tief sind, in der Regel nicht tiefer als 100 Meter. Dass ein Tsunami direkt vor der Küste Deutschlands entsteht, ist also eher unwahrscheinlich.

Kann ein Tsunami nach Deutschland kommen?

Sie kommen praktisch aus dem Nichts, betreffen weite Küstenabschnitte und hinterlassen eine Spur der Verwüstung: Tsunamis. Vielen ist nicht bewusst, dass auch hier bei uns an den Küsten der Nord- und Ostsee sogenannte „Meteo–Tsunamis“ auftreten können.

Kann es in Deutschland zu einem Tsunami kommen?

Tsunami-Gefahrenstufe: Sehr gering? In dem von Ihnen ausgewählten Gebiet (Deutschland) wird die Tsunami-Gefahr nach den derzeit verfügbaren Informationen als sehr gering eingestuft. Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass in den nächsten 50 Jahren ein potenziell zerstörerischer Tsunami auftritt, weniger als 2 % beträgt .

Wie weit kann ein Tsunami ins Land gehen?

Bei Annäherung an die Küste, vor allem in flachen Buchten, können sich die Wassermassen aber über 10 m, in Extremfällen auch mehr als 30 bis 50 m hoch auftürmen, flaches Land hinter der Küste bis zu mehreren Kilometer landeinwärts überfluten und verheerende Verwüstungen anrichten.

Wo ist die Tsunami-Gefahr am höchsten?

Länder entlang des Pazifischen Feuerrings sind am häufigsten von Tsunamis betroffen. Beim Pazifischen Feuerring handelt es sich um einen Vulkangürtel, der die Kontinentalgrenzen Asiens, Nord- und Südamerikas umgibt. Er ist das tektonisch aktivste Gebiet der Erde.

Der Tsunami von 2004: Satellitenbilder von damals zeigen das Ausmass der Zerstörung

Ist ein Tsunami in Europa möglich?

Hunderttausende starben, Millionen waren betroffen. Doch was viele nicht wissen: Auch Europa kann von solchen gigantischen Tsunami-Wellen heimgesucht werden. Besonders das Mittelmeer gilt als Risikogebiet. Etwa zehn Prozent aller Tsunamis weltweit entstehen dort.

Wo auf der Welt besteht das größte Tsunamirisiko?

In allen Ozeanregionen der Welt kann es zu Tsunamis kommen, doch im Pazifischen Ozean und seinen Randmeeren kommt es aufgrund der vielen schweren Erdbeben an den Rändern des Pazifischen Ozeans viel häufiger zu großen, zerstörerischen Tsunamis.

Wo ist man sicher, wenn ein Tsunami kommt?

Der einzig sichere Ort auf dem Land ist bei einem Tsunami eine Erhöhung wie ein Berg oder Hügel, auf den man sich so schnell wie möglich flüchten sollte. Ist keine natürliche Erhöhung in der Nähe, kann man sich auch auf Dächer stabiler, robuster Gebäude retten. Auf keinen Fall sollte man im Gebäude bleiben.

Wie merkt man, dass ein Tsunami kommt?

Das sind mögliche Anzeichen für einen Tsunami: Ein besonders starkes, langanhaltendes Erdbeben ist zu spüren. Der Meeresspiegel steigt plötzlich stark an oder senkt sich stark ab. Tiere ziehen sich fluchtartig zurück.

Wann ist die Wahrscheinlichkeit, dass der nächste Tsunami auftreten wird?

Laut UNESCO besteht im Mittelmeerraum eine 100-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass in den nächsten 30 bis 50 Jahren ein Tsunami mit einer Höhe von mindestens einem Meter auftreten wird (UNESCO 2024).

Hatte Deutschland schon mal einen Tsunami?

Am 5. Juni 1858 ereignete sich ein Tsunami, der sich bis in die Nordsee ausbreitete. Er wurde von Jürgen Newig und Dieter Kelletat 2011 wissenschaftlich untersucht und beschrieben.

Kann ein Tsunami verhindert werden?

Nicht verhindern, aber womöglich aufhalten

„An den Ursachen eines Tsunamis – in der Regel sind das Seebeben, manchmal aber auch Hangrutschungen an der Küste oder Vulkanausbrüche – lässt sich meist nicht viel ändern“, sagt David Schürenkamp, Forscher am Leichtweiß-Institut für Wasserbau der TU Braunschweig.

Wie kündigt sich ein Tsunami an?

Ob Tsunami-Gefahr besteht, kann man daran erkennen, dass die Erde besonders stark oder lange bebt, der Meeresspiegel plötzlich an- oder absteigt, das Rauschen des Ozeans deutlich lauter wird und Tiere sich fluchtartig zurückziehen.

Wie viel Zeit vor einem Tsunami?

17. Wie viel Zeit ist zwischen Warnung und Eintreffen des Tsunami, wie viel Zeit bleibt also zur Flucht? Ziel des Frühwarnsystems ist es, innerhalb von 5 Minuten nach Eintreffen der ersten Anzeichen z.B. eines starken Erdbebens, das einen Tsunami auslösen könnte, eine erste Warnung auszugeben.

Was tut man, wenn ein Tsunami kommt?

Was dann zu tun ist:
  • Verlassen Sie so schnell wie möglich den Strand/die Küste und begeben Sie sich ins Landesinnere.
  • Meiden Sie dabei die Nähe von Flüssen oder Lagunen.
  • Versuchen Sie, wenn möglich, auf Hügel oder Berge zu gelangen.
  • Gibt es keine natürliche Erhöhung, können auch Dächer als Zuflucht dienen.

Würde ein Tsunami Deutschland treffen?

Ein Tsunami hat Indonesiens Küste getroffen: Immer wieder bebt hier die Erde. So starke Beben erschüttern Deutschland zwar nicht. Doch theoretisch könnte ein Tsunami auch auf die Nordsee treffen.

Wie viele deutsche Touristen starben beim Tsunami 2004?

Der Tsunami vom 26. Dezember 2004 kostete etwa 230.000 Menschen das Leben, darunter waren auch 537 Deutsche. Die Fotos von einem Besuch in Khao Lak im Februar 2005 zeigen das Ausmaß der Zerstörung.

Könnte ein Tsunami die USA treffen?

In den Vereinigten Staaten kam es bereits zu großen Tsunamis, und zweifellos wird es auch in Zukunft wieder dazu kommen.

Wie weit kommt ein Tsunami ins Land?

Das Wasser kann einige hundert Meter bis mehrere Kilometer weit ins Landesinnere vordringen und dort zu schweren Überschwemmungen führen.

Ist Schaum ein Anzeichen für einen Tsunami?

Anzeichen für einen Tsunami

Zu erkennen ist ein drohender Tsunami am plötzlichen Zurückweichen des Wassers im Bereich der Küste, wobei mehrere hundert Meter Meeresboden freigelegt werden. Warnsignale können zudem laute Geräusche, unerklärbare, leichtere Wellenbewegungen oder Schaumkronen auf dem Meer sein.

Kann ein Tsunami Italien treffen?

Etwa zehn Prozent aller Tsunamis weltweit treten im Mittelmeer auf. Statistisch gesehen bedeutet das: Alle 100 Jahre trifft eine katastrophale Welle die Bevölkerung. Beim letzten großen Ereignis - 1908 in Süditalien - starben mehrere Tausend Menschen.

Wie hoch war die Tsunami-Welle 2004?

Am 26. Dezember 2004 lernte die Welt das japanische Wort Tsunami kennen, das übersetzt "Hafenwelle" heißt: Nach einem Seebeben im Indischen Ozean breiteten sich innerhalb von wenigen Minuten Flutwellen aus, die in Küstennähe bis zu 40 Meter hoch anstiegen.

Was passiert, wenn ein Tsunami auf Land trifft?

Trifft ein Tsunami auf Land, ist extreme Zerstörung vorprogrammiert. Die Flutwellen können binnen weniger Minuten mehrere Kilometer ins Landesinnere vordringen. Dabei reißen sie von Straßenlaternen über Autos bis hin zu ganzen Häusern alles mit, was sich in ihrem Weg befindet.

Wann bricht ein Tsunami aus?

Tsunamiwellen entstehen, wenn sich im Meer starke vertikale Bewegungen ereignen, durch die die Wassersäule abgesenkt oder angehoben wird – vergleichbar mit einer Welle, die entsteht, wenn eine Hand schlagartig ins Wasser eintaucht.