Ist "Gästin" korrekt?

Zuletzt aktualisiert am 24. Februar 2026

Beim Neueintrag »Gästin« findet sich allerdings direkt der Zusatz »selten«, und im Synonymwörterbuch wird unter »Gast« der folgende Sprachtipp gegeben: Die männliche Form der Gast wird gewöhnlich auf beide Geschlechter bezogen. Die weibliche Form die Gästin ist dagegen selten.

Ist das Wort "Gästin" richtig?

Wahrheit: Das ist keineswegs der Fall – ganz im Gegenteil. „Gästin“ gehört zu den weiblichen Formen, die – wie auch die „Engelin“ oder die „Geistin“ – bereits im Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm aufgeführt und mit zahlreichen Belegstellen unterfüttert wurden.

Wie nennt man einen weiblichen Gast?

Gästin klingt auch in unseren Ohren ungewohnt, steht aber als feminines Pendant zu Gast im Duden. Im Allgemeinen wird das Wort Gast bzw. Gäste als geschlechtsneutraler Oberbegriff empfunden, vergleichbar dem Wort Person.

Wie kann man Gast gendern?

Doppelnennung
  1. ein Gast oder eine Gästin.
  2. Gast/Gästin.

Gibt es Gästinnen?

Die weibliche Form die Gästin ist dagegen selten. « Die Form die Gästin wurde und wird bislang nicht häufig verwendet, wie dies etwa das Korpus »Wortschatz Leipzig« belegt,[2] und erscheint vielen ungewohnt oder irritierend.

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Wie nennt man einen weiblichen Coach?

Geschlechtsspezifische Bezeichnungen

Zuweilen finden sich in Veröffentlichungen einzelner Personen geschlechtsspezifische Adaptionen des Wortes „Coach“ z.B. „Coacher“, „Coachin“/„CoachIn“, „Coacherin“, „Coachess“, „She-Coach“ oder „die Coach“.

Ist die Gendersprache offiziell?

Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat Genderzeichen nicht in das amtliche Regelwerk der deutschen Sprache aufgenommen. Das Gremium ist der Auffassung, dass allen Menschen mit geschlechtergerechter Sprache begegnet werden soll.

Welches Wort lässt sich nicht gendern?

In beiden Fällen empfehlen wir den inklusivischen Artikel: de Vormund, de Engel. Einige maskuline Personensubstantive enden auf ‑o, können aber laut Duden geschlechtsneutral verwendet werden: Anarcho, Hetero, Homo, Normalo, Realo.

Was ist das Geschlecht des Gastes?

Antwort: „Gast“. Erklärung: „Gast“ ist ein allgemeines Substantiv, daher keine Geschlechtsumwandlung . Hoffe, es hilft, bitte bewerten.

Ist Vorständin korrekt?

So waren in Vorstandssitzungen lange Zeit – und oft auch heute noch – Männer unter sich. Wenn aber Frauen mit Vorstandsposten betraut werden, dann sind sie Vorständinnen. Sagt der Duden.

Wie nennt man einen Mann, der jetzt eine Frau ist?

Trans* Menschen sind Menschen, denen bei Geburt ein Geschlecht zugewiesen wurde, das nicht ihrer Identität entspricht. Beispielsweise ist ein trans* Mann ein Mann, der bei Geburt den Geschlechtseintrag "weiblich" erhalten hat. Es gibt auch trans* Menschen, die sich gar keinem Geschlecht zugehörig fühlen.

Wie nennt man einen Frauenheld noch?

Frauenheld · Frauenjäger · Hallodri · Herzensbrecher · Schlawiner · Schwerenöter · Schürzenjäger · Witwentröster · Wüstling · jedem Weiberrock hinterherlaufen ● Gigolo franz. · Ladykiller scherzhaft, engl. · Playboy engl. · Suitier veraltet · Womanizer engl.

Wie heißt ein weiblicher Gast?

„Gästin“, wie vom Duden vorgeschlagen und in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert, wäre dann das weibliche Pendant zu dem nur noch ausschließlich männliche Besucher bezeichnenden „Gast“.

Ist es mein Gast oder meine Vermutung?

ja, auf jeden Fall; mir macht es nichts aus: „Kann ich hier Platz nehmen?“ „Sei mein Gast.“

Ist „Gäste“ grammatikalisch korrekt?

Da es sich um einen Possessivplural handelt, ist die korrekte Schreibweise „guests“ – Apostroph nach dem letzten s …. Ich würde eins setzen, weil mir im Englisch-O-Level beigebracht wurde, dass ein Wort, das auf s endet, nur einen Apostroph und kein zweites s braucht.

Ist gästin ein deutsches Wort?

Dabei ist sie keineswegs weiblicher Sprachemanzipation geschuldet – ganz im Gegenteil: Gästin gehört zu den weiblichen Formen, die – wie auch die Engelin oder die Geistin – bereits im Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm aufgeführt und mit zahlreichen Belegstellen unterfüttert wurden.

Wie gendere ich Arzt?

Hier gilt das Gleiche wie beim Genderstern: Beide Formen nennen, etwa der:die Arzt:Ärztin oder der Arzt oder die Ärztin. An die Stelle des Gendersterns kann auch ein Doppelpunkt gesetzt werden, Schüler:innen, Leser:innen, Proband:innen. Vorteil: Hier sind alle Geschlechter gemeint.

Ist Kollegen * innen richtig?

Endet die maskuline Form auf „e“ wie etwa „Kollege“, wird die feminine Variante mit „in“ gebildet „Kollegin“. Das „e“ entfällt. Nicht üblich ist „Kolleg-/-inn-/-en“, nicht amtlich sind „Kolleg/innen“, „Kolleg:innen“ etc.

Wie gendert man "Cousin" auf Deutsch?

Cousine/Cousin: Couse, Couserne (mit Betonung auf der ersten Silbe)

Wie gendert man Vorsitzende?

Vorsitzende ist im Nominativ Singular für beide Geschlechter formgleich, wenn es schwach flektiert wird (also mit bestimmtem Artikel; der/die Vorsitzende) – wie in einem Wörterbuch mit Genus-Nennung üblich.

Ist "Sehr geehrte Damen und Herren" eine neue Anrede?

„Sehr geehrte Damen und Herren“ ist nicht falsch, aber oft unpersönlich oder überholt – vor allem in modernen Unternehmen. Besser ist eine konkrete Ansprechperson, z. B. „Sehr geehrte Frau Müller“ oder genderneutral „Sehr geehrte*r Alex Schmidt“.

Welche Länder Gendern nicht?

Der „Language Index of Grammatical Gender Dimensions“ unterscheidet fünf Stufen, in die sich alle Sprachen einteilen lassen. An einem Ende stehen solche, in denen es gar keine Geschlechtsmarkierung gibt. Dazu zählen zum Beispiel Estnisch, Finnisch, Türkisch oder Ungarisch sowie einige asiatische Sprachen.

Wer hat sich Gendern ausgedacht?

Sie ist die Mitbegründerin der feministischen Linguistik, wurde als "Sprachwandlerin" gefeiert und als "Bücherfrau des Jahres" ausgezeichnet: Luise Pusch gilt als die Mutter der gendergerechten Sprache in Deutschland, sie selbst bezeichnet sich als "Großmutter" und hat die "Gender-Pause" erfunden.

Wer hat das Gendern beschlossen?

2001 beschloss die rot-grüne Regierung Schröder das Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) für alle Dienststellen auf Bundesebene (seit den 1990ern haben alle 16 Bundesländer eigene Landesgleichstellungsgesetze).