Zuletzt aktualisiert am 11. Juli 2026
Ein Baggersee (auch Baggerloch, Kiesgrube, in Österreich Schottergrube oder Schotterteich) ist ein künstlicher, meist relativ kleiner See, der durch Ausbaggerung von Sand- und Kiesablagerungen (Kiestagebau), meist durch Nassabbau entstanden ist, er wird häufig von Grundwasser durchströmt.
Was ist ein Grundwassersee?
Grundwasserseen sind eher klein, meist kleiner 100 Hektar, aber größer als Himmelseen und Kesselseen als reinen, niederschlagsabhängigen Staugewässern. Beispiele für Grundwasserseen seien etwa Großer und Kleiner Kastavensee in der Uckermark, Großer und Kleiner Glasowsee in der Schorfheide.
Woher kommt das Wasser im Baggersee?
Baggerseen, auch „Grundwasserseen“ genannt, sind so kalt, weil der eigentliche Zufluss des Sees Grundwasser ist. Das meiste Wasser solcher Seen stammt, wie man auch am Namen ableiten kann, aus dem Grundwasser.
Warum nicht baden im Baggersee?
Teiweise sind Seen und Baggerseen sehr tief und das Wasser wird nicht immer gut durchmischt. Schon kurz unter der Wasseroberfläche können die Temperaturen unerwartet stark absinken. Dadurch kann es zu schockartigen Lähmungen und zum Herzstillstand kommen.
Warum ertrinkt man in Baggerseen?
“ Dazu kommt, dass sich Baggerseen genau wie Flüsse nur langsam erwärmen. Das kann dazu führen, dass man Lufttemperaturen um die 30 Grad und im Wasser dagegen Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad hat. Das belastet den Körper stark, weil dieser immer versucht, die Körperkerntemperatur auszugleichen.
Jagende Welse in einer Kiesgrube
Warum läuft ein Baggersee nicht über?
Und warum läuft das Meer nicht über? Weil die Menge an Wasser auf der Erde seit Jahrmilliarden immer gleichbleibt. Das funktioniert wie ein ewiger Kreislauf: Wolken bilden sich, ziehen Wasser aus dem Meer, regnen ab über dem Land und die Flüsse tragen es wieder ins Meer.
Wie tief ist das Wasser in einem Baggersee?
Nach Stilllegung entsteht meist ein See mit sehr klarem Wasser, oft mit Sichttiefen von 6 bis 10 Meter.
Warum stinkt der Baggersee?
Wenn das Wasser nach Fäulnis riecht, weist das auf bakterielle Zersetzungsprozesse hin. Diese kommen oft bei stehenden seichten Seen vor, wo sich das Wasser nicht ausreichend vermischt.
Soll man nach Baggersee duschen?
Als Faustregel gilt: Wenn man bis zu den Knien ins Wasser geht, sollte man seine Füße noch sehen können. Ist das Wasser zu grün, lieber woanders baden. Da Cyanobakterien die Haut reizen können, sollte man nach dem Baden in solchen Gewässern gleich duschen und die Badekleidung wechseln.
Kann man Baggersee Wasser trinken?
Auch wenn das Wasser noch so klar ist, streng genommen lautet die Antwort auf diese Frage immer: nein. Der Grund dafür sind im See lebende Tiere und Wasservögel, die mit ihrem Kot Milliarden Mikroorganismen ausscheiden, die für Menschen schädlich sein können.
Sind Baggerseen sauber?
"Die meisten Badeseen, Flüsse und Küstengewässer in Deutschland sind sehr sauber", sagt unserer Reporterin Verena Fücker, das zeigt der jährliche Bericht der EU-Umweltagentur EEA (European Environment Agency). Die Behörde stufte nur sieben der in Deutschland analysierten Badestellen als mangelhaft ein.
Wie tief geht das Grundwasser in der Regel?
Wie tief unterhalb der Erde das Grundwasser fließt, ist je nach Region unterschiedlich. Die Grundwasser führende Schicht liegt in der Regel zwischen 2,5 m und 100 m unterhalb des Bodens. Mit einem Fachbetrieb für Geotechnik oder einer Probebohrung findest du heraus, wie die Verhältnisse auf deinem Grundstück sind.
Sind in einem Baggersee Fische?
Typische Fischarten in Baggerseen
Neben dem Bitterling, der Brachse und dem Hecht, zählen auch die Karausche, der Karfpen, die Rotfeder, Schleie und Zander zu den typischen Fischarten in bayersichen Baggerseen.
Was zählt zu Grundwasser?
Grundwasser wird nach DIN 4049 definiert als unterirdisches Wasser, dass die Hohlräume der Erdrinde zusammenhängend ausfüllt und dessen Bewegung ausschließlich oder nahezu ausschließlich von der Schwerkraft und den durch die Bewegung selbst ausgelösten Reibungskräften bestimmt wird.
Wie wird ein Baggersee befüllt?
Ein Baggersee ist kein natürlicher See. Er entsteht meist nach dem Abbau von Kies oder Sand. Diese übrig bleibenden Abbaulöcher werden landschaftlich gestaltet und mit Wasser aufgefüllt, sowie bepflanzt, denn das schreibt die Renaturierung vor.
Wo beginnt das Grundwasser?
Grundwasser ist Teil des Wasserkreislaufs. Es stammt ganz überwiegend aus Regenwasser, das durch den Boden und den Untergrund bis in die Grundwasserleiter sickert. Oberflächennahe Grundwasservorkommen versorgen Pflanzen mit Wasser und bilden wertvolle Feuchtbiotope.
Warum ertrinkt man im Baggersee?
Warum ertrinken dort so viele Menschen? Gerade in Seen kann es unterschiedliche Temperaturen unter der Wasseroberfläche geben. Dort hat man sogenannte Sprungschichten, die durch die unterschiedlichen Dichte-Eigenschaften des Wassers bei unterschiedlichen Temperaturen entstehen.
Warum versickert ein Baggersee nicht?
Da der untere Grundwasserleiter von der Lehmschicht abgedeckt ist, kann das Wasser hier nicht so schnell in Richtung Meer abfließen wie im oberen Grundwasserleiter. Die Lehmschicht staut das Wasser unterirdisch auf.
Ist es schlimm, wenn man nach dem Meer nicht duscht?
Wer sich am Strand vor Haien oder Sonnenbränden fürchtet, der hat sich noch keine Gedanken um Bakterien gemacht. Sie verändern die Hautflora nach kurzer Zeit stark. Darum sollten Sie nach jedem Baden im Meer duschen. Nach nur zehn Minuten im Meer verändert sich unsere Hautflora stark.
Warum sind Baggerseen gefährlich?
Auch an Baggerseen kann es gefährlich werden
„Der Baggersee ist ja vorher ein Abbaugebiet gewesen, wo Kies geschürft oder Mineralien abgebaut worden sind. Solche Gewässer sind am Ufer meist ein paar Meter flach, um dann an einer Abbruchkante mehrere Meter steil abzufallen. Acht bis zehn Meter sind keine Seltenheit.
Warum riecht mein Grundwasser nach faulen Eiern?
Wenn Ihr Brunnenwasser nach faulen Eiern riecht, ist dies oftmals ein Zeichen für Schwefelwasserstoff. Obwohl es in den meisten Fällen unbedenklich ist und das Wasser ohne Bedenken weiterhin als Trinkwasser genutzt werden kann, kann der faulige Geruch im Trink- und auch im Tränkewasser sehr unangenehm sein.
Ist grüner Schleim im See gefährlich?
Der Schleim besteht aus Blaualgen, die entstehen, wenn es über lange Zeit viel Sonne und hohe Wassertemperaturen (aktuell bis zu 27 Grad) gibt. Tatsächlich besteht die grüne Masse aber gar nicht aus Algen sondern aus Cyanobakterien.
Wie weit unten ist das Grundwasser?
Grundwasser wird im norddeutschen Raum je nach Untergrundbeschaffenheit meist in einer Tiefe zwischen 20 und 100 m unter Gelände gefördert. An manchen Orten, wie z.B. der Rotenburger Rinne, befindet sich das Grundwasser sogar in mehreren hundert Metern Tiefe.
Kann man in Baggerseen schwimmen?
Grundsätzlich darfst du in jedem See baden, an dem sich kein „Baden verboten“-Schild befindet. Deutschlandweit gibt es rund 2.000 ausgewiesene Badestellen und Naturbäder an Küsten, Seen und Flüssen. Aber auch das Wildbaden ist nicht per se verboten.