Zuletzt aktualisiert am 17. Juli 2026
Zunächst ein Blick auf die aktuelle Sachlage und die Frage: Besteht für Mitarbeitende ein gesetzlicher Anspruch auf einen Parkplatz? Die simple und zugleich eindeutige Antwort lautet: Nein.
Ist der Arbeitgeber verpflichtet, Parkplätze zu stellen?
Grundsätzlich ist kein Arbeitgeber verpflichtet, seinen Angestellten Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Etwas anderes gilt nur dann, wenn die Arbeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln praktisch nicht zu erreichen ist.
Hat man ein Anrecht auf einen Parkplatz?
Vorausgesetzt, die Arbeitsstelle ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, ist der Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet, den Mitarbeitern Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Eine Ausnahme besteht dann, wenn das Firmengelände so abgelegen ist, dass es nur mit dem Auto erreicht werden kann.
Wie viele Parkplätze muss ein Unternehmen pro Mitarbeiter zur Verfügung stellen?
Eine Faustregel besagt, dass Unternehmen einen Mitarbeiterparkplatz pro fünf Mitarbeiter bereitstellen sollten. Wenn ein Unternehmen jedoch in einem Gebiet mit begrenztem Parkraum liegt, sollte es möglicherweise mehr Parkplätze zur Verfügung stellen, um sicherzustellen, dass seine Mitarbeiter einen Platz finden.
Ist der Weg vom Parkplatz zum Arbeitsplatz Arbeitszeit?
Generell gilt: Der Weg zur Arbeit ist Privatsache. Dazu gehört auch die Suche nach einem Parkplatz. Gerade erst stellte das Bundes arbeitsgericht (Az. 5 AZR 427/17) klar: Die tägliche Fahrt zur Arbeit ist grundsätzlich keine Arbeits zeit.
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Ist Parkplatzsuche Arbeitszeit?
Parkplatzsuche ist keine Arbeitszeit
Wird die Parkplatzsuche von einem Arbeitnehmer als Arbeitszeit erfasst, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine fristlose Kündigung gerechtfertigt sein (BAG, Urteil vom 9. Juni 2011, Aktenzeichen 2 AZR 381/10).
Ist ein Fußweg zur Arbeit im Arbeitsrecht zumutbar?
Wichtig hierbei ist im Arbeitsrecht die Verhältnismäßigkeit. Beispielsweise ist in der Regel ein Arbeitsweg von rund zwei Kilometern zu Fuß arbeitsrechtlich zumutbar. Beträgt der Arbeitsweg allerdings zwanzig Kilometer, ist der Fußweg zur Arbeit ausgeschlossen.
Wie viele Stellplätze pro Mitarbeiter?
Bei Bürogebäuden wird oft ein Parkplatz pro 100 Quadratmeter Bürofläche oder pro zehn Mitarbeiter eingeplant.
Kann der Arbeitgeber Parkgebühren erstatten?
Trägt der Arbeitnehmer allerdings selbst die Kosten für ein Parkticket oder mietet der Arbeitnehmer bei einem Dritten zur Unterstellung des Fahrzeugs eine Garage an, kann der Arbeitgeber diese Kosten steuer- und beitragsfrei erstatten.
Ist ein Firmenparkplatz Sachbezug?
Der Sachbezugswert von 14,53 Euro bezieht sich auf die Bereitstellung eines Abstell- oder Garagenplatzes während der Arbeitszeit. Gelegentliches Parken auch außerhalb der Arbeitszeit führt zu keinem höheren Wert, das heißt zu keinem zusätzlichen Sachbezug.
Welche Regelung gilt auf Parkplätzen?
Auf öffentlichen Parkplätzen ohne eine ausdrückliche Vorfahrtsregelung gilt üblicherweise kein rechts vor links, so der Bundesgerichtshof (BGH, Urteil vom 22.11.2022, Az.: VI ZR 344/21). Die Entscheidung betrifft Parkplätze, die öffentlich zugänglich sind, wie zum Beispiel Supermarktparkplätze.
Gehört der Parkplatz zum Betriebsgelände?
Ein Mitarbeiterparkhaus ist wie auch ein Parkplatz auf dem Betriebsgelände, den die mit dem PKW fahrenden Beschäftigten benutzen, um zur Arbeit zu kommen, deshalb als Arbeitsstätte im Sinne der Arbeitsstättenverordnung zu werten.
Habe ich ein Recht auf einen Parkplatz vor meinem Haus?
Gestaltungsgrundsätze für die Stellplätze vor dem Haus
Parkplätze für das Auto dürfen auf dem eigenen Grundstück frei gewählt werden. Dies kann daher auch der Vorgarten sein, wenn Bauherren keinen anderen Platz zur Verfügung haben.
Wer hat das Recht auf einen Parkplatz?
Selbst an einer gerade freiwerdenden Parklücke hat derjenige ein Recht auf den Parkplatz, der zuerst gewartet hat. Eigentlich eine klare Regelung – in der Theorie. In der Praxis wird der Parkplatz vor der Nase weggeschnappt oder vom Beifahrer durch in die Parklücke Stellen freihalten.
Kann ein Arbeitnehmer Parkgebühren absetzen?
Parkgebühren, die Arbeitnehmern anlässlich einer beruflichen Auswärtstätigkeit berechnet werden, sind in der Einkommensteuererklärung absetzbar. Für Auswärtstätige gilt nämlich das sogenannte Reisekostenrecht. Gut zu wissen: Ihr Arbeitgeber darf Ihnen Reisekosten steuerfrei erstatten.
Ist ein Firmenparkplatz öffentlich?
Firmeninhaber sollten auf ihrem Gelände für klare Verhältnisse sorgen. Selbst abgesperrte Flächen gelten sonst als öffentlicher Verkehrsraum.
Ist mein Arbeitgeber verpflichtet mir einen Parkplatz zu stellen?
Zunächst stellt sich die Frage, ob der Arbeitgeber rechtlich dazu verpflichtet ist, Mitarbeiterparkplätze für seine Angestellten zu Verfügung zu stellen. Kurz gesagt: Nein. Es gibt von Rechtswegen her keinen Anspruch von Arbeitnehmern auf einen Mitarbeiterparkplatz.
Ist die Miete eines Parkplatzes für die Arbeit steuerlich absetzbar?
Lohnsteuer kompakt FAQs
Mieten Sie als Arbeitnehmer also in der Nähe des Arbeitsplatzes einen Parkplatz an, entstehen somit keine abzugsfähigen Werbungskosten. Die Kosten für den Parkplatz (Parkplatzgebühren, Parkplatzkosten) sind mit der Entfernungspauschale abgegolten.
Ist ein Parkplatz für den Arbeitgeber ein geldwerter Vorteil?
Liegt der Parkplatz nicht in unmittelbarer Nähe zur ersten Tätigkeitsstätte des Arbeitgebers, ist das überwiegend betriebliche Interesse des Arbeitgebers nicht mehr nachvollziehbar und es entsteht ein steuer- und beitragspflichtiger geldwerter Vorteil.
Wie viele Parkplätze muss ein Unternehmen pro Mitarbeiter bereitstellen?
Bezüglich der Entfernung des Firmenparkplatzes zur Arbeitsstelle gibt es keine festen Vorgaben. Ein Fußweg von mehreren Hundert Metern kann durchaus zumutbar sein, außer für Schwerbehinderte, für die Arbeitgeber in der Regel einen geeigneten Parkplatz bereitstellen müssen.
Wie berechnet man Stellplätze?
- Verkaufsstätten mit hohem Besucherverkehr: 1 Stellplatz je 50 m² Verkaufsnutzfläche, davon 90% für Besucher.
- Verkaufsstätten mit geringem Besucherverkehr: 1 Stellplatz je 75 m² Verkaufsnutzfläche, davon 75% für Besucher.
Wie viel kosten Stellplätze?
Stellplätze in Großstädten: zwischen 20 und 290 Euro
Doch schon innerhalb einer Stadt kann die Preisspanne riesig sein: Ein nicht überdachter Stellplatz am Stadtrand kostet in vielen Städten meist nur 20 Euro monatlich. Für einen Tiefgaragenstellplatz im Zentrum werden hingegen bis zu 290 Euro verlangt.
Wie viele Kilometer pendeln ist zumutbar?
Als Pendler anerkannt werden in der Regel jedoch erst Erwerbstätige, die einen einfachen Arbeitsweg ab 25 Kilometern bzw. 40 Minuten Fahrtzeit zurücklegen. Fast 60 % aller Beschäftigten legt täglich weite Strecken von bis zu mehreren Hundert Kilometern zu ihrem Arbeitsplatz und wieder nach Hause zurück.
Wie lange darf die Fahrzeit zur Arbeit sein?
Was nicht mehr als zumutbarer Arbeitsweg angesehen wird, beschreibt der Paragraph 140 Absatz 4 SGB III wie folgt: Insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden, wenn die Arbeitszeit bei mehr als sechs Stunden liegt. Mehr als zwei Stunden, wenn die Arbeitszeit sechs Stunden und weniger beträgt.
Ist ein Arbeitsweg von 90 Minuten zumutbar?
90 Minuten Fahrzeit muss ein Arbeitnehmer in Kauf nehmen. Lesen Sie hier alles über die Vorgaben der Rechtsprechung zum zumutbaren Arbeitsweg. Verbindliche gesetzliche Vorgaben dafür, wann ein Arbeitsweg noch zumutbar ist, gibt es leider nicht.