Bekommt man als Opfer Geld?

Zuletzt aktualisiert am 2. Januar 2026

Grundsätzliches. Wer auf dem Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland Opfer einer vorsätzlichen Gewalttat wird und dadurch eine gesundheitliche Schädigung erleidet, kann einen Anspruch auf Opferentschädigung geltend machen. Dies gilt auch für Hinterbliebene von Personen, die infolge der Gewalttat verstorben sind.

Wie viel Geld bekommt man bei einer Opferentschädigung?

Eltern. Hinterbliebene Eltern erhalten unter bestimmten Voraussetzungen nach § 88 SGB XIV eine monatliche Entschädigungszahlung. Diese beträgt (Stand 1. Juli 2024) für ein noch lebendes Elternteil 261 Euro und je 157 Euro für beide Elternteile für jedes Kind, das an den Folgen der Schädigung gestorben ist.

Wann hat man Anspruch auf Opferentschädigung?

Einen möglichen Anspruch auf Leistungen haben Personen, die durch eine vorsätzliche, rechtswidrige Gewalttat gesundheitlich geschädigt wurden. Neben den Betroffenen selbst können auch Hinterbliebene, wie Witwen und Witwer sowie Kinder und Eltern gegebenenfalls Leistungen erhalten.

Wie nennt man es, wenn ein Opfer Geld bekommt?

Die Entschädigungsanordnung ist in voller Höhe des wirtschaftlichen Schadens des Opfers zu erlassen. Ist die Höhe des Schadens zum Zeitpunkt der Verurteilung des Täters noch nicht bekannt, wird die Entschädigungsanordnung später auf Anweisung des Gerichts festgelegt.

Wie lange erhält man Opferentschädigung?

Geschädigten stehen diese Leistungen zur Verfügung, so lange sie unter den körper- lichen und psychischen Folgen der Tat leiden. Es gibt keine Begrenzung in der Höhe und in der Dauer der Leistungen.

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Was zahlt die Opferhilfe?

Die Opferhilfe kann für finanzielle Schäden aufkommen, die als Folge der Straftat entstanden sind. Dies ist beispielsweise die Entschädigung von Lohnausfall oder von Fahrspesen. Auch Bestattungskosten oder Kosten für eine Hilfe im Haushalt können durch die Opferhilfe entschädigt werden, nicht jedoch Sachschäden.

Wann bekommt man Opferrente?

Jeder strafrechtlich rehabilitierte Betroffene kann, wenn die zu Unrecht erlittene Haftzeit mindestens 90 Tage andauerte, nach § 17 StrRehaG die sogenannte SED-Opferrente geltend machen.

Werden Sie dafür bezahlt, Opfer zu sein?

Opferentschädigung und -hilfe in Ihrem Bundesstaat

Möglicherweise haben Sie Anspruch auf Entschädigungsleistungen für Opfer einer Straftat, darunter die Erstattung von medizinischen Leistungen, psychologischer Beratung, Lohnausfall und anderen Kosten, die Ihnen durch die Straftat entstanden sind.

Wann ist jemand ein Opfer?

Voraussetzung für den Anspruch auf Opferhilfe ist die sogenannte Opfereigenschaft: Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes ist jede Person, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Unversehrtheit (Integrität) unmittelbar beeinträchtigt worden ist.

Welches ist das beste Programm, um Opfern von Straftaten zu helfen?

Seit seiner Einführung im Jahr 2001 hat das Opferhilfeprogramm des FBI fast zwei Millionen Opfern Dienstleistungen wie Krisenintervention, Unterstützung bei Reisen im Notfall und die Vermittlung von Beratung, Unterkunft und anderen Dienstleistungen vor Ort zur Verfügung gestellt.

Bekommt man als Opfer Geld?

Gerichtlich zugesprochene Entschädigung

Wenn ein Täter wegen eines Verbrechens gegen Sie verurteilt wird, kann das Gericht ihn zur Zahlung einer Entschädigung an Sie verurteilen . Dies kann verschiedene Gründe haben, beispielsweise: Körperverletzung, Schmerzen und Leiden.

Wird Opferentschädigung rückwirkend gezahlt?

Leistungen werden rückwirkend ab dem Schädigungstag gewährt, wenn der Antrag innerhalb eines Jahres nach dem schädigenden Ereignis gestellt wird. Bei späterer Antragstellung werden Leistungen ab dem Antragsmonat bewilligt.

Bekommt man als Opfer eine Entschädigung?

Wenn die beschuldigte Person der gegen Sie begangenen Straftat für schuldig befunden wird, können Sie möglicherweise Schadensersatz von ihr verlangen . Sie können einen Gerichtsbeschluss beantragen, der den Täter dazu verpflichtet, Ihnen die durch die Straftat verursachten Verletzungen, Schmerzen und Leiden zu ersetzen.

Wer zahlt die Opferentschädigung?

Grundsätzlich ist die Versorgungsbehörde des Bundeslandes zuständig, in dem die Betroffenen ihren Wohnsitz haben. Das gilt auch, wenn sich die Gewalttat im Ausland ereignet hat.

Mit welcher Entschädigungshöhe kann ich rechnen?

Es lässt sich nicht genau vorhersagen, wie viel Entschädigung Sie für Ihren Anspruch erhalten . Viele gehen davon aus, dass für bestimmte Verletzungen automatisch ein bestimmter Betrag gezahlt wird. Bei der Geltendmachung eines Anspruchs werden jedoch Ihr persönliches Leiden, Ihre Schmerzen, die Genesungszeit und die finanziellen Auswirkungen berücksichtigt.

Wie lange bekommt man Opferentschädigung?

Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderungen. Leistungen bei Pflegebedürftigkeit. Leistungen bei Blindheit. Entschädigungszahlungen: monatliche Entschädigung (400–2.000 €) oder Abfindung (Einmalzahlung der Summe der monatlichen Entschädigung für 5 Jahre).

Wie beantrage ich Opferentschädigung?

Beantragen Sie jetzt Ihre Hilfe-Leistungen

Um Hilfe-Leistungen zu beantragen, müssen Sie den „Antrag auf Leistungen für Gewaltopfer“ per Mausklick herunterladen, ausdrucken und ausfüllen. Den Antrag finden Sie hier. Sie können uns den Antrag auf verschiedenen Wegen direkt zuschicken.

Was ist Opferentschädigung Rente?

Das Opferentschädigungsgesetz (OEG) regelt Leistungen für Menschen, die Gewalt erfahren mussten und dadurch gesundheitlich beeinträchtigt sind. Ab einem Grad der Schädigungsfolgen von 30% besteht Anspruch auf eine Rente.

Wie lange dauert die Bearbeitung des Antrags auf Opferentschädigung?

Nach Grundel und Blättner (2011) beträgt die durchschnittliche Bearbeitungszeit eines OEG-Antrags bis zum ersten Bescheid ein Jahr.

Was ist Opferhilfe?

Die Opferhilfe Hamburg ist eine professionelle Krisenberatungsstelle für Erwachsene, die aktuell oder in der Vergangenheit Opfer einer Straftat oder eines Unfalls geworden sind. Wir bieten psychologische Beratung durch ärztliche und psychologische Psychotherapeut:innen an.

Welche Rechte hat ein Opfer?

Opferrechtsreformgesetz vom Dezember 2015, in dem vor allem die Informationsrechte des Verletzten erweitert und die psychosoziale Prozessbegleitung für besonders schutzbedürftige Opfer eingeführt wurden. Opfer haben das Recht auf Ersatz des erlittenen materiellen Schadens und auf Schmerzensgeld.

Was ist eine finanzielle Entschädigung?

Entschädigungen sind grundsätzlich Zahlungen, die einen finanziellen Nachteil ausgleichen. Man erhält Geld, weil man auf etwas verzichten muss, etwa auf den Arbeitsplatz, auf Mieteinnahmen oder bestimmte Rechte.