Zuletzt aktualisiert am 10. Januar 2026
Jede Straftat und Ordnungswidrigkeit kann grundsätzlich Anlass einer Durchsuchung sein, in der Praxis wird sie häufig bezüglich eines der folgenden Delikte durchgeführt: Mord, Totschlag, Diebstahl, Hehlerei, Steuerhinterziehung, Kinderpornographie und Drogenhandel.
Bei welchen Straftaten Hausdurchsuchung?
Die Hausdurchsuchung dient dann dem Zweck, Beweismittel, die auf eine Straftat hindeuten, zu sichern. Bestimmte Straftaten, die regelmäßig einen Durchsuchungsbeschluss nach sich ziehen, sind z. B. Mord, Totschlag, Freiheitsberaubung, Menschenhandel, Diebstahl oder auch Hehlerei.
Bei welchen Straftaten kommt die Polizei nach Hause?
Insbesondere beim Verdacht auf Drogendelikte, (Kinder-) Pornografie oder Tötungsdelikte kann es zu solchen Maßnahmen durch die Polizei kommen. Dabei gibt es jedoch feste Regeln, an die sich die Beamten halten müssen. Und auch Beschuldigte haben bei einer Durchsuchung verschiedene Rechte, die gewahrt werden müssen.
Was sind die Voraussetzungen für eine Hausdurchsuchung?
- Bezeichnung der zur Last gelegten Straftat.
- Inhalt des Strafvorwurfs.
- Beschreibung von Ziel, Ausmaß und Zweck der Durchsuchung.
- eine möglichst konkrete Bezeichnung der gesuchten Beweismittel sowie der zu durchsuchenden Räume.
In welches Grundrecht greift eine Durchsuchung ein?
Bei einer Durchsuchung von Personen sind das Grundrecht des Betroffenen auf allgemeine Handlungsfreiheit nach Art. 2 Abs. 1 GG (s. dazu Skript „Grundrechte“ R..
Wie kann ich mich gegen eine Hausdurchsuchung wehren?
Wann darf ein Haus durchsucht werden?
Eine Hausdurchsuchung ist nur zulässig, wenn ein richterlicher Beschluss vorliegt oder bei Gefahr im Verzug. Sie muss verhältnismäßig sein und darf nicht zur bloßen Ausforschung dienen.
Wann ist die Hinzuziehung von Zeugen bei Durchsuchungen möglich?
§ 105 Abs. 2 StPO (Verfahren bei der Durchsuchung)
2 kann entnommen werden, dass die Zuziehung von Zeugen nur dann erforderlich ist, wenn dies möglich ist. Unmöglich ist das Hinzuziehen von Zeugen immer dann, wenn die dafür in Betracht kommenden Personen die Durchsuchung gefährden würden.
Was sind Gründe für eine Hausdurchsuchung?
Gründe für eine Hausdurchsuchung
Der häufigste Grund ist der Verdacht einer Straftat. Besonders relevant können Hausdurchsuchungen bei Rauschgiftdelikten, Darknet-Bestellungen oder Diebstahldelikten sein, bei denen das Auffinden einschlägiger Beweise angenommen werden kann.
Wann kann die Polizei eine Hausdurchsuchung durchführen?
Gründe für eine Hausdurchsuchung können zum Beispiel der Verdacht auf eine Straftat, das Vorliegen von Beweismitteln oder Gefahr im Verzug sein. 2. Gefahr im Verzug: Es gibt Ausnahmen, in denen die Polizei auch ohne Durchsuchungsbeschluss in eine Wohnung eindringen darf.
Wann ist eine Hausdurchsuchung unverhältnismäßig?
Unverhältnismäßig ist eine Hausdurchsuchung bei geringfügigen Delikten, in Konstellationen, in der die Beweisführung auch mit anderen Mitteln möglich wäre oder bei Vorliegen einer zu großen Belastung für den Betroffenen. Beispielsweise, wenn diese Maßnahme dessen Existenzgrundlage infrage stellen würde.
Wie kann ich eine Hausdurchsuchung verhindern?
Die Durchsuchung können Sie selbst dann nicht mehr verhindern, wenn das Vorgehen der Vollstreckungsbeamten in irgendeiner Weise rechtswidrig sein sollte. Gegen die Durchsuchung können Sie sich nur nachträglich wehren. Dazu sollten Sie – am besten mit Hilfe Ihres Rechtsanwalts für Strafrecht – Rechtsmittel einlegen.
Welche Uhrzeit ist für eine Hausdurchsuchung im Winter erlaubt?
Daneben gibt es auch Regeln zur Tageszeit, wann eine Durchsuchung stattfinden darf. Man unterscheidet dabei zwischen einem Winterhalbjahr mit den Monaten Oktober bis März und einem Sommerhalbjahr. Im Winterhalbjahr sind Hausdurchsuchungen früh morgens ab sechs Uhr bis spätestens abends um 21 Uhr zulässig.
In welchen Fällen darf die Polizei ohne Durchsuchungsbefehl in die Wohnung?
Grundsätzlich ist ein Durchsuchungsbefehl (richtiger Begriff Durchsuchungsbeschluss) nötig, damit Beamte in Ihre Wohnung eindringen dürfen. Die Polizei darf allerdings ohne einen richterlichen Durchsuchungsbefehl in Ihre Wohnung eindringen, wenn Gefahr im Verzug besteht.
Wann findet die meiste Hausdurchsuchung statt?
Die Uhrzeit der Hausdurchsuchung
Die meisten Hausdurchsuchungen finden in der Regel morgens statt. Nächtliche Durchsuchungen sind nach der Strafprozessordnung (StPO) nicht zulässig.
Wer kommt zur Hausdurchsuchung?
In der Regel sind bei einer Hausdurchsuchung mehrere Beamte beteiligt. Es kann sich dabei um Polizeibeamte, Kriminalbeamte oder andere Strafverfolgungsbeamte handeln. Zum Teil werden auch Durchsuchungszeugen beigezogen.
Bei welchen Delikten kommt die Polizei nach Hause?
Jede Straftat und Ordnungswidrigkeit kann grundsätzlich Anlass einer Durchsuchung sein, in der Praxis wird sie häufig bezüglich eines der folgenden Delikte durchgeführt: Mord, Totschlag, Diebstahl, Hehlerei, Steuerhinterziehung, Kinderpornographie und Drogenhandel.
Bei welchen Delikten Hausdurchsuchung?
Die Durchführung der Hausdurchsuchung erfordert einen Durchsuchungsbeschluss (fälschlicherweise auch oft bezeichnet als Durchsuchungsbefehl) Mit einer Hausdurchsuchung muss grundsätzlich gerechnet werden bei schweren Straftaten wie z.B.: Mord, Totschlag, Erpressung, Freiheitsberaubung, Menschenhandel etc.
Ist eine Hausdurchsuchung vor 6 Uhr erlaubt?
Grundsätzlich darf eine Hausdurchsuchung nicht „zur Unzeit“ stattfinden. Damit ist gemeint, dass diese nicht nach 21 Uhr und im Sommer nicht vor 4 Uhr stattfinden soll. Im Winter (Oktober bis März) ist eine Hausdurchsuchung dagegen erst ab 6 Uhr gestattet.
Was ist der Anfangsverdacht für eine Hausdurchsuchung?
Die Voraussetzungen für eine Durchsuchung sind in § 102 StPO geregelt, Ein zentraler Punkt für die Zulässigkeit einer Hausdurchsuchung ist der sogenannte Anfangsverdacht. Dieser begründet sich darauf, dass nach kriminalistischer Erfahrung die Möglichkeit bestehen könnte, dass eine Straftat begangen wurde.
Was passiert, wenn bei einer Hausdurchsuchung nichts gefunden wurde?
Was passiert nach einer Hausdurchsuchung, wenn nichts gefunden wurde? Wurde bei einer Durchsuchung nichts gefunden, liegt es an der Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren wegen mangelnder Beweise eingestellt wird oder andere Beweismittel herangezogen werden.
Wer zahlt den Schaden bei Hausdurchsuchung?
Der Vermieter einer Wohnung kann vom Staat grundsätzlich Ersatz für Schäden verlangen, die bei einer rechtmäßigen Hausdurchsuchung im Zuge eines Ermittlungsverfahrens gegen den Mieter entstanden sind. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden.
Wann wird eine Hausdurchsuchung bei Jugendlichen durchgeführt?
Eine Hausdurchsuchung bei einem Jugendlichen wird durchgeführt, wenn begründete Verdachtsmomente vorliegen, wie Beteiligungen an Straftaten nach dem Jugendstrafrecht. Eine polizeiliche Hausdurchsuchung benötigt als Grundlage einen von einem Richter unterschriebenen Durchsuchungsbeschluss.
Ist das Abtasten einer Person eine Durchsuchung?
Die Durchsuchung einer Person umfasst sowohl das zielgerichtete Suchen nach Gegenständen oder Spuren, als auch das bloße Abtasten danach.
Welcher Verdachtsgrad für Durchsuchung?
Eine Durchsuchung erfordert keinen dringenden Tatverdacht. Es reichen tatsächliche Anhaltspunkte, die einen Verdacht begründen. Nicht nur bei einem dringenden Tatverdacht ist eine Durchsuchung zulässig. Es bedarf nicht einmal eines sogenannten hinreichenden Verdachtes.
Kann man eine Durchsuchung verweigern?
Ohne einen konkreten Verdacht ist eine Taschenkontrolle im Supermarkt grundsätzlich unzulässig. Das heißt, als Kund:innen müssen Sie willkürliche Taschenkontrollen nicht hinnehmen. Aber: Verweigern Sie eine unbefugte Taschenkontrolle, kann der Eigentümer des Ladens ein Hausverbot erteilen.