Wildwasserpfad Mariensee und Marienseer Schwaig

Liebst du auch das Wasser und die Natur? Heute möchte ich dir den Wildwasserpfad in Mariensee in Kombination mit der Marienseer Schwaig vorstellen. Der Wildwasserpfad wurde erst vor kurzem angelegt und führt entlang des Pöstlingbaches durch den Wald bis zu einem Wasserfall.

Für einen ersten Eindruck zu dieser Wanderung kannst du dir gern das Video hier ansehen:

 

Zahlen & Fakten

  • einfache Wanderung
  • Stationen: Mariensee – Wasserfall – Marienseer Schwaig – Mariensee
  • Gesamtdauer der Tour: ca. 4 Stunden
    (2 Stunden und 45 Minuten für den Aufstieg, 1 Stunde und 20 Minuten für den Abstieg)
  • Distanz: 10,2 km
  • Höhenmeter: 480
  • Einkehrmöglichkeiten am Weg: Hütte auf der Marienseer Schwaig

Ausgangspunkt

Biotop-Parkplatz
Ca. 1 km nach dem Ortsende von Mariensee auf der rechten Seite
(Nähe 2870 Aspangberg-St.Peter und 2872 Mönichkirchen)

 

Wir starten auf 982 m Seehöhe beim Biotop

Die Wanderung beginnt am Parkplatz ungefähr einen Kilometer nach dem Ortsende von Mariensee. Direkt neben der Freilandstraße gibt es auf der rechten Seite zwei Parkplätze, dazwischen befindet sich ein Biotop mit einem Informationsschild und einigen Wegweisern.

Wir folgen dem gelben Schild die Straße entlang Richtung Wildwasserpfad und Wasserfall (30 Minuten). Kurz nach der Brücke macht die Straße eine Rechtskurve, wir gehen jedoch geradeaus auf dem Schotterweg weiter und entdecken das nächste gelbe Schild Richtung Wildwasserpfad auf der linken Seite.

Ein schmaler Weg führt uns entlang des Pöstlingbaches sanft bergauf durch den Wald. Kurz darauf erreichen wir eine Kreuzung, bei der wir – dem gelben Schild folgend – eine Forststraße überqueren. Der Bach ist immer noch auf der linken Seite und der Weg nun ziemlich flach. Uns gefällt der angenehme, flache Waldweg sehr gut. Das Plätschern des Baches begleitet uns, während wir auf der rechten Seite immer wieder kleine Quellen entdecken.

 

Der Orgelbaum

Nach einiger Zeit gehen wir durch ein Metalltor weiter durch den Wald und entdecken kurz darauf den Orgelbaum. Vor ungefähr 30 Jahren führte der Bach Hochwasser und unterspülte die Wurzeln des Baches so stark, dass dieser quer über das Bachbett stürzte. Einige Wurzeln waren aber noch mit der Erde verbunden sodass sich der Baum erholen konnte und mit genügend Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt wurde. Dadurch begannen einige der Äste als neue kleine Bäume in die Höhe zu wachsen.

 

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Der Orgelbaum

 

Die Blitzbuche am Schluchtplatz’l

Nach ungefähr 40 Minuten Gehzeit erreichen wir das Schluchtplatz’l mit der Blitzbuche. Hier machen wir eine etwas längere Pause und einige Fotos. Vor vielen Jahren schlug hier ein Blitz in eine große Buche ein, der Baum steht aber immer noch. Der lange Riss, den der Blitz in der Buche hinterlassen hat, ist sehr beeindruckend.

 

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Die Blitzbuche

 

Die Wassermühle mit erfrischendem Quellwasser

Kurz nach der Blitzbuche entdecken wir wieder ein gelbes Schild Richtung Wildwasserpfad und Wasserfall (15 Minuten). Wir biegen hier links ab und überqueren über eine Holzbrücke den Pöstlingbach. Nach der zweiten Holzbrücke erreichen wir einen Rastplatz. Rechts davon entdecken wir eine Wassermühle. Dort füllen wir auch unsere Wasserflaschen auf und ich war überrascht, wie herrlich gut das Quellwasser schmeckt!

 

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Das Quellwasser schmeckte herrlich

 

Unterhalb der Wassermühle entdecken wir eine Steinpyramide. Ein Schild fordert uns dazu auf, einen Stein dazuzulegen und uns etwas zu wünschen. Gesagt, getan, denn schaden kann es ja nicht! Nach der Steinpyramide gehen wir einen schmalen, ziemlich verwachsenen Weg weiter. Der Bach ist auf der linken Seite gleich in der Nähe.

 

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Hier geht der Weg weiter, links davon befindet sich die Steinpyramide

 

Kurz darauf geht es über eine Holzbrücke erneut über den Bach. Nach ein paar Steinstufen erreichen wir das nächste gelbe Schild Richtung Wildwasserpfad und Wasserfall (10 Minuten). Hier biegen wir rechts ab und befinden uns nun auf einer Schotterstraße. Diese Straße führt uns wieder direkt zum Bach. Beim Bach angekommen, gibt es auf der linken Seite etwas versteckt das nächste gelbe Schild. Wir folgen dem Schild und wandern die Steinstiegen hinauf. Kurz darauf entdecke ich auch schon den Wasserfall vor uns in einiger Entfernung.

 

Der Wasserfall mitten im Wald

Nach insgesamt eineinhalb Stunden Gehzeit (du wirst sicher schneller sein!) erreichen wir den Wasserfall. Ich liebe Wasserfälle! Es tut sehr gut, hier zu sein. Hier ist die Luft angenehm kühl und durch die Feuchtigkeit sehr erfrischend.

 

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Der Wasserfall

 

Beim Wasserfall angekommen meldet sich auch der Abenteuergeist in mir und ich klettere vorsichtig über die nassen und rutschigen Felsen zum Wasserfall. Links vom Wasserfall setzen wir unsere Wanderung fort und gehen den Steinweg hinauf.

Gut zu wissen: In der aufgezeichneten Tour mit komoot wirst du sehen, dass ich mich hier kurz verlaufen habe.

Während ich mich verlaufe und immer weiter den steilen Berg irgendwie hinaufgehe, ruft mich Daniela zurück. Offenbar hat sie den richtigen Weg gefunden. Ich ärgere mich darüber, dass ich mich verlaufen habe und es mit komoot aufgezeichnet wurde, aber ich kann es nicht ändern. Wenn du diese Wanderung machst, dann achte bitte darauf, in der Nähe des Wasserfalls weiterzugehen. Einige Steinstufen führen hier hinauf bis an das obere Ende des Wasserfalls.

 

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Nach ein paar Steinen biegen wir rechts ab und gehen diese Steinstufen hinauf

 

Das Biwak auf 1.279 m Seehöhe

Oben angekommen, entdecken wir das Biwak. Wir befinden uns nun bereits auf 1.279 m Seehöhe mitten im Wald. Direkt am oberen Ende des Wasserfalls gibt es ein breites Metallgeländer. Von hier aus kann man den Wasserfall gut von oben betrachten.

Auf der linken Seite des Baches gehen wir weiter über einige Steine bergauf. Nach ein paar Minuten erreichen wir die Wassermessstation, wo sich das nächste gelbe Schild befindet. Wir überqueren die Wassermessstation und gehen weiter geradeaus. Der Weg führt über einige Felsbrocken und wir überqueren mehrmals den Bach.

 

Wir erreichen die Himmelsstiege

Nach ungefähr 15 Minuten Gehzeit (vom Biwak aus) immer bergauf durch den nicht immer ganz eindeutigen Weg erreichen wir die Himmelsstiege, eine schöne Holztreppe. Oben angekommen, zeigt uns ein gelbes Schild den weiteren Weg. Wir gehen die Schotterstraße rechts entlang Richtung Marienseer Schwaig (50 Minuten).

Gut zu wissen: Nach der Himmelsstiege kannst du auch rechts abbiegen und dem gelben Schild Richtung Wildwasserpfad Rundweg folgen. So kommst du, anders als beim Hinweg, zurück zum Parkplatz.

Auf der Schotterstraße gehen wir nun stetig leicht bergauf weiter. Teilweise kommen wir an Kreuzungen und Weggabelungen vorbei, wo es keine Schilder gibt. Hier nehmen wir immer den eindeutigsten Weg und gehen immer geradeaus weiter. Nach ungefähr 45 Minuten (von der Himmelsstiege aus) kommen wir zu einem Platz mit einer wunderschönen Aussicht auf die umliegenden Hügel und Täler. Vor allem wegen dieser Aussicht hat es sich schon gelohnt, nach dem Wasserfall noch weiter bergauf zu wandern!

 

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Wunderschöne Aussicht

 

Hier gibt es wieder ein gelbes Schild Richtung Marienseer Schwaig (20 Minuten). Kurz nach dem Platz mit der schönen Aussicht erreichen wir eine Schilder-Ansammlung. Hier verlassen wir die Schotterstraße und biegen rechts in den Wald hinein. Von hier es sind es nur noch 10 Minuten bis zur Marienseer Schwaig und tatsächlich, kurz darauf sind wir oben angekommen.

Nach dem Waldstück über einige Steine (es gibt hier auch rot-weiß-rote Markierungen) erreichen wir eine Almwiese und kurz darauf die Hütte.

 

Die Marienseer Schwaig auf 1.478 m

Von der Marienseer Schwaig aus hat man ebenfalls eine sehr schöne Aussicht auf die umliegenden Hügel, Täler und Almen. Es gibt keine große Auswahl an Speisen, dafür aber selbst gebackenes Brot und köstliche Kuchen. Und das Leitungswasser kommt aus dem hauseigenen Brunnen. Während unserer längeren Pause laufen immer wieder ungefähr zehn Hühner und ein riesiger Hahn an uns vorbei. Herrlich, diese ländliche Idylle!

Gut zu wissen: Für den Aufstieg zur Marienseer Schwaig haben wir insgesamt ca. 2 Stunden und 45 Minuten gebraucht (ohne Pausen).

 

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Die Marienseer Schwaig auf 1.478 m Seehöhe

 

Von hier aus gäbe es noch die Möglichkeit, bis zum Wetterkogelhaus zu wandern, aber das ist uns für heute zu viel. Nachdem wir uns gestärkt und ausgeruht haben, machen wir uns auf den Rückweg.

 

Der Rückweg über den Schindelsteig

Zurück geht es zuerst wieder über die Alm und dann den steinigen Waldweg bis zur Forststraße. Dort angekommen, gehen wir nicht links weiter, von wo wir gekommen sind, sondern geradeaus den schmalen Weg in den Wald hinein.

 

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Hier folgen wir der rot-weiß-roten Markierung den schmalen Weg in den Wald hinein

 

Hier folgen wir der rot-weiß-roten Markierung. Kurze Zeit später zeigt uns ein gelbes Schild Richtung Almweg Mariensee den richtigen Weg. Wir überqueren mehrmals eine Forststraße und gehen immer weiter durch den Wald.

Bei einer Weggabelung gibt es nun zwei Möglichkeiten. Entweder den leichteren Weg links die blaue Markierung entlang oder den rechten Weg mit der rot-weiß-roten Markierung über den Schindelsteig. Da wir nicht wissen, wie lange der blaue Weg ist, entscheiden wir uns für den wahrscheinlich steileren Weg über den Schindelsteig. Nach der nächsten Straßenüberquerung sehe ich auf der rechten Seite eine riesige Gesteinsformation, auf die ich natürlich hinaufklettern muss.

 

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Eindrucksvolle Gesteinsformation im Wald

 

Ungefähr eine Stunde, nachdem wir den Rückweg angetreten sind, erreichen wir eine Alm. Hier treffen sich der blaue und der rot markierte Weg. Wir genießen noch einmal die wunderbare Aussicht und gehen dann rechts die Alm entlang hinunter.

 

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Kurz vor dem Ende der Tour genießen wir noch einmal die Aussicht

 

Der steinige Weg führt uns zu einem Schotterweg. Hier kann man nur links weitergehen, da sich rechts ein Haus befindet. Der Schotterweg führt uns nach kurzer Zeit zur asphaltierten Straße und wenige Minuten später sind wir wieder am Parkplatz.

Gut zu wissen: Für den Rückweg über den Schindelsteig haben wir ungefähr 1 Stunde und 20 Minuten gebraucht.

 

Fazit

Der Marienseer Wildwasserpfad in Kombination mit der Marienseer Schwaig ist eine sehr schöne Wanderung, die ich nur empfehlen kann. Bis auf kurze Abschnitte, wo es etwas steiler bergauf geht, verläuft der Weg nur sanft ansteigend. Bis zum Wasserfall geht man überwiegend im schattigen und angenehm kühlen Wald in unmittelbarer Nähe des Pöstlingbaches. Die Wanderung ist recht einfach, dennoch ist festes Schuhwerk unbedingt notwendig, da es öfter über Steinplatten und Steinstiegen geht. Der Abstieg über den Schindelsteig war ebenfalls sehr steinig, sodass wir eher langsam vorangekommen sind.

Karte und Höhenprofil

Fotogalerie

Und hier gibt es noch mehr Fotos von dieser Wanderung:

Fotogalerie Wildwasserpfad und Marienseer Schwaig

Wie findest du diese Wanderung? Warst du schon einmal am Wildwasserpfad in Mariensee? Wie hat es dir gefallen? Wenn nicht, könntest du dir vorstellen, diese Wanderung zu machen? Ich freue mich immer über Feedback meiner Leser!

Jasmin

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